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Dieses Thema hat 170 Antworten
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 RPG~Profi
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Neyl Online

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Beiträge: 36.228

12.11.2016 20:31
#31 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Aneela

Eine Welle des Hasses hatte Aneela ergriffen, als sie das Spektakel auf dem Marktplatz vor sich sah. Corboz war ein genauso großes Untier wie König Ollathair!
Schlimm genug, dass sie die Azallen ins Visier nahmen und ihnen das Leben zur Hölle machten, jetzt gingen sie sogar soweit noch mehr Unschuldige darin zu involvieren.
Schuldgefühle stiegen in ihr auf, immerhin hatte sie dazu geführt, dass es so eskaliert war. Fest entschlossen griff sie nach einem Pfeil und spannte ihn auf den Bogen.
Ein gut platzierter Schuss und er wäre nicht länger ihr Problem gewesen.
Sekundenlang verharrte sie in dieser Position, bis sie sich schließlich eingestehen musste, dass sie dazu nicht in der Lage war.
Stattdessen veränderte sie den Winkel leicht und der Pfeil sauste nur Millimeter an seinem Gesicht vorbei.
Auch ohne den spöttischen Tonfall hätte er seine ganze Aufmerksamkeit darauf gelegt sie zu erwischen und das wollte sie auch. Ihn ablenken!Corboz und seine Soldaten weg von den Unschuldigen locken. Sie zögerte keine Sekunde erneut die Flucht zu ergreifen und suchte sich ihren Weg über die Dächer Cerandíls. Den Marktplatz ließ sie hinter sich und erst als sie die Stadtgrenze fast erreicht hatte sprang sie hinunter und landete einigermaßen sanft in einem großen Strohhaufen.
Jetzt war es nicht mehr weit. Der Wald lag direkt vor ihr und sobald sie die Brücke erreicht hatte und ins Versteck huschen konnte, wäre die Gefahr vorbei.
Kurz blickte sie nocheinmal über ihre Schultern zurück und hoffte inständig, dass alle entkommen waren und Corboz seine Wut nicht an den Bewohnern der Stadt ausließ.

Kilian

Wir hatten definitiv für Choas gesorgt!
"Da könntest du Recht haben.", lachte ich auf und folgte ihm dann wachsam.
"Sieh nur", sagte ich plötzlich, brachte ihn zum Stehen und deutete auf die Dächer hinauf. "Aneela!" Also war sie noch auf freiem Fuß. Doch was tat sie da. Ich folgte der Richtung in der ihr Pfeil deutete und hielt die Luft an. Als sie daneben schoss, atmete ich erstmals erleichtert aus und im nächsten Moment zogen die Soldaten auch schon ab.
"Ich denke das ist unsere Gelegenheit!"
Wir hatten die Stallungen jetzt schon ein Stück hinter uns gebracht und ich erkannte, dass sich unsere Chancen zur Flucht auf jeden Fall verbessert hatten.
Immernoch liefen Menschen voller Angst umher, doch König Eochaids Männer ließen von ihnen ab und folgten ihrem Hauptmann.


Corboz

Da er nur die grobe Richtung ihres Fluchtwegs erahnen konnte, sandte Corboz Männer in alle Richtungen aus. Wo steckte nur dieser Neal, wenn man ihn brauchte?
Doch er hielt sich nicht damit auf nach diesem Ausschau zu halten.
Geblendet von dem Verlangen dieses Weib endlich zu fassen, rannte er die Straßen entlang und stieß alles aus dem Weg was ihm in die Quere kam.

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12.11.2016 20:34
#32 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Enngelin

Ich atmete erleichtert auf und stand auf. Den Staub, der sich auf meinem Umhang gesammelt hatte, klopfte ich mir ab und als ich plötzlich hinter mir ein Rumpeln hörte, drehte ich mich angriffsbereit um, meinen Dolch fest in meiner Hand umklammert. Doch was ich sah, war mehr als nur schrecklich. Ein Mädchen lag nicht weit von mir entfernt, zusammengebrochen, mit einer tiefen Wunde am Hals. Ich kniete mich ohne zu Zögern neben sie hin und betrachtete die Verletzung genauer. Bevor ich meine Fähigkeiten einsetzte, sah ich mich unsicher um, und als ich mir sicher war, dass mich niemand sah, legte ich meine Hände auf ihren Hals und bündelte all meine Energie. Ich spürte, wie sich die Wunde langsam unter mir schloss. Erschöpft keuchte ich auf und als ich mich ein wenig erholt hatte, stand ich auf.
Plötzlich tauchte aus dem Nichts eine große Menschenmasse auf und ich verlor die Verletzte aus den Augen. Ich wusste, dass ich mich jetzt auf mich selbst konzentrieren musste, da ich für das Mädchen nichts mehr tun konnte und machte mich, ohne noch einen weitern Gedanken zu verschwenden, auf die Suche nach meinem Cousin…

Gabriel

Corboz schien nun endgültig der Geduldsfaden gerissen zu sein, da er nun seine Männer in alle Richtungen aussandte. Waren die Azallen wirklich so ein Risiko für ihn? Ich wollte mir natürlich auch meinen Spaß aus der Sache machen, immerhin mochte ich die Anhänger des Königs nicht, was natürlich auf Gegenseitigkeit beruhte. Ich überlegte kurz, ob ich eher den Azallen helfen sollte oder mich lieber mit den Soldaten des Königs anlegen sollte, doch mir wurde die Entscheidung abgenommen, als ich meine Cousine erblickte. Ich eilte sofort auf sie zu und lächelte sie freudig an.
„Enngelin, schön dich zu sehen“, sagte ich und meine Cousine nickte leicht.
„Gleichfalls“, erwiderte sie und ich wusste, dass sie lächelte, auch, wenn ihr Gesicht unter der Kapuze versteckt war.
„Ich bin froh, dass es dir gut geht“, meinte ich und tätschelte leicht ihren Kopf.
„Was machen wir jetzt?“, fragte sie gerade heraus und ich überlegte kurz.
„Ich werde die Männer des Königs verfolgen und versuchen sie aufzuhalten, falls dies nötig wäre…und du…“, meinte ich, wurde jedoch unterbrochen.
„Ich werde nach Verletzten Ausschau halten und wenn ich mir sicher bin, dass meine Hilfe nicht benötigt wird, verschwinde ich“, kam es von Enngelin und damit war die Sache geklärt. Ich verabschiedete mich noch kurz von ihr, drehte mich dann um und rannte Richtung Tor.

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12.11.2016 20:35
#33 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Nael Ctarhyzan

Als das Chaos ausbrach blieb Nael die Ruhe selbst, während es in seinem Kopf ratterte. Wie ein Raubtier seine Beute jagend bahnte er sich seinen Weg durch die Menge, um einem der Pferde nahe genug zu kommen. Mit zwei Handgriffen hatte er sich festgehalten und auf seinen Rücken gezogen, mit drei weiteren hatte er den Gaul beruhigt, nachdem dieser sein neues Gewicht am liebsten wieder von seinem Rücken befördert hätte.
"Fangt die verdammten Pferde ein ihr Idioten!", rief er den anderen Soldaten zu während er sein eigenes so lenkte, dass er die anderen halbwegs zusammentreiben konnte bevor sie noch durch die Stadt flohen und überall Chaos verursachten.
Wie sein Vorgesetzter schallten die Befehle aus seinem Mund über den Platz, wobei er so brüllte, dass ihm der Hals brannte: "Geht zurück in eure Häuser, das Fest ist vorbei!" Einen anderen Weg, um Ordnung zu schaffen, gab es wohl nicht wenn er sich scheinbar ganz allein darum kümmern musste. Wo zur Hölle war sein Hauptmann hin? Genervt drängte er die Menschen mit Pferdehufen zurück während zwei Männer in Rüstung ihre Pferde einsammelten.

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12.11.2016 20:40
#34 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Corboz

"Sir, wir haben sie verloren."
Auch wenn Corboz wusste, dass es so war, brachten ihn diese Worte erneut in Rage, doch er versuchte sie vorübergehend zu unterdrücken.
"Alle Mann zurück zum Hauptmarkt!", befahl er, verweilte an Ort und Stelle und als seine Soldaten außer Reichweite waren, ließ er seinem Zorn freien Lauf.
Wie konnte das wieder einmal passieren? Wie schaffte sie es ihm jedes mal zu entwischen?
Hexerei...Das war die einzige Erklärung! Diese Hexe steckte mit dem Teufel unter einer Decke!
Wie König Ollathair es gesagt hatte. Dieses ganze Volk musste ausgerottet werden!
Und sie würde er sich persönlich vornehmen. Bei ihm würden diese Tricks nicht funktionieren, ihn konnte
sie nicht umgarnen!
Er dachte an den Aufruhr zurück. Auch die Verantwortlichen würden dafür büßen müssen.
Mit voller Wucht schlug er auf die Fässer neben ihm ein, bis er schnaufend zurückstolperte und sich auf den Weg zurück machte.
Wenigstens war hier langsam Ruhe eingekehrt. Corboz beobachtete Ctarhyzan eine Weile aus der Ferne.
Er war einer der besten Krieger, doch hatte er auch das Zeug ihm dieses Teufelsweib zu bringen?
War er nicht schon einmal gescheitert? Allerdings hatte sein Auftrag in diesem Moment auch nur gelautet, sie
zur Flucht zu bewegen...
"Haben wir einige brauchbare Gefangene gemacht?", fragte er brüsk, als er schließlich bei ihm angekommen war.
König Eochaid würde nicht gerade begeistert von diesem Chaos sein und jemand würde dafür gerade stehen müssen.
Dafür würde er ein paar unwichtige Soldaten zur Verfügung stellen, kein großer Verlust.

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12.11.2016 20:40
#35 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Aneela

Aufatmend lehnte ich mich gegen das kalte Gemäuer, legte meine Hand auf mein pochendes Herz und dachte darüber nach, wie viel Glück ich heute wiedereinmal gehabt hatte. Was wäre passiert, wenn es kein Assassine gewesen wäre, der mich geschnappt hätte? Was, wenn er nicht auf das Angebot eingegangen wäre?
Vor meinem inneren Auge spielten sich die möglichen Szenen ab und ich schüttelte diese Gedanken schnell ab.
Auch wenn ich jetzt in Sicherheit war, wollte ich sichergehen, dass es auch die Anderen ins Versteck geschafft hatte.
Also stieß ich mich ab und setzte meinen Weg fort, bis sich endlich das einladende Gewölbe vor mir auftat.
Doch diesesmal herrschte weder Ruhe, noch buntes Treiben. Alle Azallen waren in heller Aufruhr, liefen umher, diskutierten lauthals miteinander und verschiedene Meinungen prallten aufeinander.
"Das dürfen wir uns nicht länger gefallen lassen!", schallte es aus einer Richtung zu mir, während ich die Halle betrat und von vielen Seiten Erleichterund wahrnahm. Einige Vertraute umarmten mich und ich war um jeden dankbar, der zurück gefunden hatte.

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12.11.2016 20:43
#36 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Enngelin

Ich eilte durch die Straßen und musterte beunruhigt die an mir vorbeilaufenden Menschen. War jemand verletzt? Brauchte jemand meine Hilfe? Ich sah auch ein paar Soldaten, wich diesen jedoch ständig aus. Ich mochte es nicht, von ihnen aufgehalten zu werden und ich lüftete nur ungern mein Gesicht. Ich wollte mich lieber im Schutz meiner Kapuze wissen, ich kam mir dabei einfach sicherer vor. Als ich nach einer Zeit immer noch keinen Verwundeten sah, atmete ich erleichtert aus und wandte mich zum Gehen. Wahrscheinlich schien der Hauptmann keine Azallen erwischt zu haben und ich hoffte auch, dass er keine gefangen genommen hatte. Ich empfand Mitleid mit diesen armen Menschen, sie konnten nichts für ihre Herkunft und doch wurde sie deshalb verfolgt. Sie mussten in ständiger Angst und Furcht vor dem König leben und hatten keine Rechte. Sie durften nicht ins Dorf gehen, ansonsten wurden sie verjagt oder eher gesagt gefangen genommen und vor den König gebracht.
Meinen Cousin sah ich leider nicht mehr, ich vermutete aber, dass er nach Hause gegangen war, weil es hier nicht viel für ihn zu tun gab. Außerdem war der Hauptmann erzürnt und da würde er Gabriel gegenüber bestimmt keine Gnade walten lassen.


Gabriel

Ich verhalf ein paar unbekannten Azallen heimlich zur Flucht, jedoch kam ich mir dabei ein wenig unnütz vor. Ich wollte mich mehr gegen den König auflehnen, aber heute war einfach nicht der richtige Tag dazu. Ich konnte momentan nichts machen, als zuzusehen und hoffen, dass alles bald vorbei ging.
Nachdem sich wieder einige Soldaten am Hauptplatz versammelt hatten, beschloss ich, dass es an der Zeit für mich war, zu gehen. Den meisten Azallen war die Flucht gelangen und diejenigen, die es nicht geschafft hatten, mussten es auf sich allein gestellt probieren oder sie versagten. Alleine war man sowieso besser dran, man sollte sich nicht zu viel auf seine Mitmenschen verlassen. Letztendlich würde sowieso nur jeder auf sich selbst achten, da blieb für keinen weiteren mehr Platz.
Ich hielt mich im Schatten der Wände und als ich am Haupttor keine Wachen sah, witterte ich meine Chance und eilte nach draußen. Der Wald war sowieso mein Element und ich fühlte mich hier viel wohler als im Dorf. Ich hoffte nur, dass es Enngelin gut ging und sie nicht in Gefahr war.
Ich war erleichtert, als ich heil den Wald erreichte, doch anstatt weiter ins Innere zu gehen, hielt ich mich eher am Waldrand auf, da ich das Dorf in meinem Sichtfeld lassen wollte.

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12.11.2016 20:44
#37 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

●Rami●

Gemeinsam mit Kilian schlicht ich weiter, ich hörte das schreien und rufen der Menschen und das zornige brüllen der Soldaten. Mein Unterbewusstsein suggerierte mir, mich noch etwas kleiner zu machen um weniger aufzufallen. Selbst als Killian mir zurief das er Aneela gesehen hatte. Sie schoss einen ihrer Pfeile auf Corboz, verfehlte ihn haarscharf und sprang dann über die Dächer davon.
"Ja!" Genau wie Kilian warf ich nun doch alle Deckung über Bord und rannte los, Kilians Schwester hatte uns mit ihren Taten wirklich gute Dienste geleistet und ermöglichte vielen Azallen damit die Flucht. Kilian hatte vollkommen recht, wir sollten die Gelegenheit nutzen und zusehen das wir hier weg kamen.
"Komm hier lang, die Scheune hat ein paar lose Bretter an der Rückwand, so kommen wir ungesehen aus der Stadt." Ich nahm ein kleines Messer aus dem Lederhalfter an meinem Gürtel, hantierte etwas an dem Schloss herum bis ich ein leises Klicken vernahm. Grinsend öffnete ich das Scheunentor einen Spalt, schlüpfte hindurch und mein bester Freund folgte mir.
Am Ende des Gebäudes klopfte und tippte ich gegen einiger der Dielen bis ich die besagte Stelle gefunden hatte, "Los, lass uns vor hier verschwinden." Grinsend zog ich zwei der Bretter bei Seite, so dass Kilian hindurch kriechen konnte.
Als auch ich durch den Spalt gekrochen war, der gerade groß genug war das wir uns hin durchquetschen konnten, schob ich die Bretter wieder an ihren Platz und wir rannten gemeinsam die letzten hundert Meter zur Brücke, die Böschung hinab und dann in unseren Unterschlupf.
Im Versteck herrschte eine unglaubliche Unruhe, überall brüllten die Azallen umher, riefen Hassparolen und versuchten sich lauthals gegenseitig zu übertönen.

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12.11.2016 20:47
#38 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Kilian

Die Stimmung unter meinem Volk schlug mir augenblicklich auf den Magen und ich folgte Rami durch die teils verängstigte Masse hindurch, bis endlich Aneela vor uns auftauchte, die uns beiden erleichtert um den Hals fiel. Ich drückte sie um einiges beruhigter fest an mich, ehe ich sie wieder frei gab.
Doch lange blieb ihr Gesicht nicht erhellt und sie sah sich besorgt um, als überlegte sie, wie sie die Situation unter Krontrolle bringen könnte.
"Es ist nicht deine Schuld.", flüsterte ich ihr zu und verschränkte die Arme vor der Brust. Sie jedoch schüttelte den Kopf, wie es nicht anders von ihr zu erwarten war.
"Ich hätte dem Fest fernbleiben sollen, dann wäre es nie so ausgeartet.", erwiderte Aneela und mir entfuhr ein langer Seufzer.
"Es wäre so oder so geschehen. Eochaid wird unruhig, weil er in letzter Zeit so wenige von uns erwischt hat.", entgegnete ich schulterzuckend.
Ihr Kopf huschte in meine Richtung und sie sah mich an, als hätte ich noch nie etwas
Vernünftiges von mir abgegeben, weshalb ich ihr verspielt die Zunge rausstreckte.
Doch scheinbar war sie nicht zu Scherzen aufgelegt. Schon immer war sie die Verantwortungsvollere von uns gewesen, wohin gegen ich mich aus solchen Dingen lieber raus hielt. Da waren ich und Rami uns schon ähnlicher. Fast wie Brüder möchte man meinen.

Etwas schuldbewusst ließ ich jetzt ebenfalls meinen Blick umherwandern.
Seit dem Tod unserer Eltern und einigen der Ältesten, hatte es keinen wirklichen Führungsstab mehr unter den Azallen gegeben. Wenn wir in Not waren, wandten wir uns an ältere Generationen, etwa an Margerie, unsere "Hexe", wie sie von den Jungen immer betitelt wurde. Doch auch wenn sie den Kleineren gerne mit ihren flüchen Angst einjagte, so war sie unsere Ritualsführerin und eine der Weisensten unseres Volkes.
Dann gab es noch Erasmus, fast genauso alt, aber um einiges weniger angsteinflössend. Sein scharfer Verstand und die Ruhe die er ausstrahlte, machten ihn trotz seiner geringeren Abstammung zum inoffiziellen Anführer.
Scheinbar kam er in diesem Moment auch seiner Aufgabe nach, denn inmitten des Gewölbes bildeten die Azallen einen Kreis um ihn herum.
Ich folgte Aneela und Rami, die sich jetzt näher heran drängelten um alles mitzubekommen.

Aneela

Stille legte sich über die Menschen, als Erasmus zu sprechen begann.
"Ich weiß ihr seid verängstigt, wütend und unzufrieden. Viel zu lange schon dulden wir diese Ungerechtigkeit gegenüber unserem Volk, aber...
Vergessen wir nicht, wer wir sind. Wir sind keine Barbaren, wir schlagen nicht mit den gleichen Mitteln zurück. Wir beschützen uns, und das wird auch immer so bleiben. Und wir werden nicht untergehen! Wir werden das überleben, so wie wir es immer tun.
Ich bitte euch, denkt an eure Familien und lasset ihretwillen eure Wut vergehen."
Nachdenklich betrachtete ich Erasmus, während die Menge sich um uns herum auflöste und die Azallen sich in ihre Zelte zurück zogen.
Sollten sich die Dinge weiter zuspitzen, würde er sie bald nicht mehr so einfach beruhigen können und das Unvermeidliche würde eintreffen.
In meinem Inneren war ich sehr zwiegespalten. Natürlich wollte ich einen Krieg vermeiden, nicht nur, weil wir ihn verlieren würden, doch wie lange würden wir diese Gefangenschaft noch aushalten? Denn auch wenn wir es uns vormachten, wir waren nicht frei. Wir würden niemals frei sein...
Ich meidete die Blicke der an mir vorbei ziehenden Azallen und spielte geistesabwesend mit einem Pfeil, den ich in der Hand trug. Sonderbarerweise regte niemand einen Hass auf mich, außer mir selbst. Doch wie lange würde es dauern, bis sie noch so nachsichtig mit mir waren? Denn egal was Kilian sagte, es war meine Schuld gewesen. Ich hatte den König und seine Lakaien schon viel zu oft an der Nase herum geführt. Gefangene befreit und ihnen Steine in den Weg gelegt, so oft ich konnte. Trotzdem änderte sich nichts an unserer Lage und nach dem heutigen Vorfall, kannten noch mehr Leute mein Gesicht.
Konnte ich es überhaupt noch wagen, die Stadt zu betreten?
Außerdem hatte ich mein geliebtes Erbstück verloren! Doch ich würde es mir zurückholen, so wie ich es gesagt hatte. Denn ich hielt meine Versprechen...

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12.11.2016 20:47
#39 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Nael Ctarhyzan

Natürlich kam der hohe Lord erst dann zurück, wenn die Drecksarbeit schon erledigt war.
"Alte Leute in bunter Kleidung, von denen keine größere Gefahr ausgeht als von einem Kind, und die deren Alter dazwischen liegt scheinen mir weder die besten, noch die klügsten aus ihrem Volk zu sein. Selbst wenn man davon absieht, dass sie ein paar unbeholfenen Soldaten in die Arme gelaufen sind. Wenn ich anmerken darf: ich denke es ist Zeit, die Vorgehensweise abzuändern wenn wir mehr Erfolg haben wollen. Sonst rollen bald die Köpfe der Soldaten, statt die der Azallen."
Schlimmstenfalls sein eigener, was er liebend gern vermeiden würde. Könnte der Tag denn noch schlimmer werden? Er würde nicht derjenige sein, der dem König Bericht erstatten musste. Er würde sich erst einmal eine Pause gönnen und zu essen, bevor sein Magen noch lauter knurrte als Corboz, wenn er wütend war.

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12.11.2016 20:49
#40 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Corboz

Mit finsterer Miene blickte der Hauptmann zu Nael. Einerseits, weil sie, wie befürchtet, nur kleine Fische hatten fangen können, andererseits, weil er es nicht mochte, wenn man seine Vorgehensweise kritisierte.
"Wie wäre eure Vorgangsweise?", erwiderte Corboz und schwang sich auf sein Pferd, das einer seiner Männer ihm gerade gebracht hatte.
Noch immer kochte die Wut in ihm, doch die Aussicht dem König Bericht zu erstatten ließ ihn etwas klarer denken. Natürlich musste er seinem Herrscher weitere erfolgsversprechende Pläne vorlegen um ihn zu besänftigen.
Zwei Männer gingen ihm deshalb gerade durch den Kopf. Den Trottel, den er gerade vor sich hatte und dieser Parasit von Assassine. Er würde Beide auf sie anhetzen.

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12.11.2016 20:49
#41 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Nael Ctarhyzan

"Bringt das Volk gegen sie auf. Verbietet bunte Kleidung, Musik, Tanz, Magie, was auch immer einen Azallen ausmachen kann. Schürt Hass, bis sich niemand mehr traut, auch nur einen Fuß in die Stadt zu setzen. Erhebt die Steuern und setzt Kopfgelder aus. Wenn sie sie hassen, wird es niemanden mehr geben, der ihnen hilft. Sie werden nicht für sie büßen wollen, und auch nicht hungern."
Nael fragte sich ernsthaft, wie dieser Mann je seinen Posten erhalten konnte, wenn er nicht einmal in der Lage war, ein paar Ratten zu zertreten. Dennoch, er hatte nicht vor, sich mehr in diese Auseinandersetzung einzumischen als unbedingt nötig, immerhin verstand er nicht einmal, wozu der ganze Aufwand gut sein sollte.

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12.11.2016 20:50
#42 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Corboz

Finster blickte Corbos hinunter auf Nael und schüttelte leicht den Kopf.
"Denkt ihr, wir hätten diese Dinge nicht schon in Betracht gezogen? Ihr seid nicht von hier, deshalb könnt ihr das nicht verstehen, aber dieses verdammte Volk ist äußerst beliebt bei den Einwohnern Cerandíls. Der König fürchtet sich vor den Auswikungen, die diese Dinge haben könnten.", setzte er leise hinzu.
"Aber seine Geduld wird langsam knapp...ihr könnt also versichert sein, dass gewisse Maßnahmen eintreten werden."
Kurz blickte sich der Hauptmann umher und beugte sich dann etwas zu dem Soldaten hinunter.
"Auch ohne die Einverständnis des Königs, möchte ich, dass ihr euch an sie dran hängt. Ihr müsst sie finden, was es auch kosten mag. Bis ihr das erledigt habt, seid ihr von all euren üblichen Pflichten freigestellt."
Ohne auf eine Erwiderung zu warten, zog Corboz die Zügel an und ritt davon. Hinaus aus den Stadtmauern, durch den Archade-Wald und machte sich mit seinem Gefolge auf zurück zum Schloss zu kehren.

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12.11.2016 20:51
#43 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Enngelin

Die Lage beruhigte sich sichtlich. Die Menschenmassen zogen ab und ich atmete erleichtert aus, als ich mich nicht mehr so beengt fühlte. Ich ließ meinen Blick umherschweifen und als ich den Hauptmann sah, konnte ich mir ein Schmunzeln nicht zurückhalten, da er nicht sehr zufrieden aussah. Die Azallen hatten wohl Glück gehabt, denn der Hauptmann kochte nur so vor Wut und die Unzufriedenheit war ihm richtig anzusehen. Andererseits war es diesmal sehr knapp für einige der Azallen geworden, denn manche von ihnen konnten nur mit Müh‘ und Not den Soldaten entkommen.
Da es bald dunkel werden würde, beschloss ich aufzubrechen und den Weg nach Hause zu bestreiten. Mir war es sowieso nicht geheuer, so lange im Dorf zu verweilen und der heutige Tag verstärkte mein Misstrauen noch mehr. Lieber war ich allein in meiner sicheren Stube und widmete mich ganz meinen Kräutern und Tränken. Es war interessant, die verschiedensten Kräuter zusammenzumischen und dadurch Heilwirkungen zu erzielen. Ich probierte gerne neue Mischungen aus und verbesserte somit meine bisher verwendeten Mixturen.
Der Weg zu meiner Hütte war nicht sehr weit, doch trotzdem war sie nicht leicht zu finden. Gerade für Unwissende war es beinahe unmöglich, meine Bleibe zu entdecken, da nur wenige den Waldabschnitt betraten, in dem ich hauste. Es wohnten nicht viele mitten im Wald, zwar wurde vermutet, dass die Azallen auch irgendwo in der Nähe wohnten, aber entdeckt wurden sie noch nicht. Genauso wenig wie ich. Nicht viele wagten sich gerne in den Wald, da er manchmal sehr unheimlich sein konnte. Gerade Frauen galten als zu schwach und waren nicht für die zahlreichen Gefahren, die der Wald bot, geschaffen. Manchmal übertrieben es die Männer im Dorf mit ihren Schauergeschichten, da dies wahrhaftig nicht der Realität entsprach. Angefangen von unheimlichen Kreaturen, bis hin zu der Hexe hatte ich schon alles in den Wirtshäusern gehört. Die einzige Gefahr, die ich kannte war, dass man sich verlief und das konnte sowohl den Männern als auch den Frauen passieren, wenn man ahnungslos war. Die schrecklichen Ungeheuer, die man ab und zu sah, waren Tiere, harmlos und einfach nur schön anzusehen. Abgesehen davon hatten die kleinen Geschöpfe meist mehr Angst vor den Menschen, als wir vor ihnen.
Wahrscheinlich wollten die tapferen Wachen nur prahlen, wenn sie meinten, sie hätten ein Ungeheuer im Wald zu Gesicht bekommen und das Aufeinandertreffen nur knapp überlebt.
Alles Fremde war für sie gefährlich, so war es auch bei den Azallen, wobei die Bevölkerung ihnen gegenüber viel offener wie der König war.
Ich hatte nicht bemerkt, dass ich schon bei meiner Hütte angekommen war und betrat diese erleichtert. Ich befreite mich aus meinem Umhang und ließ mich erschöpft auf einen Stuhl fallen.
Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich die Kräuter, die ich besorgen wollte, völlig vergessen hatte. Das Durcheinander, dass plötzlich im Dorf ausbrach, hatte meine ganze Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, sodass ich einfach darauf vergessen hatte. Ich musste also in nächster Zeit noch einmal ins Dorf gehen, wenn auch widerwillig, da ich die Pflanzen unbedingt für meine nächste Tinktur brauchte.
Ich fuhr mit meiner Hand durch meine zerzausten langen Haare und versuchte sie ein wenig in Ordnung zu bringen. Der Tag war anstrengender geworden, als ich angenommen hatte. Und genau deshalb hasste ich es so sehr unter Menschen zu kommen. Es würde nie Ruhe herrschen, immer würde lautes Getümmel sein und solche Zwischenfälle wie eben waren auch nicht gerade besonders erfreulich.

Gabriel


Als ich sah, wie Enngelin eilig das Dorf verließ, musste ich leicht schmunzeln. Ihr ging es gut und das war die Hauptsache. Ich wusste, dass ich sie nicht bis zu ihrer Hütte begleiten musste, da sie gut auf sich selbst aufpassen konnte und die größte Gefahr hatte sie ja bereits überwunden. Die Soldaten des Königs und die vielen Menschen, die ihr jedes Mal Unbehagen bereiteten. Mir fiel erst jetzt ein, dass ich noch die Kräuter von meiner Cousine hatte, die ich ihr morgen überbringen würde. Auch, wenn sie sich bereits welche besorgt hatte, würden die Kräuter nicht verkümmern, wenn sie eine Tinktur oder eine Salbe daraus machte.
Momentan wollte ich nur ein wenig im Wald spazieren gehen und vielleicht noch die ein oder andere Beute fangen. Ich war mir aber nicht so sicher, ob ich heute noch Glück haben würde, also überlegte ich, ob ich nicht doch anfangen sollte, meine Pfeile zu schnitzen. Zwar war ich darin nicht sehr talentiert, jedoch machte Übung den Meister und es wäre bestimmt sinnvoller, wenn ich selbst in der Lage dazu wäre, anstatt immer jemand anderen darum bitten zu müssen. Da ich keine Lust auf stundenlanges Warten hatte, ging ich der zweiten Tätigkeit, die mir in den Sinn gekommen war, nach und ich zog mich ein wenig weiter in den Wald zurück, ehe ich nach geeignetem Holz Ausschau hielt.
Die Suche gestaltete sich nicht allzu einfach, das eine Holz war zu hart, das andere zu weich und so dauerte es eine Weile, bis ich endlich zufrieden mit meinem Fund war. Ich trennte ein Paar stabile Äste von dem Kiefer ab, die sich von der Form und Größe relativ ähnelten und bearbeitete diese dann mit einem einfachen Messer, dass ich immer dabei hatte. Ich brauchte es auch zum Zerlegen meiner Beute, also hatte ich Glück, dass ich so etwas immer bei der Hand hatte. Da ich trotzdem nicht alle nötigen Materialien dabei hatte, konnte ich nur den Anfang machen und die Pfeile grob in die richtige Form bringen, den Rest würde ich bei mir zu Hause fertigstellen. Ich nahm die Holzstücke und klemmte sie mir unter meinen Arm. Mit meiner zweiten Hand wischte ich mir die Schweißtropfen ab, die sich auf meiner Stirn gebildet hatten. Langsam machte ich mich auf den Weg, da ich noch vor Anbruch der Nacht bei mir Zuhause sein wollte.

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12.11.2016 20:52
#44 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Nael Ctarhyzan

Mit knurrendem Magen, das sogar sein eigenes Knurren noch übertraf, betrat er die nächste Taverne. Nach dem Chaos herrschte hier Totenstille, was ihm nur recht war, er hasste Gesellschaft beim Essen. Das alles ging ihm ordentlich gegen den Strich, sein Volk hätte für diese Situation nur Spott übrig. Er hatte kein Mitleid mit den Azallen, ansonsten hätte er in seiner Rolle als Krieger vollständig versagt. Und obwohl ihn der ständige Kampf ansonsten kalt ließ und er den Befehlen nur des Geldes wegen gehorchte, schwor er sich doch, diese verdammte Hexe zu fangen. Er würde vor keiner Herausforderung zögern, und er würde nicht verlieren.
Als er fertig war machte er sich auf den Rückweg zur Kaserne um für den morgigen Tag wieder fit zu sein, schließlich würde er bereits vor Sonnenaufgang wieder auf den Beinen sein.

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12.11.2016 20:52
#45 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

●Thráin●

Mit ruhigen Augen hatte ich die Situation weiter beobachtet und nach einen Moment in welchem mein Blick nicht auf die beiden jungen Azallen gerichtet war, waren diese auch schon verschwunden. Ein seufzen kam über meine Lippen, ich würde mir wohl andere suchen und bei Corboz abliefern müssen. Auch wenn aktuell alles ein reines Chaos war, so war doch heute trotzdem das Fest gewesen und es waren einige Azallen die es besucht hatte, Gerade sah ich einen jungen Mann und eine Frau die ihr Heil in der Flucht suchten.
Mit schnellen und geschickten Fingern bestückte ich mein Blasrohr mit Giftpfeilen, zielte und zack, der erste traf sein Ziel, und auch der Zweite. Geschmeidig kletterte ich aus meinem Versteck, hinab auf die Straße und sah zu wie zuerst der Körper des Mannes seinen Dienst Versagte und wie kurz darauf auch die Frau umkippte. Ohne einen großen Umweg zog ich den Männerkörper in eine Nische zwischen zwei ständen, den der Frau legte ich mir über den Rücken und brachte sie in ein Versteck beide würde eine ganze Zeit lang schlafen.
Nachdem ich die Frau in einem alten Pferdewagen eingesperrt hatte nahm ich den männlichen Azallen, schlich im Schatten in Richtung Schloss und zu meinem Glück hatte ich ihn im Wald bereits eingeholt.
Typisch für mich kam ich ohne Wort und Warnung zwischen den Bäumen hervor und trat auf die Straße die den einzigen Weg zum Schloss darstellte.
"Fünfundreisig!" War das einzige das ich sagte und vernahm das Knurren des Hauptmanns. Grinsend Legte ich den Körper des Azallen über irgend ein Pferd. "Macht meine Bezahlung schon mal zur Abholung bereit, ich bin gleich zurück und bringe noch einen Zweiten" Damit verschwand ich und war etwa zwei Stunden später am Schloss und lieferte den Zweiten Azallen ab und Corboz reichte mir meine Bezahlung.
"Greymark!" hörte ich es hinter mir zischen und ich blieb kurz stehen. "Hauptmann?"
Ich vernahm die schweren Schritte seiner Stiefel bis er hinter mir zum stehen kam. "Finde diese Frau!"
Ich musste grinsen. "Ihr werdet mich sicher großzügig entlohnen nicht wahr?" Ein knurren, dann entfernte sich Corboz von mir und schwang sich wieder auf sein Pferd. Und auch wenn es ihm sicher nicht gefiel, aber diese Runde ging an mich.


●Rami●

Schweigend Lauschte ich dem Gespräch des Geschwisterpaares, ich konnte beide sehr gut verstehen. Aneela war schon immer sehr temperamentvoll gewesen und gab sich selbst oft die Schuld an allem, Kilian hingegen versuchte immer wieder für sie da zu sein, sie zu ermutigen das sie nichts falsches getan hatte.
Ich verstand beide. Ich war Aneela sehr ähnlich, nur viel unbesonnener und während sie viel plante und eigentlich immer genug Zeit hatte zu entwischen, war es für mich schon oft sehr kanp gewesen. Kilian musste mir oft den Hals retten, er war deutlich besonnener, jedoch nicht weniger Mutig.
Ich näherte mich den Beiden und legte ihnen eine Hand auf die Schulter. "Nun kommt schon, hört auf so lange Gesichter zu ziehen! Bisher haben wir es doch immer irgendwie geschafft"
Ich lächelte die beiden aufmunternd an. "Naja ich geh jetzt erst mal was essen Salim hat sicher was gekocht, wollt ihr mitkommen?"
So einfältig ich mich auch benahm, ich war mir der Gefahr und des Ärgers durchaus bewusst. Aber was hatten wir davon wenn alle Trübsal beließen? So lange wir feiern und lachen konnten sollten wir das tun. Wer wusste wann die Wache unser Versteck aufspüren würden?

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

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