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Zwei große blaue Augen, die einen leichten Grünton besaßen, sahen ihr aus dem Spiegel entgegen. MJ überprüfte, ob ihr Make-up noch perfekt saß und zufrieden stellte sie fest, dass sie sich keine Sorgen hätte machen müssen. Sie lockerte ihr schwarzes Haar auf und tupfte noch etwas Lipgloss auf ihre Lippen. Etwas besser gelaunt verließ sie den Toilettenraum und machte sich auf den Weg nach draußen. Sie hatten gerade große Pause und als sie nach draußen trat, kam ihr schon Madelaine entgegen. Sie war ein süßes, wenn auch unscheinbares Mädchen. Aber neben MJ aufzufallen war auch fast unmöglich. Sie lächelte ihrer besten Freundin entgegen, deren braune Locken hinter ihr her flatterten. Diese nahm verzückt MJs Hände in ihre und lächelte sie freudig an. „Ich dachte schon du kommst nicht mehr.“, sagte sie und klang dabei fast ein wenig verzweifelt. „Ich war mich nur kurz frisch machen“ „Ah gut. Kann mir gar nicht vorstellen, wie die sechs Wochen ohne dich sein sollen.“ Aus Madelaines Stimme hörte man Traurigkeit. MJ kannte sie mittlerweile gut genug um zu wissen, dass sie zu einem der wichtigsten Menschen für sie geworden war. Sie besaß keine Geschwister und ihre Eltern hatten sich schon früh getrennt. Jetzt lebte sie bei ihrer Mutter, die jedoch die meiste Zeit arbeiten war. MJ würde nie vergessen, wie sie Maddy kennen gelernt hatte. Es war vor drei Jahren gewesen. Wie üblich joggte sie gegen Abend noch eine Runde durch den Park. Sie war stehen geblieben um wieder etwas zu Atem zu kommen, da hatte sie ein ängstliches Wimmern vernommen. Vorsichtig war sie dem Geräusch gefolgt und hatte Madelaine kauernd auf dem Boden gefunden. Einen Meter entfernt hatte ein Schäferhund ein Loch in den Boden gewühlt. Sie hatte sich verwirrt zu ihr gekniet und als sie gespürt hatte, dass ein menschliches Wesen anwesend war, hatte sie schluchzend ihre Arme um MJs Taille geschlungen und sich schützend an sie geklammert. Erst da begriff sie, dass Madelaine schreckliche Angst vor Hunden hatte. Beruhigend hatte sie ihr über den Kopf gestreichelt und den Hund mit einem Stöckchen fort gelockt. Sie war noch lange Zeit aufgelöst gewesen und als sie endlich wieder normal wurde, hatte sie sich vor Dankbarkeit fast überschlagen. Auch sie war MJ sehr ans Herz gewachsen und auch wenn alle anderen sich wunderten, warum gerade die unauffällige, schüchterne Madelaine mit ihr befreundet war, so konnte sie sich keine bessere Freundin vorstellen. Okay, sie teilten nicht unbedingt viele Gemeinsamkeiten, doch konnten sie sich gegenseitig vertrauen und das war das Wichtigste. „Ja, ich werd dich bestimmt furchtbar vermissen.“ Sie streichelte ihr kurz über den Kopf. Sie hatte sich seit diesem Vorfall immer für sie verantwortlich gefühlt und sie beschützt, wo sie nur konnte. „Na ja, du fährst ja auch für drei Wochen weg.“ Sie lächelte leicht. MJ nickte. „Ja, ich freue mich schon drauf. Sonne, Strand und Meer.“ Und frei von arroganten Störenfrieden! Sie ließ ihren Blick über den Schulhof gleiten. Brad und Dean standen mit einigen Freunden ein paar Meter entfernt. Maddy folgte ihrem Blick. „Oh, mal ohne Mädchenanhang!“, sagte sie und hob eine Augenbraue. Sie lächelte ihr leicht zu, denn sie hatte schon lange den Verdacht, dass sie ein wenig in Brad verknallt war, doch sie hatte es nie zugeben wollen. Auch wenn sie nicht glaubte, dass die zwei zusammen passten, so hätte Madelaine ihn verdient. Sie war einfach ein süßes, unschuldiges Ding und Brad war für MJ alles. Er hatte einen sehr ehrlichen, ehrgeizigen Charakter, der bepflückt war mit Liebenswürdigkeit und tiefer Herzensgüte. Sie liebte ihren Bruder über alles. Er war der wichtigste Mensch in ihrem Leben. Sie liebte ihre Eltern zwar auch, doch zu ihnen hatte sie nie so eine tiefe Verbindung aufbauen können wie zu Brad. Sie beobachtete, wie ihr Bruder mit Justin über etwas diskutierte. Er und Dean hatten ungefähr die gleiche Statur. Beide waren sie groß, auch wenn Dean noch ein wenig über Brad hinausragte, und muskulös. Nicht zu sehr, nein, sie waren schlank und zumindest bei Brad wusste sie, dass er fein definierte Muskeln hatte. So in etwa mochte sie es auch. Ansonsten hatten sie nicht viel gemeinsam. Brad sah wie der typische Sunnyboy aus. Er hatte blondes, seidiges Haar, hellblaue Augen und feine Gesichtszüge. Ihm war die Warmherzigkeit und der jugendliche Schalk ins Gesicht geschrieben. Ganz anders bei Dean. Sie wandte ihre Aufmerksamkeit jetzt ihm zu. Er sah wirklich gut aus…Sie sah wie er sich das schwarze, etwas längere Haar zurückstrich und wie seine dunklen Augen zu Brad huschten, der ihn gerade angesprochen hatte. Er sah etwas verwegener aus wie Brad, doch auch unbeschreiblich attraktiv. Jedoch empfand sie nichts bei seinem Anblick. Dort fehlte die Wärme, die Vertrautheit, die Intelligenz, einfach alles, was ihr wichtig war. All das, was Brad jedoch besaß. Plötzlich zuckte sie innerlich zusammen, als ein dunkles Paar Augen ihre trafen. Dean hatte unerwarteter Weise aufgesehen und sie hatte es so überrumpelt, dass sie ihre Augen nicht abwenden konnte. Jemand berührte sie am Arm. Sie drehte sich zu ihrer Freundin um, die sie etwas verwirrt ansah. „Alles in Ordnung?“, fragte sie besorgt. MJ nickte lächelnd. Maddy machte sich einfach viel zu schnell Sorgen. „Dein Bruder kommt“, quiekte diese plötzlich und trat einen Schritt zur Seite, so als wollte sie sich hinter ihr verstecken. Sie hob den Kopf und sah, dass Brad auf sie zukam. Zum Glück hatte er den Schönling bei den Anderen gelassen, die jedoch alle zu der Schwester ihres Freundes sahen. Die Jungs hatten es eh schwer an MJ ranzukommen, was nicht nur an ihr selber lag, sondern hauptsächlich an ihrem beliebten Bruder, der es mit nur einem Blick schaffen konnte, jeden Playboy dazu zubringen, den Schwanz einzuziehen und den Abflug zu machen. Und wenn man mit ihm befreundet war, so hatte man Respekt vor ihm, auch wenn es schwer fiel, denn sie war mit Abstand das hübscheste Mädchen, mit den richtigen Proportionen und einem guten Geschmack. Auch Dean sah hinüber. Es war wirklich nicht so einfach, so zu tun, als würde man sich nicht für dieses Geschöpf der Schönheit interessieren. Öfters schon hatte er sich dabei ertappt, wie er sich vorstellte, diese sinnlich, vollen Lippen zu küssen. Er schüttelte unbemerkt den Kopf und wandte den Blick mühsam ab. Er hatte eh schon ein schlechtes Gewissen. Wenn Brad dabei war, tat er meistens so, als wäre sie nicht da, oder hielt sich betont zurück. Doch wenn er sie mal alleine antraf, wie heute morgen, so versuchte er, ihr harmlos etwas näher zu kommen. Er hatte sie nicht absichtlich umgestoßen, doch es passte ihm ganz gut. Seltsamerweise schien sie eine Abneigung gegen ihn zu haben. Aber warum sollte sie? Vielleicht tat sie es wegen Brad. Er hatte nicht den Schneid danach zu fragen. Er hob den Kopf noch einmal hoch und sah, wie er ihr einen Kuss auf die Wange gab. Sie erwiderte die Geste und bei dem Anblick spürte er einen kleinen eifersüchtigen Stich. Wie gern würde er die Chance haben zu beweisen, dass er auch sie rumkriegen würde. Ausgerechnet das bezaubernde Mädchen dort drüben war die Schwester seines besten Freundes. Na ja, es lohnte sich nicht, sich über etwas Sorgen zu machen, dass wohl eh nur einige Tage andauern würde, also konnte er es genauso gut vergessen…
Brad und MJ hatten sich unterwegs eine Pizza mitgenommen und saßen jetzt am Esstisch. Die leere Pappschachtel lag noch auf dem Tisch und Brad hatte sich in den Stuhl zurück gelehnt und fuhr sich mit der Hand über den Bauch. „Oh, das war lecker.“ Jetzt streckter er sich und MJ beobachtete ihn mit einem sanften Lächeln. „Und du gehst also noch zum Sportplatz?“, fragte sie und fing an den Tisch abzuräumen. „Ja, treff mich mit Dean und noch ein paar anderen Jungs.“ „Auch mit Mädchen?“ „Also ich habs nicht vor“ Er zuckte mit den Schultern. Sie sagte nichts, sondern fing an das Besteck zu spülen. „Soll ich dir helfen?“ „Nein, geht doch ganz schnell. Mach du dich ruhig fertig.“ Sie hörte, wie er aufstand. „Triffst du dich mit Madelaine?“ Sie schüttelte den Kopf. „Nein, sie arbeitet heute in der Bibliothek.“, erwiderte sie. Sie sah zu ihm auf. Er betrachtete sie und biss sich dabei auf die Unterlippe. „Dann bist du ja allein hier.“ „Das ist schon in Ordnung.“, erwiderte sie schnell. Sie wusste, dass er sich immer Sorgen um sie machte. Er schien einen Moment mit sich zu ringen. „Du kannst ja…mitkommen. Mir etwas zusehen.“ Etwas überrascht sah sie zu ihm. Er versuchte immer, sie von den Jungs fernzuhalten. Sie nutzte die Chance und stimmte sofort zu. Zu spät dachte sie daran, dass ja der Nervtöter Dean auch da war. Während sie sich in ihrem Zimmer neu stylte, entschied sie sich, dass es warm genug war für einen Minirock. Sie musste grinsen, wenn sie daran dachte, was Brad davon halten würde. Zufrieden drehte sie sich vor dem Spiegel, bevor sie zu ihrem Bruder ging, der unten im Flur auf sie wartete. Ihm fiel der Mund auf, doch sie ging ungerührt an ihm vorbei.
Es war heiß und Dean wünschte, dass Brad sich beeilen würde. Justin und Derek warteten mit ihm. Er legte sich mit dem Rücken auf die Wiese und verschränkte sie Hände unter seinem Kopf. Entspannt schloss er die Augen und lauschte den Geräuschen seiner Umgebung. Er hörte aus der Ferne, wie einige Jungs Fußball spielten. Wenn Brad nicht bald käme, würde er zu ihnen gehen und ihnen mal zeigen, was es heißt fertig gemacht zu werden. Er fühlte sich langsam etwas dösig und gähnte herzhaft. „Da ist Bra….wow.“ Er hörte den ehrfurchtsvollen Ton von Derek und neugierig richtete er sich auf und stockte. Brad war nicht alleine. Nein, er hatte seine kleine Schwester mitgebracht. Und „wow“, fand er war genau der richtige Ausdruck für sie. Er hatte immer gewusst, dass sie eine Figur zum niederknien hatte, doch so viel wunderbar nackte Haut hatte er bei ihr noch nicht sehen können. Kurz fragte er sich, warum Brad sie überhaupt so gehen gelassen hatte. Sogar die Jungs auf dem Sportplatz hatten aufgehört zu spielen und mit offenen Mündern sahen sie MJ nach. Er hoffte, sie würden denken, dass Brad ihr Freund war, damit sie ja nicht auf blöde Ideen kamen. Derek und Justin waren aufgesprungen und mühten sich sichtlich ab, nicht allzu entzückt auszusehen. Sie begrüßten sie freundlich und Justin schnappte sich schnell den Basketball und trippelte ein wenig vor dem Korb. Derek ging zu ihm und versuchte ihm den Ball abzunehmen. Auch Dean hatte sich jetzt wieder gefasst. Er stand auf und begrüßte Brad, ohne auf MJ zu achten. Derek rief nach Brad und dieser ging zu den zweien. Er sah jetzt auch zu MJ. Er hatte ein anziehendes Lächeln aufgesetzt. „Du siehst toll aus.“ Anders wie die anderen Girls reagierte sie jedoch nicht errötend oder stammelnd. Dass sie freundlich zurücklächelte reichte ihm jedoch für den Anfang. Seltsamerweise, war es sogar eine Art Befriedigung, wenn man mal an ihre Reaktion heute Morgen dachte. Da war sie so kühl abweisend gewesen, dass es ihm schwer fiel seine Verwunderung zu überdecken. „Also, wenn ich dein Bruder wäre, hätte ich dich nicht so raus gelassen.“ Im Stillen war er mehr als froh, dass Brad es doch getan hatte. „Oh, er war auch nicht gerade begeistert.“ Er sah zu ihr, sie hatte ein süßes Lächeln auf den Lippen, die er so gerne mal berühren würde. Sie beobachtete, wie die anderen drei Jungs rumkabbelten. Er wollte keinen falschen Eindruck erwecken und lief zu seinen Freunden hinunter.
Sie hatte sich auf dem Wiesenhang niedergelassen und sah den vier Jungs zu, wie sie in Zweierteams gegeneinander spielten. Sie war froh nicht allein zuhause sitzen zu müssen. Auch wenn sie hier dem Hohlkopf ausgesetzt war. Natürlich hatte er nicht widerstehen können seinen Charme zu versprühen. Doch sie war viel zu gut gelaunt um biestig darauf zu reagieren. Außerdem wollte sie nicht, dass Brad irgendetwas mitbekam. Sie strich sich eine Strähne hinters Ohr. Es war ziemlich schwül und den Jungs rannte der Schweiß von der Stirn. Dean löste sich aus der Gruppe und kam zu ihr hoch. Neben ihr standen zwei Wasserflaschen und ein Stapel Handtücher. Er griff nach einer der Flaschen und setzte diese auf. In einigen kräftigen Zügen trank er daraus. MJ beobachtete ihn mit ein wenig Interesse. Eine Schweißperle tropfte seine Schläfe hinunter und sein Haar klebte nass an seiner Stirn. Da er eine kurze Hose anhatte, konnte sie seine gebräunten Waden sehen, die unbestreitbar feste und männlich aussahen. Was dachte sie denn da? Dean bückte sich noch mal und grinste ihr dabei kurz zu. Dieses Mal hatte er ein Handtuch genommen und wischte sich damit über die Stirn. Er ließ es wieder fallen und ohne jegliche Vorwarnung, zog er sich das T-Shirt über den Kopf aus. MJ, die darauf nicht gefasst war, sah ihn einige Sekunden schamlos an. „Gefällt dir was du siehst?“, weckte sie eine Stimme aus ihrer Starre. Sie sah hoch in sein Gesicht, auf dem sich ein überlegenes Grinsen widerspiegelte. „Hab schon bessere gesehen“, erwiderte sie hochnäsig. Doch das war gelogen. Auch wenn Brad ihm kaum nachstand, so gab es doch kleine Unterschiede. Zuerst mal hatte er einen gebräunteren Teint und unter seinem Bauchnabel zog sich eine gerade Spur schwarzer Haare, die in seine Hose verlief. Auch seine Oberarme waren ein klein wenig muskulöser und man sah deutlich, dass seine Hüften schmaler waren, als seine Schultern. Alles in allem konnte man sagen, dass dieser Kerl wirklich ein Adonis durch und durch war. Doch sie würde ihm nicht die Genugtuung geben und ihn das wissen lassen. Er war eh schon selbst verliebt genug. Er zog misstrauisch eine Augenbraue hoch, doch sein Grinsen verlor sich nicht dabei. Sie sah ihn einige Sekunden herausfordernd an, dann wandte sie sich wieder den anderen zu, die jetzt auch auf sie zukamen.
Etwas verwirrter, als es nach Außen schien, ließ er sich ins Gras fallen und beobachtete aus den Augenwinkeln, wie liebevoll sie ihrem Bruder zulächelte. War sie nur zu stolz zuzugeben, dass sie ihn attraktiv fand? Aber das war ja lächerlich, schließlich war er das unbestreitbar. Derek und Justin setzten sich neben ihn und tranken jetzt auch Wasser. Er hatte den Eindruck, dass sie auch gerne das T-Shirt ausgezogen hätten, doch jetzt wo MJ da war, sie es doch sein ließen. Hauptsächlich, weil sie genau wussten, dass sie ihre Körper höchstwahrscheinlich mit seinem verglich. Oder eher mit Brads. Dieser hatte natürlich keine Hemmungen sich zu entkleiden und das tat er auch. Dean hatte kein Problem damit, dass sein bester Freund ein genauso großer Mädchenschwarm war wie er, wenn auch auf andere Weise. Jedoch musste er sich manchmal eingestehen, dass er in gewissen Dingen gerne so wie Brad wäre. Eine Sache war die Verbindung mit seiner Schwester. Nicht, dass er sich wünschte ihr Bruder zu sein, nein, dass wäre ein viel zu großer Verlust gewesen, doch kannte er Dean so gut, dass er wusste, dass dieses süße Mädchen alles für ihn war und umgekehrt. Er hatte noch nie zu jemand eine engere Verbindung gehabt. Seine Eltern kümmerten sich nie viel um ihn, sie waren mehr damit beschäftigt von einer Party zur anderen zu kommen. Als sie sich dann vor fünf Jahren getrennt hatten, wurde ihre Fürsorge für ihr einziges Kind auch nicht besser. Er lebte bei seiner Mutter, die jede Woche in einem anderen Bett übernachtete. Vielleicht war das auch der Grund, warum er so war. Warum er noch nie wirkliche Gefühle für jemanden entwickelt hatte. Er hatte es nie gelernt. Zugegeben, war Brad wirklich der wichtigste Mensch für ihn. Und nur weil seine Hormone etwas überdrehten, war das noch lange kein Grund, dies aufs Spiel zu setzen. Er wandte den Blick von den Geschwistern ab und sah zu seinen zwei anderen Kumpels. Der große, kräftige Derek, der durch sein Aussehen schon viele verschreckt hatte, der aber ein sehr sanftes Gemüt besaß. Nur seine engsten Freunde wussten, dass er Tiere über alles liebte und gegenüber Mädchen einen starken Beschützerinstinkt besaß. Justin war etwas kleiner als er und Brad, dafür war er jedoch genauso sportlich wie die zwei, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sah, aber er war sehr schnell. Er hatte eine sehr helle Haut und strohblondes lockiges Haar, das ihn auch ziemlich beliebt bei den Mädels machte. Beide sahen ebenfalls zu den zweien, die einen Meter unter ihnen saßen. Er konnte ihre Blicke auf sie gut verstehen. Brad hatte sich jetzt erhoben und sah zu ihm. Irrte er sich, oder lag etwas Warnendes in seinen Augen. Doch als er sich neben ihn fallen ließ, war er so gutgelaunt wie immer. Er hatte sich wohl geirrt. Trotzdem musste er vorsichtig sein.
Brad lachte über eine Aussage von Dean. Doch es war etwas aufgesetzt. Ihm hatte es gar nicht gefallen, ihn und seine Schwester zusammen zu sehen. Aber wahrscheinlich war es total harmlos. Dean hatte nur etwas getrunken und sie hatten sich kurz unterhalten. Er hatte sich mit Sicherheit ganz normal verhalten, nicht wie den anderen Mädchen gegenüber. Sie hatte ja nicht mal gelacht. Und Dean brachte die Mädchen immer zum Lachen. Er nahm einen Schluck Wasser und wischte sich mit der Hand über die Stirn. Auch wenn Dean sein bester Freund war, so war er doch der Unpassenste für seine geliebte Schwester. Er hatte keinen Respekt vor Mädchen und empfand auch nichts für sie. Zumindest nichts außer körperlichem Verlangen. Bisher hatte er noch nie einen Jungen für gut genug gehalten. Natürlich hatte sie sich dadurch nicht unbedingt davon abhalten lassen trotzdem mit welchen auszugehen, doch er hatte sie immer wie einen Augapfel gehütet und das würde auch so bleiben. Und Dean, der Playboy wusste das.
  
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