Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 109 Antworten
und wurde 6.120 mal aufgerufen
 RPG~Profi
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.218

03.10.2016 13:31
#46 RE: Sa ihr könnt uns mal xD Zitat · antworten



Henry´s | Hat jede Menge zu tun


Zugegebenermaßen dauerte es eine Weile, bis ich bemerkte, was Odeya da gerade im Schilde führte. Den Eid den ich vor wenigen Minuten bei ihr abgelegt hatte und die Tatsache, dass es darum ging ihren verschollenen Bruder zu finden, hatten mich erst nicht bemerken lassen, dass sie versuchte durch falsche Flirterei zu vertuschen, worüber sie tatsächlich sprach. "Du eine Heidenangst davor hast, mir körperlich ein wenig Nachhilfe zu geben. Kann manchmal echt wild werden... ich brauche jemanden der mir ordentlich Ausdauer und Technik beibringt." Sätze wie dieser und ihr plötzlich erheitertes Gemüt hatten mich erst irritiert die Stirn runzeln lassen, bis mir die Intention dahinter klar wurde. Offenbar wollte sie um jeden Preis verhindern, dass jemand mitbekam, was sie vorhatte. Ich selbst wusste nicht, welcher Plan da gerade in ihrem Kopf Gestalt annahm, allerdings beschlichen mich -angesichts ihrer Bemühungen das Ganze geheim zu halten- böse Vorahnungen. Die Idee und ihre Darbietung war tatsächlich so amüsant, dass ich das Lächeln auf meinen Lippen nicht mal vortäuschen musste, auch wenn das mulmige Gefühl in meinem Inneren blieb. Kendra, die hoffentlich in ihrem Bettchen schlummerte und keinen weiteren Blödsinn anrichtete; Riley, dessen Verschwinden mir Kopfzerbrechen bereitete und die grauenhaften Bilder, die immer wieder vor meinem inneren Auge aufblitzen. Die erstickten Schreie, der Blutregen, der leblos zu Boden fallende Körper.
"Bisher hab ich sowas nur intuitiv gemacht, aber ich denke, dass ein wenig bestimmte Nachhilfe ganz nützlich sein könnte." Ich versuchte mir bei diesen Worten die Überraschung nicht anmerken zu lassen. Sie wollte also wirklich, dass ich ihr beibrachte wie man kämpfte? Oder interpretierte ich zu viel in ihre Worte hinein?
Noch ehe ich eine Antwort auf diese Frage gefunden hatte, stellte Odeya mich vor ein weiteres Rätsel. Meine Finger streiften ihre, als ich die Schlüsselkarte, die sie mir entgegenschob an mich nahm und ich fragte mich, ob das eine stille Einladung war, sie nach Ladenschluss aufzusuchen, um offen über ihre Gedanken zu sprechen. "Du weißt Bescheid?", fragte sie und als ich zu ihr aufsah, bemerkte ich, wie einige der Verteidiger hinter ihr alberne Gesten in unsere Richtung vollführten. Ich verkniff mir ein Augenverdrehen und nickte Odeya stattdessen zu, die sich von ihrem Hocker erhob und sich dann an Eli wandte, um sich zu verabschieden.
Noch immer mit den Gedanken bei Odeyas geheimen Plänen, registrierte ich plötzlich einen unerwarteten Besucher hinter der Theke. Wollte mich jetzt der zweite Grimm für diesen Tag herausfordern? Doch noch ehe ich überhaupt auf sie reagieren konnte, hielt Elora mir auch schon ihr leeres Glas vor die Nase. „Keine Panik ich will hier nur kurz auf Eli warten... er wollte was mit mir besprechen.“ So? Ich warf Eli einen kurzen Blick zu, ehe ich meine Augen wieder auf das junge Mädchen richtete. „Könntest du das Glas vielleicht nachfüllen? Irgendwie ist es schneller leer geworden, als mir lieb war... danke?“Meine Mundwinkel zuckten ungewollt und ablenkend nahm ich ihr den Krug aus der Hand und tat wie geheißen. Entweder war die Kleine nicht besonders nachtragend, oder aber...„Ich bin zwar nicht befugt dir etwas einzuschenken, aber ich habe Connections zu Caleb da drüben, der kann das ziemlich gut.“ Elora zwinkerte mir keck zu, als ich zu den Beiden aufblickte und abermals fühlte ich mich zu einem Lächeln verleitet. Diesen Impuls bekam ich aber schnell unter Kontrolle, als mein Blick auf Lana fiel, die mich wachsam beobachtete. Fast sychron hoben wir beide fragend eine Augenbraue. „Ich bin dir dankbar, dass du hilfst, aber das wird nicht heißen, dass ich dich mit Samthandschuhen anfasse, mein Lieber“ Ich löste mich von dem Anblick und drehte meinen Kopf Richtung Eli. "Du meinst, so wie Alistair das tut?", erwiderte ich ironisch, ehe ich Elora das frisch gezapfte Bier hinschob und mich augenblicklich wieder an den Barkeeper wandte. Seinen Instruktionen lauschend, fragte ich mich kurz, zu war für abstrusen Ideen ich mich heute noch verleiten lassen würde. Ich hatte gerade mal seit höchstens drei Stunden Urlaub und mich praktisch schon zwei neuen Aufgaben verpflichtet. „Wenn du gehen willst, sag mir Bescheid, dann rechnen wir deinen Lohn aus, und wir sprechen darüber, ob du einen Gefallen bei mir gut hast.", beendete Eli seine Einweisung und ich runzelte leicht die Stirn. "Ich begleiche nur meine Rechnungen...", entgegnete ich ausdruckslos, wich seinem Blick jedoch aus und wandte mein neues Wissen erstmal an dem nächsten Kunden an.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 127

04.10.2016 18:37
#47 DIE WELT kann mich mal! Zitat · antworten

immer noch crazy AF

Selbst wenn ich gewusst hätte, wie sehr es Jonas beschäftigte, wo genau ich meine Messer her hatte, würde ich es ihm wohl nicht sagen. Unter anderem, weil ich mich darüber gefreut hätte, ihn verwirrt zu sehen. Im Moment allerdings war ich zu beschäftigt damit, festzustellen, dass er ein bisschen verrückt aussah, blutgetränkt und lachend, als wäre er ein bisschen sehr krank im Kopf (also noch kränker, als ich angenommen hatte). Auch wenn ich selbst grinsen musste – es hatte sich niemand mit mir prügeln wollen, aber das hatte jene Art des Stressabbaus ganz gut ersetzt. Auch wenn ich mir zwischenzeitlich fast in die Hose geschissen hatte, als ich mich schon von den Klauen aufgespießt gesehen hatte.
Da der Ausflug nach draußen meine Idee war, war natürlich direkt alles meine Schuld – als hätte ich das aggressive Affentier zu uns bestellt, um eine kleine Party zu feiern. Nur, um das klarzustellen – das hatte ich natürlich nicht. Während ich also beschloss, mich für seine kleine Säuberungsaktion vorhin zu „bedanken“, giggelte er ab und an noch vor sich hin, als wäre er ein pubertierendes Mädchen, das seinen Schwarm aus der Ferne beobachtete… eine widerliche Spezies. Na gut, wenn ich einen Schwarm gehabt hatte, hatte ich dazu geneigt Bier zu trinken und all sein Krams auseinander zu nehmen und manchmal verbessern zu wollen und mit irgendwelchen Werkzeugen darin rumstochern zu wollen, war jetzt halt die Frage, was schlimmer war. Ich tendierte fast zu meiner Variante. Auch wenn ich zugegeben ein bisschen irritiert war, wusste ich nicht so ganz mit einem mir gegenüber gut gelaunten Jonas umzugehen. Also machte ich das einfach wie immer. Als wäre er scheiße drauf.
Ich stellte fest, dass er einen ziemlich fetten Schnitt auf der Stirn hatte, und klatschte den Stofffetzen darauf. Jeder Mensch mit einem halbwegs gesunden Verstand hätte vielleicht nicht ein ranziges Stoffstück draufgetan, aber in Filmen mit Zombieapokalypsen störte das auch niemanden. Beleidigt verzog ich den Mund, als er meinen Namen kritisierte – ich meine, wirklich? Erstens mochte ich meinen Namen, und zweitens konnte ich für den ja wohl gar nichts. Ich ignorierte das aber und schnaubte stattdessen. „Du gehst davon aus, dass irgendein Weib mit dir ein Kind haben will? Sehr optimistisch.“ Ein bellendes Lachen entfuhr mir. „Guck uns doch mal an, manche Raritäten sollte es nicht in mehrfacher Ausführung geben.“ Und ich vermutete mal, dass die schlimmsten Gene dominant waren. Elora hatte einfach Glück gehabt, oder so. Oder Jonas war selber eine Mutation, man weiß es nicht. Er schob meine Finger von seiner Stirn, und ich hob die Brauen. „Keine Angst, du würdest es merken, wenn ich Zärtlichkeiten verteilen würde.“ Eindeutig zweideutig, zwar auch auf jeden Fall wahr, aber bei dem Irren neben mir musste ich mir keine Gedanken machen, dass er das tatsächlich als Anmache auffasste. Eher fror die Hölle zu, als dass ich den Grimm anschmachtete. Als wäre er vierzig Jahre älter als er war, setzte er sich mit einer Geräuschkulisse auf, die mich die Augen verdrehen ließ (Männer waren seit je her wehleidige Weicheier) und starrte auf den Leichnam. Ein Schmunzeln breitete sich auf meinen Lippen aus, als er erwähnte, dass wir mal eben den Zentralstaat stürmen könnten. „Erst mal bräuchte ich dazu noch ein paar Bier. Ich nüchtere so langsam wieder aus.“ Er stapfte auf das Affenwesen zu, holte sein Taschenmesser wieder und steckte es weg, bevor sein Blick wieder auf mich fiel. Herausfordernd hob ich die Brauen – was hatte er denn nun schon wieder? Missmutig schnaubte ich, als er vom Wein sprach, und sah mich um, auf die Stelle, wo wir gesessen hatten. Wo Splitter einer Glasflasche herumlagen und- „Scheiße.“ Ich fuhr mir mit der Hand über die Stirn. „Der Wein ist bei meiner Schlüsselkarte“, murrte ich – die Teile hielten es bei mir nie lange aus. Das war die vierte in ein paar Monaten, die ich kaputtgekriegt hatte. Und vor allem bedeutete es, dass ich zu Caleb musste und mir seine Karte holen, damit ich bei ihm duschen konnte. Was war eigentlich los heute...

<hr /> <small> <em>
What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be. </em> </small>

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 127

04.10.2016 20:06
#48 RE: DIE WELT kann mich mal! - die Zweite Zitat · antworten



Caleb aushelfen zu lassen, ging mir eigentlich wirklich gegen den Strich. Der Junge war eindeutig zu lieb, man musste auf ihn aufpassen, nicht, dass er sich ausnutzen ließ. Das, was Kendra als „auf Caleb aufpassen“ verstand, bestand meistens darin, ihm potentielle Freundinnen zu vergraulen. Armer Junge.
Dennoch, er hatte sich angeboten und ich brauchte ihn als volle Arbeitskraft, um meinen Arm zu entlasten. Dementsprechend warnte ich ihn vor, dass ich ihn nicht mit Samthandschuhen anfassen würde, was er mit einem ironischen Spruch quittierte. Schmunzelnd schüttelte ich den Kopf. „Nein, so, wie es vielleicht erwartet würde in Anbetracht der Tatsache, dass du mir gerade meinen Allerwertesten vor dem Zorn unserer Ärztin rettest.“ Er schob Elora ein Bier hinüber, und obwohl ich niemand war, der sich als spießig bezeichnete und nach dem Ausweisalter die Menge Bier berechnete, die ich ausschenkte, war ich doch der Meinung, dass man auf Elora noch ein bisschen aufpassen musste. Sie war jung, noch ein bisschen naiv und gutgläubig, und vor allem ein begehrtes Stück „Frischfleisch“. Vielleicht hatte sie es noch nicht so bemerkt, aber viele Verteidiger leckten sich die Finger nach ihr. Und bei einigen würde ich ganz sicher dazwischengehen, wenn Kontakt zustande kam, der darauf hinauslief, dass eine Nacht mit ihr als Trophäe gefeiert wurde. Denn sie waren nur hinter dem Erfolg her, sie als erste gehabt zu haben, schließlich war nicht wirklich bekannt, dass und wenn ja mit wem sie sich vorher eingelassen hatte. Inwiefern das stimmte, wusste ich nicht, aber ich wusste, dass es das war, wovon die Jungs ausgingen. Leider hatten sie von der Verteidigung einen Ruf, den sie nur allzu gern ausnutzten: den der starken Männer, die uns alle hier drin beschützten, sehr männlich, und sehr stark. Hier sprang wohl das bisschen Patriotismus an, das wir hatten. Man verstehe mich nicht falsch, ich war dankbar, dass es jemanden gab, der diesen Job machte, ich fand es nur abscheulich, diesen Ruf einzusetzen, um junge, leichtgläubige Mädchen zu ködern.
Kurz: Ich behielt Elora, wie immer wenn sie hier war, im Auge.
Ich beendete meine Einweisung, und Calebs Gesicht wurde ein bisschen missmutig, als er mir erklärte, dass er nur seine Schulden beglich. Ich seufzte und legte ihm die Hand auf die Schulter, als er sich an die Arbeit machte. „Das ist ganz sicher keine Rechnung wert, Caleb.“ Immerhin war das von meinen Seiten eine Selbstverständlichkeit gewesen, und es hatte beiden Seiten am Ende gut getan. Denn Caleb war nicht der einzige, der am Ende profitiert hatte und dem es jetzt besser ging. Apropos, vielleicht sollte ich Lana später vielleicht danach fragen, direkt, nachdem ich mit Elora gesprochen hatte, die breit grinsend und zirpend durch die Bar sprang. „Ich hätte sogar eine Kaffeemaschine im Büro, wenn du magst, mache ich dir einen“, schlug ich Alistair vor.



What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be.

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 36

04.10.2016 20:26
#49 RE: DIE WELT kann mich mal! Zitat · antworten


Henry's


Meine Augen hafteten auf Caleb und Odeya, die gerade ziemlich offensichtlich ihre Zimmerkarte über den Tisch schob. Es war nicht verwunderlich, dass die hinter ihr ziemlich affige Bewegungen machten. Ich verdrehte dabei meine Augen. Bestimmt hatten sie vergessen wer hier noch mit drin saß. Auch wenn ich nicht behaupten konnte, nicht zu wissen, wie das manchmal war, wenn man von einer Exkursion wieder kam. Die meisten sahen es als Entspannung an, und es gab Menschen, die sich bereitwillig dafür zur Verfügung stellten. Ich konnte nicht leugnen, dass ich derartige Angebote nicht auch schon bekommen hatte. Meistens hatte ich sie distanziert abgelehnt. Vor allem, weil sie eher dann kamen, wenn gesagt wurde, ich sei der Commander.
Ich hörte so Nebenbei den Gesprächen neben mir zu, die Rede war von Rechnung, Geld, Trinken...
„Hm, hey... willst du sicher nichts trinken? Ich glaube die haben auch Wasser hier. Ich bin zwar nicht befugt dir etwas einzuschenken, aber ich habe Connections zu Caleb da drüben, der kann das ziemlich gut.“, ich neigte meinen Kopf zu Elora und besah sie kurz, ehe ich mit einem: "Nicht nötig, Danke.", antwortete. Ich konnte verstehen, wieso sie hier her wollte. Sie hatte anscheinend viele Menschen hier, mit denen sie redete. Sie war ein kommunikativer Mensch. Ich hingegen versteckte mich lieber hinter Akten und Pflichten. Ich im Augenwinkel konnte ich die Tombrock aus dem Pub gehen sehen, während Elora sich um mehrere Menschen Gleichzeitig kümmern musste. Da ich wieder Richtung Theke gewandt war, sah ich zu Elijah. Dieser bot mir einen Kaffee an. Ich haderte kurz. Inwiefern würde der Koffein schädlich sein? Bei meiner Konzentration. Hatte ich heute noch vor, ins Büro zu gehen? Eventuell. Andererseits würde er verhindern, dass ich einschlief. Ich zuckte mit meinen Schultern. "Ein Kaffee kann durchaus nicht schaden.", stimmte ich in den Vorschlag ein und warf dann Elora kurz ein schelmisches Grinsen zu. "Doch was gefunden.", kommentierte ich mein jetziges Handeln und wandte mein Blick wieder zum blonden Barkeeper.

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 36

04.10.2016 20:46
#50 RE: |||NEW|||AMERICANA||| Ihr seid süß :D Zitat · antworten


Im Henry's


Caleb schien verstanden zu haben. Es war ihm überlassen, wann er vorbei schneien wollte. Er würde es ja merken, wenn niemand zu Hause war. Zur Not kontaktierte ich ihn einfach noch einmal persönlich. Elijah bedankte sich für meinen gute Besserungswunsch und ich strich ihm im Vorbeigehen noch einmal über die Schulter. Als ich mich der Außentür näherte, warf ich einigen kindischen Verteidigern in der Ecke einen herablassenden Blick zu. "Tschüs.", gab ich an die verbliebenden im Raum, auch wenn es mir relativ egal war, ob das die im Gespräch verwickelten Personen noch mit bekamen. Meine Gedanken waren woanders. Ich fragte mich, wie weit mir Caleb helfen würde. Ich wusste, dass er es konnte, aber welche Grenzen waren für ihn überschreitbar? Kämpfen konnte er und ich war mir sicher, dass diese Dinge für ihn auch kein Problem waren, dieses Wissen an mich weiter zu geben. Da war aber noch eine andere Sache, die ich von ihm wollte. Das müsste ich allerdings später ansprechen. Gleichzeitig fragte ich mich a) wie es Kendra ging (der erste Gedanke, der mich aus meinem Tunnel holte) und b) ob sie zuhause war. C) ob sie mir in gewisser Weise auch helfen konnte. Ich wusste, dass sie auch beim Militär hin und wieder arbeiten verrichtete. Vielleicht konnte sie mir die ein oder anderen Tipps geben, wie man dort hinein kam, ohne verdacht zu erregen. Kendra hatte sicher eine Zugangskarte. Aber nicht so eine eingestufte, wie sie Elora hatte. Sie konnte damit ungehindert in Alistairs Büro... ob sie demensprechend auch in andere Orte kam? Oder war diese Karte im System vermerkt, dass sie nur bestimmte Gänge passieren konnte und Türen öffnen konnte? Ich war mir nicht sicher..
Ich machte ein Abstecher bei Kendras Heim und klingelte. Ich vermutete nicht, dass jemand ran gehen würde, aber es beruhigte mich zumindest, einmal vorbei zu schauen, ob alles in Ordnung war. Vielleicht beruhigte mich auch nur der Anblick der geschlossenen Tür, der etwas sicheres hatte. Ich klopfte noch einmal gegen die Tür, kein klingeln. Niemand ging an die Tür. Vermutlich lag sie im Suff auf ihrem Bett. Oder in einer Straßenecke. Auch wenn ich bei Kendra wusste, dass sie irgendwie meistens immer nach Hause kam. Mit einem wehleidigen Lächeln sah ich die Tür noch einmal an und ging dann wieder von ihr Weg, um mich zu meinem eigenen Heim zu begeben.

Ich griff vor meinem 'Haus' in eine Eisenkante, die an der Wand angebracht war und zog ein wenig an dieser Kante, um dahinter eine dünne Karte hervor zu heben, die mein Zweitschlüssel war. Ich öffnete meine Tür und begab mich hinein. Die Leuchtstoffröhren flackerten erst, ehe sie an gingen und es offenbarte sich mir mein nüchternes Zuhause. Andere hatten sicher irgendwas persönliches hinein befördert. Pflanzen, Bilder, Stoffe , Gardienen, geschmuggelte Kissen und sonst was. Bei mir sah man eindeutig, wo mein Fokus lag: am PC. Dort stand allerlei Technik Schnick Schnack, während mein Bett nicht mal mit Bettlaken bezogen war. Ein 'Regal' bestand aus einer Transportplatte, die man früher in alten Zeiten eventuell Europlatte oder ähnliches genannt hatte. Ansonsten war alles standart Inneneinrichtung. Schrank, Waschbecken, Licht..Bett. Ein Sofa. Ich vermutete einfach mal, dass es bei Mädchen wie Elora ganz anders aussah.

Ich legte meine Karte auf meinen Nachtisch und setzte mich erst einmal auf meinen Schreibtischstuhl. Nach kurzer Zeit ließ ich intuitiv den PC hochfahren und wartete einfach.

Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.218

05.10.2016 00:22
#51 Ja, wir sind awesome *hairflip* Zitat · antworten






Henry´s | ...



„Hm, okay. Aber trotzdem... gleich ein Hausverbot finde ich schon etwas... weiß nicht... am Ende muss ich mir dann wieder Sorgen machen, wo er sich diesmal eingegraben hat...“
Nachdenklich betrachtete ich, wie Elora kurzzeitig in Gedanken verfiel, ehe sie ablenkend durch die Bar blickte und sich kurz darauf entschuldigte. Aufmerksam folgte ich ihrem Weg und hinterfragte nicht zum ersten Mal an diesem Abend, ob es eine gute Idee gewesen war, mich ausgerechnet hier mit ihr zu treffen. Allerdings gab es vermutlich keinen anderen Ort, an dem sie besser beschützt wurde, selbst, wenn Jonas nicht anwesend war. Die plötzliche Zuneigung, die mich überkam, ließ mich kurz lächelnd den Kopf schütteln, ehe ich mein Glas leerte und gedankenverloren auf dessen Boden starrte. Ob Eloras Sorgen berechtigt waren? Ich sah wieder zu dem rothaarigen Mädchen, welches bei Caleb gerade nach Nachschub verlangte und beobachtete dann den Schwarzhaarigen, dessen Mundwinkel gefährlich zuckten. Als unsere Blicke sich trafen und wir zeitgleich die Brauen hoben, huschte auch mir ein kurzes Lächeln über die Lippen, ehe ich mich wieder meinem leeren Glas widmete. Vermutlich war es nicht ratsam weiteren Alkohol zu mir zu nehmen, weswegen ich es bestimmt von mir wegschob und stattdessen von meinem Hocker rutschte und zum Ausgang ging. Elora würde schon ein paar Minuten ohne mich zurechtkommen, immerhin war sie in besten Händen. Zumindest teilweise. Ich schob mich unbemerkt hinaus und ließ meinen Blick die Straße kurz hinauf und hinunterwandern. Zögerlich ging ich einige Schritte, ehe ich mich gegen die Fassade des Henry´s lehnte und meinen Gedanken nachging. Ich hob den Kopf, als die Tür sich abermals öffnete und Odeya die Bar verließ. Da sie mich nicht zu bemerken schien, schwieg ich und sah ihr nur stirnrunzelnd nach, anstatt sie anzusprechen. Auch bei ihr schien es angebracht zu sein sich Sorgen zu machen. Ich fuhr mir seufzend durch die Haare und überlegte, ob ich es riskieren konnte, Elora eine Weile alleine zu lassen. Ein paar Minuten vergingen, ehe mich meine Schritte wieder zurückführten. Keine Ahnung warum ich mich dagegenentschieden hatte, auch wenn mir die Entscheidung alles andere als behagte, aber im Zweifelsfall sollte man immer auf seinen Bauch hören und der sagte mir gerade, dass ich bei der Rothaarigen besser aufgehoben war. Oder sie bei mir wohl eher. Wieder im Inneren, blickte ich mich sofort nach meinem Schützling um. Offenbar hatte Eli endlich Zeit gefunden sein Anliegen vorzubringen. Aufmerksam beobachtete ich die zwei kurz, ehe ich mich wieder an der Theke niederließ und versuchte Elora etwas mehr Privatsphäre zu gönnen. Mein schlechtes Gewissen beruhigte ich, indem ich mir einredete, dass er es so wollen würde.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Pummel Offline

Eumelchen <3


Beiträge: 71

05.10.2016 22:37
#52 *einfach mal mitflip* Zitat · antworten


Oberfläche, dann wieder unten, verflüchtigt sich unhöflich und peilt bereits das nächste Ziel an
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Zusammenfassend. Kendra zweifelte daran, dass ein Exemplar des weiblichen Geschlechts die Idee gut finden würde sich mit mir zu paaren. Insgesamt stufte sie uns beide als Raritäten ab, die sich lieber nicht vervielfältigen sollten. In diesem Punkt konnte ich ihr wahrscheinlich sogar zustimmen. Zum zweiten Mal an einem Tag… langsam irgendwie beängstigend. Wenigstens schien es so, als würde sie nicht vorhaben mich in absehbarer Zeit mit Zärtlichkeiten zu belästigen. Damit konnte ich mich arrangieren. Ebenso mit der Tatsache, dass ich sie erst mit ein paar Bieren abfüllen müsste, ehe wir einen Putschversuch im Zentralstaat wagen würden. Seufzend löste ich den Stoff kurz von meiner Stirn, nur um ihn kurz darauf wieder dagegen zu drücken. Als ob ich nicht bereits genug Probleme mit einer blutenden Hand gehabt hätte.
Kendra schnaubte sichtlich unzufrieden, als ich die Weinflasche ansprach. Nachdenklich folgte ich ihrem Blick, bis mir der feuchte Scherbenhaufen einige Meter weiter im Gras auffiel. Sie fluchte. Dann erfuhr ich den Grund für den plötzlichen Ausbruch. Anscheinend hatte sich zusammen mit dem Wein auch ihre Schlüsselkarte verabschiedet.
„Oh…“ – entfuhr mir intelligent noch während ich in meine eigene Tasche fasste und erleichtert feststellte, dass meine eigene Karte noch intakt zu sein Schien. „Naja… dumm gelaufen.“
Am Ende gab es wohl nichts umsonst. Den spontanen Ausflug in die Freiheit hatten die Weinflasche und Kendras Schlüsselkarte mit ihren Leben bezahlen müssen. Und meine Stirn. Ich würde einen Weg finden müssen, um Elora die Geschichte schonend beizubringen. Lana würde wahrscheinlich auch nicht allzu glücklich sein. Zuallererst das Blut loswerden. Oder doch erst um die Verletzungen kümmern? Noch während ich darüber nachdachte, lenkte ich meine Schritte langsam wieder zur Luke, durch die wir gekommen waren.
„Ich hatte genug Aufregung für einen Tag. Lass zurück, ehe die Familie von Säbelzahn King Kong auf die Idee kommt Daddy zu rächen…“ – rief ich Kendra entgegen und hoffte einfach darauf, dass die Vernunft in ihrem langsam ausnüchternden Körper siegen würde. Und wenn nicht, dann hatte ich mir zumindest nichts vorzuwerfen. Das versuchte ich mir zumindest einzureden, als ich langsam den Rückweg antrat. Wenigstens glaubte ich kurz darauf zu hören, wie meine äußerst ungewohnte Begleitung mir folgte.
Unten angelangt machte ich mich auch gleich auf den Weg. Irgendwie hatte ich auch nicht das Gefühl, als ob es noch etwas zu sagen gäbe. Denn welche Abschiedsworte hätte ich schon an die Dunkelhaarige richten können? Ihr viel Glück mit ihrer Karte wünschen? Oder gar vorschlagen die Nacht bei mir zu verbringen, weil sich um diese Zeit wahrscheinlich niemand bereit erklären würde ihr eine neue Zugangskarte bereitzustellen? Außer vielleicht Odeya. Aber nein. Das waren nicht die Aussagen, die zur Situation passten. Die zu Kendra passen würden. Wir waren keine Freunde. Keine wirklichen Feinde. Vielleicht etwas dazwischen, das sich nicht auf Anhieb in Worte fassen ließ. Und nur weil wir etwas Zeit miteinander verbracht hatten, ohne uns dabei gegenseitig an die Gurgeln zu springen, machte mich nicht naiv genug anzunehmen, dass sich ab jetzt etwas an unserem bizarren Verhältnis ändern würde. Es war einfach einer dieser Tage.
Da ich den Stofffetzen von Kendra irgendwo auf dem Weg nach unten verloren hatte (einfach aus der Hand gerutscht und irgendwo im nirgendwo gelandet), blieb mir vorerst nichts Anderes übrig, als meine Finger als Ersatzdruckverband zu missbrauchen. Ich steuerte unser Wohnviertel an. Das Henry’s war wegen dem Hausverbot ja tabu. Außerdem konnte ich wohl schlecht blutüberströmt dort aufkreuzen. Nicht wenn Elora dort war. Oder die übereifrige Ärztin. Auf halben Wege änderte ich meinen Kurs geringfügig ab. Weil halt. Manchmal gab es diese Momente, in denen man sich für etwas entschied, ohne einen wirklichen Grund dafür zu haben. Oder man benutzte einen einfachen Vorwand, um sich die eigenen Unzulänglichkeiten oder Ängste nicht eingestehen zu müssen. Es ließ mich zumindest an diesem Tag vor Odeyas Tür stehen bleiben und seufzend die Klingel betätigen. Ich wartete kurz, lehnte mich dann an ihren Türrahmen und wartete, ob eine Reaktion folgen würde. Es bestand schließlich immer noch die Möglichkeit, dass sie unterwegs war.
Als sich also, wider Erwarten, die Tür vor mir öffnete, legte ich verwundert den Kopf schief. Ich schob mich vom Türrahmen weg und richtete meine Augen auf die Brünette, die um diese Uhrzeit wahrscheinlich keinen Besuch mehr erwartet hatte. Oder etwa doch?
„Ich glaube du hast etwas, was mir gehört…“ – erklärte ich ruhig und hob dabei eine Augenbraue. Über der anderen hielt ich weiterhin meine Finger, um nicht auszubluten. Konnte das bei so einer Verletzung überhaupt geschehen? „Hast du vielleicht etwas gegen Schmerzen?“

Pummel Offline

Eumelchen <3


Beiträge: 71

05.10.2016 22:40
#53 Wuschhhhhhhh! Zitat · antworten


Henry's bei vielen anderen, versucht sich zurechtzufinden und bald hoffentlich Kaffee zu brühen!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Nicht nötig, Danke.
Bäm. So einfach erlitt ich die nächste Niederlage. Alistair wollte nichts trinken. Er fühlte sich hier nicht wohl. Ich unterdrückte ein Seufzen und versuchte mir meine Enttäuschung und die aufwallenden Schuldgefühle nicht anmerken zu lassen. Schließlich sollte ich dankbar dafür sein, dass er sich auf diesen kleinen Ausflug hier überhaupt eingelassen hatte.
„Ich hätte sogar eine Kaffeemaschine im Büro, wenn du magst, mache ich dir einen“ – hörte ich Elis Stimme in unmittelbarer Nähe sprechen. Überrascht wirbelte ich herum und erblickte den Blonden bei Caleb. Wann war er denn zurückgekehrt? Und wieso hatte ich ihn nicht kommen hören? Er war doch der Grund, wieso ich überhaupt hier stand!
"Ein Kaffee kann durchaus nicht schaden." – hörte ich Alistair im nächsten Moment auch schon antworten. Perplex drehte ich meinen Kopf in seine Richtung und staunte nicht schlecht als ich das schelmische Grinsen auf seinen Lippen erkannte, dass er mir zuwarf, ehe er feststellte, dass wir doch noch etwas für ihn gefunden hatten. Erleichtert und glücklich zugleich schenkte ich ihm ein breites Lächeln.
„Ja, ein hoch auf Eli. Kaffee… darauf hätte ich eigentlich selbst kommen müssen.“ – stellte ich selbstreflektierend fest, ehe ich kurz an meinem Bier nippte. „Okay… dann sorge ich dafür, dass du deinen perfekten Kaffee bekommst!“ – versprach ich dem Commander und machte ein Daumen-Hoch-Zeichen in seine Richtung, ehe ich ein paar Schritte in Elis Richtung trat und mit dem Finger auf ihn deutete. „Ich begleite dich ins Büro und schaue dir ein wenig über die Schulter. Und dabei können wir reden… über was auch immer du reden wolltest… also wenn das okay ist.“ – schlug ich leise lachend vor, machte dabei einen Schritt in Richtung Büro und wartete mit einem Schmunzeln auf den Lippen ab, ob er mir folgen würde.

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 36

06.10.2016 13:07
#54 NA Zitat · antworten


Zuhause


Ich drehte mich zu meinem Bildschirm um und suchte unterhalb meines Schreibtisches nach einem bestimmten Kabel, mit dem ich Adapter und verschiedene Geräte aneinander klatschen konnte. Gerade als ich im unteren Teil der Schublade war, klingelte es. Überrascht zog ich eine Augenbraue hoch. Caleb? Jetzt? Das ging relativ flott. Ich hatte damit gerechnet, dass er später oder gar an einem anderen Tag kommen würde. Ich richtete mich also auf und schob unsanft die Schublade mit meinem Fuß in das Gehäuse des Schreibtisches hinein. Im gehen steckte ich den Stoff um meinen Kopf noch einmal zurecht, ehe ich die Tür öffnete.
Doch vor mir stand kein muskulöser dunkelhaariger Verteidiger. Sondern das Pendant dazu. Jonas stand dort. Überrascht zog ich eine Augenbraue hoch.
„Ich glaube du hast etwas, was mir gehört…“, eine Pause entstand, und als hätte ich es geahnt, was gleich kommen würde, schwenkte mein Blick über ihn, und ich wusste nicht so recht, woher das ganze Blut kam. Eine Stelle hielt er sich fest, weswegen es natürlich naheliegend war, dass dort sich die Wunde befand. Allerdings sah das ganze so aus, als würde das nicht nur ausschließlich sein Blut sein. In gewisser Weise sah er eher aus, als hätte er sich in einem Blutmassaker voller verstümmelter Leichen [kein SA, ENDLICH DARF ICH DAS] gewälzt.
„Hast du vielleicht etwas gegen Schmerzen?“, mein Blick fuhr wieder hoch. Ich sah ihn noch kurz an, ehe mir ein leicht belustigtes Lachen über die Lippen rutschte, und ich die Tür nach Innen hin weiter öffnete, um Jonas zu signalisieren, dass er reinkommen möge. Er folgte meiner Stummen Anweisung. "Setzt dich, stell dich hin, wie du möchtest.", gab ich die Möglichkeiten vor, die ihm zur Verfügung standen. Die Jacke würde ich ihm noch nicht geben. Sonst war diese genauso dreckig, wie der Rest von ihm..womöglich hatte er dann noch kaum Dinge, die er anziehen konnte. Ich ging zu meiner Küche und öffnete dort eine Schublade nach dem anderen Schrank. Füllte eine Schüssel mit warmen Wasser, schnappte mir hochprozentigen, einen Lappen zum Abtupfen und einen Lappen zum dran halten.
"Darf man fragen, was du da gemacht hast?", gab ich ruhig von mir, während ich meine Ressourcensammlung weiter vollführte. Ich war keine Ärztin, weswegen ich auch keine sterilen Nadeln und Faden oder gar Verbände zur Hand hatte. Vielleicht ein zwei Pflaster und Salbe aus Kräutern, die ich am Kreis gekauft hatte, mehr aber nicht. Im allgemeinen hatte meine persönliche Versorgung in den letzten Wochen eher nach gelassen.


Hier im Übrigen eine Zimmeraufteilung wie man sie sich vorstellen muss:

Rot = Standarteinrichtung
Blau = Was Odeya selbst noch hinzugefügt hat
*hust* Maßstab gibt es nicht xD
Ihr könnt ansonsten alles einrichten wie ihr wollt und verrückbare Möbel auch verrücken =)
Bei der Theke wird es sicher mindestens eine Herdplatte geben, ihr dürft euch auch einen Kühlschrank einbauen.


Und das hier ist NICHT Odeyas komplette Einrichtung, sondern nur, wie man sich die Atmosphäre der Einrichtung vorstellen muss! Ne Mischung aus Robust und Clean :D

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 36

07.10.2016 09:24
#55 RE: NA Zitat · antworten


Henry's


Ich war etwas überrascht davon , wie Elora fast schon erleichtert wirkte, als ich erwähnte, dass ein Kaffee eine gute Idee war. Als würde sie sich all zu viele Gedanken machen, was ich hier gerade sagte und tat. Und als ob das irgendwelche prägenden Einflüsse auf unsere Freundschaft hätte. Belustigt sah ich Elijah und Elora dabei zu, wie sie sich entfernten. Auch wenn ich mich fragte, ob ich mir bei Elijah Gedanken machen musste. Befand aber dass er bisher eher weniger dazu beigetragen hatte, dass ich ihm misstrauisch begegnen müsste.
Mein Blick löste sich von E und E und blieb an Lana hängen. "Na ? Frei?" , gab ich etwas belustigt von mir. Ich wusste ja , dass sie Elijah verarztet hatte. Und dementsprechend auch nicht wirklich frei hatte. Aber keiner von uns beiden hatte jemals wirklich frei. Es gab Berufe , bei denen man eigentlich so gut wie immer im Einsatz war.
Ich lehnte mich zu ihr rüber , da ich ihr wirklich etwas wichtiges mitteilen musste:
"Wenn du demnächst eine freie Sekunde hast, dann muss ich auf der Arbeit geschäftlich mit dir reden. Es geht da um gewisse Stoffe, die wir erreichen konnten." Meine Stimme war gedämpft und ließ vermuten , dass es eher was war , was man nicht in der Öffentlichkeit besprechen sollte. Um Caleb machte ich mir keine Sorgen, sollte er irgendwas gehört haben. Er war ja dabei gewesen. Aber ihr bezweifelte bei der  Geräuschkulisse wirklich, dass überhaupt jemand etwas mit bekam. Bis auf Lana eben.
Ich entfernte mich wieder von ihr und besah sie kurz. Wir hatten uns aufgrund der Expedition länger nicht gesehen und ich war mit nichtmal richtig sicher, wann wir uns überhaupt mal "privat" gesehen hatten. War bestimmt vorgekommen. Aber unsere Bekanntschaft // Freundschaft hatte sich eher auf dem Arbeitsplatz gebildet.
Ich war versucht danach zu fragen, wie die letzten Wochen waren, ob etwas auffälliges passiert sei,  ob jemand von den obersten Scheiße gebaut hatte, biss mir aber auf meine Zunge um mich davon ab zu halten. Ich war mir sicher, würde ich noch mehr Arbeitsgespräche führen,  würde Elora das riechen und mich vermutlich mit allen Mitteln davon abhalten , weiter zu arbeiten. Andererseits : was jetzt erledigt war, war erledigt... Gut vermutlich war es eher so zwischen Tür und Angeln... und nicht ausführlich genug. Ich beließ es also vorerst bei meinem Infornationshäppchen und vertiefte das Thema nicht weiter. Sondern fragte ganz einfach: "Und ... Wie wars so in den letzten Wochen?" Das war kein Arbeitsgespräch! Nur (dummer) Smalltalk. Wenn Lana anfing über die Geschehnisse zu reden , war es wenigstens nicht meine Schuld.

Pummel Offline

Eumelchen <3


Beiträge: 71

07.10.2016 21:57
#56 RE: NA Zitat · antworten


In Odeyas Reich
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich kam zu dem Entschluss, dass meine Entscheidung gegen einen Spontanbesuch im Henry’s richtig gewesen war, als ich Odeyas prüfenden Blick auf mir spürte. Nachdem sie sich ihre Zeit genommen hatte mich von oben bis unten zu durchleuchten, entwich der Brünetten ein belustigtes Lachen. Dann öffnete sie ihre Tür noch etwas weiter und gewährte mir somit Zutritt zu ihrem kleinen Reich. Zugegebenermaßen ein wenig neugierig folgte ich ihr in die Wohnung hinein und ließ meinen Blick kurz über die Inneneinrichtung wandern.
"Setzt dich, stell dich hin, wie du möchtest." – hörte ich die Gastgeberin meine jetzigen Optionen aufzählen. Ich entschied mich aus Rücksicht auf ihre Möbel für die zweite Variante und beobachtete sie dabei, wie sie zur Küchennische schritt und ihre Schubladen und Schränke nach brauchbaren Hilfsmitteln absuchte.
"Darf man fragen, was du da gemacht hast?"
Die Frage bewirkte, dass meine Mundwinkel kurz zuckten. Meine Finger über der Verletzung behaltend, trat ich langsam zu ihr und schaute kurz über ihrer Schulter zur Theke, auf der sich bereits einige Hilfsmittel befanden. Am interessantesten erschien mir die Flasche mit klarer Flüssigkeit neben einer Schüssel mit frischem Wasser. Eignete sich sicher wunderbar, um die Verletzung von innen heraus zu desinfizieren.
„Ach... ein spontaner Ausflug zur Oberfläche mit Kendra... frag lieber nicht...“ – beantwortete ich schulterzuckend ihre Frage und trat an die Spüle, um meine Hände und Arme von den Spuren des Kampfes und des Blutes zu befreien. Erschien mir zumindest ein guter Anfang zu sein.
„Wir sind ungewollt auf einen zu groß geratenen Mutanten geraten… ein Fleischfressender Klauengorilla… oder sowas in der Art. Ziemlich gereiztes Viech. Aber jetzt sollte es zumindest keinen Ärger mehr machen.“
Ich schaute kurz aus den Augenwinkeln zur Brünetten und überlegte, ob es gerade angebracht wäre nach ihrem Bruder zu fragen. Denn einerseits interessierte es mich zu erfahren, ob es Neuigkeiten gab. Oder ob man irgendwelche neuen Spuren entdeckt hatte. Andererseits war ich mir jedoch ziemlich sicher, dass sie solche und ähnliche Fragen in letzter Zeit wahrscheinlich viel zu oft hatte beantworten müssen. Ich wusste zwar nicht, wie Odeya dazu stand. Aber persönlich hätte ich bei der ganzen Fragerei längst angefangen um mich zu schlagen. Ich wagte nicht einmal zu denken was ich tun würde, falls Elora jemals etwas zustoßen sollte.
Missmutig trat ich an die Schüssel heran und befeuchtete einen der Lappen, ehe ich dazu überging mir übers Gesicht zu wischen und meine improvisierte Säuberungsaktion fortzusetzen. Ich verzog das Gesicht, als ich den feuchten Stoff schließlich gegen den tiefen Kratzer drückte und mich wieder an Odeya wandte. Meine Augenbrauen zuckten kurz unmerklich.
„Danke… übrigens.“

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 127

07.10.2016 23:21
#57 high with legal mari- ne. HIGH WITH BLOOD; YEAH! Zitat · antworten


wird schon wieder in sein Büro entführt


Ich mochte das Gefühl, in einer Bar zu sitzen (in einer Bar zu bedienen, mochte ich allerdings noch um ein Vielfaches mehr). Es war immer gesellig und selbst wenn man allein war, konnte man viel sehen. Viel erfahren, viel hören. Aber man musste durchaus etwas zu trinken haben, egal was. Also bot ich ihm Kaffee an, auch wenn der nicht auf der Karte stand. Dieser Service blieb gewissen Personen vorenthalten – wie ranghohen Verteidigern, die ziemlich fertig aussahen, Freunden, die in meiner Bar aushalfen oder Ärzten, die in ihrer Freizeit Schultern durch die Gegend prügelten. Alistair nahm den Vorschlag und ich nickte lächelnd. Sehr schön. Dann blieb er auch noch eine Weile und erfreute uns mit seiner Gesellschaft, anstatt direkt gelangweilt zu verschwinden. „Doch was gefunden“, teilte er Elora mit, und aus dem Augenwinkel bemerkte ich, wie Lana die Bar verließ. Den Blick wieder zu der kleinen Schwester von Jonas richtend, die mich mehr oder weniger dafür feierte, dass ich auf den Kaffee gekommen war, fragte ich mich für einen Moment, ob alles in Ordnung war – wurde dann aber endgültig von der Rothaarigen abgelenkt, die davon sprach, dass sie da selbst hätte drauf kommen müssen. Das war zwar nicht ganz richtig, weil die Maschine in meinem Büro stand und sie bisher dort nicht gewesen war, aber ich sagte nichts dazu und ließ sie einfach weiter reden. Ich horchte auf, als sie davon sprach, dass sie ihrem Commander den perfekten Kaffee bringen wollte. Ach ja? Okay. Sie erklärte sich, dass wir dann auch direkt sprechen könnten, und ich nickte. Achso, ja richtig. Das machte Sinn. Ich drehte mich um, dabei aus halbem Augenwinkel registrierend, dass Lana wieder da war – was war das eben gewesen? - und ging an Elora vorbei, schloss das Büro auf und bedeutete ihr mit einer Bewegung meines (gesunden) Arms, dass sie eintreten solle. Ich lehnte mich gegen meinen Schreibtisch, einen Fuß locker über den anderen gekreuzt, mit den Händen an der Tischkante abgestützt, und nickte mit dem Kopf in Richtung Kaffeemaschine. „Na dann, mach mal den weltbesten Kaffee.“ Mit einem Grinsen trat ich zu ihr hinüber, um zu beobachten, was sie tat, und ihr zu helfen. Das Ding war brandneu (wenn ich etwas brauchte, war das eine gute Kaffeemaschine). „Pass auf. Ich brauche unbedingt eine regelmäßige Aushilfe, für mindestens den nächsten Monat. Ich weise dich ein, du arbeitest hier nicht alleine, ich bin entweder mit vorn an der Bar oder hier hinten im Büro, wenn etwas ist, bin ich also für dich erreichbar. Ich bezahle dich natürlich, und alles Trinkgeld, was du ohne Frage bekommen wirst, darfst du komplett behalten.“ Da es in vielen gastronomischen Betrieben Norm war, dass das Trinkgeld aufgeteilt oder gar in die Ladenkasse wanderte, war das umso besser für Elora – und ein Anreiz, tatsächlich bei mir zu arbeiten. „Ich brauche vor allem abends jemanden, wenn sie mir die Türen einrennen. Ansonsten wird Lana ihre Drohung wahrscheinlich wahr machen und mich irgendwo festbinden. Luca hat sich bisher noch nicht weichklopfen lassen, für mich zu arbeiten“, erläuterte ich, damit sie verstand, was und weshalb ich es ihr anbot. „Wenn du selbst etwas trinkst, geht das auf's Haus“, im Gegensatz zu mir, der sich selbst eine Rechnung ausstellte, „unter der Voraussetzung, dass du dich natürlich nicht betrinkst. Caleb arbeitet ohnehin schon zu viel und kommt gerade erst von einer Exkursion wieder, den kann ich nicht noch stärker belasten.“



sprengt das Henry's

Nachdenklich verzog ich die Schnute, während ich überlegte, ob ich Jonas Beispiel folgte und hineinging, oder ob ich weiter hier draußen die Freiheit genoss. Leider Gottes würde ich erstens die Nacht auf dem Flur verbringen müssen, wenn ich mich länger hier draußen herumtrieb, zweitens stank ich nach Blut, und nicht nur die Moskitos hätten ihren Spaß daran, und drittens war das auch einfach nur widerlich! Weswegen ich ihm wie ein treudoofer Hund hinterher dackelte. Unten auf der Müllkippe blieb ich einen Moment stehen. Nicht, weil ich empört war über die fehlende Hoffnungslosigkeit vom Grimm, dermir kein Abschiedsküsschen gegeben hatte, Bullshit, sondern weil ich vor Blut troff und keine verdammte Schlüsselkarte hatte. Und die Zweitschlüsselkarte zu Calebs Bude war bei mir eingeschlossen. Und meine Zweitschlüsselkarte – die hatte Caleb gehabt, bis mir meine Hauptkarte vor ein paar Tagen in der Flamme meines Schweißbrenners angeschmolzen war, weshalb ich gerade meine Zweitkarte zerstört hatte. Scheiße. Das heißt, es war mal wieder Zeit für den offiziellen Weg. Mist.
Also stapfte ich in Richtung Elis Bar, um mir dort Calebs Karte abzuholen, um bei ihm duschen zu gehen und ignorierte die Blicke von anderen Menschen, die mich schockiert anstarrten. Den Mund verzogen, weil ich mir vorstellen konnte, was ich mir von meinem kleinen Bruder würde anhören dürfen (und das nicht nur wegen der kaputten Zugangskarte, stapfte ich fast trotzig durch die Tür in die Bar und an den Tresen, zu Caleb, und zuckte mit den Achseln. „Ich bräuchte mal deine Karte. Meine ist kaputt, und ich würde gern duschen, ich stinke.“ Ohne auch nur zu versuchen, zu erklären, was passiert war, streckte ich die Hand aus, und verkniff es mir, einen Countdown zu zählen, bis mir alles hier um die Ohren flog.



What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be.

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 127

08.10.2016 00:09
#58 New information Zitat · antworten

Nur falls ihr euch gewundert habt.
Was ihr nicht getan habt. Aber darum geht's hier nicht.

Eli
- hat dunklen Steinfußboden
- dazu Möbel, die grau/weiß sind. Durchgehend.
- als "Farbtupfer" die ganzen Pflanzen. Und sein tannengrünes Bettzeug.
- hat in jedem "Bereich" eine große Wanduhr. Grau. Mit weißen Zeigern.
- Das Bett ist immer gemacht.

Kendra
- ist froh, dass sie überhaupt Fußboden hat.
- hat eine tote Pflanze, die tot ist, weil sie mal reingekotzt hat. Sie will es als Mahnung in ihrem Zimmer stehen lassen, nie wieder in Pflanzen zu kotzen, weil sie sonst sterben.
- Das Bett ist nie gemacht.
- Trotz überall rumliegender Werkzeuge und herrschendem Chaos ist es bei ihr nicht dreckig. Sie putzt regelmäßig, räumt dann sogar auf - und auf magische Weise ist einen Tag später wieder alles chaotisch.
- Die Werkbank ist aus Metall, überall an der Wand hängen Gasmasken und Schweißerbrillen, Schutzbrillen, Handschuhe und Schraubenschlüssel.
- Der Stuhl, auf dem sie an der Werkbank sitzt, hat Rollen. Damit stößt sie sich durch den ganzen Raum, um Werkzeuge zu suchen, und fliegt das ein oder andere Mal über am Boden liegendes Zeug.
- Klamotten liegen bei ihr NIE rum, nur Werkzeuge und Materialien. Klamotten sind entweder im Schrank oder in der Wäsche.
- alle Möbel sind irgendwie zusammengewürfelt. Die Couch ist eine alte von Jenna und Filip, der Couchtisch noch von ihren Eltern, genau wie der Kühlschrank. Das Bett ist ausnahmsweise selbst gekauft, es ist aus dunklem Holz. Nichts passt so recht zusammen, weil sie darauf keinen Wert legt.
- ERGO: Ihre Bude sieht aus, wie eine Werkstatt, in die man random ein paar alte Polstermöbel gestellt hat. Eine Zeitlang hatte sie einen Teppich von Jenna, aber nachdem sie sich das Kinn aufgeschlagen hat, weil sie mit dem Stuhl täglich über die Kante gefallen ist, hat sie ihn nicht mehr.

<hr /> <small> <em>
What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be. </em> </small>

Angefügte Bilder:
Aufgrund eingeschränkter Benutzerrechte werden nur die Namen der Dateianhänge angezeigt Jetzt anmelden!
 Kennas Zimmer.png  Elis Zimmer.png  eli büro.png 
Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.218

08.10.2016 01:41
#59 RE: *gähn Zitat · antworten






Henry´s | ...



Nachdenklich tippten meine Finger auf der Theke herum, während ich beobachtete, wie Eli und Elora in seinem Büro verschwanden um über was auch immer zu sprechen. Ich hatte einen leisen Verdacht, was Elis Intentionen betraf, weswegen ich wohl zufrieden sein müsste. "Na? Frei?"
Langsam drehte ich meinen Kopf zu dem Commander und erwiderte seine Worte mit einem interessierten Lächeln. Nur darauf wartend, dass noch etwas folgen würde. Automatisch neigte ich meinen Kopf zur Seite, als Alistair sich zu mir vorbeugte und lauschte aufmerksam seinen leisen Worten. "Wenn du demnächst eine freie Sekunde hast, dann muss ich auf der Arbeit geschäftlich mit dir reden. Es geht da um gewisse Stoffe, die wir erreichen konnten."
Für einen Moment teilten sich meine Lippen erstaunt, ehe ich sie rasch wieder schloss und den Mann nun aufmerksam musterte. Was auch immer er mir mitzuteilen hatte, ich konnte nicht leugnen, dass ich es kaum erwarten konnte diese "gewissen Stoffe" in den Händen zu halten. Allerdings wagte ich es kaum Hoffnungen in mir aufkeimen zu lassen, auch wenn ich allein bei der Vorstellung eine gewisse Erregung verspürte. Vielleicht war die Situation doch nicht so aussichtslos, wie sie mir in dunklen Stunden erschien. "Wann immer du möchtest.", erwiderte ich und nickte ihm entschlossen zu, ehe ich mich wieder aufrichtete. Zumindest wusste ich jetzt, wo mich morgen mein Weg als erstes hinführen würde. Kurz war ich sogar in der Versuchung Alistair augenblicklich in sein Büro zu zerren, denn vermutlich würde ich vor Ungeduld die ganze Nacht nicht schlafen können. Ich besann mich allerdings und überlegte gerade, ob der Zeitpunkt passend war, ihn auf eine andere Sache anzusprechen, als er abermals das Wort erhob.
"Und ... Wie wars so in den letzten Wochen?"
Das Schicksal hatte wohl entschieden, dass jetzt der richtige Moment war. Als ich mich dieses Mal zu ihm umdrehte, konnte ich meinen Missmut über das Kommende nicht verstecken. "Broud ist eine Idiotin."
Ohne auf eine Reaktion zu warten, machte ich eine abwinkende Handbewegung und fuhr fort.
"Jeden Tag sind mehr betroffen. Und obwohl es sich so drastisch ausbreitet, scheint es niemand für nötig zu befinden eine Quarantäne einzurichten, um es einzudämmen." Alistair zuliebe, versuchte ich meine Frustration über so viel Ignoranz so gut es ging unter Kontrolle zu behalten. "Ich gehe davon aus, dass du die aktuellen Zahlen kennst..." Ich strich mir seufzend durchs Haar, ehe ich meinen Blick wieder auf den Commandanten richtete. "Solange wir keinen Weg gefunden haben es aufzuhalten, müssen wir wenigstens dafür sorgen, dass es nicht auf das komplette Lager übergreift, außerdem..." Doch weiter kam ich nicht. Noch ehe ich mich nach der geräuschvoll aufschwingenden Tür umblicken konnte, rauschte eine Gestalt an mir vorbei und als ich erkannte wer und vor allem wie diese sich vor ihrem Bruder postierte, klappte mir die Kinnlade hinunter. Also, das war wirklich für Kendra ein Auftritt, den man so nicht alle Tage sah.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 36

08.10.2016 13:23
#60 RE: *gähn Zitat · antworten


Zuhause


Ich hatte alle Utensilien an einem Platz zusammen gesucht und versuchte jetzt gerade noch irgendwas zu finden, mit dem man eventuell die Wunde nähen könnte. Ich würde dabei wahrscheinlich ziemlich rum stümpern, aber wenigstens Etwas? Wenn Lana meinen Gedanken lauschen könnte, würde sie wahrscheinlich die Arme über ihren Kopf zusammen falten und an meiner Intelligenz zweifeln. Eventuell berechtigter Weise.
Als er zugab, mit Kendra an der Oberfläche gewesen zu sein, zuckten meine Augenbrauen schon überrascht in die Höhe. Die beiden?! Zusammen? Dass die sich nicht die Köpfe eingeschlagen haben..
Ich schüttelte belustigt meinen Kopf, als er erzählte, dass er 'so etwas wie einem Klauengorilla oder so' begegnet war und erhob mich von meinen Knien, auf denen ich gerade gesessen hatte, weil ich in meinem Küchenschrank nach einer Nadel und einem Faden gesucht hatte. Anschließend ging ich zu meiner Arbeitsplatte, auf der neben einem Lötgerät, mehreren Drahten und was nicht alles auch ein Bunsenbrenner stand. Ich schloss meine Herdplatte ab und schloss diesen dort an, zündete aber noch nicht, sondern versenkte den Faden im Alkohol. Ich hob meinen Blick, als ich wartete und sah, wie Jonas sich schon netterweise selbst versorgte. "War das Fell nicht mehr zu gebrauchen?", fragte ich ihn und fügte dann noch anbei: "Oder habt ihr das Tier so stark massakriert?"
Während ich hier meine Such Arbeit verrichtete, fügte ich hinzu:
"Also, wenn du das genäht haben willst, dann wird das am Ende aber nicht schön aussehen. Ich piecks dir da dreimal rein und mach jedes mal ein Knoten auf die Fäden. Ich bin ja keine Ärztin.", auch wenn Mediziner sein auch 'nur' ein Handwerk war, Lana war natürlich auf ihrem Gebiet die beste. Wenn ich jemals in meinem Leben was haben sollte, würde ich nur sie an mich ran lassen... auch weil ich den anderen gar nicht vertraute.
Ich zündete den Bunsenbrenner und hielt die Nadel dort eine Zeit lang hinein, bis sie glühte, dabei kam mir noch eine andere Idee. "Schneller, aber vermutlich schmerzhafter wird es, wenn die Wunde zusammen gebrannt wird... das gibt aber vermutlich eine fette Narbe." , und Lana würde mich köpfen, wenn sie das sah.
Ich holte die Nadel hinaus und band den Faden darum. Ich hatte natürlich keine Zange, wie es die Ärzte machten. Meine Nadel war auch nur eine einfache näh Nadel und keine Sichel. "Also? Nähen oder nur ein Pflaster drauf?"
Auf sein 'Danke' hin zuckten meine Mundwinkel hoch. "Danke mir nicht zu früh. Ich könnte dich immer noch foltern.", gab ich Spaßeshalber von mir und stellte mich vor Jonas, während mein Blick einem fragenden wich. Hatte er da im Lappen jetzt nur Wasser oder was desinfizierendes?


Henry's


Ich konnte Lanas Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Hauptsächlich bei meinen Worten, die sie später auch betreffen könnte. "Wann immer du möchtest." Antwortete sie mir und ich nickte geschäftlich. "Ich bin ja quasi dauernd auf der Arbeit, wenn du mich da kurzzeitig besuchen könntest, könnten wir alles weitere dort besprechen.", ich Krankenhaus wollte ich derartige Dinge nicht besprechen, das war ein zu unsicherer Ort. Zu viele kranke betroffene Ohren, die sich die Informationen zu ihren Eigen hätten machen können.
Auf meine Frage hin, was so passiert war, verdüsterte sich ihre Miene. Mit Ernsthaftigkeit hörte ich ihren Ausführungen zu, auch wenn ihre ersten Worte mich kurz und unbeabsichtigt auflachen ließen. Ich bekam mich aber schnell wieder unter Kontrolle. Es war schließlich ein ernstes Thema. Vor allem das, was sie gerade anschnitt.
Ich nickte auf ihre Frage hin. Ja, die kannte ich. "Ich weiß auch nicht, weswegen sie sich vehement gegen eine Quarantäne wehrt. Und dann will sie auch noch die Ausgangssperre. Ich meine, das würde doch zu noch mehr Erkrankungen führen, wenn wir alle gezwungen waren, aufeinander zu hocken...", ich überlegte kurz. "Ihre Argumentation ist ja, dass die Krankheit von Außerhalb stamme. Aber sie gibt dazu keine großartigen Quellen beziehungsweise Belege an.", ich konnte nicht leugnen, dass sich viele über ihr Verhalten wunderten. Aber ebenso viele teilten ihr Lager und bestätigten jedes Wort ihrer Aussagen.
Lana wollte gerade ihre Aussage weiter ausführen, als jemand, wohl eher Kendra hinein platzte. Blutüberströmt und eine Show hinlegte, bei der ich gerne kotzen würde. Nicht aus ekel vor Blut. Ich hatte genug davon gesehen, sondern eher weil sie in ihrem Zustand einfach nichts mehr gebacken bekam. Totaler Kontrollverlust. Ich konnte nicht verhindern, dass sich auf meinem Gesicht eine absolute Miene der Abstoßung abbildete. Ich öffnete kurz meinen Mund, um was zu sagen, schloss ihn aber, da ich erstmal mein Gesichtsausdruck unter Kontrolle bekommen wollte. Ich stülpte die geschäftliche Maske über. Ganz ruhig. Sie war betrunken. Sie konnte gehen. Sie war Blutüberlaufen, aber schien nichts zu merken. Oh warte. Sie war betrunken. Also musste man doch in Betracht ziehen, dass sie sich verletzt hatte. Offizielle Regelverstöße? Eventuell Missbrauch von offiziellen Einrichtungen..hierbei waren Lanas Fähigkeiten gemeint. Ich ballte meine Faust und presste meinen Kiefer zusammen, während mein Blick in Calebs Richtung starrte. Nein ich konnte keine Pause machen. Ich musste immer den Spielverderber miemen. Denn ansonsten bekamen einige hier ja anscheinend nichts auf die Reihe.

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8
«« ~Cerandíl~
~NewYork~ »»
 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor