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Dieses Thema hat 185 Antworten
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 RPG~Profi
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 13
Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.223

21.06.2016 22:57
~NewYork~ Zitat · antworten

P L O T

New York City, allgemein bekannt als "Die Stadt, die niemals schläft", ist mit Sicherheit eine Stadt, die dazu einlädt hier zu leben und seine kühnsten Träume endlich zu verwirklichen. Fast 8 Millionen New Yorker wuseln täglich zwischen den riesigen Gebäuden, welche bis zum Himmel ragen, durch die Straßen und hauchen der Stadt ein Lebensgefühl ein, welches man nirgendwo anders auf der Welt so antrifft.
Immerhin hat hier jeder New Yorker seine ganz eigene Geschichte zu erzählen, die in dieser immensen Stadt und der Masse aller Menschen dennoch schon fast unbedeutsam erscheint. Jeder von ihnen hat hier dennoch Träume und Wünsche, die er sich in dieser Metropole zu erkämpfen versucht und doch müssen viele schon bald merken, dass New York mit seinem Leitspruch Träume zu erfüllen, nicht immer sein Versprechen hält. Nicht zu selten werden die Leute wieder auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht, immerhin ist das Leben kein Zuckerschlecken und jeder weiß, dass sich jenes besonders gerne gegen einen selber entscheidet.
Doch diese möglichen Tiefpunkte scheinen dem Big Apple keinen Abbruch an seinem Ruf zu tun. Ganz im Gegenteil; jeden Tag strömen mehr und mehr Menschen in die wohl berüchtigste Stadt der Welt, um sich hier ein Leben zu erfüllen. Zwar ist nicht jeder von ihnen für dieses Stadtleben geeignet, in dem das tägliche Drama hier schon fast hinter jeder Ecke auf seine Opfer lauert, doch die Stadt, welche von Unwissenden in höchsten Tönen gepriesen wird und nicht immer nur seine schönen Seiten präsentiert, wissen seine Einwohner einfach zu schätzen. Nie zu wissen, was der nächste Tag genau bringt und vielleicht das Spiel mit dem Schicksal und dem Glück ist es, was New York so einzigartig auf diesem Planeten macht.
Wo andere Urlaub machen und täglich davon träumen einen Fuß auf den Boden, dieser Stadt zu setzen, darfst du dich mit deinem Alltag herumschlagen.

W ᴇ ʟ ᴄ ᴏ ᴍ ᴇ ᴛ ᴏ N ᴇ ᴡ Y ᴏ ʀ ᴋ ﹗

Ich hoffe doch du bist bereit dein Leben hier mit Höhenflügen und Tiefschlägen zu bestreiten, denn gibt es dazu einen besseren Ort als diese Stadt?




If you want to walk out of my life,
I'll hold the fucking door for you.



K ö R P E R B A U:: 1,64m | knapp an der Grenze zum Untergewicht – ihr Lebensstil ist nicht sehr gesund
T E I N T :: Dauerhafte Augenringe | eigentlich vom Hauttyp beige, allerdings durch Nachtclubarbeit und Alkohol mit einem ungesunden, gräulichen Ton
H A A R E :: Dunkelbraun gefärbt
A U G E N :: blau
M E R K M A L E :: Eine feine Narbe, die die linke Augenbraue teilt.
F A C E C L A I M :: Kaya Scodelario

N A M E
Dana Smithback | „Dan“ (NY), „Dee“ (UK)

G E B U R T S D A T E N
20 |16.06.| Zwilling | London [UK]

T Ä T I G K E I T
Dan, wie sie hier lieber genannt werden will, hält sich mit verschiedenen kleinen Nebenjobs über Wasser: sie arbeitet im Café The Bean als Barista, sittet hier und da ein paar Kinder, putzt in verschiedenen privaten Haushalten und schiebt ab und an ein paar Schichten in einem Nachtclub – als Klofrau, Kassiererin, an der Bar, wo auch immer sie gebraucht wird… um Mietkosten zu sparen, lebt sie in einer WG mit zwei Jungs, die studieren.

C H A R A K T E R
“Fuck everything“-Einstellung x inkonsequent x vergesslich x faul x undiszipliniert x enttäuscht x eigentlich recht schlau, wenn sie das auch nicht nutzt x Trotzkopf x stur x sensibel – auch wenn sie sich eher als „abgestumpft“ bezeichnen würde x Misanthrop x unentschlossen x keine Zielsetzung für ihr Leben x unorganisiert

V O R L I E B E N
legere, lockere Kleidung – anziehen, was gerade da ist x Bier und Rum, Alkohol und Betrunkensein im Allgemeinen x Zigaretten x Feiern und jegliche andere Art von Amüsement x Sex x Musik, vor allem lautes, schnelles Zeug x Gewitter x ihr Handy ausmachen und nicht erreichbar sein x ihre Ruhe haben, zumindest zeitweise x süßes Zeug, vor allem Kuchen x Kaffee x

A B N E I G U N G E N
Spießertum x Streber und übereifrige Menschen x Gefühlsausbrüche, vor allem nicht ihre eigenen x Einsamkeit, auf Dauer x scharfes Essen x Hochnäsigkeit x Dummheiten, die ausgesondert werden ohne vorher wenigstens ein bisschen nachzudenken x vorschnell verurteilt zu werden – auch wenn sie das liebend gern bei anderen macht x Tee

F A M I L I E
Andrea Smithback, ehem. Rogers, geb. Parker
Mom, what the fuck...
Von Dees Seite aus herrscht kein Wunsch nach Kontakt. Andrea versucht des öfteren, sie zu erreichen – ohne Erfolg.

Jonathan Rogers | The first asshole (und Erzeuger)
Als er sich dir mit „Jon, ohne H“ vorstellte, warst du doch wegen so einer beschissenen Kleinigkeit schon total aus dem Häuschen. „Er hatte Ecken und Kanten, kein 08/15-Mann“ - Fick dich, Mom. Ein eitles Schwein, mehr war das doch nicht. Und dann hast du dich, wahrscheinlich noch „aus Versehen“, schwängern lassen, und HUPS, musstet ihr heiraten. Reicht ja nicht, dass du eins bekommen hast, nein, fünf Jahre später schießt du noch ein zweites hinterher. Bravo. Dreizehn verdammte Jahre habe ich mir eure Scheiße gegeben, eure verdammte Achterbahnfahrt, den Wechsel zwischen „Ich bin so froh, dass ich dich habe, ich liebe dich unendlich“ und „ich hasse dich, ich wünschte, wir hätten uns nie kennengelernt“! Und als reicht das nicht, morgens als erstes abchecken zu müssen, ob ihr euch gerade hasst oder liebt, bevor man am Frühstückstisch was sagt, muss ich ertragen, wie er uns ständig betrügt? Hast du das nicht gerafft? Ich hoffe für dich, dass du es einfach ignoriert hast, denn wen du so gutgläubig warst, muss ich dich leider erschießen. Und nach dreizehn Jahren und einer zweistelligen Anzahl von Affären seitens „Jon ohne H“ ist es ja wohl klar, dass der Scheidungskrieg schmutzig würde. Das war jedem klar, außer dir, Mom. Jedem.

Harold Smithback | The second asshole
Und kaum kommt ein Typ, der dir verspricht, alles das zu sein, was Jon Rogers nicht war, fällst du head over heels und bist wieder verheiratet. Oh, ein kultivierter Ami, wie toll! Siehst du, wie ich platze vor Freude? Uns ging es gut auf der Insel. Uns ging es da prächtig, und dann kommt Harold, und das erste, was dir einfällt ist: „Lass doch mal nach Amerika gehen?“
Und sich dann wundern, dass ich sauer bin, wenn wir in einer viel zu kleinen Wohnung vergammeln, und dass Harold eigentlich genau so ein Spinner ist wie Jon.
Und nun? Viel Glück mit dem zweiten Scheidungskrieg, kaum, dass du aus dem ersten raus bist.


David Smithback | Der 5 Jahre ältere Bruder
Wo bist du? Wieso meldest du dich nicht mehr? Hab' ich was falsch gemacht?
David hat sich schon immer gern in seinen Büchern vergraben, was sich in New York verstärkte. Direkt nach seinem Abschluss fand er einen Job als Fußsoldat eines mittelmäßig wichtigen Diplomaten, und ist seitdem ist er viel unterwegs. Der Kontakt ist seither ständig weniger geworden und seit ein paar Monaten gänzlich abgerissen.


W U S S T E S T__D U__S C H O N,__D A S S...
x...sie über ihr schmächtiges A-Körbchen ein bisschen frustriert ist, sogar weiß, dass sie mit einem gesunderen Lebensstil und ein paar Kilo mehr auf den Rippen nicht nur besser aussähe und vielleicht sogar eine B erreichen könnte, aber schlichtweg zu faul ist?
x… sie eine Zeit lang eine Art Affäre mit einem Tätowierer hatte?
x… dass diese Affäre ihr ein paar Gratis-Tattoos eingebracht hat? Dieses unter der Brust – vielleicht sind kleine Brüste doch ganz gut – und dieses auf dem Rücken.
x… sie zwar viel zu oft viel zu viel trinkt, aber mittlerweile die Finger von Drogen lässt? Eine Weile war sie nicht abgeneigt, wachte aber nach einer durchzechten Nacht mit einem gigantischen Filmriss und diesen Hübschigkeiten hier auf. Seitdem ist der Tätowierer Geschichte und die Drogen auch.
x… sie es niemals zugeben würde – aber eigentlich ziemlich einsam ist und ihren Bruder aufs Schmerzlichste vermisst?
x… sie als Kind unsterblich in den wohlhabenden Christopher verliebt war? Sie waren seit dem Kindergarten irgendwie befreundet, auch wenn sie sich nicht mehr erinnerte, wie das kam – dann allerdings wurde sie von heute auf morgen mit 13 nach Amerika „verschleppt“.
x… sie die Angewohnheit hat, den Arm in die Seite zu stemmen, die Lippen zu spitzen und die linke Augenbraue zu heben? Wann immer sie wütend, frustriert, skeptisch, genervt oder sogar amüsiert ist – das ist ihre Körperhaltung.
x… sie sich oft aus ihren Haaren einen Knuddel-Dutt dreht und den mit einem Stift feststeckt?
x… sie meistens mit „Panda-Augen-Make-Up“ herumläuft? Meistens frischt sie die Überreste vom letzten Tag einfach auf.
x… sie ein großes Problem hat, über Dinge zu reden? Ihre Probleme und Gefühle tut sie immer ab und macht sie lieber mit sich selbst aus.
x… sie raucht, wenn ihr danach ist?




» When you're in a battle with an enemy that's so much bigger, so much stronger than you, to find out you had a friend you never knew existed, well that's the best feeling in the world. Can you see what we've done here, by coming together all of us?
W E
M A D E
H I S T O R Y ! «



K Ö R P E R B A U :: 1,84 m • schlank • fit & kräftig
T E I N T :: sehr hell bis blass • empfindliche Haut •
H A A R E :: kurz • dunkelbraun • glatt • glänzend
A U G E N :: grau-grün
M E R K M A L E :: trägt immer seine Christopher Ward Uhr bei sich

N A M E
»Christopher Ward, Junior«
Von seinen Freunden wird er stets »Chris« oder in seltenen Fällen auch spaßeshalber »Junior« genannt. In seiner Familie nennt ihn allerdings jeder »Christopher«.

G E B U R T S D A T E N
23 Jahre • 30. September • Waage [♎] • London [England]
T Ä T I G K E I T
studiert an der NYU Geschichte und Archäologie im 4. Semester • macht an Wochenenden Führungen durch das New-York Historical Society Museum • arbeitet Montags, Mittwochs und Donnerstags bei The Corner Bookstore
C H A R A K T E R
analytisch • ambitioniert • aufmerksam • begeisterungsfähig • belesen • diskret • eloquent • fürsorglich • galant • konfliktscheu • kritikunfähig • launisch • nachtragend • oberflächlich • pedantisch • vornehm • wählerisch • wissbegierig
V O R L I E B E N
Geschichte & Mythologie [Ägyptologie, Griechische & Römische Mythologie, …] • Reisen [Südamerika, Süd-Ost-Asien, Afrika, …] • fremde Kulturen • Literatur, Bibliotheken [Historik, Archäologie, Psychologie, …] • Tee [ohne Zucker, mit Milch] • Musik [Jazz, Indie-Folk, Pop-Punk, …] • Spaziergänge im Central Park • ruhige Orte • asiatische Küche • Marshmallows • exotische Früchte • kochen • Kleintiere [Katzen, Kaninchen, …] • dunkle Farben • britische Filme • kühle Herbsttage • Kokosgeruch • Holzmöbel • Obstschalen • Touch-Lampen
A B N E I G U N G E N
Ignoranz • Kulturbanausen • Amerikanischer Patriotismus • Hitze • Honig & Karamell • Eidechsen • Hunde, die in Handtaschen passen • Jeans mit Löchern • Naivität • Kinobesuche • Musicals • Sport • fettiges Essen & Fertiggerichte • Zitronengras • Gummibärchen • Backen • Unpünktlichkeit & Faulheit • Badeurlaube am Meer [Abneigung gegen Salzwasser] • Zimmerpflanzen • Fotokollagen • Mikrowellen • Universalfernbedienungen • Duftkerzen • Echtleder • Fantasy Romane • bunte Bilderrahmen • Karomuster
F A M I L I E
»Vater • Christopher Wald • 50 Jahre • Gründer einer Uhrenmanufaktur
»Innovativ • ehrgeizig • Workaholic • hektisch
»Mr. Wald ist Mitbegründer des bekannten Londoner Unternehmen »Christopher Ward (London) Limited«, eine Luxusuhrenmanufaktur.
»Er arbeitet rund um die Uhr und entwickelt ständig neue Modelle in dem Sitz in London, welche später in der Schweiz produziert werden.
»Seine erste selbst erzeugte Uhr verwahrt er in der kleinen, Londoner Familienvilla.
»Chris hat von seinem Vater erst eine Uhr geschenkt bekommen, die er nun jeden Tag trägt und wirklich wertschätzt.
»Mutter • Miranda Wald • 44 Jahre • Vorstandsmitglied eines Pharmahandelsunternehmens
»leistungsorientiert • diplomatisch • eloquent • familienbewusst
»Miranda ist eines der Vorstandsmitglieder des größten Privatunternehmens in England und investiert daher sehr viel Zeit in die präzise Ausführung ihrer Arbeiten im Unternehmen.
»Ist in Manchester geboren und aufgewachsen.
»Gibt eine viel bessere Geschäftsfrau als Hausfrau ab, war jedoch immer eine liebevolle und fürsorgliche Mutter.
»Sie hat ihren Kindern sehr bald eingetrichtert hart zu arbeiten und für seinen eigenen Erfolg auch etwas zu leisten.
»Schwester • Jessica Wald • 20 Jahre • Studentin in Oxford
»zielstrebig • erbarmungslos • manipulativ • überheblich
»Jessica studiert Wirtschaftswissenschaften in Oxford und hat vor eine taffe Geschäftsfrau, wie ihre Mutter, zu werden.
»Sie ist mit einem Medizinstudenten liierte und nach außen hin das perfekte Vorzeigekind.
»Auch wenn Chris und sie sich sehr unterscheiden, hatten sie doch immer ein relativ gutes Verhältnis zueinander.

W U S S T E S T__D U__S C H O N﹐ __D A S S...
…Chris es nicht gut findet nach seinem Vater benannt zu sein?
…der Dunkelhaarige immer wieder auf der Suche nach Cafés ist, in denen er in Ruhe Tee trinken kann?
…er die meiste Zeit in Bibliotheken oder Museen verbringt?
…seine Wohnung sich in der Nähe der Uni befindet, er sich dort aber nur zum Schlafen aufhält?
…Christopher vor seinem Studium ein halbes Jahr ein Ägypten verbracht hat und durch Europa getourt ist?
…er eigentlich eine Brille trägt, diese aber der einzige Gegenstand ist, den er ständig verliert?
…Chris sehr auf sein äußeres Erscheinungsbild bedacht ist sowie Hygiene und Körperpflege bei ihm einen großen Stellenwert haben?
…der Brite noch nie eine Freundin hatte?
…er Sport nicht leiden kann, aber manchmal Tennis spielt, um sich fit zu halten?
...der Student jede Woche ein Komplettes Notizbuch vollschreibt mit spontanen Ideen und Geistesblitzen, die er zwischendurch hat?
…er es hasst mit der U-Bahn zu fahren und sich ständig ein Taxi nimmt?
…der Museums- und Buchhandlungsangestellte es gar nicht nötig hätte neben seinem Studium zu arbeiten, er es aber macht, weil er Spaß daran hat?
…Chris am liebsten ständig auf Reisen wäre, um andere Kulturen und deren Ursprünge kennen zu lernen?
…er eine sehr empfindliche Haut hat und sich ständig mit Sonnencreme eincremen muss?
…der gebürtige Londoner ständig an einem Bleistift kaut, wenn er über etwas nachdenkt?
…ihm seine Schwester vor 10 Jahren ein Plüsch-Kaninchen geschenkt hat und er dieses immer noch aufbewahrt?
…er die seltsame Angewohnheit hat Servietten aus Cafés, Bars und Restaurants zu sammeln, in denen er schon einmal gegessen hat?
…er eigentlich keinen Alkohol mag, aber zu einem Brandy niemals »Nein« sagen würde?
…der Brite zwar den Geschmack von Kokos verabscheut, aber den Geruch liebt?
…der Dunkelhaarige sich in der Gesellschaft anderer sehr wohl fühlt und kein Problem damit hat vor vielen Menschen zu sprechen?
…Chris gelegentlich schreckliches Heimweh hat, dies jedoch niemals zugeben würde?
…er noch so altmodisch ist und seinen Eltern jede Woche einen Brief schreibt?




»Wir verehren Helden aus verschiedenen Gründen: Manchmal wegen ihres Wagemuts. Manchmal wegen ihrer Tapferkeit. Und manchmal wegen ihrer Güte. Aber hauptsächlich verehren wir Helden, weil wir alle hin und wieder davon träumen, gerettet zu werden . Wenn natürlich der richtige Held nicht vorbeikommt, müssen wir uns manchmal selbst retten.«



K Ö R P E R B A U :: 1,72m, zierlich,
T E I N T :: hellhäutig, bräunt kaum, rein
H A A R E :: rötlich, lang, glatt
A U G E N :: blau-grün
M E R K M A L E :: Ohrlöcher, feine Narbe am Kinn (Platzwunde als 5 Jährige), keine Tattoos oder Piercings, stets silberne Uhr und silberner Ring an der rechten Hand


N A M E
Sutton Jenkins

G E B U R T S D A T E N
21 | 25.09 | Jungfrau | Aurora (Colorado)

T Ä T I G K E I T
Studiert an der "Juilliard" Schauspielkunst

C H A R A K T E R
lebenslustig | begabt | lernfähig | neugierig | emphatisch | geistreich | verträumt | sensibel | chaotisch | ironisch | schlagfertig | romantisch | freiheitsliebend | ungeduldig | ausgeflippt | verwöhnt | extrovertiert | loyal | eitel | selbstbewusst

V O R L I E B E N
Schauspiel | Theater | Lilien | Regen | Eiscreme | lustige Mitmenschen | Ehrlichkeit | Musik | Strand | Meer | Einhörner | Babys | Liebesromane | Sitcoms | Regenbögen | Mädels-Abende | Wein | Mode

A B N E I G U N G E N
Lügen | Neid | Missgunst | zu starkes Parfüm | Machos | Pudding mit Haut | Kaugummi | scharfes Essen | Krabbeltiere | Clowns | Langeweile | Käse (es sei denn er ist geschmolzen) | Kälte | Bier | Goldschmuck (ausgenommen Weißgold)

F A M I L I E
Vater Thomas Jenkins|56|Neurochirurg|verheiratet
-stammt aus der Mittelschicht
-ist anerkannter Neurochirurg und mittlerweile dementsprechend wohlhabend
-ließ sich von seiner ersten Frau scheiden, hat vor 3 Jahren wieder geheiratet
-ist zu seinem Sohn viel strenger, als zu seiner Tochter

Mutter Regina Jenkins|54|hat ausgesorgt|geschieden
-heiratete Thomas, als sie gerade mal 21 war
-seit 8 Jahren geschieden
-lebt von dem Unterhalt ihres Ex-Manns
-fühlt sich sehr einsam, seit die Kinder außer Haus sind

Bruder Tristan|25|Assistenzarzt|ledig
-versucht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten
-kommt mehr nach seiner Mutter
-verhätschelt seine jüngere Schwester
-geht selten Bindungen ein


W U S S T E S T__D U__S C H O N,__D A S S...
...Sutton seit fast 2 Jahren in einer Beziehung ist?
...sie trotzdem noch nie wirklich verliebt war?
...die Rothaarige eine Katze namens "Bounty" besitzt
...sie als Baby adoptiert wurde?
...ihre leiblichen Eltern nicht kennt und auch kaum Interesse an ihnen zeigt
...ihr Vater ihr die Studiengebühren bezahlt?
...ebenso wie ihr eigenes Apartment?
...sie um sich fit zu halten regelmäßig ins Fitnessstudio geht, oder alternativ im Park läuft?
...sie mit ihren Haaren spielt, wenn sie nachdenkt oder verträumt ist?
...Sutton bei jedem Disneyfilm weinen muss?
...die junge Dame als Kind Gesangsunterricht bekam?
...ihre Wangen leicht erröten, wenn sie nervös ist?
...es nur einen Friseur gibt, den sie an ihre Haare lässt?




» Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt.«
- Mahatma Gandhi





K Ö R P E R B A U ::
ˣ 1,85 m groß
ˣ hat einen ganz nett gebauten Körper – liegt an seinen regelmäßigen Joggingrunden und Boxtraining

T E I N T ::
ˣ Er ist kein Käsefuß, das variiert wie bei jedem normalen Menschen je nach Jahreszeit. Im Sommer wird er recht schnell braun, da er viel draußen ist, und sei es schwimmen im Freibad oder eben joggen, im Winter natürlich nicht so sehr. Er ist vom Hauttyp aber irgendwo Richtung „goldiges beige“, um Frauenzeitschriften zu zitieren.
ˣ hat eine Narbe am linken Schulterblatt, die schlecht verheilt ist und dementsprechend wulstig ist, welche bei einem Autounfall entstanden ist

H A A R E :: dunkelblond (im Sommer hellen sich durch Chlor etc. die Spitzen auf)
A U G E N :: schmutziges graugrünblau (ja, das steht so in seinem Ausweis...)
M E R K M A L E ::
ˣ trägt an einer Kette um den Hals den Ehering seines Urgroßvaters – eher als persönliches Stück Historie, nicht aus Melancholie gegenüber des Urgroßvaters
ˣ ist meistens mit Brille unterwegs, nur selten mit Kontaktlinsen
ˣ trägt meistens lässig Jeans und Hemden
ˣ hat im Portemonnaie immer das Foto seiner Schwester klemmen

F A C E C L A I M :: Jeff Kasser


N A M E
Aedan Niall Costello | keine Spitznamen, außer ein paar lächerliche von seiner Schwester (Aedie, A.D., Biggie, Bigfoot, A.N., was ihr schwachsinniges einfiel) und Kosenamen von Emilie (Sandbäcker, Gorilla und Tollpatsch nach gemeinsamen Erlebnissen)
[Aedan – der aus Feuer Geborene | Niall – zusammengesetzt aus Wolke und Ritterlichkeit, Sieger]


G E B U R T S D A T E N
26| 27.11. | Schütze | New Brunswick (New Jersey)

T Ä T I G K E I T
Doktorand an der NYU, Fachrichtung Geschichte mit der Spezialisierung auf europäische Geschichte - was bedeutet, dass er dort Seminare gibt, forscht, und seine Doktorarbeit schreibt | um Seminarpraxis zu erhalten und sich einen Namen zu machen, gibt er an der Juilliard Kurse zu historischem Hintergrundwissen – das allerdings „ehrenamtlich“ | jobbt für die Miete so viel er kann zwei Etagen tiefer im Coffee Shop „Caffeine Overdose“ für einen Hungerlohn – aber der Arbeitsweg macht das wieder wett

C H A R A K T E R
vergesslich ˣ ohne seinen Kalender aufgeschmissen ˣ offenherzig ˣ Problemlöser ˣ kreativ (im wissenschaftlichen Sinne) ˣ Gelegenheitsraucher: vor Abgabeterminen und in Korrekturphasen, ansonsten auch auf Parties Nichtraucher ˣ keinerlei Angst dabei, seinen Zielen nachzugehen ˣ keine Scheu vor Kontroversen ˣ diskussionsfreudig ˣ Labertasche ˣ Lächeln als Dauerzustand ˣ sich in keinster Weise bewusst, ob und wenn ja wie attraktiv er ist ˣ guter Zuhörer ˣ neugierig ˣ neigt dazu, Probleme lösen zu wollen, die ihn nicht einmal etwas angehen ˣ nimmt wenig ernst, vieles nicht so ernst wie er sollte ˣ neigt dazu, Prioritäten falsch zu setzen ˣ unfähig, „Nein“ zu sagen ˣ in keinster Weise nachtragend ˣ nicht leicht zu entzürnen ˣ Kaffee statt Blut in den Adern ˣ per du mit seinen Studenten

V O R L I E B E N
Boxen (wöchentlich 2x Training) ˣ Joggen (wöchentlich 2 – 3x) ˣ Sommer, Sonne, Strand ˣ Spiele aller Art: Konsole, Brettspiele oder stupide Wetten ˣ Bücher, Geschichte, Forschung ˣ Essen (Sushi, Fast Food und Instant-Essen) & neue kulinarische Kuriositäten ausprobieren ˣ gemütliche Abende mit Freunde, gern auch mit viel Wein ˣ  Notizbücher und Schreibmaterialien ˣ Fachwerk- und Bauernhäuser, heimelige Wohnungen mit viel Holzeinrichtung ˣ Männerabende mit den Jungs in der Kneipe ˣ das Studentenleben ˣ laute Musik

A B N E I G U N G E N
Regen in der Großstadt (auf dem Land mag er ihn) ˣ Zucker im Tee, Gebäck, Kuchen, etc ˣ „Bildungsbürgertum“ ˣ Arroganz ohne Grundlage ˣ Kaffee mit Milch oder Zucker, schwarz muss er sein ˣ „Dorfbeschränktheit“ - das völlige Desinteresse, nicht über den eigenen Tellerrand herauszuschauen ˣ Studentenparties „wie damals“ - dafür ist er mittlerweile zu alt ˣ Rollenverteilungen in Partnerschaften ˣ zu „Mädelsabenden“ mitgeschleppt werden, nur weil er der Anhang einer Teilnehmenden ist ˣ wenn Leute vergessen, dass er vergesslich ist und sich zu sehr auf ihn verlassen und hinterher wütend auf ihn sind, weil er vergesslich ist ˣ Nachbarschaftsstreits ˣ sinnlose Hasswellen, die sich beispielsweise Fanclubs entgegenbringen oder Anhänger bestimmter Musikrichtungen… leben und leben lassen ist die Devise...

F A M I L I E
Daisy Costello | Mama
Mama Costello: schon immer das pulsierende, vor Liebe überströmende Herz der Familie. Die Unterstützung in Person, die Löwenmutti. Die, die einen so erzog, dass man trotz Fürsorge lernte, für sich selbst zu kämpfen.

Ronan Costello|Papa
Papa Costello: Seit je her der Krieger. Junge, aufstehen, weiter machen! Junge, aufgeben ist keine Option! Junge, hast du fertig geheult? Lass dir von Mama ein Pflaster geben, lass dich nicht unterkriegen!

Kayla Rhianne Costello| Die Kleine, 22
Mini-Costello:  Schon immer die Kleinste, schon immer die bissigste. Spitze Zunge, ein Rückgrat wie der stärkste Mann, ohne Rücksicht auf Verluste. Sie ist mit Blazer, Pumps, perfekt geschminkt und mit Starbucks-Kaffee an der Berkeley anzutreffen. Professionalität ist nur ein Schein, den sie bereits früh zu wahren pflegte.

Emilie Randolf| Die Ex
Die Doch-nicht-Costello: Dreimonatiges Fremdgehen konnte Aedan nicht einmal seiner Sandkastenliebe verzeihen.

Gertrud Costello| Die Wahre Liebe
Die einzig Wahre: Gertrud, die ihn als einziges Lebewesen auf dieser Erde versteht. Seine Katze.


W U S S T E S T__D U__S C H O N,__D A S S...
ˣ … er stabsichtig ist, also kurzsichtig durch eine Hornhautverkrümmung? Er hat vor allem Probleme mit graphischen Ausgabemitteln, also Computern, Teletext, Fernsehen allgemein, Spielekonsolen, Präsentationen via Beamer, zusätzlich zu der normalen Fernseh-Schwäche.
ˣ … er eine Rot-Grün-Schwäche hat?
ˣ … er irische Vorfahren hatte, die sowohl seinen Vor- als auch seinen Nachnamen begründen? Allerdings sind diese so viele Generationen vor ihm, dass sein Name komplett amerikanisiert ist und er mit irischer Kultur, Sprache oder gar irischem Erbgut nichts am Hut hat. Und einen rötlichen Schatten im Bart haben viele Männer!
ˣ … er mit seiner Master-Thesis im Fachbereich eine kleine Kontroverse ausgelöst hat? Er stellte eine neue These auf, die als bisherigen Konsens angenommene Expertenmeinungen scharf kritisierte, das ward nicht bei allen gern gesehen. Dank dennoch hervorragender Recherchearbeit und guter Argumentation machte er sich damit im kleinen Fachkreis ein wenig einen Namen.
ˣ … er erst seit knapp einer Woche in seinem Ein-Zimmer-Appartement wohnt? Er befindet sich gerade in einer Trennungsphase von seiner Langzeitfreundin und Ex-Verlobten.
ˣ … er sich nur in den Studiengang Geschichte eingeschrieben hatte, weil er nicht wusste, was er mit sich anfangen sollte? Glücksgriff, jetzt ist es seine Bestimmung.
ˣ … er sich in der historischen Forschung einen Namen machen möchte, aber eigentlich irgendwann renommiert sein möchte für seine Lehrqualitäten? Er möchte Geschichte zugänglicher machen als das ewige Geleier in der Schule.
ˣ … er wie jeder Akademiker eine Nachteule ist und braucht morgens verdammt viel Kaffee. Er hat Glück, dass seine Brille teilweise seine meistens vorhandenen Augenringe verdeckt.
ˣ … er eigentlich ein Familienmensch ist? Er liebt seine kleine Schwester, auch wenn sie ihn zur Weißglut bringen kann, würde für sie seine Hand ins Feuer legen – und das nutzt sie auch gern hier und da mal aus. Er möchte später auch selbst gern eine Familie haben,
ˣ … er ständig seine Brille verlegt, geschweige denn Schlüssel oder Portemonnaie?
ˣ … seine Sammlung von Notizbüchern mittlerweile die 50 überschreitet?
ˣ ... er ständig mit der Schulter gegen Türrahmen rennt, weil er sich verschätzt?
ˣ … er immer eine analoge Armbanduhr trägt?
ˣ … er im Kollegiat immer das Mädchen für alles ist? "Costello, der Beamer funktioniert nicht!" "Costello, kannst du mir mal schnell den Laptop anschließen?" "Costello, holst du mir mal schnell das HDMI-Kabel?" "Costello, ich bräuchte hiervon mal noch zwanzig Kopien..."






Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.223

21.06.2016 22:59
#2 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten







Wenigstens hatte Aedan seinen Sinn für Humor noch nicht verloren, was ich als gutes Zeichen deutete. Trotzdem hoffte ich, dass er einen längeren Blick in den Spiegel werfen würde und schnell erkannte, dass er dringend eine Generalüberholung brauchte. Es musste schlimm sein, von einer geliebten Person verlassen zu werden, auch wenn mir dieses Gefühl fremd war. Zwar hatten sich meine Eltern in meiner Teenagerphase scheiden lassen, allerdings hatte das nur dazu geführt, dass mein Bruder und ich noch mehr Aufmerksamkeit von unseren Elternteilen geschenkt bekommen hatten, als ohnehin schon. Und auch der allbekannte Liebeskummer, der in diesen Jahren normal schien, hatte um mich einen großen Bogen gemacht. Gedankenverloren blickte ich aus dem Fenster und dachte über dieses dumpfe Gefühl nach, welches sich zurzeit in mir ausbreitete. Sicherlich gab es Mädchen, die mich darum beneideten, dass mir diese Erfahrungen erspart geblieben waren. Ich für meinen Teil jedoch hatte das Gefühl, dass mir etwas fehlte. Wie ein verlorenes Puzzleteil, das es für mich unmöglich machte ganz und gar in meiner Partnerschaft aufzugehen. Erschüttert riss ich mich aus meinen Gedanken heraus und versuchte sie rasch zu verdrängen. Wann immer mir diese Dinge durch den Kopf gingen, fühlte ich augenblicklich, wie Schuldgefühle mich zu überwältigen versuchten. Robbie...Er hatte besseres verdient. Ein kleiner Seufzer entfuhr mir und ich wies mich innerlich zurecht. Ich würde diese Hürde, diese Mauer, irgendwann überwinden. Es brauchte nur seine Zeit...
Ich ertappte mich dabei, wie ich immer noch etwas verträumt Aedan betrachtete, ohne wirklich einen klaren Gedanken zu fassen. Andererseits, wer konnte mir das schon verübeln? Der Kerl war nun mal ein echter Blickfang. Selbst in diesem zerzausten Zustand. Oder vielleicht gerade deswegen? Ich lächelte über diesen unsinnigen Gedanken und widmete mich wieder meiner Gegenüber zu. "Es würde mich wirklich freuen, wenn ich dich dort sehen würde.", meinte ich aufrichtig zu ihr und überließ ihr den Flyer. In der Julliard lagen sie haufenweise herum und mir würde das Datum sicher nicht entfallen, immerhin gab es seit Wochen kein anderes Thema und jeder Schüler leistete seinen Beitrag dazu bei. Ich selbst wirkte bei einem kleinen Theaterstück mit, welches am frühen Abend auf der Außentribüne stattfinden sollte. Sollte das Wetter mitspielen, was es laut Wetterbericht angeblich tat. Zuvor war ich außerdem einem der Stände zugeteilt. (Mir war kurzzeitig entfallen, was genau ich tun würde) Alles in allem freute ich mich auf den Tag der offenen Tür. Nicht zuletzt, weil die Atmosphäre untereinander wesentlich entspannter war, als an gewöhnlichen Tagen. Nicht, dass ICH wirklich angespannt war...
Lächelnd erhob ich mich und verabschiedete mich von Juliette. "Bis Freitag!", erinnerte ich sie und wandte mich dann um. Aedan und seinem NYU-Student schenkte ich ein freundliches Lächeln, ehe ich The Bean verließ. Zumindest schien es ein wenig wärmer geworden zu sein. Vielleicht lag es auch nur am nachlassenden Wind, jedenfalls atmete ich tief ein und blickte ein wenig unschlüssig hin und her. Wo sollte ich nun hingehen? Mich auf den Weg nach Hause machen? Oder doch noch ein wenig umherspazieren? Noch unentschlossen schlenderte ich die Straße hinauf, bis ich an einen kleinen, kreisförmigen Platz gelangte. In der Mitte stand ein Brunnen, den ich augenblicklich unter die Lupe nahm. Seltsamerweise fühlte ich mich innerlich unruhig und ich hatte keine Ahnung woher diese Empfindungen rührten. Ich war kein Mensch, der sich lange von Gedanken oder Konfrontationen begleiten ließ und mir missfiel dieser Zustand, weshalb ich dringend etwas dagegen unternehmen wollte. Flapsig kletterte ich auf die Umrandung, ließ meine Tasche vorsichtshalber am Rand liegen und balancierte um den Brunnen herum. Kannte man mich und meinen Hang für kuriose Unfälle, hätte man vermutlich verständnislos mit dem Kopf geschüttelt. Mir jedoch verlieh diese kleine Aktion die Leichtigkeit, die mich nun mal ausmachte.


Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 131

23.06.2016 15:09
#3 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten

Oooookay, der ist wirklich fipsig geworden, ich geh gleich ins Freibad. Feel free, lass ihn ruhig irgendwas tun, wenn du möchtest, ihr wisst ja, ich bin da nicht. so: :D
Was ist mit den Steckbriefen, holst du die noch rüber? :)
Ansonsten gibts spätestens morgen ne Bitch fürn Junior. :)

Aedan - aus Zeitmangel ohne Bild

Christopher hatte, wie immer, wirklich gute Arbeit geleistet. Seine Quellen und die Verarbeitungen waren fehlerlos und absolut vorbildlich – wie bei ihm erwartet. Ich hatte ihn als sehr organisiert und sorgfältig eingeschätzt, und dieser Einschätzung schien er auch zu entsprechen. Dementsprechend brauchten wir, wenn überhaupt, fünf Minuten. Er stellte kurz seinen Plan und seine Quellen vor, und ich konnte eigentlich nur freundlich nicken, hatte nichts zu beanstanden.
Dementsprechend erleichtert war er (auch für Dozenten waren schlechte Referate sehr anstrengend), und er verließ das The Bean und und holte draußen kurz tief Luft. Okay. Das konnte er abhaken. Blieben nur noch hunderte weitere Sachen, die auf ihn warteten (und die er zugegeben ein bisschen aufgeschoben hatte, bis sie sich häuften).
Wenigstens gehörte eine Freundin nun nicht mehr dazu, vor allem nicht Emily. Nicht, dass ich Beziehungen generell stressig fand, aber ich kam gerade aus einer, einer ziemlich langen und ursprünglich ziemlich wichtigen, und ich war ziemlich zufrieden damit, wie es jetzt war. Das einzige, was mir fehlte… war Sex. Ja, wirklich – ich war zwar eigentlich eher der Schmusetyp, aber das gehörte nun einmal auch dazu, und war perfekt geeignet zum Stressabbau. Stress hatte ich jetzt auch, aber keinen Abbau.
Ich war gerade einmal die Straße hoch gekommen, als mir eine bekannte Person ins Auge fiel, eine, die ich sogar recht gern (an)sah. Sie balancierte auf dem Rand eines Brunnens, und amüsiert hob ich eine Augenbraue. Immer für ein Späßchen aufgelegt, das hatte ich schon in der ersten Sitzung mitbekommen. Sie wirkte fast sorglos, die Tasche abgestellt, und ich merkte erst, dass ich mich zu ihr bewegt hatte, als ich mit meinem Karton Kakteen vor ihr stand. „Ich hoffe, du hast dir vorher jemanden besorgt, der dich im Notfall aus dem Brunnen fischt.“, schmunzelte ich und stellte den Karton ab. „Das gilt morgen nämlich nicht als Ausrede.“ Die Arme verschränkt, beobachtete ich ihre Bewegungen. Scheinbar sicher, aber dennoch – die Steine waren rutschig, es war frisch, sie landete da schneller drin, als sie „piep“ sagen konnte.

Neyl Offline

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23.06.2016 20:54
#4 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten







Zum Glück hatte ich mich heute für flache, sportliche Schuhe entschieden, sonst hätte diese Aktion durchaus ins Auge gehen können. Heikel wurde es jedoch, als eine vertraute Stimme zu mir klang, die ich erst wenige Minuten zuvor zurückgelassen hatte. Aedan! Sein Auftauchen hatte mich wirklich überrascht, weshalb ich leicht taumelte, mich jedoch schnell wieder fangen konnte und nun zu ihm herunterlächelte. Noch immer trug er diese Kiste mit sich herum...
"Wir sind in New York, hier lauert doch hinter jeder Ecke ein Märchenprinz, der nur darauf wartet einer Frau in Nöten zur Hilfe zu eilen.",gab ich scherzend als Antwort. "Und wer möchte nicht gerne in deren Arme fallen." Schmunzelnd betrachtete ich meinen Doktorand, während sich in meinem Kopf eben jene Szene abspielte, mit ihm als Märchenprinz. Halt, Stopp, Sutton! Die permanente Lernerei der vergangenen Wochen hatte meine Schaltkreise im Kopf wohl etwas durcheinander gebracht! Diese Vorstellung war so abwegig und abstrus, dass sie schon wieder belustigend war. Trotzdem war ich in diesem Moment froh, dass die menschliche Spezies nicht über Gedanken kommunizierte. Ich spürte förmlich, wie ich diesen absurden Gedanken verbal ins lächerliche ziehen wollte und biss mir deshalb auf die Unterlippe um diesen Reiz zu unterdrücken! Alles gut! Das ist nur in meinem Kopf und da bleibt es auch! Stolz darüber, wenigstens dieses Fettnäpfchen übergangen zu haben, umrundete ich erneut den Brunnen, blieb dann aber wieder an seiner Seite stehen. "Würde es auch nicht als Ausrede gelten, wenn ich dir erzähle, dass ein junger, gut aussehender, gebildeter und durchaus charmanter Mann durch sein bloßes Auftauchen dafür gesorgt hat, dass ich aus dem Gleichgewicht geriet?", fragte ich ihn nun und obwohl ich versuchte süß und unschuldig zu blicken, sprach der Schalk in meinen Augen wohl Bände. Gut, so ganz zurückhalten hatte ich mich dann doch nicht können...
Ich befand, dass es wohl besser wäre, wenn ich mein Balancieren nun aufgab, ehe ich wirklich noch eine Runde schwimmen ging, auch wenn die Aussicht auf eine Rettung von ihm sehr verlockend war...Sutton, aus! Was war nur los mit mir? Ich hatte nie zu dem schwärmenden Studentinnen gehört und wollte bestimmt jetzt nicht damit anfangen! Rasch setzte ich mich nun also an den Rand und schlug die Beine übereinander, während ich ablenkend die Kakteen betrachtete. "Schon eine Idee, was du jetzt damit anstellst?", fragte ich interessiert und wagte es wieder ihm in die Augen zu blicken, während meine Finger eine meiner Haarsträhnen zu flechten begannen.



Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


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25.06.2016 18:25
#5 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten

Dee ist da!

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[b] I don't chase after anyone anymore. 
If you want to walk out of my life,
I'll hold the fucking door for you.[/b]
 
[img]https://neverstationary.files.wordpress.com/2013/04/90121-skins-uk-effy-stonem-screenshot-season-3.jpg[/img]
[spoiler]
[u]K O&#776; R P E R B A U[/u][b]::[/b]
1,64m | knapp an der Grenze zum Untergewicht – ihr Lebensstil ist nicht sehr gesund |[/color]
[u]T E I N T[/u] [b]::[/b] Dauerhafte Augenringe | eigentlich vom Hauttyp beige, allerdings durch Nachtclubarbeit und Alkohol mit einem ungesunden, gräulichen Ton | hat ein
[u]H A A R E[/u] [b]::[/b] Dunkelbraun gefärbt
[u]A U G E N[/u][/color] [b]::[/b] blau
[u]M E R K M A L E[/u][/color] [b]::[/b] Eine feine Narbe, die die linke Augenbraue teilt.
[u][url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/91/70/32/9170326bafe5b767d5a7be1c97c4dc90.jpg]F A C E C L A I M[/url][/u] [b]::[/b] Kaya Scodelario
[/spoiler]
[u][url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/9e/2b/76/9e2b761fbcd807bf8c7cccd022d0144a.jpg]N A M E[/url][/u]
Dana Smithback | „Dan“ (NY), „Dee“ (UK)
[u]G E B U R T S D A T E N[/u]
[color=grey] 20 |, Gerburtstag, Sternzeichen | London [UK][/color]
 
[u]T A&#776; T I G K E I T[/u]
[color=grey] Dan, wie sie hier lieber genannt werden will, hält sich mit verschiedenen kleinen Nebenjobs über Wasser: sie arbeitet im Café The Bean als Barista, sittet hier und da ein paar Kinder, putzt in verschiedenen privaten Haushalten und schiebt ab und an ein paar Schichten in einem Nachtclub – als Klofrau, Kassiererin, an der Bar, wo auch immer sie gebraucht wird… um Mietkosten zu sparen, lebt sie in einer WG mit zwei Jungs, die studieren.[/color]
 
[u]C H A R A K T E R[/u]
[url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/d3/5f/3c/d35f3ca43eeee25fb9fa787f6fd087c0.jpg]“Fuck everything“[/url]-Einstellung &#7461; inkonsequent &#7461; vergesslich &#7461; faul &#7461; undiszipliniert &#7461; enttäuscht &#7461; eigentlich recht schlau, wenn sie das auch nicht nutzt &#7461; Trotzkopf &#7461; stur &#7461; sensibel – auch wenn sie sich eher als „abgestumpft“ bezeichnen würde &#7461; Misanthrop &#7461; unentschlossen &#7461; keine Zielsetzung für ihr Leben &#7461; unorganisiert
 
[u]V O R L I E B E N[/u]
legere, [url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/90/8a/15/908a1587e76f606c0c0e7615e4f835b5.jpg]lockere[/url] Kleidung – anziehen, was gerade [url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/5f/a2/80/5fa280b68fd0eed593dbd1b453e40373.jpg]da[/url] ist&#7461; Bier und Rum, Alkohol und Betrunkensein im Allgemeinen &#7461; Zigaretten &#7461; Feiern und jegliche andere Art von Amüsement &#7461; Sex &#7461; Musik, vor allem lautes, schnelles Zeug &#7461; Gewitter &#7461; ihr Handy ausmachen und nicht erreichbar sein &#7461; ihre Ruhe haben, zumindest zeitweise &#7461; süßes Zeug, vor allem Kuchen &#7461; Kaffee &#7461;
 
[u][A B N E I G U N G E N[/u]
Spießertum &#7461; Streber und übereifrige Menschen &#7461; Gefühlsausbrüche, vor allem nicht ihre eigenen &#7461; Einsamkeit, auf Dauer&#7461; scharfes Essen &#7461; Hochnäsigkeit &#7461; Dummheiten, die ausgesondert werden ohne vorher wenigstens ein bisschen nachzudenken &#7461; vorschnell verurteilt zu werden – auch wenn sie das liebend gern bei anderen macht &#7461; Tee
 
[u]W U S S T E S T&nbsp; &nbsp;D U&nbsp; &nbsp;S C H O N&#65104;&nbsp; &nbsp;D A S S...[/u]
&#7461;...sie über ihr schmächtiges A-Körbchen ein bisschen frustriert ist, sogar weiß, dass sie mit einem gesunderen Lebensstil und ein paar Kilo mehr auf den Rippen nicht nur besser aussähe und vielleicht sogar eine B erreichen könnte, aber schlichtweg zu faul ist?
&#7461;… sie eine Zeit lang eine Art Affäre mit einem Tätowierer hatte?
&#7461;… dass diese Affäre ihr ein paar Gratis-Tattoos eingebracht hat? [url=http://cdn1.sortra.com/wp-content/uploads/2015/03/under-breast-tattoos02.jpg]Dieses[/url] unter der Brust – vielleicht sind kleine Brüste doch ganz gut – und [url=http://cdn1.sortra.com/wp-content/uploads/2014/09/back-tattoos-for-women18.jpg] dieses[/url] auf dem Rücken.
&#7461;… sie zwar viel zu oft viel zu viel [url=https://media.giphy.com/media/lnWtV6R6uJOCc/giphy.gif]trinkt[/url], aber mittlerweile die Finger von Drogen lässt? Eine Weile war sie nicht abgeneigt, wachte aber nach einer durchzechten Nacht mit einem gigantischen Filmriss und diesen [url=http://www.cuded.com/wp-content/uploads/2013/07/29-Ribbon-Tattoo.jpg]Hübschigkeiten[/url] hier auf. Seitdem ist der Tätowierer Geschichte und die Drogen auch.
&#7461;… sie es niemals zugeben würde – aber eigentlich ziemlich [url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/ae/c3/d1/aec3d1822a1a29d40f71038c21948d58.jpg]einsam[/url] ist und ihren Bruder aufs Schmerzlichste vermisst?
&#7461;… sie als Kind unsterblich in den wohlhabenden Christopher verliebt war? Sie waren seit dem Kindergarten irgendwie befreundet, auch wenn sie sich nicht mehr erinnerte, wie das kam – dann allerdings wurde sie von heute auf morgen mit 13 nach Amerika „verschleppt“.
&#7461;… sie die Angewohnheit hat, den Arm in die Seite zu stemmen, die Lippen zu spitzen und die linke Augenbraue zu heben? Wann immer sie wütend, frustriert, skeptisch, genervt oder sogar amüsiert ist – das ist ihre Körperhaltung.
&#7461;… sie sich oft aus ihren Haaren einen Knuddel-Dutt dreht und den mit einem Stift feststeckt?
&#7461;… sie meistens mit [url=https://s-media-cache-ak0.pinimg.com/564x/c8/6b/cf/c86bcf91754c4ab7620f47a7ca263633.jpg]„Panda-Augen-Make-Up“[/url] herumläuft? Meistens frischt sie die Überreste vom letzten Tag einfach auf.
&#7461;… sie ein großes Problem hat, über Dinge zu reden? Ihre Probleme und Gefühle tut sie immer ab und macht sie lieber [url=https://media.giphy.com/media/pIwJyvRVprpOE/giphy.gif]mit sich selbst[/url] aus.
&#7461;… sie raucht, wenn ihr danach ist?
 
 

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


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26.06.2016 14:23
#6 Dee und Aedie!! Zitat · antworten

Dee [auch heute noch keine Bilder. Sorry, Dudes. :* ]
Sie kippte den Kopf in den Nacken, damit auch ja der letzte Rest Kaffee von der Tasse in meinen Mund gelangen konnte. In ihrem Kopf machte jemand mit einem Vorschlaghammer Randale, und ihre Augen pochten. Die letzte Nacht war Schicht im Club gewesen, ausnahmsweise mal an der Bar – und irgendwie trank man da auch als Bedienung viel. Mal ganz abgesehen davon, dass sie nach Schichtende einfach weitergefeiert hatten. Man sollte doch das Leben genießen, solang man jung war, oder nicht?
Die Aspirin würde wohl noch ein Weilchen brauchen, dachte sie, und öffnete den unordentlichen Knoten, den man wohl kaum als Frisur bezeichnen konnte, bevor sie ihn neu band, die paar Strähnen ignorierend, die herausfielen. „Dan!“, rief die komische Trulla, die gerade Kaffee machte, „Fang endlich wieder an, deine Pause ist vorbei.“ Frustriert seufzte sie auf, band sich die Schürze neu und griff sich das runde Tablett. Ihr Namensschild hing ziemlich schief, und statt dem förmlichen „Dana“ stand mit Edding auf die Rückseite gekritzelt Dan darauf. Dana hatte von Anfang nicht zu ihr gepasst, auch vor der Pubertät und ihren Selbstkrisen nicht. Dana klang nach einer Blondine, einer, die ganz leicht und süß lächeln konnte und nicht ansatzweise das Biest war, wie sie eines sein konnte, wenn sie zu faul war, höflich zu sein. Die zwei Tassen Kaffee waren fix weggebracht, an ein älteres Ehepaar, die sie kopfschüttelnd ansahen – vielleicht aus Empörung oder so. Ja, Make-Up war eine schwierige, anstrengende Sache, und irgendwann waren aus Smokey Eyes eben die Panda-Augen geworden – aber auch das war Dana so ziemlich egal. „Deine Augen leuchten dann so schön!“, hatte Fred, der Tätowierer, mal gesagt – aber da war er mindestens in der Stratosphäre unterwegs oder so.
Sie zog sich noch eine Tasse Kaffee, bevor sie eine Abräumrunde antrat. Sie trat zu einem der kleineren Tische, wo ein Typ saß, brünett, auf den Millimeter genau geschnittene Haare (einen Mann mit einer richtigen Frisur hatte sie lange nicht gesehen), einem cremefarben Pulli aus – was war das, Kaschmir? - irgendwas Teurem und diesen viel zu krassen Schuhen, insgesamt sah er aus, als hätte er hier ein Geschäftstreffen. Dagegen war Dan eine waschechte Cracknutte. Nur ohne Crack. Und ohne Nutte.
Heute war sie sogar einmal nett gewesen und hatte unter ihren Pulli auch noch eine Shorts statt nur der schwarzen Strumpfhose (mit Laufmasche, hatte sie noch eine ohne? Egal..) darunter gezogen – aber trotzdem ihre schwarzen Slouch-Stiefel statt irgendetwas „Nettem“, wie sie eigentlich sollte.
Jedenfalls sammelte sie eine erste leere Kaffeetasse ein, stützte das Tablett in die Hüfte, und ohne dass sie es merkte, nahm sie die für sie typische Körperhaltung ein: die Hüfte herausgeschoben, das Spielbein angewinkelt, die Lippen gespitzt und die linke Braue gehoben. „Darf's noch was sein?“, fragte sie und zog den Block aus der Kellnertasche, die an ihrer linken Hüfte baumelte.

Aedan [ich bin grad zu faul für Bilder xD]
Er hätte wahrscheinlich, so machten das Dozenten normalerweise, dann einfach weitergehen sollen, als er Sutton gesehen hatte. Man registrierte das, wenn überhaupt, und dann ging man weiter. Man blieb nicht stehen und beobachtete die zierliche Gestalt seiner Studentin, die über einen Brunnenrand balancierte und schmunzelte dabei. Man betrachtete vor allem nicht die schlanken Beine, die an der eigenen Nase vorbeitänzelten, und wirklich, wen man professionell war, musste man sich ganz sicher nicht davon abhalten, die Kurven weiter nördlich des Oberschenkels zu begutachten, weil man das Bedürfnis gar nicht gehabt hätte. Aber scheinbar war er nicht professionell – was ein ziemliches Problem darstellte.
Aber, wie man wusste, machten die Hormone und Pheromone ja sowieso, was sie wollten – vor allem, wenn man unter Stress stand. Das war Stress. Und der Mangel an Körperlichkeiten im letzten Monat. Das war praktisch wie Entzug, wenn man es eben jeden Tag gewöhnt war, war von hundert auf Null eben schwierig.
Dafür konnte er seinen Lehrauftrag an der Juilliard verlieren. Nur allein vom zu sehr gucken.
Doch so schnell der Gedanke, ein wichtiger, gekommen war, genauso schnell verflog er, als Sutton von Märchenprinzen sprach, die an jeder Ecke warteten. Beide Augenbrauen wanderten nach oben. An jeder Ecke Märchenprinzen? „Sehr optimistisch.“, murmelte er, daran denkend, dass die meisten Frauen sich eben beschwerten, dass es eben keine Märchenprinzen gab, weil ihnen niemand gut genug war. Sogar Frauen, mit denen man aufgewachsen waren, die genau wussten, wie man tickte, sogar die beschwerten sich – aber das war eine andere Geschichte, vielleicht sollte er das jetzt nicht aufwärmen, nicht einmal im Geiste. Und ganz abgesehen von dieser Geschichte - „Einer Maid in Nöten würde doch jeder halbwegs erzogene Bengel helfen.“ Inklusive ihm, auch wenn er sich nicht mehr als Bengel bezeichnen würde (was die Konnotation wahrscheinlich um ein vielfaches gefährlicher machte). Vielleicht ganz gut, dass Em nicht mehr bei ihm war, die ihn ja dauerhaft an den Jungen im Sandkasten erinnerte, der er mal gewesen war. Sie strauchelte noch eine Runde weiter um den Brunnen, bevor sie ihn für einen Moment sprachlos machte, bevor er sich fing. Scheiße.
„Ich sehe zwar keinen, aber: Nein.“, brummte er, dennoch amüsiert. „Ich habe immerhin den Ruf, der strengste Dozent überhaupt an der Juilliard zu sein.“, fügte er hinzu, mehr als ironisch. Im Gegenteil, im Ranking der strengsten Dozenten stand er noch unter den Putzfrauen. Erstaunlich, dass er noch irgendeine Art von Respekt entgegengebracht bekam. Sie setzte sich, und begann, mit ihren Haaren zu spielen. Ganz gefährlich, Männer mochten Haare. Wirklich. Sie fanden schöne Frauenhaare klasse. Mal ganz abgesehen davon, dass ihm fast herausrutschte, ob ihre Haarfarbe eigentlich Natur oder aus der Tube war. Nicht falsch verstehen, letzteres würde sein Bild von ihr in keinster Weise verändern, es stand ihr, aber es interessierte ihn. Und im Übrigen beschäftigte ihn das seit der ersten Seminarsitzung.
Sie sprach die Kakteen an, und er seufzte, rieb sich den Bart. „Wenn ich zuhause ankomme, ohne mir dahin aus Versehen die Pulsadern an den Dingern zerstochen zu haben, dann kommen sie aus purer Bosheit 'ne Woche in den Keller.“, brummelte er, und zuckte mit den Achseln. „Dann vergesse ich sie für einen Monat, hole sie irgendwann wieder hoch und versuche sie reuig wieder aufzupäppeln, weil ich Kakteen eigentlich mag.“, schnaubte er amüsiert – das war nämlich ziemlich wahrscheinlich das, was passieren würde.

Katashyna Offline

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26.06.2016 16:52
#7 RE: Dee und evtl später noch Aedie :D Zitat · antworten


» cαғe тнe вeαɴ ○ αedαɴ, ѕυттoɴ & jυlιeттe → cee «
» oυтғιт: «


Sogleich wurde mir sowohl von dem Rothaarigen Mädchen, wie auch von Aedan bestätigt, dass ich nicht stören würde. Mich wunderte es trotzdem keines Falls, dass er von Damen umringt war. In der Uni konnte ich dieses "Phänomen" ebenfalls des Öfteren beobachten. Nicht, dass ich ein Auge auf ihn geworfen hätte, doch es war schon ziemlich auffällig, wenn sich jedes Mal, sobald Mr. Costello in der Nähe war, eine Menschentraube aus Studentinnen um ihn bildete. Es war schon beinahe traurig mit anzusehen wie verzweifelt manche Damen ihre Fühler nach dem jungen Dozenten ausstreckten. Gutes Aussehen und Bildung sind bei Frauen eben sehr anziehend. Leider ist es in den meisten Fällen so, dass die Frauen selbst dabei ganz auf ihre eigene Intelligenz vergessen und mehr wie ein paar seekranke Hühner auf ihn zusteuern, lächeln - wenn nicht sogar ununterbrochen kichern - und ihre Haare nach hinten werfen, als hätten sie es zu Hause mehrere Stunden vor einem Spiegel geübt. Mich beruhigte es fast, dass die beiden Mädchen vor mir nicht so hohl schienen, wie die meisten Studentinnen der NYU, wenn Mr. Costello neben ihnen auftauchte. Auch wenn die Rothaarige ebenfalls ziemlich angetan von dem Doktoranten war. Zumindest erschien es mir so.
Doch sie setzte sich mit der Blondine auf einen anderen Tisch, daneben nahmen Aedan und ich Platz. Ich hielt mich zurück einen fragwürdigen Blick auf seinen Karton voller Kakteen zu werfen, den er am Boden abstellte und leise beschimpfte. Ich hatte das Gefühl, dass mich die Erklärung nichts anging. Ich war kein Fan von Smalltalk über das Leben eines Dozenten. Mir war einfach nicht wohl dabei ihn über sein Privatleben auszufragen, da ich meines ja auch nicht unbedingt vor ihm ausbreiten wollte. Mir reichte es schon über mein Referat zu reden, wonach er mich auch fragte und noch einmal erwähnte, dass er sich bei mir nicht wirklich darum sorgte. Ich nahm diese Aussage mit einem leichten Lächeln zur Kenntnis.
Meine Arbeit hatte ich mit großer Sorgfalt und Genauigkeit vorbereitet. Da sein Kurs ja nicht gerade meinem Fachgebiet entsprach, hab ich viele Recherchen betrieben und legte ihm auch die Liste meiner Quellen vor. Sie war…länger als bei so manchen anderen meiner Arbeiten. Vor allem listete sie viele Bücher auf. Ich bezog mich nur auf einige Internetseiten. Dies vor allem, weil ich der Seriosität mancher Seiten nicht vertraute und viel lieber in Büchern recherchierte. Sie hatten etwas Standfesteres und ich konnte mich genau über die Autoren und deren Werke informieren. Außerdem schilderte ich ihm kurz den allgemeinen Aufbau meines Referates, die Schwerpunkte auf die ich mich konzentrieren werde und ein paar Einzelheiten. Er hatte nichts zu bemängeln, was mich irgendwie wunderte, doch auch freute. Immerhin hatte ich mir viel Mühe bei dieser Arbeit gegeben.
Nach unserer relativ kurzen Besprechung, machte sich Mr. Costello wieder auf den Weg. Ich hatte mir gedacht, dass wir länger brauchen und er noch mehr fragt, mich vielleicht auch korrigiert, oder mir Vorschläge macht. Aber nichts…rein gar nichts. Also konnte ich dies wahrscheinlich als ein erfolgreiches Treffen einstufen.
Die beiden Mädchen von vorhin hatten das Café bereits verlassen und ich saß nun alleine an dem Tisch. Also begann ich damit meine Notizen und restlichen Unterlagen wieder in meine Tasche einzupacken. Wieder blickte ich auf meine Uhr und stellte fest, dass ich nun viel übrige Zeit hatte. Eine Tasse Tee konnte also nicht schaden. Genau, als dieser Gedanke durch meinen Kopf schoss, vernahm ich neben mir die Stimme einer Frau, die mich fragte „ob’s noch was sein darf“. Als mein Blick zu ihr glitt, versuch ich mein Erstaunen über ihr Aussehen so gut wie möglich zu verbergen. Mir war zwar klar, dass das Mädchen aus dem Bookstore mit den lila Haaren nicht die einzige Person in New York City war, die sich etwas anders kleidete, als ich es gewohnt war, jedoch hatte ich nicht damit gerechnet in einem Café auf eine Bedienung zu treffen, deren Aussehen … nun ja … ziemlich einprägsam war. Mal von den zerrissenen Klamotten abgesehen – die anscheinend in letzter Zeit den neusten Modetrend darstellen sollten – sah ihr MakeUp so aus, als hätte sie es schon mehrere Tage oben. Ich ignorierte jedoch die Tatsache, dass sie auch genauso gut mit jemandem verwechselt hätte werden können, der in der New Yorker U-Bahn in den Abfällen nach einem angebissenen Schokoriegel und einem zerrissenen Dollar-Schein sucht und brachte ihr ein leichtes Lächeln entgegen. »Ja gerne. Eine Tasse Kräutertee mit etwas Milch, bitte.«, entgegnete ich ihr auf ihre Frage und strengte mich an ihr in die Augen zu sehen, ohne zu ihrer zerfledderten Strumpfhose zu linsen. Immerhin hatte ich mir vorgenommen nicht über die Menschen zu urteilen, was sie meist nicht daran hinderte mir bei Bestellungen wie eben diesen einen verstörten Blick zu zuwerfen. In Amerika trinkt eben niemand seinen Tee mit Milch. Die meisten schließen zumindest von meinem britischen Akzent darauf, dass ich von der anderen Seite des Teichs stamme und sehen dann nicht ganz so verwirrt aus, wie andere.

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


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26.06.2016 19:56
#8 LaDee Zitat · antworten

Dana Smithback

Dana schnaufte. Sie wollte nicht hier sein. Es ging ihr nicht gut, auch wenn dieser Zustand mittlerweile ihr Normalzustand war, und sie war verdammt müde, und nicht mehr motiviert zu arbeiten. Heute waren die Leute außerdem auch noch geizig, Trinkgeld sprang kaum raus, und ihr Kopf platzte. Im Moment würde sie lieber schlafen. Und dann kam da dieser Schnösel und sah sie an, als sei sie der Abschaum dieser Welt. Und bestellte Tee mit Milch – wirklich?
Aber doch, jetzt, wo sie wirklich hinhörte – sein britischer Akzent war deutlich. „Natürlich.“, sagte sie spöttisch und deutete einen Knicks an, wobei sie wie in der Grundschule artikulierte – nach britischen Phonetik-Regeln. Eigentlich hatte sie sich keine Mühe mehr gegeben und ihr Akzent war verfälscht worden, nach so vielen Jahren in New York – aber vergessen hatte sie es nicht. „Alles für die Queen.“, setzte sie nach, und machte sich daran, den Tee zu machen, weil die Barista-Trulla scheinbar gerade Pause machte.
Briten hier in New York in diesem kleinen Fips-Café – das war durchaus eine Seltenheit. Sie dachte zurück an ihre eigene Zeit in London, und während sie die Stirn runzelte, drehte sie sich um zu dem Teetrinker. Sie hatte mal jemanden gekannt, der immer furchtbar overdressed aussah. Jemanden, der furchtbar höflich war, einen ziemlichen Stock im Arsch hatte, und jemand, den sie das erste Jahr in Amerika furchtbar vermisst hatte.
Sie trat an seinen Tisch heran, stellte den Tee vor ihm ab und musterte ihn. Sie starrte ihn förmlich an, nicht gerade unauffällig, aber das war ihr egal. Dann klappte ihre Kinnlade herunter, und sie setzte sich auf den Stuhl im gegenüber. „Scheiße, dein Ernst?“, fragte sie ungläubig, während die Barista wieder nach ihr rief. „Dan?“ Sie winkte ab, löste ihre Augen nicht von ihrem Gegenüber. „Das Uhrenkind.“, entfuhr es ihr, und sie lachte auf, bevor eine Hand in die Haare wanderte, als müsste sie ihren Kopf festhalten, weil der das nicht aushalten würde, ihren Kindheitsfreund zu sehen – wenn sie denn nicht gerade einen fatalen Fehler machte und ihn verwechselte. Dann würde sie wahrscheinlich kündigen müssen. „Was zur Hölle machst du hier, Kit?“, fragte sie dann, ein bisschen verzweifelt, vielleicht auch verwirrt. Wie groß war die Wahrscheinlichkeit, jemanden, den sie seit knapp 7? 8? Jahren nicht gesehen hatte, in einem kleinen Piss-Café mitten in New York zu treffen, wenn beide aus London waren?
Ihre Kopfschmerzen waren wie weggewischt, und sie löste ihre Schürze und hing sie über die Stuhllehne. „Dan, du musst arbeiten!“, rief die Barista genervt, und wieder winkte Dee ab, ohne den Blick von Kit, oder besser: Christopher Ward jr zu wenden. Das war doch eigentlich verdammt unmöglich...

Katashyna Offline

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27.06.2016 21:21
#9 RE: LaDee Zitat · antworten


» cαғe тнe вeαɴ ○ cee «
» oυтғιт: «


Der abschätzige Blick der Bedienung verriet mir, dass ich sie wohl doch zu voreingenommen gemustert hatte. Ich konnte allerdings nichts mehr dagegen machen. Solche Leute erregten nun einmal meine Aufmerksamkeit und dies meist im negativen Sinne – auch wenn negativ hierbei ein hartes Wort ist. So gut wie möglich versuche ich nicht über solche Personen zu urteilen, ohne irgendwas über sie zu wissen. Allerdings ist es mir unangenehm eine Person vor Augen zu haben, die sich wie ein Obdachloser kleidet und verkauft, wenn sie es vielleicht gar nicht nötig hätte.
Die kleine Darbietung, welche mir das junge Mädchen entgegen brachte – und damit mehr als deutlich signalisierte was sie von mir zu halten schien – brachte mich dazu skeptisch die linke Augenbraue hoch zu sehen. Für kurze Zeit haderte ich mit dem Gedanken einfach meine Tasche zu nehmen und das Café ohne weitere Worte zu verlassen. Mein Stolz ist zu groß, um mich derart von einer Kellnerin beleidigen zu lassen, die sich öffentlich und ohne jeden Skrupel über mich und wahrscheinlich auch meine Herkunft lustig macht. Doch ich wollte hier keine Szene machen und hatte diesen Tee nun dringend nötig, um die Tatsache zu ignorieren, dass die viel zu häufig benutzte Aussage „Es ist so schwer heutzutage gutes Personal zu finden“ wohl manchmal nicht häufig genug verwendet wurde und sie die harte Realität darstellte.
Bis die Bedienung mit meinem Tee zurückkam, gelang es mir sie erfolgreich zu ignorieren. Vielleicht hatte ich noch mit einer spöttischen Bemerkung, oder etwas ähnlichem gerechnet. Allerdings hatte ich nicht erwartet, dass mich das Mädchen nun musterte und dies mehr als nur auffällig. Ich fühlte mich ziemlich unwohl dabei und blickte sie Stirnrunzelnd an. Mir war schleierhaft was sie von mir wollte und hatte schon vor zu einer Frage anzusetzen, als sich ihr nachdenklicher Gesichtsausdruck von einem Moment auf den anderen änderte und sie jede Etikette gegenüber von mir Platz nahm und einen Ausdruck aussprach, den ich so niemals vor einem vollkommen Fremden verwendet hätte. Ja nicht einmal vor meinen besten Freunden hätte ich so gesprochen. Ihre Kollegin schien über das Verhalten der Kellnerin ebenfalls nicht sehr amüsiert und wollte sie zur Ordnung rufen, diese ignorierte sie jedoch sehr erfolgreich und brachte einen Satz hervor, der mich aufhorchen ließ. »Das Uhrenkind.« Nun blickte ich sie mehr oder weniger schockiert an, während sie nur lachte und somit alle Aufmerksamkeit auf sich zog, was mir zunehmend unangenehmer wurde. »Verzeihung…aber…wie bitte?«, fragte ich verwirrt, doch sie schien gar nicht darauf zu achten was ich sagte. Kein Wunder, sehr viel Inhalt hatte meine Frage ja auch nicht. Es war nur ein Ausdruck meines Erstaunens über ihre wohlmögliche Kenntnis über meine Herkunft, was mir mehr als unverständlich war.
Doch dieses Lachen erinnerte mich an etwas und als ich ihre weiteren Worte härte, machte es klick in meinem Kopf. Kit… So hatte mich bis jetzt nur eine einzige Person genannt, die genau gewusst hat, wie ungerne ich den Spitznamen Junior hatte und auch gegen Chris eine Abneigung hatte, da ich nur ungern mit meinem erfolgreichen Vater verglichen wurde. »Dee?«, fragte ich unsicher und beinahe wäre mir ein schockiertes »Verdammt« über die Lippen gerutscht, doch ich konnte es noch zurück halten. Saß da wirklich meine Kindheitsfreundin vor mir? Mitten in New York? Nach 8, oder waren es doch 9 Jahre gewesen? Ich kann mich nicht mehr erinnern wie lange es schon her war. Mir war nur im Gedächtnis geblieben, dass ich sie schrecklich vermisst hatte. Die Barista rief erneut nach Dee, was mich dazu brachte etwas unsicher zwischen den beiden hin und her zu blicken. »D-Du bist doch Dee, oder? Du hast dich verändert. Und du arbeitest in einem Café…in New York…wo du ja hingezogen bist…woran ich nicht mehr gedacht habe, obwohl ich schon fast 2 Jahre hier wohne.« Das war gerade etwas viel für mich. So viele Gedanken überkamen mich und ich schaffte es nicht wirklich sie zu ordnen. Es war wirklich schon lange her. Ich hätte nie erwartet sie hier irgendwo zu finden…so vorzufinden. Ein unsicheres und irgendwie erleichtertes Lächeln zierte meine Lippen. »Wann machst du heute Schluss? Hast du Zeit? Wir müssen einiges nachholen. …Ich…irgendwie fasse ich es noch immer nicht…«

JaneDoe Offline

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28.06.2016 10:06
#10 RE: LaDee Zitat · antworten

Ein Post live aus meinem Seminar xD

Dee
Meine Lippen zuckten, als ich Kit erkannte. Wirklich. Wow. Ich hatte zu vielem eine „Fuck off“-Einstellung, aber das hier weckte mehr Energie in mir als wahrscheinlich irgendetwas in den letzten paar Jahren. Ich setzte mich zu ihm, während sein Gesicht die typisch-britische Empörung zeigte. Zugegeben, je länger er mich nicht erkannte, umso mehr stieg meine Unsicherheit – hatte ich mich geirrt? Als dann ein eher stotterndes als überzeugtes „Dee?“ kam, wurde mein Grinsen breiter. Er brabbelte ein bisschen weiter, musste scheinbar laut denken, was mein Grinsen vertiefte, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr wusste, ob ich heulen oder lachen wollte. Oder beides gleichzeitig.
»Du hast dich verändert.« ist die höflichste Beleidigung, die mir jemals jemand entgegengebracht hat.“, lachte ich, und fuhr mir aufgeregt durch die Haare. „Ich war noch nie so froh, jemandem Tee mit Milch zu bringen.“
Ich kaute mir nachdenklich auf der Unterlippe, während ab und an meine Lippen zuckten. So geradeheraus hatte ich ihn selten erlebt, mich direkt zu fragen, wann ich Schluss hatte, weil wir viel aufzuholen hatten – klar, wir waren schon immer sehr verschieden gewesen und ich hatte schon immer das Gefühl gehabt, dass seine Eltern mich nicht mochten und den Umgang unter seiner Würde befanden, aber ich war seitdem noch ein bisschen… unpassender, dementsprechend hätte ich fast erwartet, dass er mir sagte, ich solle zur Hölle fahren. „Warte kurz.“, sagte ich ihm dann und stand auf, nahm meine Schürze, zeigte kurz auf ihn. „Renn' nicht weg, ich bin gleich wieder da.“ Ich wandte mich ab, drehte mich aber noch mal um. „Tee geht auf mich.“
Ich marschierte zur Bariste und sah sie stirnrunzelnd an. „Susan war es doch, oder?“ Frustriert warf sie die Hände in die Luft. „Tabea!“ „Ich mach Schluss für heute. Ist nicht viel los, das schaffst du auch alleine.“ Sie gab einen frustrierten Laut von sich. Ich ließ sie sich nicht weiter aufregen, sondern drückte ihr die Schürze und die Kellnertasche in die Hand, bevor ich zu Kit zurückkehrte. „Alles klar, ich hab Schluss.“
Ich holte tief Luft. „Okay, du bist seit zwei Jahren hier?“ Stirnrunzelnd nippte ich an meiner eigenen Kaffeetasse, die ich mit nach vorn gebracht hatte. „Was machst du hier?“ Meine Vermutung, dass er mittlerweile für seinen Vater arbeitete, schluckte ich. In diesem Punkt war er schon immer empfindlich gewesen, und ich für meinen Teil fand es fast gruselig, ein Kind als Vater-Klon zu züchten. Aus diesem Grund hatte ich damals angefangen, ihn irgendwann Kit zu nennen. Schmunzelnd musterte ich ihn erneut, nun mit dem Wissen, dass es okay sein würde. Seine Augen waren dunkler geworden, ein bisschen grauer, weniger grün – und er was aus seinem Babyspeck gewachsen – was mir erneut ein Schmunzeln auf die Lippen zauberte. „Gott, ich weiß gar nicht, was ich zuerst fragen soll.“, lachte ich, ein bisschen überfordert, während mir unheimlich viele Fragen durch den Kopf schossen. „Dan, komm wieder her!“ Ich verdrehte die Augen als Susan… Thea… wie auch immer nach mir rief, anscheinend schaffte sie es doch nicht allein. Pech gehabt. „Raff' dein Zeug zusammen, lass uns verschwinden, sonst kräht sie übermorgen noch.“ Ungeduldig wartete ich, bis Kit sein Zeug zusammengepackt hatte, bevor ich nach seiner Hand griff und ihn aus dem Café zog. „Ganz wie in alten Zeiten.“, lachte ich und grinste wieder. „Ich würde dich ja umarmen, aber dann würde ich losheulen und du hast Schminke von den letzten zwei Wochen auf deinem schnieken Pulli.“, schnaubte ich amüsiert und zupfte ein bisschen am weichen Stoff.



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Neyl Offline

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28.06.2016 12:01
#11 RE: LaDee Zitat · antworten







Aedans lockere Art ließ einen durchaus vergessen, dass man sich nicht gerade mit einem Studenten unterhielt, der mit einem den gleichen Kurs besuchte und mit dem man mal abends ein Bierchen zischen konnte, während man sich über nervige Professoren lustig machte. Auch Außenstehende würden vermutlich nicht auf die Idee kommen, dass sich hier gerade Studentin und Dozent zufällig über den Weg gelaufen waren. Und obwohl ich seine Anwesenheit durchaus angenehm fand (mehr als das), versuchte ich mich zu ermahnen, dass ich eben doch eine gewisse Grenze respektieren sollte. Nicht, dass ich dazu generell nicht in der Lage war, jedoch fiel es mir schwerer, wenn mein Gegenüber ebenso offen auf mich reagierte. Bisher hatte ich jedoch damit auch bei Aedan keine Probleme gehabt. Der Campus rief einem diese Tatsache doch zur Genüge ins Gedächtnis. Heute jedoch erforderte es einige Anstrengung und immer wieder schien ich diesen Umstand einfach zu vergessen. Meine Worte, die ich zugegebenermaßen erst im Nachhinein überdacht hatte, waren wohl etwas zu forsch gewesen. Wobei forsch der falsche Begriff zu sein schien, doch die eigentlich zutreffende Umschreibung wollte ich nicht mal denken. Zum Glück jedoch, schien mein Gegenüber entweder der coolste Dozent der Welt zu sein, oder hatte diese Anmerkung gekonnt ignoriert und spielte darüber hinweg. Doch auch diesem Gedankengang konnte ich nicht lange nachgehen, während ich ablenkend auf die Kakteen zu sprechen kam. Hatte ich mir vorgenommen nur interessiert seine Antwort abzunicken, konnte ich doch nicht anders, als darüber zu lächeln. Ein viel zu amüsiertes Lächeln. Ein viel zu intensiver Blick in seine klugen Augen..."Dann bin ich gespannt, ob diese Geschichte auf ein Happy End hinauslaufen wird.", erwiderte ich und löste die geflochtene Strähne schnell wieder, als mir bewusst wurden, dass ich erneut mit meinen Haaren herumgespielt hatte. Vermutlich hatte ich mir diese Angewohnheit angeeignet, weil ich es liebte Haare zu berühren, oder von anderen dort berührt zu werden. Das durchstreichen von Männerhaaren...Rasch wandte ich den Blick von ihm und erhob mich dann wieder. Der gleiche Drang, der mich zuvor erst auf den Brunnenrand getrieben hatte, überkam mich auch nun wieder. Doch noch ehe ich meine "Kunststücke" fortsetzen konnte, wurde mir schon bewusst, dass es mir zurzeit nicht helfen würde diesen erneut zu übergehen. Also beugte ich mich stattdessen hinunter, griff nach meiner Tasche und wollte in der selben Bewegung hinunterhüpfen, als ich aus den Augenwinkeln sah, dass da ja jemand etwas ungünstig genau daneben stand. Innerhalb von Millisekunden wollte ich mich also von diesem Vorhaben wieder abbringen, hatte jedoch schon angesetzt. Ich realisierte nur noch dieses Gefühl des Falls, wenn man eine Treppenstufe übersah und als ich wieder festen Boden unter meinen Füßen spürte, merkte ich erst, dass meine Hände auf Aedans Schultern ruhten, während unsere Körper sich berührten. Leicht verdattert, blickte ich zu ihm auf, sein Gesicht nur Zentimeter von meinem entfernt und spürte, wie mir die Hitze in die Wangen stieg. Heute war echt nicht mein Glückstag! "Sorry!", lächelte ich indigniert zu ihm auf, während mein Herz angesichts dieses Schreckens raste (das wirds sein :P ). Doch ich wäre nicht ich, wenn ich nicht über mich selber lachen könnte. "Ich weiß, dir werfen sich andauernd Mädels um den Hals, aber das hier war wirklich keine Absicht!", lachte ich zu ihm auf, bis mir auffiel, dass ich ja immer noch in dieser prekären Position verharrte und rasch einen Schritt zurücktrat.

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JaneDoe Offline

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02.07.2016 12:54
#12 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten

Immer noch keine Bilder. Mal wieder ein Post aus dem Seminar. :D

Aedan Niall Costello
Es war für mich schlichtweg unmöglich, meinen Humor zu verlieren. Mit Humor bewahrte ich, vor allem in stressigen Zeiten, meinen Verstand – Humor war ein erstklassiges Mittel, Dinge zu verarbeiten. Und wenn man seine Studentin ansah, als wäre sie ein Steak und nicht wie jemanden, der unter seinem Lehrauftrag steht, das war defintiv eine Stresssituation. Zumindest für mich, und ihre Reaktionen machten die Situation nicht weniger angespannt.
Und dennoch war es nichts, was ich nicht irgendwie genoss. Das umeinander tänzeln und Bemerkungen zu machen, die irgendwie genau unter der Gürtellinie waren, Gestik und Mimik, die mehr als eindeutig waren und einem in vielen Fällen sehr eindeutig sagten, was man eigentlich wollte – ich mochte das eigentlich ganz gern; aber Gott im Himmel, mit meiner Studentin?
Normalerweise machte mein Büro mir eindeutig bewusst, in welcher Funktion ich mich befand, oder der Seminarraum, oder zumindest das Thema der Konversation. Aber hier saßen wir auf dem Brunnenrand, einfach nur zwei Personen, die so etwas wie Smalltalk führten.
Was okay gewesen wäre, wenn sie nicht demnächst in mein Seminar kommen würde und ich sie bewerten müsste. Also,ihre Leistungen, nicht sie. Objektiv. Und wenn sie mich so ansah wie gerade jetzt – mit einem Blick, der mir unpassende Bilder en masse in den Schädel prügelte (ein weiterer Grund, wieso Männer lange Haare mochten: man konnte sehr sehr gut hineingreifen) – dann war objektiv schon mal gar nicht mehr möglich. Irgendwo in mir nervte eine kleine Stimme, die am Rechnen war, wann die Vorlesungszeit vorbei sein würde, wie lange das noch dauerte, doch solche präzisen Überlegungen schob ich forsch davon.
Sutton bekam scheinbar einen Energieschub, Hummeln im Hintern, während mein Gehirn noch damit beschäftigt war, die Bilder zu verarbeiten, zu abstrahieren und vor allem mit Vernunft zu widerlegen. Mich wieder in den Griff zu kriegen.
Ich war gerade dabei, sie nicht anzusehen und mich professionell zu verhalten, als ihre Gestalt schwankte, die roten Haare flogen und sie irgendwie fiel. Ganz automatisch langte ich in ihre Richtung und fing sie auf, damit sie nicht stürzte. Wir handelten beide aus Reflex, sodass wir erst realisierten, was passiert war, als wir voreinander standen. Ihre Hände lagen auf meinen Schultern, meine unter ihrem Blazer an ihrer Taille. Man stabilisierte Fallende ganz automatisch damit, indem man sie nah an sich heranzog, was nicht nur den Grund hatte, dass man dort selbst am meistens Kraft hatte, sondern ihnen mit eigener Standhaftigkeit zu helfen. Das führte dazu, dass man hinterher, wie in diesem Fall, viel zu nah beieinanderstanden. Und als Sutton, meine Studentin, hektisch Luft holte, berührte ihre Brust fast die meine, was mich wahrnehmen ließ, wie nah sie bei mir stand. Zwischen uns passte mit Glück gerade mal ein Blatt Papier, ihre Taille war ziemlich schmal unter meinen Händen, generell war sie sehr zierlich gebaut. Sie hochzuheben wäre ein Leichtes. Und ich müsste nur den Kopf ein Stück neigen, nur ein kleines Stück, und könnte mal probieren…
Generell war ihre Größe ziemlich kompatibel mit meiner. Ich blinzelte, als sie sprach, mein Blick war wahrscheinlich mehr als eindeutig musternd, ihr Gesicht, vor allem ihre Lippen, ihr Hals, ihre Haare; und ich blinzelte.
Sie ist deine Studentin. Ich sollte mal wieder atmen. Du könntest deinen Job verlieren. Ich sollte auch anfangen zu realisieren, was sie mir gerade sagte. Zunächst winkte ich mal ab. „Das hatte ich auch nicht gedacht.“ Fast widerwillig ließ ich sie los, damit sie zurücktreten konnte. „Und ich glaube, da schätzt du mich ein bisschen falsch an.“ Es schmissen sich mir selten bis nie Frauen an den Hals. „Ist alles in Ordnung?“, fragte ich sie, und musterte kritisch ihre Knöchel. So schmal, wie ihre Fesseln waren, waren sie bestimmt empfindlicher als meine, und vielleicht war sie umgeknickt… Und vielleicht suchte ich ganz unterbewusst auch nur einen Grund, weiter bei ihr zu bleiben...

<hr />
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Neyl Offline

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03.07.2016 21:43
#13 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten







Ich hatte mir vorgenommen cool zu bleiben, immerhin war ja nichts dabei. Ein typisches Missgeschick meinerseits und er hatte mich aufgefangen. End of story... Doch während wir so beieinander standen, seine Hände an meiner Taille, fiel es mir schwer meinen Blick von ihm abzuwenden. Seine Augen, die mich aufmerksam musterten, sein Blick, der mir heiß auf der Haut brannte...Ich löste mich rasch, bevor ich mir noch weitere Hirngespinste ausmalte. Was zur Hölle dachte ich mir da nur zurecht? Irritiert lauschte ich seiner Erwiderung und bereute meinen lockeren Spruch. Ich brachte Aedan gerade in eine absolut unangebrachte Lage, nur weil mein Verstand anscheinend heute etwas verrückt spielte. Etwas? Hochgradig! Ich konnte mich nicht entsinnen, mich jemals so gefühlt zu haben. Geschweige denn, nicht sagen zu können, was da eigentlich gerade in mir vorging. Gut, er war anziehend...Das war nicht von der Hand zu weisen, doch abgesehen davon, dass ich Robbie hatte, war er mein Dozent! Und auch wenn ich mir einbildete, gewisse Blicke registriert zu haben, war es eben nur das...Einbildung. Was musste Aedan jetzt nur von mir denken? Vermutlich fühlte er sich unwohl. Berechtigterweise!
Schuldbewusst biss ich mir auf die Lippen, als er besorgt auf meine Knöchel hinab sah und sich um deren Wohlbefinden erkundigte. Besorgnis! Das war es, was ich fälschlicherweise fehlinterpretiert hatte. Normalerweise war ich mit solchen Vermutungen eher zurückhaltend. Ja, sogar dafür bekannt, dass ich gerne mal Signale übersah. Doch diese Situation hatte ich definitiv falsch empfunden. Wunschdenken? Nein! Schnell verdrängte ich diese Gedanken und riss mich zusammen. Vermutlich machte mir Robbies Abwesenheit mehr zu schaffen, als ich mir eingestehen wollte und die Einsamkeit spielte mir einen Streich. Zumindest war dies eine ganz passable Erklärung. Dennoch änderte es nichts an dem Geschehenen. Ich konnte höchstens hoffen, dass Aedan abermals darüber hinweg sah. Dann fiel mir jedoch ein, dass er meine Gedanken zum Glück nicht lesen konnte und ich gerade maßlos übertrieb. Trotzdem war es wohl besser etwas Abstand zu wahren. Also schüttelte ich den Kopf und trat einen weiteren Schritt zurück. "Zum Glück war...Rettung nicht weit.", schloss ich schnell und verbannte das Wort "Märchenprinz" aus meinem Wortschatz, sollte der charismatische Dozent sich in der Nähe befinden. "Danke fürs Auffangen.", fügte ich nun lächelnd hinzu und strich Haare und Kleidung zurecht, ehe ich einen Blick auf meine Uhr warf. "Oh...ich glaube es wird langsam Zeit, dass ich mich auf den Heimweg mache. Mein Dozent wird sonst nicht begeistert sein, wenn ich morgen unvorbereitet bin.", scherzte ich leicht um meinen Abgang nicht zu plötzlich und verdächtig scheinen zu lassen. Bedächtig drehte ich mich herum und blickte über die Schulter zu ihm zurück. "Bis morgen.", verabschiedete ich mich und verharrte einen Tick länger, als beabsichtigt, ehe ich mich von ihm entfernte und nach einigen Metern seufzend ausatmete.


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Neyl Offline

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03.07.2016 23:25
#14 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten







Lautes Dröhnen riss mich aus meinem Traum heraus und unwirsch schlug ich mit meiner Hand gegen den Aus-Knopf des Weckers. Seufzend drückte ich mein Gesicht in die Kissen und versuchte die Bilder zu vertreiben, die mir noch allzu deutlich vor Augen waren. Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich meinem Wecker dankbar sein sollte, oder ihn doch eher verfluchen sollte. Unruhig drehte ich mich auf den Rücken und starrte zur Decke hinauf. Nachdem ich gestern Abend noch so lange über Aedan nachgedacht hatte und immer mal wieder den Text bearbeitet hatte, war es kaum verwunderlich, dass unser attraktiver Guru mich auch in der Nacht heimgesucht hatte. Dennoch war die Art und Weise, wie er es getan hatte höchst bedenklich. Übertroffen wurde dies nur noch, von dem Genuss, den ich dabei verspürt hatte. Abermals keimte ich auf und drückte meine Handballen gegen die Stirn, während ich mich wie ein Teenager fühlte, dessen Hormone gerade mit ihm durchgingen. Frustriert richtete ich mich auf und befand mich eine Stunde später auf dem Gelände der Julliard, wo ich bereits den zweiten Kaffee für den heutigen Morgen genoss. Ich fischte mein brandneues Smartphone, welches ich mir auf dem gestrigen Heimweg noch schnell besorgt hatte, steckte es aber genervt wieder zurück, nachdem ich sah, dass Robbie sich noch nicht zurückgemeldet hatte. Natürlich, ich wusste, dass er viel zu tun hatte, aber besonders jetzt, hatte ich das Gefühl, dass es gut wäre, wenn er für eine Weile wieder zurückkommen würde. Den Morgen verbrachten ich und viele andere Studenten hauptsächlich damit, letzte Vorbereitungen für den Tag der offenen Tür zu treffen. Das hatte mir dabei geholfen meine Gedanken auf andere Bahnen zu lenken und einen relativ klaren Kopf zu behalten. Es machte nicht viel Sinn weiter darüber nachzudenken. Ich mochte Aedan und wollte nicht, dass er wegen mir in Schwierigkeiten geriet. So einfach war das. Alles würde ganz normal weiterlaufen. Nichts hatte sich verändert. Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass ich mich vielleicht etwas distanzieren musste um nicht zu einem dieser schmachtenden Groupies zu werden. Als ich also den Raum betrat, setzte ich mich etwas abseits hin, kramte einen Stift hervor und so zu tun, als würde ich konzentriert etwas aufschreiben, während ich in Wahrheit nur in meinem Notizbuch kritzelte.


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JaneDoe Offline

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05.07.2016 21:00
#15 RE: ~NewYork~ Zitat · antworten




Mit einem Seufzen rollte ich mich aus dem Bett. Das war eigentlich nicht ungewöhnlich. Ich war eher der Arbeitstyp „Nachteule“ und absolut kein Frühaufsteher, aber was tat man nicht alles für den Job. Soweit alles wie normal. Ich hatte auch nicht sonderlich gut geschlafen, auch das war seit der Trennung normal. Ich hatte mich einfach daran gewöhnt, dass Em neben mir schlief. Nicht normal war, dass mich Träume aus dem Schlaf gerissen hatten. Außerdem nicht normal und sogar noch schlimmer war, dass ich jetzt eine kalte Dusche brauchte, und am schlimmsten und ganz und gar unnormal war, dass es im Traum vorrangig darum gegangen war, - nun, sagen wir einfach, ich verfluchte für den Moment die haptische Fixierung des Menschen.
Ich war keiner von der schnellen Sorte. Aber ich hatte bisher auch noch keine meiner Studentinnen angefasst (das Händeschütteln ausgenommen). Ich hatte bisher noch keine Studentin auffangen müssen und hatte noch keine bisher im Arm gehabt. Vielleicht hätte ich sie fallen lassen sollen. Hinterher ein erschrockener Gesichtsausdruck und ein „Ups“ hätten mich weniger in die Bredouille gebracht, als zu wissen, wie sich ihre Hüfte unter meinen Händen anfühlte.
Vielleicht sollte ich mir eine Liaison suchen. Eine, die nicht meine Studentin war.
Vielleicht sollte ich das ganz dringend tun, möglichst, bevor mein Hormonstau mich dazu brachte, irgendwelchen Unsinn zu machen. Sie noch einmal anzufassen zum Beispiel.
Zumal Sutton, Ms. Jenkins – vielleicht sollte ich meine Studenten doch siezen, vielleicht passierte sowas dann gar nicht, danach so schnell abgerauscht war, dass ihr das wohl mehr als unangenehm gewesen war. Wenn sie auch diejenige gewesen war, die von einem Märchenprinzen geredet hatte, der sie mit bloßer Anwesenheit zum Stolpern gebracht hatte…
Ich duschte kälter als kalt, irgendwo zwischen Erkältungsgefahr und Frostbrand, bevor ich mir ein paar Klamotten anzog und mein Zeug zusammenraffte, und an die NYU zur Arbeit fuhr.
Höchstkonzentriert (hust hust, Witz am Rande) arbeitete ich also durch, während im Hintergrund fieberhaft der Gedanke lief, ob ich das Seminar an der Juilliard vielleicht absagen sollte, mit welchem Grund, und ob das nicht verdammt idiotisch war, überhaupt darüber nachzudenken.
Es war idiotisch. Aber vielleicht auch vorsichtig? Wir wollten ja nichts schlimmer werden lassen… Aber, halt stopp, es gab nichts, was schlimmer werden könnte.
Ende der Diskussion.
Mit der Schwierigkeit, dass die innere Stimme auf solche Machtworte nicht hörte, und so drehte ich mich im Kopf den ganzen Tag lang im Kreis.
Was wegen mangelnder Konzentration dazu führte, dass ich Aufsätze scannte. Mehrere Stunden lang. Gratulation, Aedan Costello. Krieg dich wieder ein. Träume passierten. Kein Grund, eine Lebens- oder Selbstkrise zu kriegen.
Als ich , ein paar Minuten zu spät, in den Seminarraum der Juilliard kam, waren die üblichen paar Hanseln da, die Netten, die Mitleid mit mir hatten und deshalb anwesend waren. Unglücklicherweise blieb mein Blick an Sutton haften, die abseits saß und auf ihr Notizbuch starrte, und entweder fleißig etwas aufschrieb oder vor sich hin kritzelte. Was mich amüsierte – nur andere Studierende ließen sich von dieser Taktik täuschen. Als Dozent sah man sowas viel zu oft, als dass man tatsächlich Produktivität hinter wildem Stiftbewegen vermutete. Lag vielleicht auch daran, dass man den Glauben an die Studierenden verloren hatte – vor allem, wenn man wie er vor nicht allzu langer Zeit selbst einer gewesen war.
Es überraschte mich erstens, dass Sutton tatsächlich den Text wenigstens überflogen haben musste, und zweitens, dass sie damit nicht die einzige war. Ein Mädel und ein anderer Typ hatten den Text ebenfalls gelesen und stellten sogar interessante Fragen, weil sie anscheinend ein Stück planten, dass irgendwo in die Richtung ging. Das Seminar entwickelte sich mehr oder weniger zu einem Kaffeekränzchen zu dritt, weil mich die beiden so mit ihrer Planung okkupierten, dass wenig Zeit für andere Dinge blieb. Das Gute war, dass ich mich konzentrieren musste, nachdenken musste, um ihre Fragen zu beantworten, dass ich beschäftigt war. Das Schlechte war, dass ich nicht einmal Zeit hatte, Sutton auch nur anzusehen. Halt Moment, das war auch gut. Das war auch gut. Wie oft, hieß es, musste man sich Dinge sagen, bis man sie glaubte?
Ich hatte über die Diskussion und die Detailfragen nicht einmal Zeit, meinen Kaffee zu trinken – was ich bemerkte, als ich gegen Ende der Sitzung einen Schluck nehmen wollte, und den Mund verzog, weil er mittlerweile kalt war, und kalter Kaffee nun mal nicht schmeckte. Was mich dazu veranlasste, auf die Uhr zu sehen – und die Stirn zu runzeln. „Okay, Zeit ist um. Wenn noch jemand eine Frage hat, ihr wisst, wo ihr mich findet.“, sagte ich lediglich, und fuhr den Laptop herunter, den ich heute nicht gebraucht hatte. Meine Studenten wussten, dass ich meine „Sprechstunde“ hier in einem überfüllten Großraumbüro verbrachte, wo ich mich des Todes langweilte, weil es zu laut war, um zu arbeiten, aber niemand meiner Studenten mich tatsächlich aufsuchte. (Luxusprobleme musste man haben…)
Also raffte ich mein Zeug zusammen und kippte seufzend den Kaffee in das kleine Spülbecken in der Ecke des Seminarraums.



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