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Dieses Thema hat 188 Antworten
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 RPG~Profi
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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.234

27.12.2016 03:18
#181 RE: Damit Josi sich nicht so schlecht fühlt, schlechteste Sutton ever...xD Zitat · antworten





Da Aedan sichtlich beeinträchtigt wirkte, kam ich seiner zuvor geäußerten Bitte nach, seufzte leise und beugte mich vor, um mich von meinem Stiefeln zu befreien. Zum Glück verdeckte bei dieser Bewegung der Haarvorhang kurzzeitig mein Gesicht, sodass ihm das kurze amüsierte Lächeln verborgen blieb. Ob er dadurch konzentrierter sein würde? Würde er sich etwas ausziehen, hätte das bei mir wohl die gegenteilige Wirkung. "Besser?", fragte ich nekisch, als ich wieder festen Boden unter meinen Füßen spürte und die schwarzen Schuhe demonstrativ zur Seite fegte. Und nur mal am Rande...
Aedan hatte schon immer ein Talent dafür besessen, mich viel zu leicht aus der Bahn werfen zu können. Das war einfach eine Tatsache, die nicht von der Hand zu weisen war. Und hinzukam, dass er mich auch schon oft anderweitig verwirrt hatte. Wie vor einigen Minuten, als ich kurz dachte, er würde annehmen, dass ich seinen Namen einfließen gelassen hatte und mir kurz darauf versicherte, dass dem nicht so war. Ich beschloss allerdings, diesem Mysterium nicht weiter auf der Spur zu bleiben und es stattdessen auf Platz 2345 meiner Liste "Dinge, die vermutlich immer unbeantwortet bleiben", zu setzen.
Doch hatte ich auch beschlossen, nicht jede Frage ungestellt zu lassen, auch wenn diese besondere recht heikel war und meine Nervosität ins Unermessliche ansteigen ließ. „Eigentlich hat es damit angefangen, dass ich einfach nur Ruhe vor Kim, Mike und Wes haben wollte und dachte, dann springe ich also vorbei und gut ist. Oder tu im Notfall auch nur so, weil mir das eigentlich ohnehin ziemlich unhöflich vorkam.“ Abwartend betrachtete ich Aedan, der seine Stirn kraus zog und hoffentlich nicht bemerkte, wie sehr er mir zusetzte. Das war mittlerweile weit ab von einfacher Unsicherheit oder Verwirrung. Und ich wusste nicht recht, ob mir wirklich gefallen sollte, was mein Dozent alles in mir auslöste, auch wenn ein Teil von mir sich immer danach gesehnt hatte. „Dann kam aber, dass du mit Emily gesprochen und Robbie abgeschossen hast. Das wollte ich wissen. Deshalb bin ich hier, um zu reden. “Fassungslos krallte ich meine Finger um den Rand der Arbeitsplatte und verfluchte Kim und Mike dafür, dass sie Aedan nicht nur erzählt hatten, dass ich Robbie verlassen hatte, sondern auch seine Exverlobte zur Sprache gebracht hatten. Ich konnte seine Neugier durchaus verstehen, allerdings befürchtete ich, dass Emily wenig begeistert davon wäre zu erfahren, dass ihre kleine "Bitte" ans Tageslicht kam. „Seit ich aber in deiner Wohnung stehe, will ich was ganz anderes.“ Ein starkes Ziehen irgendwo im unteren Bauchbereich, zerstreute für einen Moment jegliche Vernunft und als Aedan seine wieder fand, hätte ich am liebsten frustriert aufgeseufzt. Doch ich unterdrückte diesen Impuls, weil das bisschen Verstand, was bei seinen Worten und seiner sich nähernden Hand noch übrig geblieben war, wusste, dass ich dann einen Fehler begannen hätte. Einen weiteren, der diesmal nicht nur für mich Konsequenzen mit sich ziehen würde, weil ich die Kontrolle darüber verloren hatte, Aedan aus meinen Problemen herauszuhalten. Durch Emily, war das eben nicht mehr so leicht.
Doch trotz dieser Gedanken, sah ich seiner sich wieder entfernenden Hand für einen kurzen Moment wehmütig hinterher, ehe ich miss zusammenriss und mich auf seine darauffolgenden Worte konzentrierte.
„Also – Kim sagt, dass Emily vor meinem Seminar mit dir gesprochen hast. Seitdem warst du nicht mehr da. Was war?“
Ein weiterer tiefer Schlag. Dieses Gespräch entwickelte sich allmählich in eine Richtung, die ich so nicht gewollt hatte. Oder doch? Hatte ich nicht kurz vor seinem Auftauchen noch mit dem Gedanken gespielt, dass Wes recht hatte und mir Hoffnungen gemacht, dass Aedan einen Masterplan hervorzauberte, der uns ins "Happy ever after" beförderte? Entschieden riss ich mich aus meinen Tagträumen, immerhin stand vor mir noch jemand, der auf eine Antwort wartete - und nebenbei bemerkt verboten attraktiv war.
"Offenbar waren wir nicht so diskret wie wir dachten...", erwiderte ich leise, den Blick unschlüssig auf sein Gesicht gerichtet. Wenn Wes ihm vertraute und er mir vertraute, dann sollte es mir auch möglich sein, Aedan zu vertrauen. Was das betraf, klappte das sogar ausgesprochen gut, auch wenn es mir trotzdem ein Rätsel blieb, wie Emily auf mich gekommen war. "Und sie ist wohl nicht bereit dich aufzugeben...", setzte ich hinzu und verkniff mir den Zusatz, dass ich es auch nicht war. Dieser Gedanke ließ mich abermals meine Finger fest um die Kante der Platte krallen und ablenkend richtete ich meine Augen an ihm vorbei Richtung Fenster. So gesehen war es jetzt ohnehin zu spät. Ihm etwas vorzuenthalten war immer noch etwas anderes, als ihn tatsächlich anzulügen. Und da er noch immer auf eine Erklärung wartete, warum ich nicht mal mehr zu seinen Seminaren gekommen war, holte ich tief Luft und sprach leise weiter. "Sie wollte wohl sicher stellen, dass ich mich nicht zwischen euch dränge und hat deshalb angedeutet, dass sie das mit uns auffliegen lässt, wenn ich mich von dir fern halte und...ja.", schloss ich mit einem unsicheren Schulterzucken. Ich konnte nicht klar sagen, ob ich mich nach dieser Offenbarung erleichtert fühlte, oder nicht, allerdings schien dennoch eine kleine Last von meinen Schultern gefallen zu sein. Langsam drehte ich meinen Kopf wieder zu ihm und spielte mit dem Gedanken, einfach dem Drang nachzugeben, der mich innerlich zu verschlingen schien. Und diese seltsame Mischung aus Verlangen und dem, was so viel Tiefer ging, irritierte mich so, wie nur Aedan mich irritieren konnte.

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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

28.12.2016 03:05
#182 XDD Du hast mir meinen Konter vorweggenommen! Zitat · antworten

Ich bin sooo müde...

Sie zog tatsächlich ihre Stiefel aus. Langsam schob sie die ohne Zweifel echten Wildlederstiefel an ihrem Oberschenkel hinab, über das Knie, bis sie sich noch tiefer bückte und das Bein ein wenig anwinkelte, um den Schuh auszuziehen. Nachdem ich gaffend dabei zugesehen (oder eher geglotzt hatte), wie Zentimeter für Zentimeter mehr Haut freigelegt wurde, brauchte es ein komplett nacktes Bein, bis mein Gehirn realisierte, dass sie das verdammt noch mal mit Absicht machte! Sie zog nicht einfach die Stiefel aus, sondern streifte sie sich sinnlich ab, höchstwahrscheinlich mit dem Ziel, mich um den Verstand zu bringen. Und ja – natürlich klappte das! Gebannt verfolgte ich auch, wie das zweite Bein entblößt wurde, und verfluchte mich – weil ich mich nicht entscheiden konnte, was denn nun schlimmer war: Die Stiefel, oder die nackten Beine. Ich hätte sie bitten sollen, alles außer die Stiefel auszuziehen. Auch wenn sie dieser Bitte wahrscheinlich nicht so einfach nachgekommen wäre.
Noch immer abgelenkt und gedanklich damit beschäftigt, wie ich ihre Stichelei nun aufnehmen sollte, und ob und wenn ja wie ich darauf reagieren sollte, überrumpelte sie mich damit, dass sie mich anscheinend attraktiv fand. Wenn nicht sogar höschenerweichend. Dummer Witz, Gehirn, bitte wieder hochfahren!
Als sie mich fragte, weshalb ich zu ihr gekommen war, war das scheinbar immer noch nicht erfolgreich geschehen, sodass ich platt herausplatzte, dass ich im Moment viel lieber andere Dinge tun würde, als zu reden. Sehr gut. Idiot.
Dennoch schafften wir es beide, uns zusammenzureißen, und ich fragte nach Emil< - immerhin wollte ich tatsächlich wissen, was sie gesagt hatte, dass meine Studentin dem Kurs fern blieb. Dass es sich scheinbar um Erpressung handelte, schockierte mich ziemlich, und ich starrte Sutton schweigend an. Emily hatte ihr gedroht, mich zu verpetzen, wenn sich Sutton nicht von mir fernhielt? Was für eine verquere Logik war das denn? Was wäre denn, wenn sie mich verpfiffen hätte? Wollte sich mich dann tröstend auffangen und mich „retten“, oder was? Dann allerdings schoss mir Robbie durch den Kopf - und ich musste lachen. Plötzlich eine Idee habend, hob ich die Hände und begann, mein Hemd aufzuknöpfen. Na warte, Fräulein. Ich grinste noch immer, hier und da auflachend, weil ich wirklich nicht verstehen konnte, wie die zwei auf haargenau dieselbe Idee kommen konnten, und streifte es mir von den Schultern, bevor ich es einfach neben mich auf die Arbeitsfläche knüllte. „Vielleicht sollten wir Robbie und Emily einander vorstellen. Ich glaube mittlerweile, die würden sich blendend verstehen.“ Bei einem weiteren Lacher fiel mir auf, dass das schon die zweite Spitze auf Robbie war, die ich abfeuerte, gar nicht unbedingt, weil ich Sutton darauf hinweisen wollte, dass ihr Verlobter irgendeinen Mist verzapft hatte – im Gegenteil. Ich hatte nicht das Bedürfnis, es ihr zu sagen, immerhin war Robbie immer noch ihr langjähriger Partner, und, so sehr es auch einen Brechreiz in mir auslöste, sie liebte ihn doch irgendwie. Auch wenn ich fand, dass man wissen sollte, wen man heiratete, wollte ich ihr niemanden madig machen.
Und dennoch erleichterten mich Suttons Worte – es war lediglich eine Drohung von Emily gewesen, zu petzen, die sie von mir ferngehalten hatte. Es hatte nichts mit mir, einem Fehler oder was auch immer, zu tun. Bevor ich's mich versah, stand ich direkt vor ihr, nur ein paar Zentimeter Platz zwischen uns, ohne sie irgendwo zu berühren. „Wenn es nur das ist...“, begann ich, und versuchte noch einmal kurz halbherzig, mich zu kontrollieren – was fehlschlug. „… wollen wir unser Gespräch vielleicht später fortsetzen?“ Jetzt, da ich wusste, dass es praktisch gar nicht ihre Entscheidung gewesen war, brannte es umso lodernder in mir, das Bedürfnis, Sutton zu berühren. Ihre Körperwärme zu spüren. Über ihre weiche Haut zu streichen. Die Hände in ihren Haaren vergraben, oder nur mit den Fingern dadurch zu kämmen.



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Katashyna Offline

Pingupups


Beiträge: 27

05.01.2017 00:01
#183 Was heißt Sonnenuntergang auf Finnisch? - Hell-sinki xD Zitat · antworten

Alter...Junior...ich bin enttäuscht von dir, wie wenig du mich gerade inspirierst. Shame on Junior!

» oυтғιт: «


Kurz legte ich den Kugelschreiber beiseite und nippte an meinem Earl Grey. Danach stellte ich die Porzellantasse wieder auf den kleinen, weißen Unterteller. Von Verzierungen auf Geschirr, hielt ich noch nie sehr viel, weshalb alles in schlichtem Weiß, ohne jegliche Muster gehalten ist. Kurz rückte ich noch die Tasse zurecht, schob meine Brille etwas hoch und fuhr damit fort mein Notizbuch voll zu kritzeln, während im Hintergrund leise Jazz-Musik spielte.
Noch eine Weile verbrachte ich so in Ruhe, bis mich das Klingeln der Wohnungsglocke aus meiner Konzentration brachte und ich aufsah. Ich klappte das Buch zu, legte den Kugelschreiber parallel dazu daneben und erhob mich. Weniger neugierig ging ich zur Haustür und betätigte den Knopf der Sprechanlage. Ein fragendes »Hallo?« entwich meinen Lippen, obwohl ich schon wusste wer am anderen Ende der Tür stand. Und nur kurz später grölte Dee in die Gegensprechanlage. Ich lugte auf den kleinen Bildschirm daneben, der mir die Bilder der Überwachungskamera zeigte und musste augenblicklich grinsen, als ich sie erblickte, wie sie mir zuwinkte. Und wieder konnte sie es sich nicht verkneifen in die Sprechanlage zu schreien und mich aufzufordern ihr die Tür zu öffnen. Ihr Verhalten hatte mich schon immer amüsiert, weshalb ich mit einem breiten Grinsen auf den Knopf drückte und sprach: »Komm lieber schnell rein, bevor meine Nachbarn eine Petition unterschreiben und fordern, dass ich ausziehe.«
Mit diesen Worten betätigte ich den Knopf, der ihr Einlass in das Wohnhaus gewähren sollte und hoffte, dass sie noch nicht zu betrunken war, um die Tür zu öffnen. Allerdings hatte sie es geschafft unbeschadet hier her zu kommen und nur weil sie schon „gut drauf“ war, hieß es ja noch lange nicht, dass sie schon stock besoffen war. Also hatte ich großes Vertrauen in Dee, dass sie es schaffen würde aus eigener Kraft in meine Wohnung zu gelangen. Doch da ich es trotzdem noch nie mochte auf meine Gäste im Türrahmen der Haustür zu warten, während sie die Treppen zu mir empor steigen mussten, verlies ich kurz mein Heim, um meiner besten Freundin entgegen zu gehen. Doch sie war schneller als erwartet und ich traf schon am Anfang der Treppe auf sie. Am besten ich bringe sie schleunigst in meine Wohnung, bevor meine Nachbarn noch auf sie aufmerksam werden. In letzter Zeit sind sie nicht so entspannt, wie ich sie alle in Erinnerung hatte.
»Komm schnell rein du kleine Schnapsdrossel.«, begrüßte ich sie lächelnd und schenkte ihr eine Umarmung, bevor ich sie schließlich an der Hand nahm und mit in meine Wohnung führte. »Du siehst so aus, als hättest du schon Pläne für heute Abend.«

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

12.01.2017 16:16
#184 Jazzie, du Scherzkeks! Zitat · antworten

DEE
[ohne Bild, weil ich losmuss]

„Hallo?“, fragte Kit, als würde er ständig abends um diese Uhrzeit Besuch bekommen, der so nervtötend klingelte. Und der so furchtbar seine Nachbarn störte. Ich grölte ein wenig durch die Gegend, wurde böse angeschaut, was machte So Eine auch bitte in diesem Viertel? Eine Putzfrau wäre ganz sicher nicht so alkoholisiert, vielleicht sollte man mit dem jungen Herren Ward mal reden. Er sollte eine neue Putzfrau anheuern, sie redete auch furchtbar unhöflich mit ihm. Lachend bemerkte ich, dass Junior anscheinend dasselbe dachte und meinte, dass eventuell eine Petition schon auf dem Weg war.
Leichtfüßig wie eine behinderte Gazelle sprang-rannte-stolperte ich die Treppe hinauf und flog praktisch in seine Arme (was auch daran liegen könnte, dass ich gestolpert war, die Stufen hier waren so glattgeputzt!). „Schnapsdrossel?“, grinste ich und streifte meine Schuhe ab, schleppte meine Tasche in seine Bude und sah mich erneut um. Noch immer war der Kulturschock zwischen meiner und seiner Wohnung gravierend, und ich musste mich erst mal klimatisieren. Die zerrissene Netzstrumpfhose konnte ich anlassen, das übergroße Shirt, das ich über einem T-Shirt-Top-Kleid-Longtop-Dingens trug, lernte fliegen. „Eigentlich muss ich mich für Halloween gar nicht mehr verkleiden“, grinste ich und piekste ihm dann mit dem Finger in die Brust. „Wir haben für heute Pläne, junger Mann!“ Auch die Schuhe ließ ich stehen und schlurfte so durch seinen Flur, die Hände in den Haaren vergraben und sie verwüstend, damit die ohnehin Nicht-Frisur noch weniger nach Absicht aussah. „Also, du brauchst ein Hemd, das du nicht mehr brauchst. Und ich eine Schere. Du auch eine Schere. Blut hab ich. Viel Blut!“ Grinsend latschte ich ins Wohnzimmer und ließ mich auf den Rand des Teppichs fallen, die Tüte auf dem Boden auskippend, extra dort, wo Dielen und kein Teppich war, weil der viel zu schön und flauschig war, um ihn dreckig zu machen. (Und teuer. Eine Reinigung könnte ich nicht mal bezahlen, wenn ich auf den Strich ginge.) „Wenn du 'nen Zylinder hast, noch besser! Ich habe vor, deine Herkunft gegen dich zu benutzen!“ Stutzend breitete ich mein Make-Up aus und suchte meinen Spiegel. „Also eigentlich auch meine Herkunft. Aber bei mir ist das weniger witzig, weil“, ich zeigte mit einem ziemlich dreckigen Puderpinsel auf ihn, „weil ich nicht so ein Vollblutbrite bin.“ Ein bisschen wedelte ich damit herum und helles Puder landete auf meinem schwarzen Top. „Ich wette, hier steht irgendwo eine angefangene Tasse Tee rum, und die Musik spricht für sich.“ Für einen Moment überlegte ich, meine Mucke anzumachen, befürchtete dann aber, dass die Petition schon morgen früh bei ihm im Briefkasten liegen würde.



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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.234

13.01.2017 19:45
#185 RE: Hmmm :/ Zitat · antworten





Unruhig wartete ich Aedans Reaktion auf meine Worte ab, nicht ganz sicher, wie er auf das Gehörte reagieren und ob er mir überhaupt glauben würde. Ich war gerade dabei, mir die unterschiedlichsten Szenarien auszumalen und hatte wirklich mit einigem gerechnet, nicht aber damit, dass er plötzlich anfing zu lachen. Okay...hatte ich was nicht mitbekommen? Irritiert beobachtete ich Aedan, dessen Hände sich unerwartet an seinem Hemd zu schaffen machten und war außerstande etwas anderes zu tun, als ihn anzustarren, während er es achtlos zur Seite legte. Ich hatte definitiv irgendwas nicht mitbekommen!
„Vielleicht sollten wir Robbie und Emily einander vorstellen. Ich glaube mittlerweile, die würden sich blendend verstehen.“, war nun das erste was er zu diesem Thema zu sagen hatte und meine Verwirrung nicht im Entferntesten beseitigte. Das machte er doch mit Absicht, oder? Als würde ich mich in seiner Gegenwart nicht ohnehin immer wie die letzte Vollidiotin aufführen, bekam ich allmählich den Verdacht, dass er mich mit Absicht triezte und...Ich wäre reflexartig nach hinten gewichen, hätte die Küchenfront das nicht verhindert, als Aedan plötzlich direkt vor mir auftauchte. „Wenn es nur das ist...“, fing mein Dozent(ja, das war er immer noch!) an und ich schluckte trocken angesichts seiner Jacob-Twilight-hottest-guy-ever-show, die er hier gerade abzog. „… wollen wir unser Gespräch vielleicht später fortsetzen?“
Selbst ich konnte Aedans Intention in diesem Fall nicht fehlinterpretieren, was es mir zusehends schwerer machte, mich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Was war das noch gleich gewesen?
"Nicht fair...", wisperte ich zerstreut zurück und erinnerte mich an den Moment zurück, als ich diese Worte schon einmal zu ihm gesagt hatte. Damals in seinem Schlafzimmer, nach diesem äußerst peinlichen Abend im Club. Auch daran war Kim beteiligt gewesen und hatte dafür gesorgt, dass ich überhaupt in diese Lage gekommen war und Emily war diejenige gewesen, die uns unterbrochen hatte. Emily...
"Was ist, wenn sie ihre Drohung wahrmacht?", fragte ich leise und hob den Kopf, um ihn ansehen zu können (Fehler Nummer 148 btw...). Ein Lächeln huschte über meine Lippen, das ich nicht hatte zurückhalten können und vermutlich viel zu viel darüber verriet, was wirklich in mir vorging. Diese alberne Verliebtheit, die so neu für mich war und von der ich nicht wusste, ob sie auch nur ansatzweise erwidert wurde, oder nicht. Doch zumindest schien er mir soweit zu vertrauen, dass er meine Aussage nicht anzweifelte. "Aber Vernunft hat uns auch vorher nicht abgehalten, oder?", lachte ich nun leise auf, biss mir unentschlossen auf die Unterlippe und versuchte die kurze Distanz zwischen uns trotz dem immensen Drang, der in mir herrschte, aufrechtzuerhalten. Das klappte für genau zwei weitere Sekunden, ehe ich mich auf die Zehenspitzen stellte und somit unsere Lippen aufeinandertreffen ließ. Spätestens ab diesem Moment, wurden die Zweifel von anderen, viel stärkeren Dingen übertönt und ich unterbrach den Kuss für einige Sekunden, ehe ich mich ganz in ihm verlor. "Die Stiefel auszuziehen hat nicht unbedingt was gebracht, hm?"

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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

14.01.2017 16:24
#186 XDD Ich bin so emotionsbehindert XD Zitat · antworten


Riesig, der Dude. Riesig.


Keinen Moment zweifelte ich daran, dass Emily das tatsächlich getan hatte. Ich wusste, dass sie in mancher Hinsicht skrupellos war, auch wenn ich nie im Leben erwartet hätte, dass sie noch so sehr an den Resten unserer Beziehung hing. Auch wenn das vollkommen egal war, weil ich es nicht tat.
Ich hing an etwas ganz anderem. Gut, dass das Objekt jener Begierde vor mir stand, und zufrieden musterte ich ihr Gesicht, dass eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Begierde zeigte – ja, ich triezte sie durchaus. Immerhin hatte sie selbst mir Munition geliefert, indem sie mir gesagt hatte, dass sie mich attraktiv fand. Das Gespräch rückte in den Hintergrund, war der wichtigste Punkt ja nun für mich geklärt. Der ganze Rest war eine Sammlung von Kleinigkeiten und im Moment war die Begierde, sie zu berühren, dringender. Und da es nun keine Gründe mehr gab, es nicht zu tun, konnten wir dieses Gespräch auch fortführen, wenn ich sie anfasste. Auch wenn ich zugegeben nicht sicher war, ob wir nicht erst nackt im Bett dazu kämen.
„Nicht fair...“, wisperte sie, und ich lachte leise. Suttons ganze Existenz war nicht fair, viel zu betörend, und scheinbar gefährlich für mich. Außerdem hatte sie das schon einmal gesagt, in meinem Schlafzimmer, kurz, bevor Emily gestört hatte. Schlimm, dass sie uns beiden fast gleichzeitig durch den Kopf geisterte, denn Sutton fragte, was sei, wenn sie ihre Drohung wahr machte. Sie sah mich an, und ihr Lächeln ließ auch meine Mundwinkel automatisch nach oben wandern, was mich wahrscheinlich wie einen treudoofen Köter aussehen ließ – aber das war mir sowas von egal. „Dann werde ich mir etwas einfallen lassen.“ Eine Kleinigkeit hatte ich immerhin schon geregelt, und überlegte, ob es nicht vielleicht sinnvoll war, Robbie und Emily die Möglichkeit zu nehmen, mich (uns) überhaupt erpressen zu können. Aber das später.
„Aber Vernunft hat uns auch vorher nicht abgehalten, oder?“ Mit einem Grinsen musste ich mich beherrschen, um nicht die Hände nach ihr auszustrecken und sie an mich zu ziehen. Ich wartete lieber geduldig. „Dann brauchen wir jetzt auch nicht mehr damit anfangen.“ Mein Blick fiel auf ihre Unterlippe, auf der sie zögerlich herumkaute, und zwei lange Herzschläge lang regte sie sich nicht, bis sie sich endlich auf ihre Zehenspitzen stellte und den Abstand zwischen uns überbrückte. Ich kam ihr entgegen, und im Bruchteil einer Sekunde hatte ich sie so eng an mich gezogen, wie es nur möglich war, ein Arm um ihre Taille geschlungen , den anderen an ihren Hals gelegt. Genau so. Genau da gehörte sie hin. Zu mir.
Viel zu bald löste sie sich, und stirnrunzelnd musterte ich sie. Rückzieher gab es nicht mehr. „Die Stiefel auszuziehen hat nicht unbedingt was gebracht, hm?“ Ich schnaubte amüsiert, bevor ich den Kopf wieder senkte. „Wenn du die Stiefel das nächste mal trägst, werden die das einzige sein, was du trägst“, murmelte ich an ihren Lippen und versiegelte sie dann wieder. Genug geredet.
Und doch konnte ich die Klappe nicht halten. „Gott, ich hab dich vermisst“, murmelte ich an ihren Lippen und hob sie auf die Arbeitsplatte, drückte Küsse auf Wangen, Kinn und ihren Hals, bevor ich mich wieder ihren Lippen widmete, die Hände über ihren Körper wandernd. Sie war wie ein Puzzleteil, das perfekt zu mir passte. Ich wollte alles. Ich wollte alles immer. Aber im Moment hätte ich den ganzen Tag knutschend in ihrer Küche stehen können, wie die Teenager.
Wie die Teenager.
Wie verknallte Teenager.
Ich kannte das Gefühl, ja, aber bisher ja nur mit Emily. Mir war klar gewesen, dass das schon lange nicht mehr rein körperlich war, zumindest bei mir, aber das Wort zu denken, es sich selbst einzugestehen, löste einen Schwall von… ich weiß auch nicht, Zuneigung? Wollust? Allem! aus. Doch wir brauchten Luft, also ließ ich von ihr ab, damit wir zu Atem kommen konnten, spielte mit ihren Haaren und sah sie einfach nur an, während ich darüber nachdachte, dass ich mich nicht mehr nur mit Sex zufrieden geben wollte. Ich wollte nicht nur die Affäre sein, guter Sex, ich wollte, dass sie ganz ohne Bedenken bei mir blieb abends, nicht mitten in der Nacht türmen musste. Ich wollte morgens die Snooze-Taste drücken, um sie noch mal an mich zu ziehen. Und vor allem wollte ich, dass sie das auch wollte.



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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.234

19.01.2017 22:49
#187 RE: =O Zitat · antworten





Er würde sich also was einfallen lassen? Im ersten Moment verstand ich nicht, wieso sich mein Magen bei diesen Worten zusammenzog, bis ich realisierte, dass dies hier nicht nur ein "Auf alte Zeiten"-One-Night-Stand werden sollte. Schien mein Körper nur eher begriffen zu haben, als mein Kopf. Und als ich mich schließlich traute das zu tun, was ich tun wollte, seit er den Raum betreten hatte, schien die Leere in meinem Inneren sich endlich zu verflüchtigen und zufrieden lächelnd hielt ich die Verbindung unserer Lippen aufrecht, und durchbrach sie nur, um ihn ein wenig aufzuziehen. „Wenn du die Stiefel das nächste mal trägst, werden die das einzige sein, was du trägst“
Leise auflachend verfielen wir in einen weiteren Kuss und ich schmunzelte, als er mich auf die Ablage bugsierte und mir gestand, dass er mich vermisst hatte. Das fehlende Puzzleteil. Das, was ich all die Zeit bei Robbie vermisst hatte, ohne genau begreifen zu können, wie es sich anfühlen musste. Jetzt wusste ich es. Und so egoistisch es auch wahr, ich war nicht bereit es aufzugeben. Ihn aufzugeben. Und wenn ich Emily höchstpersönlich in ihren knochigen Hintern treten musste.
Seine Worte bewirkten jedenfalls erneute Reaktionen in meinem Körper, die ich früher nicht gekannt hatte und verstärkten meinen Entschluss. Ich wollte Aedan. Und die Intensität, mit der sich dieser Wunsch plötzlich festsetzte, irritierte mich auf abermals unbekannte Weise. Irgendwie konnte man Emily ja verstehen...ein bisschen zumindest.
Zum Glück sorgte Aedan schnell dafür, dass meine Gedanken sich in eine andere Richtung lenkten, oder sich eher ganz in Luft auflösten und wir uns einfach nur im Hier und Jetzt befanden. Die vergangenen Tage schienen plötzlich so weit weg, und mit ihnen das dumpfe Gefühl, welches sie begleitet hatte. Und als Aedan den Kuss unterbrach, hatte ich kurz die Befürchtung, es würde widerkehren. Doch im Gegenteil. Die Wärme, die sein Blick und seine sanfte Geste in mir auslösten, überschatteten alles andere, auch wenn sein Blick mich zugegebenermaßen etwas nervös machte. Und weil viel zu viele Sachen zwischen uns unausgesprochen geblieben waren, teilte ich ihm das auch mit, ehe ich mich nach vorne beugte und meine Stirn gegen seine nackte Brust sinken ließ. "Du hast mir auch gefehlt...", fuhr ich nun fort und spürte, wie sich ein glückliches Lächeln auf meinem Gesicht ausbreitete. Warum hatten wir zwei uns so gequält, wenn wir doch offensichtlich das Selbe wollten? "Höchste Zeit Wes ein wenig zu entlasten.", grinste ich, strich mit dem Finger sanft über eine der vielen Blessuren, die seine Haut zierten und suchte dann seinen Blick. Wann hatte ich eigentlich das erste Mal realisiert, dass es bei ihm anders war? Ich versuchte mich an den Moment zu erinnern, realisierte jedoch schnell, dass die Tatsache mit Robbie zusammen gewesen zu sein, viele Augenblicke zwischen uns getrübt hatte. Doch zumindest diese Hürde hatten wir überwunden. Alles andere, würde sich zeigen. Für den Moment genoß ich einfach nur, ihn ohne das nagende Unwohlsein in meinem Inneren berühren zu können. Und das tat ich auch ununterbrochen, während ich weiterhin zu ihm aufstrahlte. "Also...du wirst mein Bett übrigens lieben. So sehr, dass du gar nicht mehr rauswillst.", grinste ich, drückte mich von der Oberfläche nach oben und ließ meine Lippen wieder auf seine treffen.

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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


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20.01.2017 01:00
#188 AEDIE Zitat · antworten

[zu faul für Bild.]

Manchmal fragte ich mich, ob Emily Recht gehabt hatte, als sie gesagt hatte, dass ich zu „weich“ war. Ein „Softie“. Und obwohl ich das bisher immer einfach als meine Persönlichkeit abgenickt und akzeptiert hatte, wunderte ich mich doch, dass ich unter Suttons Händen nicht dahinschmolz. Und das war dann doch ein bisschen sehr weich.
Aber da ich merkte, wie sie mir ebenso entgegenkam und ihre Hände nicht bei ihr lassen konnte, war das in Ordnung. Zwar zog sie mich ein bisschen auf, aber auch das war vollkommen erträglich, solang ich sie weiter berühren durfte. Weiter küssen durfte.
Es war wie die rosa Brille, die sprichwörtliche Wolke 7, dass jegliche Anspannung, jegliche Sorge dahin war, sobald sie nur in meinen Armen lag. Und es war mir vollkommen egal, dass das kitschig klang.
Auch wenn eine kleine Alarmglocke noch ein letztes Mal versuchte, durch die Zuckerwatte zu schellen, denn es war bei weitem nicht alles geklärt oder gar einfach, aber auch das ging unter.
Stattdessen lehnte sie sich an meine Brust und erklärte, dass ich ihr auch gefehlt hätte, was mich zu einem zufriedenen Grinsen verleitete. „Höchste Zeit, Wes ein wenig zu entlasten.“ Ich schnaubte missmutig. „Er hat dich ein bisschen verarscht. Ein paar davon sind von mir, ja, aber ein paar davon auch von Mike. Er hat nicht nur mit mir trainiert, die letzten paar Tage.“ Warum ich dann so zugerichtet war? Nun… sagen wir, meine Konzentrationsfähigkeit hatte arg gelitten. Immerhin hatte Mike irgendwann stirnrunzelnd seine Strichliste von der Tafel abgewischt, mit dem Kommentar, dass er die wieder aufmale, wenn ich mich nicht wie ein Waschlappen verhalte. Zugegeben, dieser Kommentar hätte mich stutzig machen müssen, denn damit hatte er mir praktisch ein Ultimatum gesetzt. Und das hatte ich erst bemerkt, als es abgelaufen war.
Die Ankündigung von höchstwahrscheinlich herrschender Sympathie zwischen mir und Suttons Bett ließ mich grinsen, und langsam zog ich sie wieder von der Arbeitsplatte herunter in meine Arme. „Dann wird es Zeit, dass du uns einander vorstellst“, brummte ich gegen die weiche Haut ihres Nackens und schob sie aus der Küchennische, ließ mich von ihr zu ihrem Schlafzimmer geleiten und ließ uns dann aufs Bett fallen, platzierte sie einfach auf meiner Brust, schloss meine Arme um ihre Schulter und legte das Kinn auf ihren Scheitel. „Keine halben Sachen mehr, Sutton“, murmelte ich leise, ließ meine Finger kleine Kreise auf ihre Haut malen. „Ich will alles.“ Das war vielleicht anmaßend, in Anbetracht der Tatsache, dass sie 5 Jahre jünger als ich war, ich ihr Dozent war und unsere ganze Beziehung darauf basierte, dass ich ein aufdringliches Arschloch war, aber wie sich bisher gezeigt hatte, waren stillschweigende Übereinkünfte und Schweigen eben kein geeignetes Mittel, um auch nur irgendetwas am Laufen zu halten.



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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.234

Gestern 15:00
#189 Aedie ♡♡♡ Zitat · antworten






„Dann wird es Zeit, dass du uns einander vorstellst.“, erwiderte Aedan auf meine Worte und meine Nackenhaare stellten sich auf, als sein Atem dabei meinen Nacken streifte. Mein darauffolgendes Lachen war jedoch weniger auf das Kitzeln zurückzuführen, das diese Aktion verursachte, als auf seine Worte. Auf ihn. Auf diesen Moment.
Und das ungute Gefühl, dass dieser nur trügerisch war, weil noch immer so vieles ungeklärt war, es vermutlich noch etliche Hürden zu überwinden galt, schob ich einfach rigoros zur Seite, um ihn dennoch auszukosten. Was übrigens wunderbar funktionierte und das obwohl ich noch nicht in diesem Nebel versunken war, der schon früher etliche Bedenken einfach verschluckt hatte. Und als wir kurz darauf gemeinsam aufs Bett fielen, wo Aedan mich bestimmt auf sich zog und seine Arme um mich schlang, konnte ich mir keinen Ort vorstellen, an dem ich jetzt lieber wäre. Geschweige denn eine Person, der ich näher sein wollte. „Keine halben Sachen mehr, Sutton.“, hörte ich ihn plötzlich die Stille durchbrechen, während seine sanften Berührungen die Haut unter seinen Fingerspitzen wieder zum Kribbeln brachten. Überrascht öffnete ich die Augen, die ich geschlossen hatte, um das unbeschreibliche Gefühl in meinem Inneren zu genießen. "Ich will alles."
Schon verrückt, wie viel Auswirkung so wenige Worte auf jemanden ausüben konnten. Behutsam richtete ich mich etwas auf, um ihn betrachten zu können, während meine Mundwinkel vergeblich versuchten ein Schmunzeln zu verbergen, weil er so gesehen mehr bekam, als Robbie es je hatte. Das laut auszusprechen wäre allerdings meinem Exverlobten gegenüber nicht fair gewesen, weshalb ich einige Sekunden lang schwieg, ehe ich Aedan zur Bestätigung einen sanften Kuss aufs Kinn hauchte. "Alles...", versprach ich flüsternd und erinnerte mich an ein Stück, das wir vergangenes Semester aufgeführt hatten. Es war mir schwer gefallen in die Rolle der Protagonistin zu schlüpfen, deren Verliebtheit mich zum ersten Mal wirklich hatte zweifeln lassen. Jetzt reichte es nur an den Moment zu denken, als wir zusammen am Meer saßen. Oder die peinliche Situation, als wir gezwungen gewesen waren uns von dem Dach des Nachtclubs befreien zu lassen. Selbst die Zeit, in der wir zusammen meine Hausarbeit bearbeitet hatten.
Dann kam mir jedoch ein Gedanke, der mich wieder ein wenig in die Realität zurückwarf. "Wenn du alles sagst...", fing ich unsicher an. "Du weißt, was passiert, wenn das mit uns herauskommt." Besorgt neigte ich den Kopf zur Seite, während mein Kopf die gesamte Tragweite dessen erfasste. "Und so gerne ich auch meine Besitzansprüche geltend machen würde, wollte ich nie dass..." Seufzend brach ich ab und ärgerte mich ein wenig über mich selbst, dass ich den Augenblick nicht einfach so hinnehmen konnte. Doch auch ich hatte genug von dieser Heimlichkeit und der Angst, dass Emily ihre Drohung jederzeit wahr machen könnte, weswegen ich laut zu überlegen begann. "Ich könnte die Uni wechseln.."

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

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