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Dieses Thema hat 115 Antworten
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 RPG~Profi
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JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 128

11.01.2017 02:17
#106 Cigarettes and tiny liquor bottles.... Zitat · antworten


geht sich um ihre Freunde kümmern, die noch nicht geduscht haben


Mit einem Gähnen streckte ich die Arme nach hinten, bis es laut zwischen den Schulterblättern knackte, und schlurfte durch die Gänge. Ich war wahrscheinlich ein noch erbärmlicherer Anblick als vorhin – immerhin hatte ich Calebs Klamotten an, und auch wenn ich nicht wenig war, verschwand ich darin. Seine Jogginghosen hingen mir viel zu tief auf der Hüfte und die Hosenbeine schleiften auf dem Fußboden, egal, wie fest ich die Kordeln gezerrt hatte – was eventuell an den Lappen liegen mochte, die in die Taschen gestopft waren und die Hose beschwerten. Die Flasche in meiner Hand war keinesfalls nur Wasser, sondern beinhaltete noch einen Schuss Terpentin, um auch wirklich alles abzukriegen.
Apropos Wasser – meine Haare waren noch klitschnass. Hatte mal jemand meinem Bruder gesagt, dass kleine Handtücher praktisch waren? Wie sollte man mit einem großen Handtuch sowohl den Körper, als auch die Haare halbwegs trocken kriegen? Kein Wunder, dass ich eine Spur hinter mir zog, wie Hänsel und Gretel, nur noch dümmer – mit Wasser, statt Essen. (Ey, im Ernst, eine Spur aus Brotkrumen? Die müsste doch nach zwanzig Sekunden von Waldmutanten weggefressen worden sein!)
Mein größtes Problem war eigentlich, dass ich keine Unterwäsche trug – und im Gegensatz zur allgemeinen Meinung war das nicht Grundzustand oder „gar kein Problem“, sondern doof. In meinen eigenen vier Wänden (die bestimmt dreieinhalb Quadratmeter Zelle umfassten, woop woop!) war das eine Sache, draußen unter Leuten eine andere. Wenigstens fiel das T-Shirt meines Bruders so locker-flockig weit, dass das nicht allzu sehr auffiel, dass meine Hupen einen auf Autoscooter machten. Egal. Ich war ein bisschen zu müde, um mir darüber Gedanken zu machen. In seinen viel zu großen Latschen stakste ich in Richtung Müllhalde, die Schuhsohlen hinter mir her ziehend, dabei einen Lärm verursachend, der irgendwie vermuten ließ, dass ich eine mehr als mittelschwere Behinderung hatte. Das stimmte zwar wahrscheinlich, aber keine Gehbehinderung! Bis jetzt jedenfalls. Wenn ich mich aufs Maul legte und mir mein eines Bein vierfach splitter-brach, konnte das alles auch direkt ganz anders aussehen.
Ich zog meine Babies aus ihrem Versteck und setzte mich im Schneidersitz hinter einen großen Haufen Müll, um nicht von den Gängen aus gesehen zu werden, bevor ich anfing, die Terpentinverdünnung auf die Langmesser zu tropfen und das Blut abzuwischen. Ab und an rutschte ich ein bisschen hin und her und zupfte am Hosenbund herum, damit es nicht an der Kimme zog, säbelte aus Versehen ein bisschen an Calebs Shirt herum (Sorry, Bro!), und verseuchte einen Lappen nach dem anderen.
Das Verhör mit Ali dem Schrecklichen kam mir in den Sinn, und ich wunderte mich, ob er bereits mit superhypercoolen Militärfernglasgeräten ausgestattet sich in einem Haufen von Schrott vergraben hatte und mich beobachtete, während er Notizen in ein Diktafon brabbelte, natürlich leise und mit coolen Codenamen. „Roter Mistkäfer wässert scharfen Schachtelhalm!“ Ich lachte auf und betrachtete eine der Messerscheiden, legte die Klinge selbst beiseite und fuhr mit den Fingern über das alte Leder. Es war mittlerweile recht trocken geworden, bevor es rissig würde, sollte ich dringend mal Fett oder richtige Lederpflege mitbringen, und mich ordentlich darum kümmern. Genau wie meine Klingen wahrscheinlich nach heute einen neuen Schliff brauchten. Es konnte schon belasten, wenn man an der Wirbelsäule eines mutierten Affen schabte…
Für einen Moment drang zu mir durch, dass ich eigentlich ziemliches Glück gehabt hatte. Ja, ich hatte dem trotteligen Grimm seinen knochigen Arsch gerettet, der hätte mit seinem Zahnstocher vielleicht Plaque aus dem Gebiss holen können – von innen, aber jegliche Kampfmanöver waren mit Abstand mehr Glück als Verstand gewesen. Ob das nüchtern besser gewesen wäre?
Die Frage war noch nicht mal fertig gedacht, da musste ich wieder lachen.
Also bitte.



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Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.223

12.01.2017 01:07
#107 RE: *hust Zitat · antworten






Henry´s | Lassen wir es uns einfach auf den Alkohol schieben...


Noch ehe der Commander zu einer Erwiderung ansetzen konnte (offenbar brachte ihn schon die Erwähnung von Sex aus dem Konzept, wie sollte das dann erst werden, wenn ihm mal jemand welchen anbot?!), meldete sich Eli zu Wort, der mir seine weitreichenden Kenntnisse über die amourösen Aktivitäten seiner Gäste zum zweiten Mal an diesem Abend zum Besten gab. „Ich rate dir von den Jungspunden ab, die lassen sich heute gehen, da passiert nicht mehr viel in einer halben Stunde“ Amüsiert richtete ich meine Augen auf den Barkeeper und erwiderte sein Lächeln. "Dann sollte ich mich wohl beeilen.", stellte ich auf seine Aussage hin fest, wurde jedoch von dem Vorhaben meinen Worten augenblicklich Taten folgen zu lassen abgehalten, als Eli sich mit gedämpfter Stimme zu mir herabbeugte. „Und Carter…Es gab ein paar Gerüchte, dass er sich nach dem letzten Vergnügnis mit Herpes herumgeschlagen hat.“ Mir entrang ein leises Lachen, während ich aus den Augenwinkeln beobachten konnte, wie sich Alistairs Miene zusehends verdüsterte. "Du bist hin und wieder recht nützlich Eli Kendrick, weißt du.", schmunzelte ich noch immer erheitert, ehe Alistairs Stimme meine Aufmerksamkeit auf den Verteidiger lenkte und ich Elis Vorschlag nur noch mit halbem Ohr wahrnahm. "Scheiß egal, die meisten sehen in ihnen doch eh nur die uniformierten Speichellecker. Sind also alles Maschinen." Einige Sekunden lang betrachtete ich meinen Gegenüber schweigend, ehe ein Lächeln sich auf meinen Zügen abzeichnete und ich mich behände vom Hocker schob. "Ali, du solltest ganz dringend lernen, nicht immer alles so negativ zu sehen.", gab ich grinsend zurück, streifte das Haarband von meinem Handgelenk und strich meine Haare zu einem losen Dutt zusammen. "Oder glaubst du wirklich, dass deine Jungs jedes Mädchen, das sie zu sich ins Bett holen gleich heiraten wollen?", fragte ich, ohne überhaupt eine Antwort zu erwarten. "Daran habe ich leichte Zweifel.", setzte ich hinzu und tippte Alistair sachte gegen die Brust. "Und nun..."
Ich drehte mich wieder zur Theke, griff nach dem neuen Glas, das Eli großzügigerweise für mich bereitgestellt hatte und griff seine Worte von zuvor auf. "Beck?", wiederholte ich gespielt nachdenklich und tat so, als würde ich das Für und Wider abwägen. "Nein, ich will Spaß haben und nicht Nachhilfestunden geben.", zwinkerte ich Eli zu und bedeutete ihm mit einem Finger, sein Gesicht dem meinem zu nähern. "Wirklich schade, dass ich nicht in dein Beuteschema falle. Ob es nun betagte Damen sind, oder Herren.", raunte ich ihm schelmisch zu, ging ein wenig zurück und zwinkerte höchst amüsiert, ehe ich mich von der Theke entfernte und mich zu den Verteidigern gesellte, um mich selbst von der Qualität der Ware zu überzeugen.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 128

12.01.2017 13:15
#108 Find the cupcake... Zitat · antworten


Alistair und Lana und Henry's und schwatzi schwatzi


Alistair war schon immer ein sehr stringenter Mann seiner Aufgaben gewesen. Seine Pflicht, seine Berufung kam immer an erster Stelle, und mit Ablenkungen konnte er nicht nur nichts anfangen, sondern sie waren gar ungern gesehen. In dieser Hinsicht waren wir uns sehr ähnlich, wenn ich auch das Konzept Spaß um ein vielfaches mehr begrüßte als der Kommandant.
Daher vermutete ich jedenfalls, dass Lana nach geeigneten Spielgefährten fragte, um Alistair zu ärgern, und mischte mich ein, um ihm ein wenig zur Seite zu stehen. Oder um ihn auch ein wenig zu piesacken? Nun, wahrscheinlich beides.
Tatsächlich konnte ich jetzt bereits zwei, drei Kandidaten für meinen Putzeimer nachher ausmachen, vermutete also, dass bei den meisten heute eher weniger in der südlichen Blutbahn funktionabel sein würde. Lana quittierte das mit einem Lächeln und dem Kommentar, dass sie sich beeilen müsste – und ich verkniff mir zu sagen, dass selbst sie die Schallmauer nicht durchbrechen konnte und warnte sie stattdessen bezüglich eines gewissen nicht ganz so frischen Jünglings. Zugegeben, ich hatte Carter immer als recht vernünftigen jungen Mann kennengelernt, eben noch in der Blüte seiner Jugend und manchmal wie sie alle (inklusive Caleb) ein bisschen überschwänglich, aber wirklich furchtbar war hier niemand.
„Du bist hin und wieder recht nützlich, Eli Kendrick, weißt du?“ Mein Grinsen wurde breiter. „Hin und wieder?“ Alistairs Unmut war mittlerweile mit den Händen zu fassen, und als er fast verbittert davon sprach, dass „alle“, wen auch immer er meinte, sie nur als „uniformierte Speichellecker“ betrachteten, runzelte ich die Stirn und schwieg still, beobachtete Lanas Aufklärungsversuch, auch wenn ich befürchtete, dass hier gerade alle aneinander vorbei sprachen. Oder war das Absicht?
Ich empfahl Beck, weil der einer der anständigsten jungen Männer war, den ich kannte – und weil ich wusste, dass sie ablehnen würde, selbst wenn sie für einen Moment so tat, als würde sie nachdenken. „Nein, ich will Spaß haben und nicht Nachhilfestunden geben.“ Überrascht lachte ich auf, diese Antwort hätte ich kommen sehen müssen. Wahrscheinlich würde sie sich umsehen, wenn sie wüsste, was jemand wie Beck ihr beibringen konnte. Spielerisch krümmte sie den Finger, um mir zu bedeuten, dass ich näherkommen sollte, und neugierig gehorchte ich, ganz die brave Tratschtante von Barkeeper. „Wirklich schade, dass ich nicht in dein Beuteschema falle.“ Überrascht hob ich die Augenbrauen und alarmiert stellten sich meine Nackenhaare auf. Moment, solche Sachen erzählte man sich über mich? Ich war nie so naiv gewesen, zu glauben, dass ich verschont von Gerüchten blieb, aber dass ausgerechnet meine Sexualität- na, wobei, in den ganzen vier Jahren, die ich bereits im Lager lebte, hatte ich bisher keine Beziehung gehabt. Das mochte vielleicht dem ein oder anderen aufgefallen sein, mindestens Caleb. Aber ich war dreißig, und hier im Lager fand ich solche Betthupferl-Geschichten ein wenig unangebracht, konnte man hier ja nicht voreinander fliehen. (Zumindest für mich, wenn andere das taten, gab das hervorragende Unterhaltung ab. Falls sich Lana beispielsweise ausgerechnet Mac krallen würde, war ich gespannt auf das morgige Besäufnis von Allie, dessen Fast-Doch-Nicht-Oder?-Beziehung. Und wenn sie sich Trey schnappte, würde das nicht nur Suzes Herz für immer brechen, sondern auch jegliches Selbstbewusstsein, dass die junge Dame gerade erst entwickelte.) Ergo: Ich wartete lieber auf die Richtige.
„Lana“, begann ich und hob die Mundwinkel zu dem üblichen, freundlichen Lächeln, auch wenn es andere Emotionen ein wenig überspielen sollte (das Erstaunen über ihre Vermutung über ältere Damen und Herren beispielsweise – Wenn ich ältere Damen wollte, könnte ich Calebs Mutter nehmen!) und zuckte dann mit den Achseln. „Auch ich habe keine Lust, Nachhilfe geben zu müssen.“
Ich sah ihr zu, wie sie in Richtung von Alistairs Männer verschwand, bemerkte, dass die Zapfanlage leer war, und deutete kurz darauf. „Bin gleich wieder da.“ Einige Krüge Bier später kam ich mit zweien zurück, einer für den Kommandanten und einer für mich. Ich schob ihm den entgegen und klopfte ihm auf die Schulter. „Ich glaube, du hast da etwas falsch verstanden. Niemand hält euch für uniformierte Speichellecker – nicht mal Kendra.“ Und das obwohl sie sich gerade mehr als kritisch geäußert hatte, wusste ich dennoch, dass sie eigentlich ein Mindestmaß an Respekt für die Verteidiger übrig hatte. „Jeder Bewohner hier ist sich bewusst, was wir euch zu verdanken haben, Alistair. Und das weiß ich sicher, ich höre fast jeden Tag, wie sie das sagen.“ Ich lachte, um das Thema zu wechseln. „Und ich glaube, Lana macht sich Sorgen, dass du mein Beuteschema sein könntest.“

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What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be. </em> </small>

Pummel Offline

Eumelchen <3


Beiträge: 72

12.01.2017 16:48
#109 Find the blib... Zitat · antworten


Henry's bei Caleb
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Meine lässige und ablenkende Geste, wie ich sie mir zuvor in Gedanken ausgemalt hatte, bewirkte am Ende das Gegenteil des Bezweckten. Es ließ die Situation nur noch komischer wirken. Wie war ich nochmal auf den Gedanken gekommen, dass dies eine gute Idee gewesen war? Achja, mir war nichts Besseres eingefallen, um Caleb davon zu überzeugen, dass es mir gut ging. Hatte ja wunderbar geklappt. Jetzt dachte er vermutlich ich war irgendwie falsch gepolt. Wenigstens schien meine ablenkende Frage ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Denn der Dunkelhaarige richtete sich auf und sah sich kurz stirnrunzelnd in der Bar um, ehe er die Stimme erhob. "Okay, du weißt wie man abkassiert, das mit dem Bier klappt auch, solange man dich dabei nicht unterbricht...", zählte er beiläufig meine bisherigen Errungenschaften auf und ließ es sich natürlich nicht nehmen die dumme Situation von eben mit einzubeziehen. Während ich ihn dabei betrachtete, wie er sich mit einer Hand über den kräftigen Nacken strich, war ich zeitgleich darum bemüht den zerknirschten Ausdruck auf meinem Gesicht und die aufsteigende Schamesröte zu unterbinden. Irgendwie. Ich nickte, als Caleb meinte, dass ich mich wegen den Specialdrinks am besten an Eli wenden sollte. Dann deutete der Dunkelhaarige mir bereits mit einem Kopfnicken an ihm zu folgen. Außerstande etwas Ordentliches hervorzubringen, tat ich einfach wie geheißen und fand mich kurze Zeit später in dem von ihm kurz zuvor angesprochenen Lager wieder. Caleb deutete auf eines der Regale und gab auch prompt eine Erklärung dazu ab.
"Hier stehen die Spirituosen. Und gleich da hinten die Fässer. Wenn du eins wechseln musst, lass es von zwei Männern tragen und frag Kendra, die kann es anschließen. Die finanziert ohnehin alles, was hier so rumsteht." Mir entwich ein leises Lachen, ehe ich antwortete. „Okay... wobei ich glaube, dass mein Bruder ihr, was das angeht, in nichts nachsteht...“
Wenigstens hatte der kleine Ausflug mir genug Zeit gegeben meine Fassung wiederzugewinnen. Neugierig ließ ich meine Augen über die einzelnen Behälter und Fässer wandern und spürte erst etwas verspätet, dass sein Blick nun auf mir ruhte.
"Auch wenn dein Bruder und ich einige Differenzen haben, wenn er in Schwierigkeiten steckt...Kannst du mich immer um Hilfe bitten." Die Worte kamen überraschend. Irritiert drehte ich den Kopf zur Seite, um den Mann ansehen zu können, der mich mit ernster Miene und verschränkten Armen betrachtete. Eigentlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass er das Thema noch einmal aufgreifen würde. Umso weniger wusste ich jetzt, was ich darauf erwidern sollte. Seufzend strich ich mir einige verirrte Strähnen aus dem Gesicht, ohne meine Augen dabei von dem Verteidiger lösen. Ich fühlte mich mit einem Mal ertappt, obwohl ich doch eigentlich nichts verbrochen hatte. Caleb schien seinen Vorschlag ehrlich zu meinen. Er wollte helfen. Und ich wollte...
„Falls... ich dich eines Tages darum bitten sollte ihn für einige Zeit in eine Zelle zu stecken, würdest du es tun?“
Sobald die Frage meinen Mund verlassen hatte senkte ich betroffen den Blick. Erst jetzt merkte ich, was ich da überhaupt gesagt hatte. Was hatte mich bloß dazu hingerissen meine Gedanken laut auszusprechen? Genervt über mich selbst schlug ich mir eine Hand vors Gesicht und stöhnte leise auf. Als ich wieder zu dem Verteidiger aufblickte, zierte meine Lippen ein dämliches Lächeln.
„Vergiss es. Ich komme manchmal auf komische Gedanken. Und am Ende kommt immer das Gegenteil des Gewollten heraus. Wie heute zum Beispiel... du wirst niemals erraten, wie ich mir den Abend eigentlich vorgestellt habe... Lass uns wieder zurück, okay?“

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 38

15.01.2017 15:50
#110 RE: Cigarettes and tiny liquor bottles.... Zitat · antworten


Zuhause

Ich hörte interessiert seinen Ausführungen zu. Mehr als drei Tage? Ich fragte mich, was für eine Aufgabe er erledigen musste…
Er fügte hinzu, dass er es gut finden würde, wenn wir danach gehen würden. Ich zuckte mit meinen Schultern. „Klar, ich denke, ich werde allerdings ein wenig allein unterwegs auch was finden. Krimskrams kann man in den meisten Fällen ja immer gebrauchen.“, auch wenn ich ihm zuliebe vermutlich vielleicht mich nicht ganz so weit von dem Lager entfernen würde. Vor Jonas hatte ich ja auch allein Expeditionen gemacht. Natürlich dann nicht so weit und meistens in eher weniger verwilderte Gebiete. Möglich wäre ja, dass ich jemanden anderes dafür begeistern könnte, mich zu begleiten. Quasi ein Jonas Ersatz. Plötzlich bekam Jonas einen Funkspruch und ich zog interessiert eine Augenbraue hoch. Die Stimme klang aus der Ferne hoch frequenziert. Und als er das erste mal was sagte, hatte sich auch der Empfänger seines Gespräches geklärt: es war seine Schwester Elora.
Seine nächsten Gesprächsfetzen ließen zumindest eine hohe Überraschung schlussfolgern. Bei seinem „ihm fehlt nichts.“ Musste ich ein wenig schmunzeln. Er kam hier zu mir mit dezent viel Blut. Aber wir hatten ja schon festgestellt, dass es nicht seines war.
Warnung? Und dann offenbarten mir seine Folgeworte mehr, worauf er sich genau bezog. „Luke? Sagt mir nicht, dass sie dem Amt in die Finger gekommen ist?!“ , ich überlegte, was passieren würde, wenn sie diese schließen. Solange die obersten den Austritt nicht verbieten würden, war alles okay. Aber es gab auch viele Stimmen, die genau das forderten. Und dann würden wir hier sitzen wie die Ratten in der Falle. Darauf wartend¸dass wir alle vor uns hin schimmelten.
Ich überlegte, ob ich folgen sollte. Würde Caleb heute Abend noch vorbei gucken? Wenn er was getrunken hatte dann ja wahrscheinlich nicht.
Ich griff nach meiner Jacke und wühlte aus meinen Schränken ein Zettel, schrieb darauf: „Bin nachher zurück. Solltest du da sein, setze dich einfach hin und fühl dich wie zuhause.“, vom technikkram würde er eh nichts verstehen, als dass er was davon als besonders wertvoll erachten würde, damit man das klaute. Um aber auf Nummer sicher zu gehen, packte ich meine Forschungsmaterialien in eine abschließbare Schublade und packte den Schlüssel an den gewohnten Platz: hinter dem Blech meines Bildschirms.
„Also, was genau habt ihr angestellt?“, gab ich nicht ganz ernst gemeint von mir.


Henry's

Die Gespräche der beiden waren einfach ... ich wusste nicht, ob es eine Anmaßung war, sich gegenseitig einfach nur aufpuschen oder Gerede , welches mit Absicht so formuliert wurde, dass es mich nervte.
Und dass irgendjemand meiner Soldaten Herpes hatte, wollte ich garantiert auch nicht wissen. Zumindest nicht in dem Zusammenhang. Vielleicht auf einem ärztlichen Bericht, bei dem Stand, dass er deswegen warum auch immer nicht Einsatzfähig war, aber ich bezweifelte, dass Herpes zu so einer Unfähigkeit führte. Es sei denn, man verweste gerade darin.
Das schweigsame begutachten meines Gesichtes wahrnehmend hob ich eine Augenbraue in die Richtung von Lana. Ich zuckte auf ihren Vorschlag hin meine Schultern. "Du verwechselst Pessimismus mit Realismus." , und lehnte mich mit einem Ellenbogen auf die Bar um dem Gesprächsthema weiter zuzuhören. "Selbstverständlich nicht. Sollen sie reinstechen wohin sie wollen. Die Aussage war auch eher auf die anderen bezogen." Und hatte grundsätzlich auch gar nichts mit dem Thema zutun. Lana äußerte ebenfalls, dass sie meine Theorie nicht ganz bedenkenlos hinnehmen konnte. Ich seufzte. Vor allem bei dem Beuteschema Thema. Ja,ja, die beiden waren ja so erfahren. Mit Sicherheit waren sie die einzigen, die dem ganzen Lager Nachhilfe geben mussten. Ich nickte auf Elis Information hin, dass er gleich wieder da wäre. Spaß war ja okay, ich musste aber nicht dauernd darüber reden, wohin ich das nächste Mal , überspitzt formuliert, meinen Knüppel rein hämmerte.
Etwas skeptisch sah ich den Krug an und dachte mir dann 'was solls'. Anders hielt man es hier vermutlich nicht aus. "Danke sehr." , vergaß ich meine Umgangsformen nicht und hob den Krug an meinen Mund. Elijah bezog sich nocheinmal auf meine Lager-kritische Aussage. Aufmerksam hörte ich zu, wissend, dass er es vermutlich nur gut meinte.
Ich lachte einmal ungewollt spöttisch auf. "Vermutlich nicht dauerhaft. Aber ich weiß zumindest, was man hinter meinem Rücken alles über mich erzählt. Damit muss man leben. Aber manchmal rutscht einem darüber auch ein missmutiger Kommentar raus." , auch wenn mich der Kommentar über Kendra ziemlich verwirrte. Ich musste zugeben, mein Bild von ihr war nicht unbedingt das positivste. Und ich war automatisch davon ausgegangen, dass es auf Gegenseitigkeit beruhte.
Der Themenwechsel kam abrupt und auch über ein Thema, was mich dezent irritierte. Ich trank noch einen Schluck des Bieres.
Meine Augenbrauen wurden unbewusst größer und ich verschluckte mich an dem Bier, welches ich gerade eigentlich runter schlucken wollte.
"Wie-", versuchte ich unter dem Husten hervor zu bringen. Und konnte nach einigen Sekunden meinen Hals von der Flüssigkeit befreien. "Ich bin wohl kaum die Person, die viel über Tratsch weiß. Wie kommt sie darauf?", und ich hoffte inständig, dass ich nicht sein Beuteschema war, denn ich war absolut Hetero. Brüste! So! Ich musste mir kurz meine Männlichkeit beweisen. Und kam mir eine Sekunde nach dem Gedanken schon lächerlich vor.

Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.223

Gestern 00:16
#111 RE: Finger weg von Noah, der ist meiner XDDD Zitat · antworten




Obwohl ich inmitten einiger recht unterhaltsamer Verteidiger saß, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie mein Blick Richtung Bar schweifte. Einerseits, weil ich während der Unterstellung von Elis Vorlieben aus den Augenwinkeln bemerkt hatte, dass Elora und Caleb im Lager verschwunden waren, andererseits, weil meine Gedanken um die Männer kreisten, die sich ein wohlverdientes Bier genehmigten. Getrennt versteht sich. Denn auch, wenn ich die Tatsache, dass Eli auf Frauen stand, an diesem Abend bereits zweimal in Frage gestellt hatte, lag das weniger an meiner Überzeugung, als an schlichter Neckerei. Und mir war der Konter keinesfalls entgangen, auch wenn ich ihn stillschweigend hingenommen hatte. Sorry Eli, völlig am Ziel vorbei geschossen. Nicht, dass ich ihm unterstellte, dass er ernsthaft die Absicht hegte, mein Ego diesbezüglich anzukratzen, auch wenn sein Kommentar mir zeigte, dass das umgekehrt der Fall gewesen war. Doch in Wirklichkeit interessierte mich weder sein Beuteschema, noch die Männer, mit denen ich spaßeshalber meinen Abend versüßen wollte.
Gedankenverloren richtete ich meine Augen wieder auf die Tür, die zu den hinteren Räumen führte und ein Lächeln huschte mir übers Gesicht, als ich daran dachte, wie Jonas reagieren würde, wäre er jetzt hier. Im Gegensatz zu mir vertraute er dem Verteidiger nämlich keine Sekunde. Doch schnell verhärteten sich meine Züge, als meine Gedanken tiefer gingen und ich wandte mich rasch wieder zu den Männern um, die meine Gegenwart nicht mieden. Der irritierende Stich in meiner Brust verhinderte zum Glück jedoch nicht, dass ich Jeremy ein aufgesetztes Lachen entgegenbringen konnte, auch wenn ich keine Ahnung hatte, was dieser zu mir gesagt hatte. Seiner Reaktion nach zu schließen war er jedoch zufrieden und ich zwang mich dazu Jonas aus meinem Kopf zu vertreiben. Vermutlich war es so ohnehin das Beste.
Einige Zeit später entschied ich jedoch, dass Eli recht behielt. Die Druckbetankung war in vollem Gange und die kleine Schäkerei mit dem Barmann war um einiges unterhaltsamer gewesen, als alles was hier gerade passierte. Also entschuldigte ich mich, kehrte zu den beiden Männern zurück und stützte mich seufzend mit den Unterarmen auf der Theke ab. (Da Eli penibel darauf achtete, dass seine Bar immer in einem angemessenen Zustand war, konnte man sich das hier auch durchaus erlauben.) "Ich glaube ich brauche mehr Alkohol.", stellte ich nüchtern fest und fixierte den Barmann mit einem kleinen Lächeln. Ob dadurch mein Problem behoben werden würde war zwar äußerst fraglich, doch schaden konnte es schließlich auch nicht. Als die Tür zur Bar sich öffnete, drehte ich meinen Kopf zum Eingang und beobachtete, wie ein weiterer Verteidiger das Etablissement betrat. "Vielleicht auch nicht.", grinste ich, betrachtete Noah einen Moment und wandte mich amüsiert wieder zu Eli um. "Da ist sicher keine Nachhilfe nötig."

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Pummel Offline

Eumelchen <3


Beiträge: 72

Gestern 01:28
#112 Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts Zitat · antworten


Von Odeyas Wohnung zum Schrottplatz
~~~~~~~~~~

Auch, wenn ich am liebsten aufgesprungen und mich rasch auf den Weg zum Schrottplatz gemacht hätte, zwang ich mich dazu Odeyas Reaktion auf meine Frage abzuwarten. Nach allem, was sie für mich getan hatte, erschien ein Mindestmaß an Geduld angebracht. Ich verfolgte also reglos, wie sie auf die Beine kam und im Vorbeigehen nach ihrer Jacke griff, ehe sie einen Zettel hervorholte und eine Notiz darauf hinterließ, die mich mit ziemlicher Sicherheit nichts anging. Anschließend verstaute sie noch einige ihrer Unterlagen. Als sie das nächste Mal ihre Augen auf mich richtete, stand ich bereits an der Tür, die offene Flasche weiterhin in meiner Hand.
„Also, was genau habt ihr angestellt?“, wollte sie wissen, wobei ihr Tonfall verriet, dass ihre Worte nicht ganz ernst gemeint waren. Seufzend strich ich mir mit meiner freien Hand übers Gesicht und wischte dabei beiläufig ein paar Schweißperlen beiseite, die sich auf der warmen Haut gebildet hatten.
„Nicht viel. Das ist ja das Schlimme. Diese Frau raubt mir noch den letzten Verstand.“ Sobald die Brünette zu mir aufgeschlossen hatte, schob ich die Tür ihrer Zelle auf und trat mit ihr nach draußen. Mit jedem Schritt, den wir hinter uns brachten, wurde ich unruhiger. Ich hoffte wir kämen nicht zu spät.
„Wieso musste sie ausgerechnet Alistair blutüberströmt über den Weg laufen? Nächstes Mal fessele ich sie irgendwo, bis sie halbwegs zurechnungsfähig ist.“, entwich mir schnaubend. Ich verzog das Gesicht angesichts der augenblicklichen Feststellung, dass ich mir eine vernünftige Kendra kaum vorstellen konnte. Was folglich darauf hinauslief, dass ich sie dauerhaft irgendwo festketten müsste, um ihre reizend chaotische Wirkung auf ihre Umwelt zu unterbinden. Die nächsten, mehr als nur abstrusen, Gedanken beiseiteschiebend, ließ ich meinen Blick prüfend durch die Umgebung wandern. Ich hoffte darauf keinem schäumenden Alistair oder einem Mitglied seiner Gefolgschaft zu begegnen, die lästige Fragen stellten. Doch meine Befürchtungen schienen sich nicht zu bewahrheiten. Es war ruhig. Vielleicht wollte Alistair seinen Schafen erst noch einen ruhigen Abend gönnen, ehe er sie auf Schnitzeljagt schickte.
Wir erreichten den Schrottplatz ohne ungeplante Zwischenfälle. Auch hier waren keine Verteidiger zu sehen. „Hm… vielleicht haben wir noch einmal Glück gehabt…“, meinte ich an Odeya gewandt, ehe ich meine Schritte beschleunigte und den Platz überquerte. Zu meiner Überraschung wirkte der Zugang zum Schacht, der an die Oberfläche führte, abgesichert. Vorsichtshalber überprüfte ich selbst alles noch einmal aus nächster Nähe. Ich war gerade dabei einige Schrotteile zurechtzuschieben, als ich ein leises, in meinen Ohren manisch klingende, Kichern vernahm, welches mich unangenehm erschaudern ließ. Als ich den Kopf zur Seite drehte, erkannte ich auch schon die Quelle des plötzlichen Geräusches. Ein nasshaariges Ungetüm, welches sich im Schneidersitz zwischen den Schrotteilen breit gemacht hatte und nun mit ihren geliebten Säbelchen herumspielte. Kendra. Die blutige Schutzschicht war sie nun los. Diese hatte sie durch ein schlabberig sitzendes Shirt und eine genauso unpassende Hose ersetzt. Ihr nasses Haar, welches gefühlt in alle Richtungen abstand, hatte ihren halben Rücken und die Schultern mittlerweile vollgesogen. Ob die Schnapsdrossel das überhaupt noch merkte?
„Dir ist nicht mehr zu helfen, oder???“, rief ich ihr entgegen und spürte bereits bei den ersten Worten einen Anflug von Wut. Noch ehe ich es selbst ganz merkte, bewegte ich mich bereits auf das gut gelaunte Wesen zu, welches immer noch keine Anstalten machte sich wegen ihres abstrusen Verhaltens zu rechtfertigen. Langsam beschlich mich eine leise Ahnung, was ihre sonderbare Kleiderwahl anbetraf. Ihre Schlüsselkarte hatte, im Gegensatz zu ihr, den Kampf gegen den Mutanten nicht überstanden. Also hatte sie vermutlich auf Ausweichklamotten zurückgreifen müssen? Aber wieso ausgerechnet im Henry’s!? Es gab doch im Augenblick wahrscheinlich kaum einen belebteren Ort, an dem man sich blicken lassen konnte!
„Benutzt die eigentlich hin und wieder mal dein Spatzenhirn? Oder legst du es darauf an, dass bald das halbe Lager von der Luke Bescheid weiß???“ Ich versuchte nicht einmal meine Stimme zu dämpfen oder die letzten Reste meiner Selbstbeherrschung zu wahren, als ich sie erreichte und wutentbrannt nach dem ausgeleiert wirkenden Shirt griff, um sie ein Stück weit zu mir hochzuziehen. Dass sie zwei todbringende Werkzeuge neben sich liegen hatte, war mir herzlich egal. Dass ich viel zu laut war, drang nicht einmal wirklich zu mir durch. Ich merkte nicht einmal, dass sich weitere Schweißperlen auf meiner Stirn gebildet hatten. Mit einer einfachen Handlung hatte dieses weibliche Wesen es geschafft mich wieder einmal zur Weißglut zu treiben. Ich hatte geglaubt mich ein Stück weit Beherrschen zu können. Doch ein einfaches, dämliches Grinsen ihrerseits hatte das Fass zum Überlaufen gebracht.

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 38

Gestern 02:13
#113 Erzähler Zitat · antworten

Eine Person , ganz allein und nicht ahnend , was sie gerade überhaupt tat, mit toten Blick und eiligen Schritten, öffnete die Luke, zu der sie gerade kam . Die Person wusste nicht , was das für eine Luke war , wieso sie gerade überhaupt so weit entfernt der Heimat war. Was sie aber wusste war , dass da sie aus ihrem Mantel nun das zierliche kleine Objekt herausholen musste. Im Mondschimmer leuchtete es matt glänzend. Man konnte erkennen , dass ein erste Hilfe Kreuz in das rechteckige Objekt geprägt war. Die Person holte aus einer anderen Tasche einen kleinen Schirm. Filigran und elegant, wie es nur ein Objekt aus dem Zentralstaat sein konnte. Sie klemmte das Spray an den kleinen Fallschirm und ließ es mit einem Loslassen den dunklen Schacht hinab wandern. Von oben konnte man hören, wie das leise aber durchdringende Piepen des Schirms, welches es in regelmäßigen Abständen von sich gab , immer leiser wurde und schließlich erstarb. Die Person wusste, dass ihre Aufgabe getan war und legte nun einen langen Fußmarsch Richtung Heimat hin.

Das Spray glitt den Gang entlang, bis es unten , so weit unten , endlich sachte und mit einem dumpfen Getäusch am Boden an kam. Der Schirm gab ein letztes Mal ein Piepen von sich , ehe auch er auf dem Boden neben dem Spray landete.
Wenn man sich das Objekt genauer an sah , erkannte man , dass in edler Schrift am Boden "Nur zur Erinnerung" eingraviert war.

Im selben moment Schritt eine in dunkle Kleidung gehüllte Person Richtung Schrott Platz . Weit entfernt von den drei Rebellen, die sie noch nicht vernahm , aber in wenigen Sekunden entdecken würde. Sie wollte sich ihre Belohnung abholen. Die hörte zwar das durchdringenden Piepen, was die Ankunft ihres Paketes ankündigte, doch weiter kam sie nicht. Erschrocken holte sie Luft. Und wenn die drei Rebellen nicht all zu sehr auf das Paket konzentriert waren (Immerhin war vor dem Eingang immer noch eine Menge Schrott) , konnten sie sehen, wie die vermummte Gestalt auf dem Absatz kehrt machte , und weg rannte. Die Tatsache , dass eine der drei Personen verwu dert hin un her sah und schlussendlich auf den Schacht zeigte , war Abschreckung genug. Daa Paket würde entdeckt werden.

Deswegen rannte sie zurück.
Zurück in Sicherheit.

JaneDoe Offline

Dicke, untervögelte Teilzeit-Brockhaus-Chiller-Robbe


Beiträge: 128

Gestern 19:16
#114 ... that's what you'd expect.... [CUPCAKE!] Zitat · antworten


Fancy fuck flyin' down here!


Natürlich merkte ich, dass sich das Shirt mittlerweile an den Schulterbereichen vollsog, es war mir nur vollkommen wurst. Was sollte ich denn auch machen? Heulen? Bis Clay meine Karten fertig hatte, hatte ich nicht einmal Unterwäsche, das war für mich ein größeres Problem als die nicht vorhandenen Haarstyling-Produkte. „Dir ist nicht mehr zu helfen, oder???“ Ein wildes Grimm griff an! Kendra benutzt Silberblick! „Genauso wenig wie dir“, antwortete ich und fuhr ein letztes Mal mit dem Tuch über die Klinge, die endlich sauber war, bevor eine raue Hand zu mir herunterschoss, sich in mein (/Calebs) Shirt krallte und ich die Brauen hochzog, als er mich zu sich hoch zerrte. Mal wieder haarscharf an der Kante unterwegs, der Gute? Manche Leute wurden eben sehr aggressiv, wenn sie tranken, und die Flasche in seiner Hand sagte mir, dass er damit im Gegensatz zu mir nicht damit aufgehört hatte. „Benutzt du eigentlich hin und wieder mal dein Spatzenhirn? Oder legst du es darauf an, dass bald das halbe Lager von der Luke Bescheid weiß???“ Ach herrje, natürlich war ich der Teufel und generell an allem Schuld, wahrscheinlich auch daran, dass er einen Leberfleck am Hintern hatte. „Fahr' dich runter, Drama-Lama. Nur weil du das Shirt gewechselt hast, siehst du immer noch aus wie der letzte Metzger. Und wenn du »Luke« noch lauter sagst, haben es bestimmt alle bis hinten zur Krankenstation gehört“, zischte ich zurück, bevor ich nachdenklich eine Schnute zog und das Langmesser hob, ihm damit über das Kinn fuhr. Nichts geschah, außer das kratzende Geräusch durch den Dreitagebart. „Hm. Die müssten auch mal wieder geschliffen werden.“ Da es ohnehin mittlerweile praktisch stumpf war, ließ ich es gerade fallen, wo es auf seinem Geschwisterchen landete und leise schepperte, deutete auf die Hände meines Gegenübers. „Wenn du mir-“ Ich hielt inne, vernahm ein Geräusch, das hier nicht hingehörte. So gar nicht. Der kleine Möchtegern-Rebell war uninteressant geworden, deswegen drehte ich mich weg und sah mich um. Ein Piepen, das klang wie… der Rückwärtsgang von irgendwelchen Reinigungsmaschinen. Nur anders. Dumpfer. Räumliches Gehör hatte ich in großen Maschinen trainiert, und irgendwie kam es aus einer Richtung, die mir rein gar nicht gefiel. „Grimm, jetzt lass mich verdammt noch mal los, und sperr die Lauscher auf.“ Verdutzt sah ich an dem Rotschopf vorbei und sah Odeya – und sofort verzogen sich meine Lippen zu einem breiten Grinsen. „Ody! Hast du den tollwütigen Köter nicht an die Leine genommen?“ Für einen Moment hatte ich vergessen, weshalb ich gerade auf Halb-Acht war, bis ich mit einem Schnipsen wieder darauf kam. „Geräusch, richtig.“ Ich nickte mit dem Kopf in Richtung Schacht und sah den rasenden Ronald wieder an, die Augen zum Himmel (haha, schön wär's) verdrehend. „Wir können uns nachher weiter mit Scheiße beschmeißen, ja?“
Den Schrott weggeschoben, zog ich ein kleines Objekt an einem kleinen Schirm hervor – und hätte es fast fallen gelassen, weil meine Finger zuckten, als hätte ich mich daran verbrannt, während mir ein Strom voller Flüche entfuhr. „Irgendwer kriegt hier entweder 'ne Biowaffe oder ein paar Pillen von unseren nur mittelfreundlichen Nachbarn“, murmelte ich und runzelte die Stirn. „Ich glaube, meine Verfehlungen sind im Moment unser verdammt noch mal letztes Problem.“



What screws us up most in life is this picture in our head of how it's supposed to be.

NoNameSorrySoon Offline

Grünschnabel

Beiträge: 38

Gestern 20:56
#115 Ody Zitat · antworten


Zuhause


Ich musste ein wenig Schmunzeln. "Sicher, man sieht es dir in gewisser Weise an." , aber dann hörte ich ihm weiter zu, während ich überrascht feststellte, dass Kendra ihre blutigen Sachen vorher erst spazieren gegangen war. "Ich schätze, sie hat nicht damit gerechnet, den Kommandanten in der Bar-", wollte ich sie verteidigen, bis mir einfiel, dass er ja schon dort gewesen war, als ich dort noch gesessen hatte. "Also er immer noch in der Bar war."
Unsere Schritte brachten uns zum Schrottplatz. Eben zu dieser Luke. Und ehe wir uns dem Gang näherten, wurde Jonas zu Grimm und ging quasi in die Luft. Was hatten die beiden nur an sich.. nein, was hatte Kendra an sich, dass er sofort in die Luft ging. Ich wusste ja, dass das bei Jonas auch anders ging. Wenn er wütend war, befand ich es immer am besten, ihn erstmal in seinen Gedanken wüten zu lassen. Kein Salz in die Wunde streuen. Das war sicher besser.
Als er plötzlich an Kendras Shirt griff, gingen bei mir ein wenig die Alarmglocken hoch. Anders herum wusste ich, dass Kendra recht gut darin war, sie zu wehren. Nein, gut darin die Leute zu beruhigen war sie sicher nicht. Aber sie hatte sich schon so häufig mit irgendwelchen Kerlen geprügelt, da war ich mir sicher, dass sie dieser Griff nicht aus der Fassung bringen würde. Ich verdrehte einmal die Augen, als ich den beiden wieder bei ihrem rumge... turtel oder ...Vorspiel.. oder was auch immer zu sah.
Ich hörte ein seltsames Geräusch und doch war es mir bekannt. Es erinnerte mich an die Geräusche, die im .. Zentralstaat Hilfebedürftige zu gekommen waren.. Fallschirme ... meistens bei Anschlägen kamen die Schirme von oben geflogen. Sie kamen zu denen, die gerade verletzt worden waren. Ich zog irritiert meine Augenbrauen zusammen und sah mich um, weil das Geräusch mich irritierte. Hatte ich neuerdings nun Hallos? War ich nun tatsächlich irre geworden? Würde dieser Tratsch nun Realität werden?
Kendras Kommentar ließ mich aufhorchen und ein wenig meine Mundwinkel hoch ziehen. "Bei mir ist er immer ganz zahm.", gab ich von mir und schüttelte belustigt meinen Kopf, ehe ich meine Arme verschränkte und meinen Oberkörper ein wenig nach hinten lehnte.
Plötzlich erhob sich Kendra mit einem weiteren Spruch. Ich folgte ihrem Werdegang und während sie das Spray nahm, packte ich nach dem Schirm. Ja... das waren sie...
Ein kleiner Zug von Erleichterung erfuhr mich, als Kendra das aussprach, was ich dachte. Nunja, nicht ganz so dachte. Ich hätte es anders ausgedrückt. "Medic Spray... ", entfuhr es mir irritiert. Es war leider Geruchslos, weswegen man es nicht in der Richtung kontrollieren konnte. Es sei denn, man wollte es in die Luft sprayen. Dann würde man allerdings Gefahr laufen, krank zu werden, sofern es sich tatsächlich um eine 'Biowaffe' handelte.
"Die Frage ist ja auch.. wie kam es hierher? Es stammt eindeutig aus dem Zentralstaat. Aber hat es ein Flüchtling, ein Spion oder ein Zentralstaatler hierher gebracht?" , und wenn es ein Zentralstaatler war... dann würden sie doch wissen wo wir wohnen oder?
Viele Gedanken viele Fälle. Wieso weshalb warum. Etwas gedankenverloren drehte ich den Schirm in meinen Händen. Es hatte zwar aufgehört zu piepen aber... Ich suchte im Metall nach irgendwas einigermaßen harten und Spitzen. Damit schlug ich auf den Halter des Schirm ein, bis ein gewisser Teil heraus sprang. Ein kleines unscheinbares Etwas, sofort zerquetschte ich es mit dem Metall. Es musste vermutlich von außen etwas seltsam ausgesehen haben. Als hätte ich wahllos den Schirm zerstört und würde nun wie ein kleines Kind drauf einhämmern. Nun hielt ich das kaputte kleine runde Knöpchen in meiner Handfläche, und hoffte, dass alle Aufzeichnungstechnologien nun deaktiviert waren. Ich hob meinen Blick und sah mit regloser Miene, wenn auch leicht vergrößerten Augen auf meine beiden Freunde. "Da sag mir noch einmal einer, ich wäre nicht Beitrost." , und vor lauter Erleichterung, dass wir gerade irgendwie was zwielichtiges gefunden hatten, musste ich einmal erleichtert auflachen.

Neyl Offline

Admin


Beiträge: 36.223

Gestern 22:46
#116 RE: Alter, warum dürfen nur die draußen ihren Spaß haben? XD Zitat · antworten



Elora schien mit dieser Aussage nicht gerechnet zu haben. Jedenfalls sah mich die Rothaarige einen Moment irritiert an, ehe sie zu meiner eigenen Verwirrung auf einmal sichtlich nervös wirkte. Was ging nur in ihrem Kopf vor? Während ich dieser Frage noch auf den Grund ging, konnte ich beobachten, wie ihre Wangen einen rötlichen Schimmer annahmen, ehe sie sich doch noch zu einer Antwort durchrang. "Falls... ich dich eines Tages darum bitten sollte ihn für einige Zeit in eine Zelle zu stecken, würdest du es tun?“
Für einige Sekunden starrte ich Elora perplex an, nicht sicher, ob sie gerade wirklich gefragt hatte, ob ich ihren Bruder für einige Tage unter Arrest stellen könnte, wenn sie mich darum bat. Doch schnell wurde meine Miene wieder ernster und ich beobachtete nachdenklich, wie Elora meinem Blick auswich und dann schuldbewusst ihr Gesicht verbarg. „Vergiss es. Ich komme manchmal auf komische Gedanken. Und am Ende kommt immer das Gegenteil des Gewollten heraus. Wie heute zum Beispiel... du wirst niemals erraten, wie ich mir den Abend eigentlich vorgestellt habe... Lass uns wieder zurück, okay?“ Reflexartig legte ich meine Hand an ihren Oberarm, um die junge Frau daran zu hindern vor mir zu flüchten und musterte ihre aufgewühlte Mimik. "Warte.", bat ich sie, vielleicht ein wenig schroffer, als beabsichtigt. Nachdenklich ließ ich meine Arme wieder in die Ausgangsposition wandern, ehe ich fortfuhr. "Es ist nicht schwierig bei deinem Bruder eine angemessene Erklärung dafür zu finden." Ein Lächeln legte sich auf meine Züge und ich gab ihr einen Moment Zeit meine Worte zu verdauen, ehe ich weitersprach. "Wie ich schon sagte. Jederzeit."
Obwohl ich nicht nach dem Grund dieser seltsamen Bitte fragte, beschäftigte mich die Frage, wieso sie es für nötig hielt, soetwas überhaupt zu äußern. Was hatte dieser Idiot nur wieder angestellt? Den Unmut konnte ich jedoch nicht lange verstecken, weswegen ich meine Gedanken schnell in eine andere Richtung lenkte. "Also, wie hast du dir den Abend eigentlich vorgestellt?", fragte ich, lehnte mich gegen das Regal hinter mir und betrachtete die Rothaarige abwartend.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

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