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Dieses Thema hat 187 Antworten
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 RPG~Profi
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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

03.08.2016 18:49
#106 It's gettin' hot in here! Zitat · antworten



Eigentlich war ich der Inbegriff des Wortes „brav“. Ich bin immer der nette Junge von nebenan gewesen, freundlich, höflich, nicht sonderlich aufregend, und ich denke, das war es am Ende auch gewesen, das Emily dazu brachte, jemand anderen zu bespringen. Drei Monate lang. Dementsprechend war diese Sache hier auf dem Dach für mich eher wie ein großes Abenteuer oder so. Meine Nervenenden vibrierten förmlich – was allerdings auch mit Sutton zu tun haben könnte, die die Tür abschloss. Sie verdrehte lächelnd die Augen, als ich sie als Rich Kid bezeichnete, und ich grinste. „Ich war noch nie so froh, ein Rich Kid zu kennen.“
Sie blieb an der Tür stehen, lehnte sich dagegen, und ich musste die Zähne zu beißen, um ihr nicht zu sagen, dass sie zu mir kommen sollte. Jetzt. Schnell. Sofort. Hier. Zu mir. Damit ich sie anfassen konnte. Ich wollte ihre nackte Haut an meiner nackten Haut spüren, dieses Bedürfnis war mir zwar neu, aber nichts, was unerreichbar wäre. Mein Herz schlug kräftig und ich hatte das Gefühl, es war eher eine kleine Pauke als lediglich ein Hohlmuskel. Ich neckte sie ein bisschen – ich wusste ganz genau, was sie vorhatte, und um ehrlich zu sein, hatte auch ich die letzte Stunde an nichts anderes gedacht. Ihr Blick über meinen Körper, mehr als eindeutig, ließ mich schmunzeln – sie kam näher, doch ich blinzelte verwirrt, als sie wieder meinen ominösen Fanclub ansprach, von dessen Existenz ich keine Ahnung hatte und selbst wenn wüsste ich nicht, wer da bitte Mitglied sein sollte. Aber egal. Das einzige, was gerade von meinem Gehirn registriert wurde, war, dass sie vor mir stand. Da war, wo sie sein sollte. „Bin ich also unvernünftig, oder zähle ich nicht zu dieser Kategorie?" Ich schnaubte amüsiert. „Du bist definitiv unvernünftig“, lachte ich leise und legte die Hände an ihre Hüften. „Sieh' dich mal um.“ Ich senkte den Kopf, ließ ihr gar keine Zeit sich umzusehen, selbst wenn sie das gewollt hätte, und strich mit den Lippen über ihre, bevor ich sie küsste. Meine Hände waren bereits auf Wanderschaft, pressten sie fest gegen mich, während mein Körper scheinbar von Null auf Hundert wieder da fortsetzen konnte, wo wir vorhin unterbrochen worden waren. Weg mit dem scheiß Kleid! Es war etwas anderes als ein Shirt, es war so fluffig, so anstrengend, und musste definitiv weg, so schnell wie nur möglich. Es tat mir fast ein wenig Leid, dass ihr Kleid schon zu fix zu Boden glitt, aber mit den Händen über ihre nackte, weiche Haut fahren zu können, ohne, dass irgendetwas störte… mit den Händen fuhr ich in ihren Nacken, wühlte die Hände in ihren Nacken und löste mich von ihr, brauchte Luft, und wollte sie sehen. Ich hielt sie ein Stück auf Abstand, während mein Blick an ihrem Körper hinabglitt und jede Einzelheit, jede Kurve in mein Gehirn brennen wollte, sodass ich das ganz sicher nie vergessen würde. Ich meine, ich stand auf dem Dach eines Clubs, weil Sutton einen Mitarbeiter geschmiert hatte, und zog sie aus – allein deshalb würde das wohl unauslöschlich in meinem sonst so vergesslichen Schädel sein. Ich schluckte und befeuchtete meine Lippen. Wow. Das war das einzige Wort, das in meinem mal wieder leeren Gehirn widerhallte. Sutton schaffte es, mit ihrer Anwesenheit mein gesamtes Blut in meine Lenden zu verbannen. Ich würde gern ausführlicher beschreiben, wie ansehnlich sie war, aber das einzige, was mir in den Sinn kam war das dringende Bedürfnis, sie zu haben, zu verschlingen, und meine Körpertemperatur stieg in freudiger Erwartung. Ich zog sie wieder an mich, und meine Fingerkuppen tänzelten über den Rand ihres Spitzenhöschens, während ich mit den Lippen die Linie ihres Kinns nachfuhr und mir den Weg zu ihrer Schulter küsste.



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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.226

04.08.2016 01:44
#107 RE: It's gettin' hot in here! Part II Zitat · antworten







„Du bist definitiv unvernünftig.", lachte Aiden und ich konnte nicht anders, als ihn anzustrahlen. Ob da wieder der Alkohol dran Schuld war? Jedenfalls war ich ganz froh, dass ich nicht völlig nüchtern war, bei klarem Verstand zwar (zumindest was die Wirkung des Alkohols anging), aber trotzdem soweit angeheitert, dass meine Hemmschwelle gesunken war. Andererseits, hätte ich vermutlich auch ohne einen Tropfen keinen Rückzieher gemacht, nicht so. „Sieh' dich mal um.“ Reflexartig wollte ich wirklich umher sehen, auch wenn ich genau wusste, worauf er anspielte, doch er ließ mir keine Gelegenheit dazu und um ehrlich zu sein, kam mir das nicht gerade ungelegen. Nicht nachdenken! Konnte ich auch nicht mehr. Als hätte es überhaupt keine Unterbrechung gegeben, flammte wieder das selbe Verlangen in mir auf, dass mich schon früher am Abend überrollt hatte und so schnell wie Aedan mich von dem Kleid befreite, kam mir der Verdacht, dass es ihm nicht anders erging. Ich schwöre, wenn uns wieder jemand einen Strich durch die Rechnung machte, dann würde ich vermutlich abermals Rich Kid spielen und uns eine einsame Insel kaufen. Oder einen Auftragskiller...
Ich vergrub meine Hände in seinen Haaren, ebenso wie er es tat, ehe er mich von sich schob und ich mir abwartend auf die Lippe biss, während er mich betrachtete. Worte waren unnötig, um mir mitzuteilen, dass ihm gefiel was er sah, doch beruhte das ja auf Gegenseitigkeit, auch wenn er leider noch komplett bekleidet vor mir stand. Den Entschluss das schnell zu ändern, durchkreuzte er jedoch erstmal damit, dass seine Lippen meinen Hals hinunterwanderten, was mich dazu veranlasste ganz brav meinen Kopf zur Seite zu legen, damit er auch ja jede Stelle so ungehindert wie möglich erreichen konnte. Wieder biss ich mir auf die Lippen, um einen Seufzer zu unterdrücken, während meine Hände von seinen Schultern hinunter zu seiner Brust wanderten. In Rekordgeschwindigkeit öffnete ich die Knöpfe seines Hemds um meinen Händen endlich freien Zugang zu dem zu geben, was darunter verborgen lag. Und als hätte ich Angst, dass wenn wir uns zu viel Zeit ließen, wieder jemand dazwischenfunkte, wanderten meine Hände auch zugleich zu seiner Jeans. In diesem Moment dankte ich meinen geschickten Fingern, denn so ersparte ich mir unnötige weitere Qualen und als seine Jeans zu Boden rutschte, drückte ich mich nun mit einem "Warte" von ihm weg. Schmunzelnd unterzog ich ihm nun der selben Prozedur, wie er zuvor mich, ehe ich nickte und lachend zurück in seine Arme sprang um seine Lippen wieder in Beschlag zu nehmen. Das fühlte sich auch überhaupt nicht fremd an, aufregend, neu, aber nicht fremd. Alkohol! Nein, warte...der war ja nicht immer im Spiel gewesen...Egal. Mit so wenig Stoff fühlte es sich gleich noch besser an meinen Körper gegen Aedans zu pressen und mittlerweile gab ich den Versuch auf, irgendetwas zu unterdrücken. Die Laute kamen einfach so aus meinem Mund, verhallten in seinem, während unsere Zungen sich umschlangen und mir trotz der momentanen Jahreszeit kein bisschen kalt war. Im Gegenteil. Mein Körper glühte förmlich unter Aedans Händen, die irgendwie überall waren und von denen ich trotzdem nicht genug bekommen konnte. Irgendwo realisierte ich gerade noch, dass ich aus meinen Schuhen schlüpfte, ehe ich mich an Aedan hochzog (Ja, ich war etwas geschrumpft) und es nichts mehr gab, das (jedenfalls in diesem Moment) zwischen uns stand.

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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

05.08.2016 14:37
#108 It's gettin noch hotter in here. XD Zitat · antworten



Ihr Lächeln war mehr ein Strahlen, was auch meine Mundwinkel zucken ließ, bevor ich dazu überging, sie davon abzuhalten und sich umzusehen. Ich hatte keine Ahnung, was genau in ihr vorging – mit ihrem Vater, Robbie, der Tatsache, dass ich ihr Dozent war, auch wenn man ihr zumindest bei letzterem nichts vorwerfen konnte. Zumindest, wenn ich es nicht tat, und das würde ich auch nicht. Wieso sollte ich? Ich würde mal behaupten, ein Großteil der Initiative war von mir ausgegangen, was schon an sich selten vorkam. Sie machte mich ja regelrecht zu einem triebgesteuerten Typen, sehr amüsant. Und dieser triebgesteuerte Typ würde definitiv zu einem Gewalttäter werden, wenn sie jetzt schon wieder unterbrochen werden würden. Gut, dass der Schlüssel noch steckte – weil dann von der anderen Seite nicht aufgeschlossen werden konnte.
Ich öffnete ihr Kleid, schob es ihr von den Schultern und ließ es zu Boden gleiten, schob sie von mir, und sah sie an. Sie biss sich auf die Lippen, und ich legte meine Hand an ihren Kiefer, fuhr mit dem Daumen über ihre Unterlippe, damit sie damit aufhörte und knabberte dann selber daran. Meins. Dann wanderte ich weiter, ihren Hals herab bis zu ihrer Schulter, während sie sich bereits an meinem Hemd zu schaffen machte, es mit flinken Fingern aufknöpfte – und statt es mir direkt von den Schultern zu schieben, machte sie mit meiner Hose weiter, was mir ein zustimmendes Brummen entlockte. Nun war sie es, die mich mit einem „Warte“ von sich drückte, während ich mir das Hemd von den Schultern zog und die Hose wegkickte. Braucht kein Mensch. Sie flog förmlich wieder zu mir – Musterung bestanden – und ich schlang meine Arme um ihre Taille, zog sie enger an mich, und schob schließlich, als sie sich an mir hoch ziehen musste, weil sie ihre Schuhe ausgezogen hatte, die Arme tiefer, unter ihren Po, und hob sie hoch, legte ihre Beine um meine Hüfte. Sobald sie sicher saß, ließ ich meine Hände wieder ein bisschen schweifen, öffnete ihren BH, fuhr über ihren ziemlich knackigen Hintern, malte Kreise mit dem Daumen auf Seite und Bauch. Haut auf Haut war ein unschlagbares Gefühl, und noch besser wäre es, wenn dieses Spitzending von BH weg war – auch wenn es nicht sonderlich viel Stoff war. Gesagt, getan – ich schob eine Hand zwischen uns und zupfte das Unerwünschte am Steg fort, ließ ihn auf dem Weg zu einem Lounge-Sofa einfach fallen, bevor ich uns darauf sinken ließ. Atemlos vor Anspannung schob ich die Hände unter ihren Kopf, vergrub die Hände in ihren Haaren und senkte mich auf sie, küsste sie – jetzt konnte uns zumindest nichts mehr den Boden unter den Füßen wegziehen. Mein Mund ging wieder auf Wanderschaft, knabberte an ihrem Kinn und wanderte südwärts, während sich mein ganzer Körper gegen sie drängte, inklusive dem Beweis meiner Aufregung, bis ich meine Lippen auf die Haut zwischen ihren Brüsten presste und von unten in ihr Gesicht sah, die Finger gefährlich nah daran, sie zu berühren. „Vielleicht sollte ich ein wenig langsamer machen.“, schmunzelte ich und drückte meine Hüfte wieder gegen ihre. „Das geht doch ein bisschen arg schnell.“



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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.226

05.08.2016 22:18
#109 RE: It's gettin...hottererererererer? xD Zitat · antworten







Was gerade in mir vorging? Diese Frage war leicht zu beantworten. In meinem Kopf herrschte eine herrliche Leere. Nichts, was diesen Augenblick irgendwie trüben konnte, einfach nur das Wahrnehmen seiner Haut, seiner Küsse, die Berührungen seiner Hände und Lippen. Ganz zu schweigen von den Dingen, die er mit all dem in meinem Körper auslöste. Hitze wallte in mir auf, ein Kribbeln, welches durch meinen gesamten Körper jagte und mir immer wieder Schauer den Nacken hinunter laufen ließ. Selbst wenn ich ernsthaft über eine dieser Dinge hätte nachdenken wollen, wäre das schlicht unmöglich gewesen, so genoss ich also einfach das Hier und Jetzt, auch wenn ein tief verborgener Teil in mir wusste, dass es nicht so einfach sein würde.
Schmunzelnd, weil er mich hochhob und ich genau das von ihm gewollt hatte, schlang ich Arme und Beine um seinen Körper, während unsere Lippen wie fest verschmolzen den anderen liebkosten. Irgendwo in meinem Rausch realisierte ich, dass er mir den BH abstreifte und wir uns fortbewegten. Ein paar Sekunden später drückte er mich in den Stoff irgendeines abgelegten Möbelstücks (sehr praktisch, dass die hier gelagert waren), was unsere Körper noch enger zusammenbrachte. Ich hielt Aedan eng bei mir, ließ meine Fingernägel über seinen Rücken streifen, fester, als eigentlich gewollt, während er sich seinen Weg hinunterbahnte und ich meinen Kopf aufseufzend in den Nacken legte. Allmählich bündelte sich das qualvolle und so hinreißende Pulsieren zwischen meinen Schenkeln und ich drückte ihm mein Becken entgegen, als seine Hand sich der empfindsamen Stelle näherte, doch im letzten Moment verharrte. „Vielleicht sollte ich ein wenig langsamer machen.“, sagte er und ich erwiderte seinen Blick verklärt. War er verrückt geworden? „Das geht doch ein bisschen arg schnell.“, fuhr er fort, schmunzelnd und ich war mich nicht sicher, ob er mich nicht doch einfach noch ein wenig länger foltern wollte. Gut, ja, es ging schnell, aber verdammt, wir waren auch schon einige Male unterbrochen worden, und was sprach eigentlich dagegen, dann gab es im Anschluss halt eine zweite Runde. Von meinen eigenen Gedanken ein wenig überrascht, nickte ich plötzlich und versuchte meinen Puls ein wenig zu beruhigen, lächelte und atmete tief durch. Nur leider war es unmöglich mein Herz auch nur ansatzweise wieder normal schlagen zu lassen, wenn Aedan sich auch noch so provokant mit seiner Hüfte gegen meine presste. Aber schön, der Herr wollte es langsamer angehen lassen, das konnte er haben. Ich legte meine Hände gegen seine Brust, schob ihn etwas nach oben, so dass ich unter ihm wegtauchen konnte. Grinsend hockte ich einen Moment später auf seinem Schoss, verschränkte seine Finger mit meinen und hielt seine Hände hinter seinen Kopf. Nicht, dass er dieses Spiel nicht augenblicklich hätte umdrehen können, doch für diesen Moment nutze ich meine Chance. Ich neigte meinen Kopf an seinem vorbei und strich mit meinen Lippen über seinen Hals, wanderte hinauf und biss ihm sanft ins Ohrläppchen. "Wie langsam hättest du es denn gerne?", raunte ich ihm zu, während mein Becken sich auf ihm bewegte, schön langsam natürlich, hatte er ja so gewollt.

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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

08.08.2016 14:24
#110 RE: It's gettin... außerhalb Katas und Fenjas Komfortzone :D Zitat · antworten



Penis!



Zugegeben, was in meinem Kopf vor sich ging, war weniger ehrenhaft. Um ehrlich zu sein war es sogar so wenig schmeichelhaft für meine angebliche Intelligenz oder Würde, dass man das besser im Dunklen ließ und nicht laut aussprach. Vulgär, geradezu. Aber mal wirklich, wenn das in diesem Moment nicht so wäre, müsste man sich ernsthafte Gedanken um meine Sexualität oder Hormone machen. Klar knallten da gerade ein paar Sicherungen raus.
Vor allem, wenn Sutton mit ihren Fingernägeln über meinen Rücken kratzte, so fest, dass nachher ganz sicher rote Striemen zu sehen waren. Einerseits schien ich nicht der einzige zu sein, der vom Verlangen fast aufgefressen wurde, andererseits mochte ich es, sie um den Verstand zu bringen.
Weshalb ich sie triezte. Das Tempo lockerte. Langsamer.
Und wie sie noch den Verstand verlieren würde. Man nenne es idiotischen, männlichen Stolz, aber ich wollte, dass sie vor Lust Sterne sah. Wollte, dass sie ihren eigenen Namen vergaß und sich selbst dann nicht an Robbie erinnerte, wenn er vor ihr gestanden hätte. Wollte nur für den Moment das einzige sein, was überhaupt existierte.
Denn andersherum war es bereits so weit, wenn mich jetzt jemand nach meinem Zweitnamen fragen würde – ich müsste auf meinen Ausweis sehen. Und, Moment, Verlobte? Ich hatte eine gehabt? Wann? Was?
Mein Herzschlag ging so kräftig, dass ich das Gefühl hatte zu vibrieren und er mir in den Ohren dröhnte. Es wunderte mich nicht, dass Sutton das nicht hörte.
Ihre prompte Reaktion auf meine Worte hatte ich nicht erwartet, weshalb ich zuließ, dass sie uns umdrehte und sich auf mich setzte, die Hüfte quälend langsam bewegte, meine Hände hinter meinem Kopf festgehalten. Sie biss mir ins Ohrläppchen, und ich stöhnte auf, bevor ich kehlig auflachte, meine Hand aus ihrer zog und ihr Kinn drehte, sodass ich sie küssen und uns wieder umdrehen konnte. „Erst mal bist du dran, Fräulein.“, schmunzelte ich, und wenn ich versprach, dass ich jede Stelle ihres Körpers küssen wollte – dann tat ich das auch. Und weil ich für einen Mann verdammt multitaskingfähig war, machte ich selbiges mit meinen Händen – ihren ganzen Körper berühren, anfassen, liebkosen.
Und damn, das könnte ich den ganzen Tag tun. Wirklich. Besser als Schokolade. Aus offensichtlichen Gründen.
Langsam zog ich ihr den letzten Rest Spitze von der Hüfte und den Beinen und ließ ihn ebenfalls achtlos beiseite fallen. Schmunzelnd und mit einer zuckenden Augenbraue sah ich auf Sutton herab, bevor ich mir ihre Beine über die Schulter legte und den Kopf senkte. Ich sagte doch, überall küssen. Ich war da sehr ehrgeizig.
Wahrscheinlich hatten wir ziemliches Glück, dass hier nicht nur Möbel herumstanden (nicht, dass uns das gehindert hätte, wenn dem nicht so gewesen wäre, auch wenn das Ganze dann wesentlich kürzer ausgefallen wäre), sondern auch diese Vorhänge jene vor Witterung schützen sollte (und uns nicht nur vor der Kälte, sondern auch den Blicken der Nachbarn). Im Übrigen – so oft Em auch versucht hatte, mich dazu zu überreden, unser Sexleben mal etwas „aufzupeppen“ - in der Öffentlichkeit, das war bisher nie mein Ding gewesen. Nie. Wieso auch? Ich war lieber in meiner Wohnung und war so laut oder leise wie ich wollte, was war an erwischt werden spannend? Das war idiotisch. Und hätte ich daran gedacht, dass das eine Sicherheitstür war, die man von beiden Seiten aufschließen konnte, wäre ich ganz sicher nicht so konzentriert gewesen. Und prompt kam Sutton, konnte ich mich so wenig beherrschen, dass es mich einen feuchten Dreck interessierte, wo wir waren.



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Katashyna Offline

Pingupups


Beiträge: 27

08.08.2016 22:13
#111 Hell is a place on earth... Zitat · antworten

» oυтғιт: «


Dee warnte mich vor mich in einen neuen Pulli zu kleiden, da sie ihre Emotionen wohl noch nicht so im Griff hatte. Ich lächelte auf ihre Bemerkung hin und nickte zustimmend. »Wahrscheinlich hast du recht. Sonst muss ich mich heute noch öfter umziehen und wer weiß, ob mir nicht vielleicht die Pullover ausgehen.« Wahrscheinlich hatte sie auch damit Recht, dass „viel Gesprächsstoff“ noch untertrieben war. Wir hatten uns immerhin über acht Jahre nicht gesehen in denen so einiges geschehen ist, über das man sich gut und lange unterhalten konnte. Kurz überlegte ich mir wirklich Zettel und Stift zu holen, um mir Notizen zu machen. Doch dann merkte ich wie dämlich dieser Gedanke war. Das ist ein Gespräch Christopher und keine deiner Vorlesungen bei denen du nichts verpassen darfst. Ganz ruhig, das ist Dee. Du magst Dee. Du konntest dich schon immer gut mit ihr unterhalten, ohne nervös zu werden. Wieso bin ich dann nervös? Liegt es an der langen Zeit, die vergangen ist? Daran, dass sie sich verändert hat, aber irgendwie doch die Gleiche ist? Woran lag es?
Bevor ich noch mehr unsinniges Zeug dachte und mich in meinen eigenen Gedanken verfing, schüttelte ich kurz den Kopf und versuchte mich wieder auf Dee und ihre Fragen zu konzentrieren, die wie aus der Pistole geschossen kamen. Gut, dass ich es mir in den letzten Jahren angewöhnt habe regelmäßig etwas Gedächtnistraining zu machen, sonst hätte ich mir all ihre Fragen niemals merken können. Also hörte ich ihr aufmerksam zu und versuchte mir dabei die genaue Reihenfolge der Fragen zu merken. »Also Dee. Erstens: Ich studiere Geschichte und Archäologie im vierten Semester. Zweitens: Studiere ich in New York, weil mich das Angebot dieser Uni am meisten gereizt hat, mein Vater einige der Absolventen kennt, die ein gutes Wort für mich eingelegt haben und die NYU gute Angebote für Auslandssemester in der ganzen Welt hat. Und drittens…« kurz überlegte ich, wie ich die anfängliche Reaktion meines Vaters am besten hätte beschreiben sollen. »Was meinen Vater angeht…Dieser wollte zuerst, dass ich Medizin in Oxford studiere. Mit Geschichte in Oxford hätte er sich auch noch zufrieden gegeben und New York hatte ihn lange nicht überzeugt. Also verbrachte ich nach meinem Schulabschluss zuerst ein halbes Jahr in Ägypten und dann in Europa, bevor mein Vater sein Einverständnis gab, dass ich nach New York gehe.« Ich machte kurz eine Pause, um das Mal sitzen zu lassen und überlegte kurz was ihre anderen Fragen waren. »Viertens…wenn ich das richtig in Erinnerung habe: Ja ich bin gewachsen. Wäre schon traurig, wenn ich nach meinem 16. Lebensjahr keinen Zentimeter mehr zugelegt hätte.«, bemerkte ich und zwinkerte ihr dabei zu. »Eine Freundin habe ich nicht, da musst du dir also keine Sorgen machen, sondern eher ich. Sechstens: Du müsstest wissen, dass Sport nichts ist, was man in Büchern lernen kann und daher noch nie mein Interesse geweckt hat. Zumindest spiele ich gelegentlich Tennis, für Wimbledon wird es jedoch wahrscheinlich nie reichen.« Die Frage nach den Telefonnummern konnte ich jedoch nicht so einfach beantworten, vor allem aus dem Grund, da ich hörte wie der Teekessel zu pfeifen begann und das Wasser nun wohl schon kochte. Also erhob ich mich schnell und gab fast schon etwas verlegen zu. »Das einzige, was ich mir wohl nie merken kann…meine Telefonnummer. Vielleicht finde ich später ja noch eine Visitenkarte.« Dann ging ich schnell wieder in die Küche und hob mit einem Geschirrtuch den Teekessel von der Herdplatte, diese stellte ich ab und schüttete das Teewasser in meine Tasse. Der Tee musste noch etwas ziehen und abrupt viel mir etwas ein, was mir sonst nie passierte. Ich eilte zu Dee in den Wohnbereich zurück und blieb in der Tür stehen. »Bitte verzeih, ich hab wohl meine Manieren vergessen. Was willst du trinken? Ich hab dir gar nichts angeboten. Auch Tee? Kaffee? Saft? Wein? Oder vielleicht einen Brandy? Sonst hab ich glaub ich nicht viel hier.« Eigentlich war ich mir nicht einmal sicher, ob ich Kaffee in meiner Wohnung hatte, da ich doch keinen Trank. Nur Tee, doch dieser würde Dee wahrscheinlich nicht sehr überzeugen. Gott, wieso hatte ich ihr früher noch nichts angeboten und nur an meinen Tee gedacht? Mutter wäre wahrscheinlich nicht sehr stolz auf mein Verhalten.

Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.226

09.08.2016 01:10
#112 RE: It's gettin...extra subtil...*hust* xD Zitat · antworten







Anscheinend war das so ein Aedan-Ding mich ständig quälen zu wollen. Angefangen hatte das, als ich ihn oben ohne erwisch hatte, weiter ging es mit diversen lustvollen Versprechungen, die bis hierhin nicht eingelöst worden waren (Und ja, ich weiß das hatte ihn ebenso zur Verzweiflung gebracht, wie mich) und selbst jetzt zögerte er diese Befriedigung, nach der ich mich so sehr sehnte weiter hinaus. Meinen Plan ihn zu reizen hatte er dreist, wie er war, einfach so durchkreuzt und den Spieß umgedreht. "Das ist nicht fair!", lachte ich protestierend auf, als ich mich plötzlich wieder auf dem Rücken befand. Eine Gegenwehr zu starten war nicht drin, weil der Herr offenbar vorhatte mich bis zum Äußersten zu treiben. Und verdammt, er wusste, was er da tat! Ich hatte Sex immer genossen, doch bei Aedan war ich schon unter weniger intimen Berührungen förmlich zerflossen, weshalb dieses Vorspiel bereits eine völlig andere Liga erreicht hatte. Dinge, die ich so nicht gekannt hatte, deshalb auch nicht vermisst, und ich wusste, dass mir dieser Mann hierdurch etwas zufügen würde. Eine Narbe...nein, eine Erinnerung, die ich vermutlich nicht hinter mir lassen konnte. Doch dies war nur eine wage Wahrnehmung, angesichts der Dinge, die seine Hände und sein Mund gerade mit mir vollführten. Etwas, dass ich erst im Nachhinein verinnerlichen würde, wenn ich nicht gerade inmitten einer Ekstase steckte, die bei mir, wie erwähnt, so nie dagewesen war. Hätte ich seine Gedanken gekannt, so wäre es mir nicht schwer gefallen, seine Bedenken augenblicklich auszulöschen. Denn gerade drehte sich ALLES nur um ihn. Nicht um Aedan meinen Dozenten, nein, um den Mann, der diese Empfindungen in mir auslöste. Der hieraus ein neckisches Spiel machte, auf das ich nur zu gerne einging. Und er hatte sich zum Spielleiter ernannt.
Ein unkontrolliertes Stöhnen glitt über meine Lippen, als er von mir Besitz ergriff und mein Körper erbebte unter dieser süßen Qual. Ich konnte förmlich erahnen, wie es ihn amüsierte, was er für Dinge bei mir auslöste und es störte mich nicht. Im Gegenteil, wenn man so ein Talent besaß, dann sei es einem gegönnt deren Auswirkungen in vollem Ausmaß mitzuerleben. Mein schneller, flacher Atem, die Töne die meinen Mund verließen, das Zucken meines Körpers. Diese Mischung aus "Hör auf" und "Mach weiter" brachte mich wirklich um den Verstand und ich krallte meine Finger in den Stoff unseres Untersatzes, drückte mich ihm entgegen, versuchte zu fliehen, kam ihm wieder näher. "Aedan...", entfuhr es mir, als ich kurz davor war dieser Folter nicht mehr Stand zu halten, doch dann kam die Erlösung. Sie überrollte mich plötzlich und für mich selbst wirklich überraschend und mit einer Intensität, die ich nicht beschreiben konnte. Ein Zucken ging durch meinen Körper, alles zog sich in mir zusammen und irgendwo in diesem Nebel drang meine eigene (sehr laute) Stimme zu mir hindurch. Nur sehr langsam verebbte dieses Gefühl und ich ließ mich schwer atmend zurücksinken. Es schien, als ob jegliche Kraft aus meinem Körper gesaugt wurde und ich hielt meine Augen geschlossen, genoss diesen Zustand der plötzlichen Schwerelosigkeit, ehe ich langsam wieder zu mir kam. Ich öffnete meine Augen wieder, mein Herz raste, als hätte ich gerade einen 10km Marathonlauf hinter mir und ich war unfähig das Lächeln in meinem Gesicht aufzuhalten. Trotzdem blickte ich ein wenig gespielt grummelnd zu ihm auf, weil er es so einfach geschafft hatte mich zu überrumpeln. "Nicht fair!", wiederholte ich, konnte das Zucken meiner Mundwinkel jedoch nicht verhindern. "Aedan Costello...", sagte ich und streckte meine Hand nach ihm aus, um ihn auf Augenhöhe zu bringen. Trotz dieser überwältigenden Befriedigung, hatte ich noch lange nicht genug davon ihn weiter zu berühren und gewiss nicht das selbe auch mit ihm anzustellen. "Ihre Arbeit war wirklich nicht zu bemängeln..." ahmte ich ihn nach, strich mit einem Finger über seine Wange und lächelte ihn an. Ich sah ihm in die Augen und ich hätte ihm gerne gesagt, was für ein unglaubliches Gefühl zurzeit in mir herrschte. Eine Lebendigkeit, die mit Worten jedoch nicht zu beschreiben war. Also sah ich ihn einfach weiter an, während meine andere Hand in seinem Nacken lag und sanfte Kreise darüber zog. "Wenn sie dann fertig sind, würde ich mich gerne ihnen widmen.", schmunzelte ich und blickte ihn gespielt fragend an. "Es sei denn der Herr will sich weiterhin einen Spaß daraus machen das "Fräulein" noch länger zu piesacken." Ich hob eine Augenbraue, während der Schalk mir sprichwörtlich im Nacken stand. Und ja, irgendwann in diesen paar Sekunden wurde mir bewusst, dass ich viel involvierter in diese Sache war, als ich mir hatte vormachen wollen.

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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

09.08.2016 02:47
#113 ....like heaven is one too. :) Zitat · antworten



Also, als hochemotional würde ich mich normalerweise eigentlich nicht bezeichnen. Heulattacken hatte ich nicht mehr, seit mein Bruder gegangen war, höchstens mal betrunken für fünf Minuten, weil irgendwas los war. Ein Hund bellte oder so. Aber eine richtige Emotion war das nicht. Da ich heute allerdings schon mitten auf der Straße gestanden hatte und wahrscheinlich mindestens vier Liter Wasser an Kits Pulli verloren hatte, war ich vorsichtig mit den Prognosen, immerhin fühlte ich mich gerade ziemlich bipolar – gleichzeitig grinsen und lachen und heulen wie ein Schlosshund. Und bevor er tatsächlich an Pullovermangel litt (was im Übrigen auch sehr gut passieren konnte, indem ich mir einen stahl – ich hatte Kits Geruch schon immer gemocht), schniefte ich einfach den hier noch mal voll.
Ich war schrecklich hibbelig, nicht wirklich nervös, eher aufgeregt. Ich wollte alles wissen (und wusste, dass ich ihm wahrscheinlich das meiste aus der Nase ziehen musste) und alles sehen und … ja, alles einfach! Alles! Weswegen ich auch direkt einen Haufen Fragen auf ihn los ließ, er würde sich die schon merken können, es war immerhin Kit… Außerdem war es gar nicht so wichtig, dass er mir genau diese Fragen beantwortete, sondern einfach nur, dass er begann zu erzählen. Und selbst wenn er mir erzählen würde, wie oft in der Woche er sich die Zehennägel kürzte, wäre auch okay gewesen.
Begierig saugte ich jedes Wort auf, das er sagte, und hatte das Gefühl, dass ich die ausnahmsweise nicht vergessen würde. Ich konnte mir Studiengänge oder Berufe nie merken, ich hatte keine Ahnung, was meine Mitbewohner studierten, aber Geschichte und Archäologie war gleichzeitig das passendste und unpassendste für Kit, was ich mir hätte vorstellen können. Ich meine, Kit und im Sand herumkrauchen, auf der Suche nach einer Tonscherbe? Egal. Es war Kit. Es musste toll sein.
Es überraschte mich nicht, dass Kits Dad hier ein paar Kontakte hatte – Kits Dad hatte genug Vitamin B, dass Kit die Schule nicht mal hätte anfangen müssen und dennoch ausgesorgt wäre, aber auch das war eine Sache, die ich an ihm mochte: dass er sich darauf nicht verließ und seinen eigenen Weg ging. Und fuck yeah, selbst wenn er nur dank der Kontakte seines Dads hier in New York war – ich würde ihm eine Dankeskarte schreiben.
Ähm, wobei, würde er dann versuchen, mir Kit wieder wergzunehmen? Vielleicht sollte ich das doch lieber lassen. Scheinbar war Mr. Uhrenmanufaktur mit der Wahl seines Sohnes dennoch nicht zufrieden. Ich grummelte – dafür hatte ich ihm schon immer gerne eine verpassen wollen. Ich wusste nicht, wie Kit das sah, aber abgesehen von der Tatsache, dass er schon immer versuchte, seinen Sohn nach seinen Vorstellung heranzuzüchten, wirkte es auf mich immer, als wären Kits eigene Entscheidungen nie gut genug. Als würde das die Familie herabwürdigen. Statt mal wertzuschätzen, was sie eigentlich für einen tollen Typen als Sohn hatten. Darüber konnte ich mir allerdings keine weiteren Gedanken machen, denn er eröffnete mir, in Ägypten und Europa gewesen zu sein. Meine Kinnlade sank, nicht gerade damenhaft, nach unten und ich glotzte wie ein Reh im Scheinwerferlicht, ohne etwas zu sagen. Wow. Okay, ja, er war reich, reiche Leute machten sowas. Mal eben ein halbes Jahr nach Ägypten gehen. „Was hast du da gemacht?“, fragte ich lediglich, noch immer versuchend, die Kluft zu ignorieren, die sich scheinbar mit fortschreitendem Alter zwischen uns auftat. Wenn er noch einmal gehen würde, könnte ich ihm nicht folgen. Und damn, das war direkt nach dem Wiedersehen ein verdammt beschissener Gedanke. Ich klappte den Mund wieder zu und schluckte kurz, schob diesen Gedanken beiseite. Mit meinen Ängsten konnte ich mich immer noch beschäftigen, wenn ich rotzenvoll zuhause kotzend über dem Klo hing.
Dass er gewachsen war, war natürlich der Fall, die Frage danach war auch irgendwie eher rhetorischer Natur gewesen. Sogar ich war noch mal gewachsen. So anderthalb Millimeter oder so. Und dann sagte er einen Satz, der irgendwie so typisch für ihn war, dass ich auflachte. „Eine Freundin habe ich nicht, du musst dir also keine Sorgen machen, sondern ich.“ Und eventuell machte es mich auch ein kleines bisschen glücklich, dass ich ihn nicht teilen musste. Zumindest nicht im Moment, wo ich doch das Gefühl hatte, uns am Arm zusammen zu tackern oder so. Vor allem bei der Aussicht auf weitere Studienreisen in Gegenden, die für mich immer Tagträume bleiben werden. Wieder abgelenkt, entging mir seine Tennis-Bemerkung, bei der Handynummer war ich aber wieder voll dabei. Ja, ich weiß, Konzentration gehörte nicht zu meinen Stärken… vielleicht hatte ich mir aber auch ein paar Gehirnareale weggesoffen. Ich verdrehte lächelnd die Augen, als er sagte, er könne sich seine Nummer nicht merken, und sprach eine Visitenkarte an.. „Lass die Visitenkarte stecken und gib' mir dein Handy! Was bist du, mein Anwalt?“ Nicht, dass ich nicht hier und da einen gebrauchen könnte. Ich hörte das leise Plätschern in der Küche, wo er sich seinen Tee eingoss, bevor er plötzlich in der Tür stand, sein Gesicht noch schockierter, als wir uns vorhin getroffen hatten. Ich prustete los, konnte mich nicht mehr beherrschen – dieser Gesichtsausdruck, die vergessenen Manieren… ich hielt mir den Bauch vor Lachen. „Deine Mom wäre enttäuscht, Kit“, grinste ich und wischte mir eine Träne aus dem Augenwinkel, bevor ich aufstand, meinen Pulli abstreifte und an ihm vorbei in die Küche marschierte, als sei ich hier zuhause. „Ich nehme mal stark an, du hast kein Bier hier“, vermutete ich, öffnete ein paar Küchenschränke und fand schließlich ein Glas, das ich mir mit Leitungswasser füllte. „Da, siehst du. Glas Wasser. Das ich mir wunderbar selber nehmen kann. Ich sollte sowieso anfangen, mich hier zurecht zu finden.“ Wieder eine halbe Drohung. Ich würde hier nämlich öfter auftauchen.



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JaneDoe Offline

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10.08.2016 00:34
#114 RE: It's gettin...frustrating. Zitat · antworten



Wenn sie es als Qual bezeichnen wollte, dann gerne, dann würde ich den ganzen Tag am liebsten nichts anderes tun. Und mal im Ernst – jegliche Versprechungen hätte ich schon weit früher eingelöst, hätte es die Gelegenheit dazu gegeben. Und ihre Befriedigung wollte ich nicht herauszögern, sondern steigern. Was lange währt, wird endlich gut – daran glaubte ich nicht immer, aber was Sex anging definitiv. Man sollte sich für die schönste Sache der Welt doch ein bisschen Zeit nehmen und es gut machen. Und das hatte ich vor. Es gut machen, meine ich.
Ihr Versuch, meine Neckereien gegen mich zu verwenden, wurde direkt erstickt, und ihr Lachen brachte mich zum Grinsen. Alles war besser, wenn man dabei lachte, das galt auch hierfür.
Und zugegeben, hätte Sutton auch nur irgendetwas davon laut gesagt, dass ich sie fühlen ließ wie sie es noch nie zuvor erlebt hatte, dass ich neue Maßstäbe setzte – naja, ich war auch nur ein Mann. Mein Ego konnte sich schon ziemlich aufblasen, und danach würden wir es wahrscheinlich wegfliegen sehen. Aber mal ehrlich, das hörte man doch mehr als gern. Und man vergaß folgenden Punkt nicht: besser als Robbie. Das mochte mich nicht jetzt sofort beschäftigen, aber spätestens, wenn Adrenaline und Endorphine so halbwegs abgebaut waren, dann würde das ein Gedanke werden, der mir gute Laune bereiten konnte. Männer sind eben doch nur Primaten.
Und als Primat sah ich wenig lieber als einen schönen Frauenkörper, der zu einer attraktiven Frau gehörte, der sich meinetwegen unter mir in Ekstase wand. Amüsiert? Überhaupt nicht. Begeistert, zufrieden, und zugegeben ziemlich erregt, ja, das definitiv. Die wellenartigen Bewegungen ihres Körpers ließen mich ihre Hüfte greifen und festhalten, die Finger in ihre weiche Haut graben, damit sie nicht abrückte. Fasziniert beobachtete ich, wie sich ihre Finger in den Stoff der Couch gruben, spürte, wie ihre Fersen sich in meinen Rücken pressten und hörte, wie sie Laute von sich gab, die immer atemloser wurden. Eigentlich hatte ich nur vorgehabt, sie zu triezen, aber wie könnte ich ihr jetzt die Erlösung vorenthalten, wo sie doch so empfindlich reagierte? Auf mich reagierte? (Was mir im übrigen sehr gut gefiel. Außerordentlich gut sogar.)
Außerdem war es mit Sutton so … gut. Mit Em war es auch irgendwie gut gewesen, aber das war immer irgendwie eher ein Kampf zwischen zweien gewesen, während Sutton… ich weiß auch nicht, auf derselben Wellenlänge klang vollkommen unpassend, aber es war harmonischer. Nicht gegeneinander, miteinander. Weshalb ich sie gierig weiterküsste und selber raunte, als sie meinen Namen stöhnte. Definitiv etwas, das in meinem Gehirn abgespeichert werden würde und mich die nächsten paar Tage verfolgen und in den Wahnsinn treiben würde. Und dann ließ sie los, ihr ganzer Körper war angespannt wie eine Bogensehne. Ich würde gern sagen, dass ich das faszinierend oder sie wunderschön fand, aber eigentlich war es nur höllisch scharf. Langsam beruhigte sie sich wieder, und ich ließ sie zu Atem kommen und mich wieder über sie ziehen, während sie versuchte, ein wenig grummelig dreinzublicken – was durch ihr Lächeln nicht recht funktionierte. „Nicht fair!“, wiederholte sie, und ich lachte leise. „Beschwerst du dich gerade?“, fragte ich amüsiert nach und mir lief ein Schauer über den Rücken, als ihre Finger Kreise in meinem Nacken zeichneten, während meine Mundwinkel immer weiter aufwärts wanderten, weil sie meine Bewertungen nachahmte. „Nein, ich denke, ich bin noch lange nicht fertig damit, das Fräulein zu piesacken.“, erwiderte ich und küsste sie, hatte mittlerweile vollends jegliche Zurückhaltung abgelegt, verdeutlichte meine Worte. Während ich mich aufrichtete, strichen meine Hände ihren Körper entlang, hielten an ihren Oberschenkeln inne und schoben sie auseinander – bevor ich schmunzelnd den Kopf senkte und sanft in die Innenseite ihres Oberschenkels biss. Neckisch. Ich drückte einen Kuss hinterher und stand auf, um meine Hose zu holen. Ich verzog das Gesicht, als ich mich bückte, hatte ich in meiner hinteren Hosentasche schließlich mein Portemonnaie, und das brauchte ich jetzt. Beziehungsweise dessen Inhalt. Ich hatte noch nie Kondome im Portemonnaie mit mir herumgetragen, aber, sagen wir, seit der Sache am Tag der offenen Tür… war ich eventuell nicht mehr ganz bei Sinnen.
Dann runzelte ich die Stirn, als ich Stimmen hörte. „Welcher war jetzt der Schlüssel?“ Scheiße. Ich raffte die Klamotten zusammen, hörte das Klimpern und zog Sutton vom Sofa, schlang den Arm mit unseren Klamotten um ihre Taille und presste die andere Hand auf ihren Mund, bevor ich uns hinter ein Stück Bar manövrierte und mich da auf meine vier Buchstaben fallen ließ. Die Tür ging auf, und ich verkniff mir ein Seufzen. Sicherheitstür, Dachtüren waren immer Sicherheitstüren, natürlich konnte man die von beiden Seiten öffnen. Shit. Ein Rumsen, etwas wurde abgestellt. „Oh wow, guck mal. Da hat sich wer ein Schäferstündchen geleistet.“, sagte eine männliche Stimme, und ich ging mit den Augen fix den Haufen Stoff neben uns durch. Suttons BH fehlte. Ups. „kommt George nicht immer mit seiner Schnalle hoch?“ Ich versuchte zuzuhören und mich zu konzentrieren, was nicht gerade einfach war, weil ich eine nackte Sutton im Arm habe und sie auf meinem Schoß saß. „Und den Schlüssel hat er dabei auch vergessen. Idiot.“ Scheiße. Der Schlüssel wurde abgezogen, dann fiel die Tür zu.
Seufzend nahm ich die Hand von Suttons Mund und vergrub seufzend mein Gesicht in ihrem Nacken. „Wir müssen Luke Bescheid sagen, dass er uns hier rauslässt.“, murmelte ich gegen ihre Haut, bevor meine Hände, als könnten sie nie stillhalten, wieder zu wandern begannen. „Komm mit zu mir.“, raunte ich ihr ins Ohr, bevor ich mehr Küsse auf ihren Hals drückte. „Lass mich dich noch ein bisschen piesacken heute Nacht.“ Ich schmunzelte. „Dieses Mal kriegst du auch Frühstück.“



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Neyl Offline

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10.08.2016 02:09
#115 RE: It's gettin...so ashamed XDD Zitat · antworten







"Würde ich nie tun.", erwiderte ich und versuchte mein Grinsen zu unterdrücken, indem ich die Lippen fest aufeinanderpresste. Mich beschweren? Das würde mir nicht im Traum einfallen. Zumal mir selbst, wenn ich wollte nichts einfallen würde, was es zu bemängeln gab. Echt nicht...
Kurz dachte ich, dass er wirklich vorhatte mich erneut nur auf meine Kosten kommen zu lassen, dem ich dieses mal mit mehr Widerstand entgegengetreten wäre, doch er erhob sich und ich blickte ihm lächelnd hinterher, noch immer mit flatterndem Herzen und einer inneren Zufriedenheit, die mir diese Züge aufs Gesicht zauberten. Und dann...-ich schwöre, gleich morgen würde ich 2 Tickets nach Barbados buchen- störte schon wieder jemand unsere Zweisamkeit! Aedan reagierte zum Glück um einiges flinker als ich und verfrachtete uns beide außer Sichtweite. Ich zog überrascht nach Luft, erstickt jedoch durch seine Hand, die er mir auf den Mund gelegt hatte und lauschte den Worten der Störenfriede. Nein! Als wäre es nicht schlimm genug, dass diese zwei Vollidioten (ja, ich war nicht begeistert!) hier aufgetaucht waren, die hatten nicht allen ernstes den Schlüssel mit sich genommen!!! Leise auflachend, weil es wieder passiert war und weil wir jetzt auf diesem Dach fest saßen und das alles so frustrierend war, dass es schon wieder komisch wurde, ließ ich mich an Aedan zurücksinken. Ich nickte und stieß einen kleinen Seufzer aus, weil ich Luke und Kim am allerwenigsten Bescheid geben wollte, aber genau wusste, dass wir keine andere Wahl hatten. Konnte dieser Tag eigentlich noch erniedrigender werden? Ich hatte Luke heute kennengelernt und er würde jetzt zum zweiten mal Zeuge werden, wie ich mich in einer, sagen wir, sehr gewagten Situation befand. Und über Kims Reaktion wollte ich gar nicht erst nachdenken! Ich schloss die Augen, als Aedan meinen Hals küsste und mich zu sich nach Hause einlud. "Vorher verbarrikadierst du aber deine Tür.", murmelte ich zurück, während ein Schauer meinen Rücken entlanglief. Ich drehte meinen Kopf zurück, küsste ihn sehnsüchtig, zwang mich dann aber von ihm abzulassen. So wie ich Luke und Kim kannte, würden sie vermutlich nicht ewig bleiben, weshalb wir diese Schmach schnell hinter uns bringen mussten und abermals (!!!) gezwungen waren, unser Vorhaben zu unterbrechen. Ich richtete mich also auf, griff nach meinen Sachen, während Aedan Luke Bescheid gab, damit dieser George aufsuchen konnte. "Oh nein!", entfuhr es mir verzweifelt, als ich bemerkte, dass sie Georges vermeintliches Andenken mitgenommen hatten. Wirklich? War das die Strafe dafür, dass ich mich auf meinen heißen Dozenten einließ?
Wieder (fast) vollständig bekleidet, trat ich auf Aedan zu und übernahm es die letzten Knöpfe seines Hemdes zu schließen. "Bereust du es jetzt, es langsam hast angehen zu lassen?", grinste ich, stellte mich auf die Zehenspitzen und hauchte ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen. Nur Sekunden später tönten Geräusche hinter der Tür zu uns durch und ich atmete tief durch, strich meine Haare glatt und setzte mein unechtestes, würdevollstes Gesicht auf, dass ich auskramen konnte. "Ich glaube, dass gehört ihnen.", sagte der Clubangestellte und er hatte kein Talent dafür, sein Amüsement zu verheimlichen. "Danke", erwiderte ich, meine Manieren nicht vergessend, fischte meinen BH aus seinen Händen und verstaute ihn in der Tasche, ehe ich mit glühenden Wangen an ihm vorbei ins Treppenhaus ging. Unten wurden wir bereits von Luke und Kim erwartet und ihre Reaktionen fielen wie erwartet aus. "Ich will kein Wort hören.", warnte ich sie, als ich näher trat, doch ebenso gut, hätte ich mich mit der Wand unterhalten können. Ja, die zwei hatten heute auf unsere Kosten eine Menge zu lachen bekommen. Ich drehte mich zu Aedan um, der gerade die letzten Stufen hinunter trat. "Ich weiß gerade nicht, ob wir uns besser aus dem Weg gehen sollen, oder noch öfter treffen, weil die zwei vermutlich ersticken werden.", meinte ich, verdrehte lächelnd die Augen, während unsere Freunde tatsächlich vor Lachen schon rot anliefen. Ich hob eine Augenbraue, während Kim um Fassung rang und als sie endlich wieder Luft bekam Richtung Damentoiletten deutete. "Bevor wir zurückgehen, sollten wir uns noch etwas um deine Frisur kümmern.", grinste sie und auch wenn das vermutlich durchaus nötig war, funkelten ihre Augen, wie bei einer Raubkatze, ehe sie sich auf ihre Beute warf.


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JaneDoe Offline

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10.08.2016 16:28
#116 RE: It's gettin...so ashamed XDD Zitat · antworten



Frustriert saß ich auf einem Dach, auf dem ich nicht hätte sein dürfen, hinter einem ausgesonderten Stück Bar, dessen Holz kalt an meinem Rücken war, weil ich mich dagegen lehnte, mit einer nackten Sutton im Arm, die hier ebenfalls nicht hätte sein dürfen, und vor allem nicht nackt und nicht in meinen Armen. Irgendwie war das trotzdem alles real, es passierte gerade, und als sie sich gegen mich sinken ließ und auflachte, konnte ich mich nicht beherrschen und grinste ebenfalls. Dass wir Luke – und damit auch Kim – über unsere Situation würden aufklären müssen, fand ich nur halb so beschämend wie Sutton – sie hatten uns das erste Mal unterbrochen, sie hatten uns in diesen verdammten Club gescheucht und sie wussten wahrscheinlich ebenso gut wie wir, was wir so trieben, wenn wir beide verschwunden waren. Die beiden waren ja nicht doof.
Nicht von ihr ablassen könnend, bat ich sie, wieder mit zu mir zu kommen. Nicht nach Hause zu fahren. Und uns endlich beenden zu lassen, was wir angefangen hatten und wonach wir uns förmlich verzehrten.
„Vorher verbarrikadierst du aber deine Tür.“, murmelte sie, und ich schmunzelte. Würde ich. Mit Brettern zunageln, genau wie die Fenster. Dieses Mal würde ich mich ganz sicher nicht stören lassen. Und selbst wenn es anfangen würde zu brennen oder ein Erdbeben gäbe oder was auch immer, dieses Mal würden wir tun, wonach uns der Sinn stand. Aber ihr Kuss war so sehnsüchtig (und ließ mich einen Moment darüber nachdenken, Luke nichts zu sagen und stattdessen hier auf dem Dach zu bleiben, entschied mich aber dagegen, weil die Nacht noch lang und kalt und der Hunger ziemlich groß werden könnte), dass ich mir sicher war, dass sie mich begleiten würde – was mich schmunzeln ließ. Sie löste sich von mir und begann, sich wieder anzuziehen, was ich ihr nachtat. Ich zog gerade den Reißverschluss meiner Jeans auf, als ich ihr „Oh nein!“ hörte – und amüsiert auflachte, als ich bemerkte, dass ihr BH verschwunden war. Ups.
Ich tippte eine SMS an Luke und streifte mir mein Hemd wieder über, bevor Sutton zu mir trat und es übernahm, meine Hemdknöpfe zu schließen. Ich steckte das Handy zurück zum Portemonnaie und spielte mit ihren Haaren, bevor ich ihr eine Strähne hinter das Ohr strich und ihr entgegenkam. Hatte ich das bereut? „Auf keinen Fall.“, murmelte ich und presste meine Lippen erneut auf ihre, nicht gewillt, von ihr abzulassen, bis wir (mal wieder) Geräusche im Treppenhaus hörten und George die Tür aufmachte. Er drückte Sutton ihren BH in die Hand und ich grinste. Während Sutton bereits die Treppe hinabeilte, blieb ich kurz stehen, vergewisserte mich bei George, ob sich hier seit damals irgendetwas verändert hatte und drückte ihm noch ein bisschen Trinkgeld in die Hand, bevor ich folgte.
Unten angekommen zuckten Kim und Luke vor Lachen, und ich schmunzelte, als Sutton mich fragte, was wir wegen den beiden Erstickenden unternehmen sollten. „Ach, um die brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Die werden nicht ersticken. Denn wenn sie sich nicht gleich beruhigen, kann ich ja mal ein paar Geschichten von Luke zum Besten geben.“ Ganz harmlos lächelte ich Luke und Kim an. „Und von Luke gibt es ein paar mehr als von mir.“ Während ich amüsiert eine Braue hob, verging Luke das Grinsen und er sah mich empört und peinlich berührt an, bevor Kim schon wieder Suttons „Frisur richten“ wollte. Nein danke. Dafür hatte ich gerade weder Zeit noch Nerven. Ich war ganz froh, dass ich halb hinter Sutton stand und man den Beweis meiner Unfähigkeit, mich zu konzentrieren, nicht sehen konnte, denn ansonsten wäre es bei Kim und Luke ganz vorbei gewesen. Ich fuhr Sutton einfach einmal mit beiden Händen durch die Haare und nickte. „Frisur gerichtet. Nicht nötig, sich auf die Damentoilette zu verziehen. Und was deine eigentliche Frage angeht, Kim: Ich denke, ich habe mich ganz gut gemacht.“ Luke klappte die Kinnlade herunter, während Kim nach Luft schnappte und peinlich berührt knallrot anlief. Ich zuckte mit den Achseln, so ungerührt, als hätte ich gerade erzählt, dass ich morgen Mandarinen kaufen gehen würde. „Und jetzt verschwinden wir. Haut rein!“ Ich hatte Sutton bereits ein paar Schritte weiter geschoben, bis mir noch etwas einfiel. „Und Luke, bitte stell dich bei Kim auch so gut an, dass du mindestens noch Mittagessen von ihr bekommst“, rief ich über die Schulter, bevor ich Sutton weiter hinter ins Treppenhaus zog – weg vom Club. Der Hinterausgang war eine kleine, unscheinbare Tür – angeblich alarmgesichert, aber das war sie schon nicht gewesen, als ich mit Luke hier vor fünf Jahren gewesen war. Kühle Luft schlug uns entgegen und ich zog sie die paar Schritte zurück zur Hauptstraße, ein paar Meter entfernt vom Eingang, wo bereits ein paar Taxen warteten. Mit einem Wink kam eines angerollt und ließ uns einsteigen, und ich hatte gerade noch Zeit, dem Fahrer meine Adresse zu nennen, bevor ich Sutton auf meinen Schoß zog und sie küsste.



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Neyl Offline

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10.08.2016 21:43
#117 RE: Verflucht seist du Kata! xD Ne Quatsch:D Zitat · antworten








Ein breites Lächeln zierte mein Gesicht, als Aedan Kim und Luke den Wind aus den Segeln nahm und nun musste ich mich beherrschen nicht meinerseits loszuprusten. Vielleicht würde ich irgendwann mal hinterfragen, was es da so für Geschichten über Luke zu erfahren gab, doch jetzt war etwas anderes dringlicher. Und als Kim mich entführen wollte, griff Aedan wieder dazwischen und seine Antwort trieb mir die Röte ins Gesicht. Ich öffnete protestierend den Mund, schloss ihn aber ebenso schnell wieder, weil er ja so gesehen noch recht bescheiden wirkte...
Lachend ließ ich mich von Aedan hinausschieben, ehe wir in ein Taxi stiegen und da weitermachten, wo wir aufgehört hatten. Die gesamte Fahrt über, hingen unsere Lippen aneinander und keiner von uns konnte seine Finger bei sich behalten. Normalerweise hätte ich mich durchaus beherrschen können, bis wir an einem privateren Ort angekommen waren, doch auch das war mit ihm anders. Ich verschwendete nicht einen Gedanken daran, was der Fahrer von uns halten konnte, sondern beschäftigte mich lieber damit Aedans Küsse zu erwidern, ihm durchs Haar zu streichen und zu hoffen, dass wir so schnell wie möglich ankamen. Ich konnte im Nachhinein nicht mal sagen, wir wir überhaupt in Aedans Wohnung gelangten. Halb stolpernd, lachend, küssend. Ich war...berauscht.
Wir fielen zusammen ins Bett, die Kleider flogen durchs Zimmer, während wir uns übers Bett rollten, liebten und uns gegenseitig piesackten, bis der Morgen bereits graute.

Reglos lag ich in Aedans Armen und lauschte seinem flachen Atem. Er schlief seit einer kleinen Weile, doch so erschöpft ich auch war, wollte mir das nicht gelingen. Ich war ergriffen. Von dem, was wir getan hatten, wie wir es getan hatten und wie sehr es mir gefallen hatte. Zu sehr. Erschreckend. Sowohl meine Empfindungen, als auch die Gedanken die sie in mir hervorriefen. Denn etwas in mir wollte das nicht aufgeben. Dafür war es einfach zu gut gewesen. Und auch wenn ich mich am vorherigen Tag geweigert hatte weiter als zu diesem Punkt zu denken, so wurde mir jetzt bewusst, dass ich es als einmalige Sache hatte abtun wollen. Ein Fehler. Einer! Und jetzt lag ich hier und wollte mehr. Viel mehr. Selbst das Verlangen einfach nur neben ihm zu liegen, in ein paar Stunden neben ihm wach zu werden und mit ihm beim Frühstück herumzualbern beherrschte jetzt meine Gedanken und all das brachte mich wieder genauso durcheinander wie die vergangenen Wochen. Ich hinterfragte, was ich wollte. Was Aedan wollte. Ob er nur einen One Night Stand im Sinn hatte, eine Affaire oder mehr. Ob er wieder zu Emily zurückwollte, ob sie es wollte. Ob ich lieber bei Robbie wäre, ich es ihm erzählen sollte, die Sache beenden, wenn es denn eine Sache gab. Unruhig starrte ich aus dem Fenster, unfähig all diese Dinge einzuordnen. Das einzige, was ich sicher wusste war, dass ich es nicht aufgeben wollte. Und wie gesagt, erschreckte mich dieser Drang. Denn es bedeutete, dass ich bereit war Robbie wieder zu hintergehen. Und gleichzeitig nicht wusste, ob ich wieder dazu in der Lage sein würde. Bereits nach dem allerersten Kuss am Tag der offenen Tür hatte mich mein schlechtes Gewissen geplagt und jetzt brachte es mich fast um. Und doch wollte ich genau hier sein. Ich fasste mir an den Kopf, hasste mich in diesem Moment für so vieles und fühlte mich doch...befreit?
Einige Minuten verharrte ich in dieser Position bis ich einen Entschluss traf. Einen kleinen, einen den ich vielleicht in ein paar Minuten wieder ändern würde. Keine Ahnung.
Vorsichtig löste ich mich von Aedan, damit er nicht wach wurde und zog mich still und leise wieder an. Zuhause würde ich erstmal eine Dusche brauchen und jede Menge Schlaf, wenn ich ihn denn finden würde. Als ich fertig war betrachtete ich den schlafenden Mann lächelnd, strich mit meinen Fingern kurz sein Haar zurück und wandte mich dann abrupt ab. Genau solche Sachen sollte ich unterlassen, wenn ich meinen Plan umsetzen wollte. Eine Affaire mit meinem Dozenten anfangen! Ich konnte selbst kaum glauben, dass ich das wirklich tun wollte. Und um das irgendwie zu schaffen, musste ich eine gewisse Distanz wahren. Das hieß, kein Übernachten, kein Frühstück...Zumindest bis ich nicht mehr Klarheit über diese Situation bekommen hatte. Ich überlegte kurz, ob ich ihm einen Zettel dalassen sollte, befand es für nicht die schlechteste Idee und legte diesen dann auf seinem Küchentisch zurück. Ein kleiner, lustiger Spruch, das war neutral und zeigte ihm hoffentlich nicht, dass ich mich am Rande eines Nervenzusammenbruchs befand. (Hach, dieser Hang zur Übertreibung, herrlich xD)

Tatsächlich hatte ich doch noch etwas Schlaf gefunden. Und die Betonung liegt auf etwas. Vor lauter Aedan hatte ich das bevorstehende Essen mit meinem Dad und Sarah völlig vergessen und hatte mich deshalb sputen müssen, als sie anriefen um mir zu sagen, dass sie auf dem Weg waren. In der Eile hatte ich glatt mein Handy vergessen, was jedoch in regelmäßigen Abständen passierte. Ich ließ ständig irgendwelche Sachen liegen. Geldbeutel, Schlüssel, Handy, meine Uhr, alles was nicht niet und nagelfest war. Einerseits war das nicht unbedingt das Schlechteste, so sah ich wenigstens nicht alle paar Minuten darauf, in der Hoffnung, oder Befürchtung, dass sich Aedan oder Robbie gemeldet hatten. Und ich war auch dankbar, dass meine Stiefmutter eine schreckliche Quasselstrippe war und ich so immerhin einige Stunden lang gar keine Gelegenheit hatte an irgendwas anderes, als den Tratsch über die Nachbarn und ihre Freundinnen zu erfahren. Der Tag verging wie im Fluge und als ich wieder in meiner Wohnung war, dachte ich unweigerlich an den nächsten Morgen. Uni, Aedan...So oder so würde ich ihn dort wiedersehen und mein Herz hüpfte in freudiger Erwartung bei diesem Gedanken.

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JaneDoe Offline

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11.08.2016 01:55
#118 Konnte ja keiner Ahnung, dass du so dringlich den Schweinskram ausschreiben wolltest XD Zitat · antworten



Als ich aufwachte, trug ich ein ziemlich eindeutiges Grinsen zur Schau. Diese Nacht war mehr gewesen, als ich mir je hatte ausmalen können. „Gut“ oder „schön“ oder „ganz klasse“ kamen da nicht ran, da mussten Wörter wie „extraordinär“ oder „fabulös“ her. Und selbst die reichten nicht aus für die Male, Stunden, die wir die Laken gewälzt hatten und uns um den Schlaf brachten. Zugegeben, ich war ziemlich Stereotyp Mann und hatte es irgendwann nur noch geschafft, sie zu mir heranzuziehen, bevor ich in einen Tiefschlaf gefallen war. Und auch das hatte mir gefallen. Ich hatte es zig Mal gesagt, und ich gab es immer noch offen zu: Ich war ein Schmusehund.
Was mir noch viel besser gefallen hätte, wäre morgendlicher Bettsport als Anknüpfung an die nächtlichen Aktivitäten, oder einfach nur Frühstück, aber als ich brummend aufwachte und neben mir das Bett abtastete, war es leer. Ich seufzte kurz, bevor ich aufstand und mich unter die Dusche stellte. Aus mir und jedem anderen vernünftig denkenden Menschen unerfindlichen Gründen war ich von der Tatsache, dass Sutton noch in der Nacht verschwunden war, absolut überhaupt nicht verwirrt oder gar verunsichert. Es war viel zu gut gewesen, als dass sie tatsächlich vor mir geflohen war, es hatte viel zu gut gepasst, als dass sie das so sehr bereute. Aber sie hatte immer noch einen Freund, an dem sie ja scheinbar zumindest rein emotional hing.
Das hieß, dass, wenn wir etwas hatten, dieses Etwas nur eine Affäre war.
Und Affären waren normalerweise nicht von Sektfrühstück und Kuschelstunden gekennzeichnet.
Und es hieß ebenfalls, dass ich dabei war, etwas zu tun, wofür ich andere aufs Schlimmste verurteilte. Emily hatte eine Affäre gehabt, drei Monate lang. Wo war der Unterschied zwischen mir und ihr? Oder anders – ich hatte nie die arme Wurst verurteilt, mit dem sie drei Monate neben mir etwas gehabt hatte. Emily war diejenige, die trotz Beziehung Fremdgevögelt hatte.
Also: was unterschied Sutton von Emily?
Und sofort hatte ich eine Antwort parat, für die ich auch nicht ein einziges Mü als Begründung hatte: Alles. Sutton und Emily waren sich in keinem einzigen Punkt gleich, ähnelten sich kein Stück.
Wollte ich Emily damit eins reinwürgen? Nein. Ich wollte lediglich ein rothaariges Rich Kid. Ich wollte sie als Person, nicht als Möglichkeit den Reiz des verbotenen auszuprobieren, nicht als Rache oder Experiment für Emily oder sonst wen.
Dementsprechend war ich für meinen Teil relativ entspannt, aber ich konnte mir vage vorstellen, dass das bei der gestern in meinem Bett noch so euphorischen anderen Hälfte dieser Affäre ganz anders aussah.

„Hi Aedan!“, flötete Jennie, und ich brauchte alles an Energie, das ich aufbringen konnte, um nicht zu seufzen. „Hi Jennie.“ Sie stellte ihre Tasche ab und kam zu mir an den Tisch, gegen welchen ich gelehnt stand und meinen Kaffee trank. „Du bist am Samstag voll schnell verschwunden!“ Ich nickte und in meinem Kopf ratterten die Zahnräder. Sie würde definitiv nicht locker lassen, bis ich ihr eine Antwort gegeben hatte. „Ich hab' ja gesagt, ich bin kein Feierschwein. Ich habe meinem Kumpel den Gefallen getan und bin mit hin, und dann bin ich wieder abgedampft.“ Sie nickte, und lächelte dann so künstlich süß, dass ich mich wunderte, ob das schon jemals bei irgendwem funktioniert hatte. „Wo gehst du denn sonst immer hin, wenn nicht in irgendwelche Clubs?“ Eigentlich in eine entspannte Bar, dachte ich, wusste aber, dass sie dann danach fragen würde, welche genau und dann regelmäßig da auftauchen würde. „Im Moment habe ich für solche Faxen eigentlich keine Zeit, aber wenn, dann treffe ich mich mit den Jungs, wir schauen Football, bestellen Peperoni-Pizza und trinken ein paar Bier.“ Das tat ich tatsächlich, aber nicht ausschließlich, und wenn, dann sah ich mit Wes und den anderen eher Boxen als Football – aber hier in der Uni wussten meine Studenten nicht unbedingt, dass ich selbst boxte. Das durfte auch ruhig so bleiben. Und mit Luke ging ich tatsächlich eher in die Kneipe. Und indem ich ihr eine geschlossene Gesellschaft präsentierte, brauchte ich auch keine Angst haben, sie demnächst in meiner Kneipe zu finden.



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Neyl Offline

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11.08.2016 12:53
#119 RE: Wenn etwas "fabulös" ist, dann sollte man dran teilhaben lassen xDDD Zitat · antworten



http://www.hawtcelebs.com/wp-content/uploads/2015/01/karen-gillan-selfie-promos_3.jpg




Aedan hatte sich nicht gemeldet. Und ich hatte keine Ahnung, was das bedeuten sollte. Andererseits hatte ich mich auch aus dem Staub gemacht, von daher lag es vielleicht an mir Kontakt aufzunehmen. Gab es ein Handbuch wie man sich richtig verhielt, wenn man in einer Beziehung war und seinen heißen Dozenten vögelte? Nicht? Schade...
Das Gespräch mit Robbie am vergangenen Abend lag mir noch schwer im Magen. Es war kaum auszuhalten gewesen seiner Stimme zu lauschen, während ich immer wieder kurz davor gewesen war ihm alles zu beichten. Doch ich hatte Angst gehabt, war verunsichert und wenn ich ihm schon das Herz brach, dann nicht aus einer sicheren Entfernung von fast 7000 km Luftlinie. Er sollte die Möglichkeit haben mich anzuschreien, das hatte ich verdient. Das und noch viel mehr. Doch würde ich es wirklich über mich bringen es ihm zu erzählen? Denn selbst für den unwahrscheinlichen Fall, dass er mir vergeben würde, wie sollte er mir danach je wieder vertrauen? Ich schob die Gedanken erstmal von mir weg und warf einen Blick auf meine Uhr. Mist, ich war schon ganz schön spät dran. Die Aussicht Aedan zu sehen ließ meine anderen Sorgen erstmal in den Hintergrund rücken. Ich war nervös und nicht nur, weil sich auf dem Weg zum Hörsaal dauernd Bilder von Samstag Nacht in meinen Kopf schlichen. Ich konnte nicht verhindern, dass sich bei dem Gedanken daran noch immer ein Schmunzeln um meine Lippen legte und Hitze sich in mir ausbreitete. Ich musste kurz anhalten um mich innerlich zu wappnen, ehe ich den Raum betrat. Ich war noch pünktlich, was aber auch daran liegen könnte, dass eine gewisse blonde Bitch sich schon wieder an unseren Dozenten ran schmiss!!! (Dass ich ihn selbst am liebsten in die Besenkammer gezerrt hätte, verdrängte ich erstmal)
Am liebsten wäre ich augenblicklich zu Aedan hinübergegangen und hätte ihm demonstrativ die Zunge in den Hals gesteckt. Doch leider ging das nicht, weshalb ich auf den dümmlichen Gesichtsausdruck der Blondine verzichten musste. Und auf den Teil mit der Zunge. Nur noch mehr verwirrt, als ohnehin schon, ging ich an ihnen vorbei, lächelte Aedan zu und suchte mir einen Platz. Mein Herz raste wie verrückt und ich untertreibe nicht, wenn ich sage, dass es mir schwer fiel, nicht wirklich über ihn herzufallen. Und jetzt würde ich eine Stunde lang hier sitzen müssen und durfte ihn nicht mal ungehindert anschmachten. Als Jennie endlich auf ihren Platz zurückging (natürlich erste Reihe), warf sie mir einen biestigen Blick zu und ich konnte nicht verhindern das mit einem Lächeln zu erwidern, der vielleicht ein wenig zu sehr nach "Pech für dich Schwester, ich war zuerst da" aussah. Doch dieses mal hielt ich mich nicht im Hintergrund und grübelte über Dinge nach, bei denen ich ohnehin keine Lösung finden würde. Stattdessen beteiligte ich mich rege an der Konversation. So konnte ich ihn zumindest ungehindert ansehen, mein Bedürfnis danach stillen und ich denke ich bekam es ganz gut hin, mich dabei anzustellen, als hätte ich nicht ALLES von unserem Dozenten gesehen, gekostet, you know...
Half mir auch das Verlangen zu unterdrücken Jennie von hinten mein Handy an den Kopf zu werfen (ich liebe mein neues Handy, aber es ist zurzeit das schwerste was ich mit mir rumtrage), deren Brüste vermutlich bald raus fallen würden, wenn sie sich noch weiter nach vorne beugen würde.
Als Aedan das Ende ankündigte, stieg meine Nervosität jedoch wieder an. Die Universität war sicher kein geeigneter Ort um klärende Gespräche zu führen, falls wir das überhaupt vor hatten. Doch zumindest diese Unsicherheit wollte ich tilgen, weshalb ich mir Zeit ließ und unnötig lange in meiner Tasche herumkramte, damit die Anderen Zeit hatten das Weite zu suchen. Jennie machte mir jedoch einen Strich durch die Rechnung, weil sie offenbar das Selbe im Sinn hatte. Genervt ging ich also in den Flur hinaus, wo Kim mich bereits erwartete. Sie schwänzte diesen Kurs regelmäßig und so wie sie aussah, hegte ich den Verdacht, dass Luke eventuell eine weitere Nacht bei ihr verbracht hatte. Ich warf immer wieder einen Blick über die Schulter, auch wenn ich genau wusste, dass Aedan natürlich genauso eingeschränkt war mir eindeutig mitzuteilen, was gerade in ihm vorging, bzw. wie das Ganze weiterlaufen sollte.


Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 136

11.08.2016 22:11
#120 Vielleicht sollten wir besprechen, was sie so alles Fabulöses getrieben haben, nur, damit wir die Tagträume abgleichen können. Zitat · antworten



Als Sutton den Raum betrat, wunderte ich mich, dass ich mich nicht an meinem Kehlkopf verschluckte, und ihr lediglich zunickte, sie wie jeden anderen hier anlächelnd, bevor ich mich wieder Jennie zuwandte und versuchte, sie loszuwerden, damit wir anfangen konnten. Sie setzte sich natürlich in die erste Reihe, um ihre Brüste auf dem Tisch zu präsentieren, die ich allerdings gar nicht sehen wollte – und so einfach darüber hinwegsah. Genau wie über Jennie, die auch selten etwas gescheites zu sagen hatte. Klar, ab und an ließ ich sie reden, sollte ja niemand merken, dass ich erstens wusste, dass sie mich anbaggerte und zweitens eigentlich einer ganz anderen Studentin hinterher sabberte.
Und jawohl, sabbern passte ganz gut. Musste sie auch ausgerechnet einen Minirock tragen? Wirklich? Und dazu dieses… Dingens, das ihren halben BH zeigte und dieses andere Gürteldingens, das bisher ungeahnte Fantasien in mir weckte. Herrje! Wie wäre es mit einer stinknormalen Jeans, die möglichst nicht zu eng saß, und einem Pulli, der möglichst auch nicht eng saß und möglichst wenig Ausschnitt zeigte? Wobei ich befürchtete, dass ich Sutton selbst in einem Kartoffelsack sexy finden würde, schließlich hatte Jennies aufreizende Aufmachung absolut gar keine Wirkung auf mich.
Die Stunde plätscherte so vor sich hin, ein bisschen Konversation, ein bisschen über Fachthemen schwatzen, ein paar Fragen beantworten – und bei jeder Atempause und jedem Schluck Kaffee aus meiner Tasse musste ich mich wirklich anstrengen, die Hitze zu unterdrücken, die in mir aufstieg, weil gewisse Bilder eines nackten Frauenkörpers ständig wie Werbe-Pop-Ups vor meinem Gesicht auftauchten. Während ich einem Studenten bei einem Problem zuhörte, krempelte ich mir nachdenklich die Ärmel hoch – war es hier drin warm oder war ich das?
Ich machte pünktlich Schluss, einerseits, weil wir nichts mehr zu besprechen hatten, andererseits, weil ich das Gefühl hatte, dass mir langsam die Beherrschung flöten ging. Ich hatte unterschätzt, wie wahnsinnig anstrengend es war, so zu tun, als sei nichts. Als hätte man nicht die vorletzte Nacht mit jemandem im Raum äußerst ausgiebig die Laken gewälzt.
Leider gab uns Jennie, die Schlange, nicht die Gelegenheit, etwas zu sagen, weil sie auf mich wartete. Genau wie Sutton. Sie packte ihre Sachen langsamer als sonst, und sie und Jennie waren die beiden letzten. Aber Sutton ging zuerst. Meh.
Ich würgte die Blondine, die stattdessen blieb, mit ein paar kurzen Sätzen ab, wartete, bis sie herausgerauscht war und holte dann Kim und Sutton ein, die ein paar Schritte gegangen waren. „Hey Kim.“, sagte ich, und sah sie an, einen Mundwinkel gehoben. „Ein bisschen dreist bist du ja schon, zu schwänzen und direkt vor der Tür aufzutauchen.“ Ich zog zwei Ausdrucke aus meiner Tasche und drückte sie ihr in die Hand. „Die Texte von heute. Bis morgen kriege ich ein Essay, ja?“ Ihre Kinnlade sank herunter. „Aedan!“, entfuhr es ihr protestierend, doch ich zuckte grinsend die Achseln. „Wer nicht hören will, muss fühlen. Wenn du schwänzt, dann richtig.“ Die Sache mit Kim war abgehakt, dann konnte ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. „Ich hab ein paar Sachen zu deiner Abschlussarbeit gelesen. Wenn du willst, können wir das besprechen.“ Hatte ich wirklich getan, und ich würde ihr definitiv auch wirklich bei ihrem Thema helfen. Auch wenn ich hoffte, dabei nackt zu sein. Und sie auch. Ich sah Kim im Augenwinkel schmunzeln, und warf ihr einen scharfen Blick zu, die Augenbraue gehoben. Nicht nur wir hatten unauffällig zu sein, das galt auch für Kim. „Und? Ist Luke heute morgen noch pünktlich zur Arbeit gekommen?“, fragte ich sie, sie stattdessen musternd. Sie verstand, und verkniff sie das Schmunzeln, nur, um richtig zu grinsen. „Keine Sorge, er ist äußerst pünktlich aufgebrochen.“ Dann verschwand jegliches Zeichen von Amusement, und sie sah uns an, als stünde eine Tasse Kaffee vor ihr und nicht zwei Menschen, die verbotenerweise eine Affäre hatten. Oder als würde man mir nicht ganz genau ansehen, dass ich meine Hände am liebsten unter Suttons kleinen, schwarzen Minirock schieben wollen oder das weiße Hemdchen von ihren Schultern reißen. Wow. Meine Studis waren wirklich gut, in dem was sie taten.



What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be.

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