Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 170 Antworten
und wurde 1.167 mal aufgerufen
 RPG~Profi
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 12
Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

02.01.2016 23:13
Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Religion: Cerneritum

Die Cerneren glauben an den einen wahren Gott, der über alles Leben auf dieser Welt
bestimmt. Er wird als Richter gesehen, der für jeden Menschen nach dessen Tod
sein gerechtes Urteil fällt und somit bestimmt, ob die Seele eines Menschen in
den Himmel oder die Hölle wandert. Die heilige Schrift beinhaltet diese
Leitfaden und warnt vor der Sünde.




















[title2]Vor-/Familienname[/title2]
Thráin Greymark

[title2]Aussehen[/title2]



Kleidung:


[title2]Alter[/title2]
25

[title2]Geschlecht[/title2]
Männlich

[title2]Charakter[/title2]
Profession:
Söldner/Assassine
Charakter:
Thráin spricht wenig ist beherrscht und eher ein ruhiger Zeitgenosse. Er ist kein Freund von großen Konversationen und hält sich stehst im Hintergrund. Im Gegensatz zu den meisten Männern hört Thráin lieber zu, kombiniert und schlussfolgert aus den Worten und der Körpersprache seines Gegenübers und gelang so, fast spielend, an Informationen welche er für teuer Geld ohne Skrupel weiter verkauft. Direkt Freunde hat der junge Mann auch nicht wirklich -bis auf seine Gildenbrüder- er ist der Freund der Person mit dem vollsten Geldbeutel. Das die Azallen gejagt werden interessiert ihn Persönlich auch nicht, er mischt sich nicht in die Politik des Landes ein, hegt weder gegen die eine noch die andere Seite einen persönlichen Groll sondern vertritt auch hier wieder denjenigen der ihm für seine Dienste das meiste Zahlt.
Träume hält der Assassine für Schäume, er ist Realist und hat sich schon von Kindsbein an damit Abgefunden das Träumereien weder seine Taschen noch seinen Teller füllen.
Während der Arbeit stellt der junge Mann so gut wie jedes Gefühl ab, er ist kalt, unberechenbar und erfüllt seine Aufträge mit absoluter Perfektion!


[title2]Fähigkeit/Waffen [/title2]
Thráin ist auf Grund seiner Arbeit ein absolut begnadeter Kämpfer! Er ist sehr Geschickt im Umgang mit Dolchen, zudem besitzt er Alchemistische Fähigkeiten, sprich er ist in der Lage Gifte herzustellen. Auf Fremde mag es albern wirken aber er trägt immer ein Blasrohr mit sich. Die Nadeln welche er damit "verschießt" sind zumeist in die selbstgebrauten Gifte getränkt. Auch im Waffenlosen Kampf kann Thráin punkten, er kennt ausreichende Möglichkeiten seinen Gegner K.O. zu schlagen, auch ohne ihn ernsthaft zu verletzten.

[title2]Stärken[/title2]
Der sportliche Körper, sowie ein messerscharfer Verstand sind wohl Thráins größte Stärken. Er ist auf Grund seinen jahrelangen Trainigs in der lage so gut wie über hinauf oder hinein zu kommen. selbst ein Aufstieg auf ein Kathedralendach ist für Thráin machbar, anstrengend, aber machbar! Außerdem kann er im Gegensatz zu den meisten Menschen seiner Zeit lesen und schreiben.

[title2]Schwächen[/title2]
Dem jungen Mann mangelt es ungemein an Etikette und sozialen Gepflogenheiten, er kann nicht Schwimmen und ist stark klaustrophobisch. Auch ist Thráin ein sehr respektloser Mensch.

[title2]Sonstiges[/title2]
Thráin wuchs ohne Mutter auf, er wurde von seinem Vater und dessen Liebschaften erzogen. Alles was Thráin kann hat sein Vater ihm beigebracht, bis zu dessen Tod hatten die beiden ein sehr gutes Verhältnis. Der Assassine lehnt Beziehungen ab, er ist der Meinung das er sich in seinem Job keinerlei Liebschaft erlauben darf, da jeder in seinem Umfeld Gefahr läuft eines schnellen Todes zu sterben. Jedoch verbindet den Assassine eine tiefe Freundschaft zu einigen Männern die der selben Beschäftigung folgen wie er, er bezeichnet diese Menschen oft als seine Brüder und seine Familie.


[title2]Vor-/Familienname[/title2]
Rami einfach nur Rami

[title2]Aussehen[/title2]


[title2]Alter[/title2]
23

[title2]Geschlecht[/title2]
Männlich

[title2]Charakter[/title2]
Rami gehört zwar gebürtig nicht zum Volk der Azallen, jedoch im Geiste. So wie die die Anderen ist auch er Schausteller und verdient sein Geld als Straßenkünstler. Nun gut, manchmal kann er seine Finger nicht bei sich behalten und lässt sie unauffällig in den Taschen anderer verschwinden.
Charakterlich kann man Rami in einem Wort beschreiben. Bunt! Er ist lebensroh, quirrelig und es gibt ihn einfach nur mit einem lachen auf den Lippen. Er ist charmant und diesen Charme lässt er auf der Straße sprühen während er seine Zuschauer mit akrobatischen tricks verzaubert. Die Straßen Cerandils sind seine Heimat und all die Azallen seine Familie. Für jeden Einzelnen würde er sein letztes Hemd geben.
Außerdem ist Rami vorlaut und neugierige, er unterschätz prinzipiell die misslichen Lagen in welchen er sich regelmäßig befindet.


[title2]Fähigkeit/Waffen [/title2]
Rami hat die Gabe irgendwie in die Köpfe von Tieren sehen zu können und auch seine Gedanken an Tiere zu übermitteln. Jedoch sind auch diese Fähigkeiten beschränkt. Er kann nicht direkt einfach zu einer Katze gehen und sich mit ihr unterhalten, aber er versteht im Grunde was sie denkt.
Dieses Talent brachte Rami auch zu seinem Haustier, einem Waschbären der ihm nicht mehr von der Seite weicht.
Was Waffen betrifft... nun Rami verteidigt sich eher, anstatt selbst zu Kämpfen. Trotzdem ist er geschickt im Stabkampf und hat seinen Kampfstab -welcher aus zwei Steckelementen besteht-auch immer dabei. Jedoch verhilft der Stab eher zur Flucht. Er benutzt ihn um an höher gelegene Ort zu gelangen oder um seinen Angreifer aus Distanz zu halten.
Sollte es doch mal wirklich sehr brenzlig werden nutzt er seine Umgebung zu seinem Vorteil. Da fliegt dann auch mal das Mobiliar oder Geschirr.


[title2]Stärken[/title2]
Rami besitzt eine entwaffnende Herzlichkeit. Sein lachen ist ansteckend und so gelingt es ihm sehr schnell kontakte zu knüpfen. Wenn man sich rein auf seine Körperlichen Atribute beschränkt ist Ramieinfach nur extrem schnell und dank der akrobatischen Fähigkeiten wie ein kleiner Affe in null Komma nichts auf einem Dach oder einer Mauer. Weniger edel, doch absolut hilfreich, Rami ist ein ausgesprochen guter Lügner.

[title2]Schwächen[/title2]
Da gibt es einige! Zum Beispiel sein unglaublicher Leichtsinn und das damit verbundene Talent sich immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Gekoppelt mit seiner unbändigen Neugierde ist das wohl etwas wie ein Todescocktail. Rami weiß auch nicht wirklich wann er den Mund halten sollte und zieht Situationen gerne mal ins lächerliche.

[title2]Sonstiges[/title2]
Rami stammt eigentlich aus den Südlicheren Regionen, seine Mutter war irgendwann als er noch ganz klein gewesen war einer Azallin begegnet, hatte ihr das Bündel von Kind in die Hand gedrückt und war mit dem Worten. "Bitte, Ich bitte sie. Passen sie auf meinen Sohn auf! Sein Name ist Rami." In den Wäldern verschwunden. So kam klein Rami in die zauberhafte und bunte Welt der Straßenkünster.
Jahre später hatte seine Ziehmutter ihm erzählt das man seine Leibliche Mutter wenige Tage später öffentlich hingerichtet hatte da sie der Hexerei bezichtigt wurde. Seltsamerweise empfand der junge keine trauer. Salin war die die ihn großgezogen hatte, die Frau dich sich seit er denken konnte um ihn gekümmert hatte. Nein trauer verspürte Rami wirklich nicht, es war Dankbarkeit die ihm mit seiner Leiblichen Mutter verband. dank ihr war er immerhin ab leben. Und ein schöneres leben als bei den Azallen konnte er sich nicht vorstellen!



[title2]Vor-/Familienname[/title2]
Nael Ctarhyzan

[title2]Aussehen[/title2]


[title2]Alter[/title2]
20

[title2]Geschlecht[/title2]
männlich

[title2]Charakter[/title2]
Soldat | Azallenjäger
Nael stammt von der nordischen Insel Yawika, weshalb er sowohl die Liebe zum Kampf als auch die Sturkeit seines Volkes geerbt hat. Er verehrt die Muttergöttin Talea und folgt treu den Lehren seines Volkes, obwohl er seine Heimat nach einem Beutezug vor Jahren verlassen hatte um seine Mutter zu finden, eine gewöhnliche Frau Cerandíls. Für diesen Zweck kämpft er für den König, obwohl es ihm nach wie vor schwer fällt, sich im fremden Land anzupassen. Zu oft bricht er wegen einer kleinen Meinungsverschiedenheit einen Streit vom Zaun oder missachtet einfache Gesetze und Regeln der Höflichkeit, nur weil er anders erzogen wurde. Er liebt die Kälte und die freie Natur, welche er jederzeit der belebten Stadt vorziehen würde. Durch die Jagd auf Azallen erarbeitet er sich einen besseren Rang, dass er dafür mit fremden Leben bezahlt kümmert ihn nicht wirklich - jeder kämpft für sich und die seinen, und von den Südländern hält er bekanntermaßen eh nicht viel.


[title2]Fähigkeit/Waffen [/title2]
In Yawika bekommt man bereits zu seiner Geburt eine Axt geschenkt, die man bestenfalls schwingt sobald man aufrecht stehen kann. Diese Zahnstocher, die die Südländer als Schwerter bezeichnen, sind für ihn ein Kinderspiel
Er ist außerdem sehr kreativ was das Fallenstellen angeht


[title2]Stärken[/title2]
Nael wurde den Bräuchen gemäß zu einem echten Krieger Yawikas erzogen, der ohne fremde Hilfe überleben kann. Was auch immer ihm im Weg steht, wird nofalls einfach mit Gewalt verdrängt.

[title2]Schwächen[/title2]
Er kann und will sich nicht an das Stadleben gewöhnen, macht sich gern Feinde und lebt nach seinen eigenen Gesetzen, auch wenn es ihn eines Tages wohl das Haupt kosten wird. Andererseits ist er sehr gläubig und lebt nach den strengen Gesetzen seiner Göttin die seine Freiheit stark einschränken. In Cerandíl hat er es in kurzer Zeit geschafft sich Feinde in den eigenen Reihen zu machen, was ihn nur noch mehr darin bestärkt, allein zu bleiben.
Wenn es ein Problem gibt, versucht er es erst einmal mit Gewalt, statt den Kopf zu benutzen. Er verliert schnell die Beherrschung, verarbeitet seine Umgebung zu Kleinholz und hegt einen besonderen Groll gegen die Magier des Landes, da sie mit ihrer fremdartigen Magie, die sich deutlich von der seiner Heimat unterscheidet, gegen die Gesetze der Natur verstoßen, weshalb er sich entweder von ihnen fern hält um seinen Kopf nicht zu riskieren oder sie bei Gelegenheit sofort aus dem Weg räumt.


[title2]Sonstiges[/title2]
Um dem unerträglichen Lärm und Gewusel der Stadt zu entkommen hält er sich meist außerhalb auf. Er schlägt sich in Cerandíl ganz allein durch, da es ihm eh leichter fällt sich Feinde als Freunde zu machen, und weil er der Überzeugung ist, dass man sich auf Südländer nicht einlassen kann. Sein Clanname Ctarhyzan bedeutet eiserner Wolf und wird nur unter Angehörigen seines Volkes benutzt, es ist Außenstehenden verboten, die Namen zu benutzen, bei Missachtung kostet es einen gerne mal die Zunge






"Hey.", grinste ich und rieb mir scherzhaft über die Seite, die gerade zur Zielscheibe von Astraeas Ellbogen her gehalten hatte, während mir die Unbekannte in den Rücken fiel. "Immerhin...", gab ich als Erwiderung auf ihre Neckerei zurück, ehe sie ihr Verhalten erklärte und mir damit meinen ersten Eindruck über sie bestätigte. So unschuldig wie sie aussah, schien sie auch zu sein. Ganz im Gegenteil zu der Rothaarigen, die ihre Dankbarkeit unter einem Haufen Scherze versteckte. Doch trotz ihrer rauen Schale schienen beide Damen diese Gemeinsamkeit aufzuweisen. Ein viel zu großes Herz...gefährlich in der Zeit, in der wir lebten. Offenbar hatte auch Astraes sich eine positive Meinung über die junge Dame gebildet, denn ungewöhnlich freundlich stellte sie sich dieser nun vor. Sie übernahm auch direkt meinen Part, woraufhin ich amüsiert die Hand hob. Es ging mir tatsächlich ausgesprochen gut, vor allem wenn man bedachte, wie es noch kurz zuvor um mich gestanden hatte. Deshalb nickte ich der Blonden aufrichtig zu und bedankte mich noch einmal. Sie hingegen wirkte äußerst blass und ein wenig besorgt musterte ich sie.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 11:50
#2 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

ANEELA

Ein schwarzer Schatten huschte durch die Straßen Cerandíls,
dessen Dächer allmählich vom schimmernden Morgenrot erstrahlt wurden
und den feuchten Nebeldunst vertrieben, der sich im Laufe der Nacht wie gewöhnlich
gebildet hatte. Aneela drückte den schwarzen Umhang fest an ihren Körper um nicht von dem
farbenfrohen Kleid verraten zu werden, das sich darunter verbarg und stellte zufrieden fest, dass noch keiner der Wachen einen Streifzug durch die Stadt unternahm.
Als sie endlich das -mittlerweile- zu gefährliche Zentrum hinter sich ließ
und die sichereren Viertel erreichte, hatten sich die Straßen bereits gefüllt.
Schnatternde Frauen, die ihre Einkäufe an den Marktständen erledigten, das Hämmern der Hufschmiede, Wiehern der Pferde, alles drang jetzt zu ihr durch und als sie sich,nach einigen wachsamen Blicken, sicher genug fühlte, stülpte sie die Kapuze hinunter und lockerte ihre Mähne auf.

Ein Pfiff ließ Aneela ihren Tanz augenblicklich unterbrechen und ohne zu zögern,
sammelte sie die Taler vom Boden auf und war wenige Sekunden später wieder verhüllt in
einer Seitengasse verschwunden.
Eng an die kalten Steine der Kathedrale gedrückt, wagte sie einen vorsichtigen Blick
auf den Platz an dem sie zuvor getanzt hatte und ihre Augen verengten sich als sie die
drei bewaffneten Männer auf ihren Rösser die Straße entlang reiten sah.
Bevor einer der suchenden Augenpaare sie entdecken konnten, war sie schon die Gasse entlang gelaufen und fand sich in einer noch belebteren Straße wieder.
Die Angst entdeckt zu werden war zu groß, weshalb sie beschloss wieder in ihr sicheres Versteck zurückzukehren.
Ihre Augen blieben einen Moment an dem Schloss hängen, indem der König vermutlich gerade speiste und wie immer glitt ein amüsiertes Lächeln über ihre Lippen wenn sie daran dachte, dass ihr Versteck genau vor seiner Nase lag.
Gekonnt ließ sie sich den seichten Abhang Richtung Fluss hinunterrutschten, der durch die gewaltige Steinbrücke Cerandíl und den Weg zum königlichen Hof verband. Das Dickicht, das an dieser Seite des Flusses wucherte, verbarg das Loch im Fundament, in das Aneela jetzt hineinschlüpfte und sich wenig später unterhalb des rauschenden Wassers wiederfand.
Das sie sich den Weg mit den Kanalratten suchen musste, hätte andererseits ihn amüsiert, bezeichnete er schließlich sie und die restlichen Azallen als eben jene.

So dunkel und feucht auch der Weg war, so warm und einladend hieß sie das Gewölbe willkommen, das erleuchtet von den etlichen Fackeln und unzähligen Lagerfeuern der Zelte die sich hier erstreckten, jetzt vor ihr auftauchte.
Sie warf die Kupferstücke zu den restlichen Talern in den Topf und schlängelte sich ihren
Weg durch die tanzenden Mädchen, die musizierenden Azallen und den spielenden Kindern. Sie fuhr einem Blondschopf über den Kopf, ehe sie ihr Zelt erreichte und sich mit einem warmen Lächeln nocheinmal zurückdrehte. Ja, hier waren sie in Sicherheit.

KÖNIG EOCHAID OLLATHAIR III

Hauptmann Corboz blickte abwartend zu König Eochaid, der seit einiger Zeit stumm hinaus auf die Stadt blickte und dessen Miene mit jedem Stirnrunzeln mürrischer dreinschaute. Er wusste genau was seinem Herrscher auf den Magen schlug, weshalb er nicht so dumm war selbst das Wort zu ergreifen, sondern geduldig wartete bis dieser endlich einen Schritt auf das geöffnete Fenster zuging, seine Hände auf dem Sims ablegte und einen kaum hörbaren Seufzer von sich gab.
"Heute werden sie sich in der ganzen Stadt ungehindert herumtreiben.", presste Eochaid zwischen zusammengekniffenen Zähnen hervor und sein Gesicht verdunkelte sich noch weiter. Unsicher nickte Corboz und fragte sich wie jedes Jahr, warum sein Gegenüber nicht etwas dagegen tat. Es war wieder einmal soweit, unzählige Fremde waren angereist um dem heutigen Stadtfest beizuwohnen. Einem Überbleibsel der Hochzeit der Azallen, weshalb traditionell der Großteil der Bevölkerung und deren Besucher ebenso bunt ihr Unwesen in der Stadt trieben. Dadurch war es fast unmöglich diese Ratten unter ihnen zu erkennen; ein Fest für die Azallen, in der Tat. Corboz schreckte leicht auf, als König Eochaid sich plötzlich zu ihm umdrehte und ihn mit fest entschlossener Miene taxierte.
"Das heißt sie werden unvorsichtig sein. Ich will das ihr die Augen aufhaltet, ein paar bekannte Gesichter werden sich heute zeigen..."

ANEELA

Es war noch nicht einmal Mittag und die Straßen waren jetzt schon überfüllt. Aneela war als eine der letzten Azallen aufgebrochen, denn jeder Einzelne hatte heute die Chance ergriffen sich frei in Cerandíl zu bewegen und zumindest einen Tag in Erinnerung an bessere Zeiten zu schwelgen. Mit strahlenden Augen tänzelte sie sich durch das Zentrum, in dem sie sich sonst nur verhüllt und mit äußerster Vorsicht bewegen konnte und genoss das bunte Farbenspiel. Auch viele Azallen aus anderen Städten hatten ihren Weg hierher gefunden und präsentierten der staunenden Menge ihre Kunststücke und Fingerfertigkeiten. Der Marktplatz war ihr Ziel und wie erwartet drang schon von weitem die Musik zu ihr, die den halben Platz zum Tanzen animierte. Geschickt kletterte sie auf eins der Fässer die sich am Rande stapelten um einen besseren Überblick zu erhalten und das Treiben zu genießen. Ein paar bekannte Gesichter erkannte sie in der Menge und das unbekümmerte Lachen auf deren Gesichtern hob ihre Stimmung nur weiter an, die jedoch Augenblicke darauf einen kurzen Dämpfer erhielt, als sie Hauptmann Corboz mit einigen seiner Lakaien am Rande stehen sah, die ihre Blicke über die Menge schweifen ließen. Wonach hielten diese Idioten nur Ausschau? Nach den farbenfrohen Kleidern und amüsierten Gesichtern zu urteilen, hätten sie heute die ganze Stadt in Gewahrsam nehmen müssen, wohl kaum...
Sie schüttelte die Gedanken von sich ab, wollte auch sie diesen Tag einfach nur genießen.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 11:51
#3 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Gabriel
Leise, fast lautlos bewegte ich mich durch das üppige Gestrüpp. Ich wusste, ein falscher Schritt und alles wäre vorbei. Mein stundenlanges Suchen und mein Warten wären vergeblich gewesen. Ich spitzte meine Ohren und fokussierte das Tier vor mir. Ich achte genauestens auf seine Bewegungen und als es sich sorglos zum Grasen niederließ, ergriff ich meine Chance. Ich legte einen Pfeil in die Sehne meines Bogens visierte den Hirsch an und ließ den Pfeil los. Er zischte durch die Luft und traf das Tier, welches leblos zu Boden sackte. Eilig rannte ich auf meine Beute zu und musterte den Hirsch genau. Er war stark und das Fleisch konnte ich gut am Markt verkaufen. Momentan war es schwer, Beute zu finden und deshalb würde ich auch einen dementsprechend hohen Preis verdienen. Ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen. Zufrieden mit meiner Arbeit, hob ich das Tier auf und verließ den Wald mit schnellen Schritten. Ein wenig würde ich für mich und meine Cousine aufheben, der Rest würde mir ein paar Münzen einbringen.

Enngelin
Es war ein schöner Morgen und ein noch schönerer Tag. Die Sonne weckte mich früh und kitzelte mich mit ihren Strahlen aus dem Schlaf. Mir war ein wenig mulmig zu Mute, denn heute müsste ich wieder den Markt aufsuchen. Mir fehlte es an bestimmten Gewürzen, die momentan im Wald rar waren und deshalb gekauft werden mussten. Eilig zog ich mir meinen Kapuzenmantel an und verließ meine sichere Hütte. Ich mochte das Dorf nicht und noch weniger den Markt. Dort waren meist viel zu viele Leute versammelt und ich hasste die Halunken und Diebe, die dort ihr Unwesen trieben.
„Seid gegrüßt“, wurde ich höflich von einer Marktfrau empfangen, die mich mit ihrer Ware sogleich bedrängte. Ich sank meinen Kopf und ging zügig weiter. Nur das Nötigste wollte ich heute besorgen, denn ich hatte Angst vor den Soldaten des Königs, die, so wie es mir schien, an jeder Ecke zu finden waren.
Mein Stammladen befand sich mitten auf dem Marktplatz, weshalb ich mich durch große Menschenmassen kämpfen musste.
„Seid willkommen, Enngelin. Wie erging es euch die Tage?“, fragte mich der Händler und ich hob leicht meinen Kopf an. Ich kam des Öfteren zu ihm, weshalb ich mich einigermaßen mit ihm verstand.
„Ganz gut, werter Herr“, antwortete ich kurz und knapp. Ich gab ihm meine Liste, auf der ich die gebrauchten Gewürze gemerkt hatte und sogleich bekam ich ein Bündel in die Hand. Die nötigen Münzen drückte ich dem Händler lächelnd in die Hand, ehe ich ein leises „habet Dank und gehabt euch wohl“ von mir gab, mich unsicher umsah und zügig den offenen Platz verließ.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 11:53
#4 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

●Thráin●
Ich war schon lange vor Sonnenaufgang aufgebrochen, der Hauptmann persönlich hatte einen Boten geschickt und mir eine Nachricht überbracht, im Schloss verlangte man nach meiner Anwesenheit. So war ich der Aufforderung nachgekommen, hatte mich in meinen Umhang gehüllt und trotz der Dunkelheit meine Kapuze tief ins Gesicht gezogen. Lautlos und unbemerkt schlich ich durch die dunklen Gassen der Stadt direkt ins Schloss, darauf bedacht von niemandem gesehen zu werden.
Bei Hofe angekommen kletterte ich über die Burgmauern, auch hier, leise, schnell, unauffällig. Es war mein Job genau das zu sein, für diese Diskretion wurde ich bezahlt, sie füllte meinen Teller. Nicht weit von mir entfernt erspähte ich Hauptmann Corboz, getarnt in den Schatten der Dämmerung näherte ich mich ihm und kam knapp zwei Meter hinter ihm zum stehen. Nach wie vor hielt ich mich im Hintergrund, noch immer war ich nicht bemerkt wurden. "Ihr hab nach mir geschickt Hauptmann?"
In Windeseile drehte sich der angesprochene um und zog sein Schwert aus der Scheide. Ich hob abwehrend die Hände. "Diskretion gehört zu meiner Arbeit, ihr wolltet einen Schatten, also beschwert euch nicht das ich mit ihnen verschmelze und vor euren Augen verborgen bleibe."
Ich erkannte im schummrigen Morgenlicht wie sich seine Gesichtszüge entspannten und er seine Klinge sinken lies. "Greymark! Gewöhnt euch endlich an durch das Haupttor zu treten, ich garantiere euch dieses geschleiche irgendwann den Kopf kosten wird."
Mir entkam ein belustigtes Schnauben. "Lass dies nur meine Sorge sein. Kommen wir zum Geschäftlichen."
Grinsend nickte mir der Hauptmann zu. "Heute finden die Feierlichkeiten statt, in der Stadt wird von diesem Gauklervolk und Straßentänzern nur so wimmeln."
"Verstanden, wie hoch ist der Sold?" Das knirschen seiner Zähne hörte ich bis hier her. Er hatte es über die Entlohnung zu sprechen. "In Anbetracht der heutigen umstände dürfte eure Majestät doch sicher großzügiger sein!"
Corboz schritt auf mich zu, der Zorn stand ihm ins Gesicht geschrieben "Hütet eure Zunge Greymark! fünfzehn Heller! Keinen Mehr!" wieder musste ich lachen. "Hauptmann, wenn mir danach der Sinn stünde könnte ich just in diesem Moment in die Gemächer des Königs steigen und mir deutlich mehr holen als ein paar einfache Kupfermünzen! Zudem könnte ich euer Leben aktuell auf sieben verschiedene Wege beenden ohne das einer eurer Wachen auf nur die leiseste Spur einer Ahnung hat. Zudem... habe ich für den heutigen Tag schon bessere Angebote bekommen."
Er schnaubte. "Gut zwanzig Kupfertaler."
"Hauptmann ihr wollt mich bespaßen? Feilscht mit mir wie um einen gepökelten Fisch." Abermals hörte ich einen laut des Unmutes und wollte gerade auf dem Absatz kehrt machen um genau so unauffällig zu gehen, wie ich gekommen war. "Fünfundreisig!" Hörte ich die Stimme des Hauptmanns. Mit einem kalten lächeln drehte ich mich zu ihm und schüttelte ihm die Hand. "Es ist immer wieder erfreulich mit euch Geschäfte zu machen." Dann verwand ich, zügig über die Mauern und bahnte mir meinen Weg in die Stadt, auch ich würde vom heutigen Fest profitieren.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 11:54
#5 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

KILIAN VON SAYN


Was für ein seltener Anblick! Was für eine heitere Stimmung!
Die Sonne strahlte am Himmel und machte diesen Tag perfekt.
In wahrlich euphorischer Stimmung, ließ ich das Feuer um mich kreisen, es gefährlich nahe an meinem Körper vorbeiziehen, während die staunende Menge dieses Spiel beobachtete.
Viel zu selten hatte ich die Gelegenheit mit meinen Künsten andere Menschen als die Azallen zu verzaubern. Denn genau so sah es für sie aus. Zauberei!
Doch in Wahrheit steckte so viel mehr dahinter...
Schon als kleines Kind hatte ich jede Gelegenheit genutzt mit Stöcken im Feuer zu stochern, selbst kleine Feuer zu entzünden und immer wieder ausgetestet, wie nahe ich ihm kommen konnte, ohne meine Haut zu versenken. Und wie nahe ich ihm kam, wie es sich plötzlich um meine Hände geschlungen hatte, wie eine zahme Schlange, die die Hand ihres Herres liebkoste.
Ich ließ das Feuer verpuffen und verbeugte mich unter tosendem Applaus.
Heute waren die Leute von Cerandíl und auch deren Besucher besonders großzügig,
weshalb sich schon eine beträchtliche Menge an Kupfermünzen in meiner Tasche befanden.

Noch immer in Hochstimmung, schlenderte ich vor mich hin pfeifend über den Marktplatz.
Ich war schon früh aufgebrochen und mein Magen fing langsam an zu rebellieren, weshalb ich mir dringend etwas Nahrhaftes besorgen musste.
Auch die Händler würden von dem großen Spektakel profetieren, ging es mir durch den Kopf, während ich beobachtete wie eine junge Maid einige Kräuter einkaufte, ein Jägersmann seine Beute für gutes Geld unter die Leute bringen wollte und Kinder ihre Hände nach den süßen Früchten streckten, die so köstlich präsentiert wurden.
Ich selbst jedoch suchte Sherins Stand auf, wo sie ihren herrlichen Eintopf verkaufte, der meinen Hunger mehr als stillen würde.
Ich begrüßte sie, doch wegen des Andrangs hatte sie nur Zeit zwei Worte mit mir zu wechseln und während ich wartete, ließ ich meinen Blick wieder über die Menge schweifen.
Auf einigen Fässern entdeckte ich dann auch meine kleinere Schwester Aneela. Streng gesehen waren wir nur Halbgeschwister. Unsere Mutter hatte mich bekommen, bevor sie Aneelas Vater kennengelernt und geheiratet hatte. Mein Erzeuger war irgendein Reisender dessen Name ich bekommen hatte und das war auch schon alles, was ich über ihn wusste.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 11:58
#6 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Nael

Noch vor Sonnenaufgang war er aufgestanden, hatte eine geschlagene Stunde auf dem Platz trainiert und nun - Rückenschmerzen. Wie Feuer, das ihm die Wirbelsäule verbrennen wollte, dementsprechend finster war sein Blick.
Statt den üblichen Rüstungen trugen sie einfache Gewänder, mit Leder verstärkt, das ihnen keinesfalls den nötigen Schutz bot. An seinen Gürteln hatte er eine kleinere Armbrust und sein Schwert befestigt, das Einzige, das ihn von der Menge aus einfachen Bürgern, Adligen und was sich sonst noch in den Straßen rumtrieb, unterschied.
Seine Einheit hatte sich aufgelöst um die Straßen einzeln zu durchkämmen, und er wusste, dass manch einer dabei die Gelegenheit nutzte, um die Händler ein wenig zu erleichtern. Im Endeffekt waren die meisten von ihnen doch nicht mehr als gewöhnliche Langfinger, denen man eine glänzende Rüstung angelegt hatte. Zu seinem Missfallen musste aber auch er sich nun durch die Masse bewegen, mit geschärften Sinnen, den Schmerz blendete er weitgehend aus. Gaukler, Akrobaten, Bettler, Diebe, fast so, als triebe sich heute alles und jeder auf den Straßen herum. In einer ungenutzten Seitengasse stand ein Gespann aus zwei Pferden, die einen eisernen Wagen zogen, aus dem lautes Geschrei drang. Direkt davor stand ein vertrauer Mann mit verschränkten Armen, der bei seinem Anblick ein breites Grinsen aufsetzte.
"Kaum Mittag, und schon einen Fang?"
"Kinderspiel, die Alte hat vor ein paar Bälgern gezaubert, da hab ich sie beobachtet. Sie hat damit gedroht, mir die Augen auszukratzen und mich auf ewig zu verfluchen, verrückte alte Schachtel."
Nael nickte, dann wandte er sich wieder dem Treiben zu. Er hielt nicht viel von dieser Arbeit, er störte sich an ihnen auch nicht mehr, als an den anderen Menschen hier.
Als er an den Marktständen vorbeiging spürte er nur kurz eine Hand an der Hüfte, nicht stärker als ein Windhauch, aber spürbar. Das Kind, das eben noch neben ihm gestanden hatte, hatte es nun eilig, den Abstand zwischen den beiden zu vergrößern. Er rannte ihm hinterher, was bei dem ganzen Gedränge recht schwer war, doch die fluchenden Menschen, die er zur Seite stieß, kümmerten ihn nicht sonderlich. Vor einem Holzbau, der wohl eine Bühne darstellen sollte, hatte er den Dieb schließlich eingeholt und drehte seinen Arm auf den Rücken, bis er den Beutel fallen ließ.
"Ein übermütiger Anfänger, was? Haben dir deine Eltern nicht beigebracht, dass man keine Wachen bestiehlt?"
Der Junge begann zu weinen, immer lauter, wohl in der Hoffnung, dass einer der umstehenden Leute ihn hören und ihm helfen würde, doch vergebens. Er führte ihn mit festem Griff durch die Menge, zurück zu dem Wagen. Obwohl es sich nur um gewöhnlichen Diebstahl handelte wurde jedes kleinste Vergehen bestraft, und am Ende des Tages einen kleinen Jungen abgeliefert zu haben war besser, als überhaupt keine Beute. Der Beutel, den er bei sich trug, war nur mit wertlosem, klimpernden Metall gefüllt, statt mit echten Münzen, doch so einfach wie der Trick war, so wirksam war er auch.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:00
#7 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Gabriel
Ich zog mir die Kapuze tiefer ins Gesicht als ich das Dorf betrat. Es schien ein Fest stattzufinden, denn die Menschen tanzten aufgeregt und lachten ausgiebig. Eine heitere Stimmung, die mehr als nur unangenehm war. Wie konnte man in solch einer Zeit voll Schrecken und Panik nur so viel Freude haben? So ausgelassen feiern, während hier Leid und Hunger vorherrschten? Unverständlich.
Ich hielt mich bedeckt und schlich im Schatten der Häuser mit meiner Beute zum Händler. Die Wachen des Königs hatte ich schon von weitem erkannt, deshalb musste ich umso vorsichtiger sein. Eine Auseinandersetzung wäre nicht gerade wünschenswert, denn gegen so viele Soldaten hatte ich als Einzelner keine Chance. Obwohl ich es vielleicht schaffen könnte, immerhin war ich ein guter Kämpfer. Aber ich ließ es lieber auf sich ruhen. Man sollte nicht so kampflustig sein, sondern eher auf den richtigen Moment warten, um zuzuschlagen.
Den Hirsch hatte ich zuvor noch bei mir zerlegt und das gute Fleisch für mich übrig gelassen. Den Rest würde ich bei dem Händler meines Vertrauens verkaufen und dann so schnell wie möglich das Dorf verlassen. Mir war unwohl bei so großen Menschenmassen und überhaupt die Soldaten sahen nicht gerade freundlich gesinnt aus. Kein Wunder, sie warteten wahrscheinlich nur darauf, dass jemand ein Vergehen beging und sich dabei schnappen ließ. Der König würde sich bestimmt über ein paar Gefangene freuen.
„Gabriel“, schrie eine Magd aufgeregt und schloss mich in ihre Arme. Unsanft drückte ich sie von mir weg und sah sie abwertend an. Wie oft musste ich ihr noch sagen, dass ich kein Interesse an ihr hatte? Sie sollte sich gefälligst einen anderen Mann suchen, den sie umgarnen konnte und dem dies auch gefiel. Ich würde ihr nie verfallen, ihre Unternehmungen waren also allesamt zwecklos. Außerdem war ich gerade mehr als beschäftigt und wollte einfach nur schnell meine Beute verkaufen. Wortlos ging ich zum Händler und handelte einen Deal mit ihm aus. Der Hirsch brachte mir ein paar schöne Taler ein mit denen ich mir einen neuen Wams kaufen konnte. Ich steckte die Münzen in meinen Beutel und versteckte diesen unter meinem Mantel. So konnte kein Dieb unbemerkt an ihn herankommen und falls er es dennoch versuchte, würde ich ihn auf frischer Tat ertappen und ihn den Soldaten ausliefern. Unbemerkt natürlich. Ich sah mich um und glaubte, meine kleine Cousine gesehen zu haben, schüttelte den Gedanken aber schnell wieder ab. Sie verließ nur ungern ihre Hütte und auch die großen Menschenmassen mied sie lieber. Wieso sollte sie dann also bei solch einer Feier dabei sein?
Die Wachen standen schon alle Angriffs-bereit da. Sie warteten bestimmt, dass sich ein Azalle zeigen würde, doch ich bezweifelte, dass sie die Genugtuung bekamen, einen von ihnen zu fassen. Die Azallen waren viel zu schlau um auf die Tricks der Soldaten hereinzufallen. Wortlos stellte ich mich an den Rand und beobachtete das Schauspiel, das sich mir gerade bot. Zwei betrunkene Männer stürmten am Platz herum und rissen auch die ein oder andere Ware der Händler mit sich. Ich verkniff mir ein Grinsen. Noch nie verstand ich den Sinn des Trinkens. Ab und zu ein Gebräu war zwar in Ordnung, aber man konnte es auch übertreiben, wie die beiden Männer es hier zeigten. Ein paar Mädchen kicherten und ich schüttelte wortlos den Kopf. Für die Händler und ihre zerstörte Ware war dies wohl nicht so belustigend. Ich beschloss doch noch eine Weile hier zu bleiben, denn gerade erst fing die Sache an, spaßig zu werden…



Enngelin

Freude. Gelächter. Begeisterung. So war die Stimmung hier. Ich schüttelte nur unverständlich den Kopf. Wie konnte man so ausgelassen sein, wenn überall Wachen zu finden waren? Allein schon jetzt erkannte ich fünf von ihnen und ich hatte mir noch nicht einmal sonderlich viel Mühe gemacht, sie zu suchen. Wahrscheinlich dachten sie, dass sowieso keiner auf sie achten würde, immerhin war die Feier hier viel wichtiger, als lauernde Soldaten, die nur darauf warteten, zuzuschnappen. Ich sah, wie jemand einen kleinen Jungen, vermutlich einen Dieb nachlief und verfolgte das Schauspiel. Der Junge war deutlich im Nachteil und wurde schlussendlich auch gefasst. Unter Tränen bat er um Gnade, die ihm der Mann ausschlug. Er zog ihn mit sich und ich war kurz davor einzugreifen, besann mich dann aber etwas Besserem. Zurückhaltung war wohl das Beste, was ich jetzt machen sollte. Ich war zwar kein Azalle, jedoch stand es mit Magiern auch nicht gerade berauschend. Der König mochte meine Zugehörigkeit genauso wenig und deshalb musste ich mich stets hüten, nicht aufzufallen. Nur wenige wussten, wer ich wirklich war und die meisten davon wohnten weit weg, hinter den Bergen. Es gab hier bestimmt ein paar Menschen, die für mich bürgen würden, falls ein Soldat auf mich aufmerksam werden würde und ich hoffte, dass dies im Zweifelsfall ausreichen würde.
Ich versteckte mein Gesicht im Stoff der Kapuze und suchte unauffällig nach einem Ausweg aus diesem Gedränge. Ich wollte mich nicht durch die ganzen Menschenmengen „kämpfen“ müssen, außerdem war hier die Gefahr bestohlen zu werden viel größer. Ich mochte keine Diebe, lieber sollte man sich ehrlich seine Brötchen verdienen. Ich machte es doch aus. Obwohl ich mir nicht ganz sicher war, ob meine Tätigkeit wirklich als so ehrlich angesehen war. Aber man konnte mir wohl kaum vorhalten, dass ich stahl oder die Menschen ausnutzte, wie es bei manchen anderen Berufungen der Fall war.
Unsicher sah ich mich um. Ich sollte mich nun endlich bewegen, sonst würde man mich noch bemerken. Mitten in einer Festlichkeit wie versteinert herumzustehen, machte bestimmt keinen guten Eindruck. Ich beschloss, mich etwas abseits zu gesellen. Von dort würde ich leichter nach Hause kommen und mich wieder meinen Mixturen widmen können.
„Enngelin, was führt Euch hierher?“, wurde ich von der Seite angesprochen und ich zuckte leicht zusammen. Ein wenig überrascht drehte ich mich um und blickte in die grauen Augen der Dorfältesten.
„Peternel, welch‘ eine Freude“, sagte ich anstatt ihr eine Antwort zu geben und neigte leicht meinen Kopf. Die alte Dame vor mir wirkte klein und zerbrechlich, jedoch entsprach dies nicht der Realität. Peternel war bewanderter, als sie aussah, was ich so sehr an ihr bewunderte.
„Wie geht es Euch, mein Kind?“, fragte sie voller Sorge und ich hob und senkte leicht meinen Kopf. Mir war es nur ein wenig zu laut, aber sonst ging es mir relativ gut.
„Und Euch? Wie erging es Eurem Mann die Tage?“, erwiderte ich leise. Um ihren Mann stand es sehr schlecht, er war alt, sehr alt und leider war ich nicht in der Lage ein Heilmittel gegen das Alter zu erfinden. Ja, Peternel war eine der einzigen im Dorf, die von meiner Begabung wusste und ich war mir sicher, dass sie mich nie verraten würde. Nichts würde sie dazu bringen, immerhin war sie alt und es gab nichts auf dieser Welt, was sie nicht schon hatte oder erreicht hatte. Sie war glücklich und zufrieden mit ihrem Leben, was nur wenige von sich behaupten konnten.
„Er hält sich gut“, meinte sie lächelnd und auch ich lächelte im Schutz meiner Kapuze. Eigentlich hatte ich vor gehabt, den Dorfplatz so schnell wie möglich zu verlassen, doch nun würde ich vermutlich länger bleiben, als anfangs angenommen…

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:00
#8 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

ANEELA

Immer wieder hielt sie nach Hauptmann Corboz und seinen Männern Ausschau, doch anscheinend hatten diese den Platz verlassen, jedenfalls hatte Aneela sie nach einer Weile aus den Augen verloren. Mittlerweile fiel es auch immer schwerer einen Überblick zu behalten und schließlich gab sie es auf.

Heute hatte sie endlich die Gelegenheit vor großem Publikum zu tanzen, die Taschen voller
Geld und euphorischer Stimmung, das konnte sie zum Wohle aller nicht ungenutzt verstreichen lassen.Also fand sie sich wenig später auf einer Bühne wider, nicht mehr als eine hölzerne Anhöhe die errichtet worden war, und tanzte zum Klang ihrer musizierenden Freunde. Nach einigem Zögern, beschloss sie zumindest für diesen Moment
die Furcht hinter sich zu lassen und anstatt wachsam alles in ihrer Umgebung aufzunehmen, schloss sie ihre Augen und gab sich ganz ihrer Leidenschaft hin.

-------------------------------------------------------------------------------

Hauptmann Corboz ließ sie keinen Moment aus den Augen und ein dämonisches Lächeln bereitete sich auf seinem Gesicht aus. Wie konnte sie nur so dumm sein? Dachte sie man würde sie nicht erkennen? Sie in der Menge übersehen? Dabei hatte sie alles getan um Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Zuerst präsentierte sie sich über der Menge hinweg und jetzt dieser Tanz...
Zugegeben, es fesselte selbst ihn, doch das bestärkte ihn nur in dem Wunsch sie endlich zu schnappen. Wie oft war sie ihm nun schon durch die Finger gerutscht?
Doch er musste es diesesmal geschickter angehen. Er konnte nicht offen auf sie zustürmen, sie würde schneller untertauchen und verschwunden sein, als sie gucken konnten. Nein, er musste es diesesmal ganz anders angehen.
Kurz dachte er daran diesen Greyback um Hilfe zu bieten, doch missfiel ihm dieser Gedanke. Wenn er zur Ergreifung beitrug, würde er sich nicht beschweren, doch ihm war es lieber sie eigenhändig zu fassen.
"Nael", rief er plötzlich herrisch, als er diesen entdeckte, wie er gerade einen Jungen hinter sich herschleifte.
"Lasst das Balg los, es gibt dringenderes zu tun!"
Er nickte in Aneelas Richtung, unsicher ob er wusste wer sie war oder nicht.
"Wir müssen sie einkreisen! Der Marktplatz muss umzingelt werden, jeder Weg, jedes Schlupfloch! Aber wir müssen diskret vorgehen, wenn sie Gefahr wittert, wird sie uns entwischen!" Ja, er war fest entschlossen sie ein für alle mal aus dem Verkehr zu ziehen.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:02
#9 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Nael Ctarhyzan


Nael schnaubte verächtlich, als er seinen Fang freilassen musste - nicht, ohne ihm vorher das Handgelenk so zu verdrehen, dass ein grässliches Knacken zu hören war.
"Wenn ich dich das nächste mal hier sehe wirst du dir wünschen, ich hätte dich eingesperrt."
So ein Aufstand wegen einer einzigen Frau. Er wusste ja, dass sie nicht mehr ganz bei Trost waren. Er hielt nach dem nächsten Soldaten Ausschau um ein unauffälliges Zeichen weiterzugeben. Natürlich hielt er von dieser Methode wenig, wenn nicht gar überhaupt nichts, denn wie groß war die Chance, sie inmitten dieser Menschenmenge zu fangen? Wollte man ein Tier erlegen war es doch klüger, es von der Herde zu entfernen, um es dann in die Enge zu treiben. Das absolute Gegenteil von dem, was sie vorhatten. Aber was sollte es ihn kümmern, er war ja nicht dafür verantwortlich.
"Und nun? Wollt Ihr vielleicht auf die Bühne stürmen, und ein Netz auf sie werfen? Oder sie zum Tanz auffordern um ihr anschließend Handschellen anzulegen?"
Er könnte doch genauso gut versuchen, sie mit der Armbrust zu treffen. Von einer erhöhten Position aus wäre es vielleicht sogar möglich, würde allerdings für ein riesiges Chaos sorgen.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:06
#10 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Silber

~ Auf den Marktstand -> auf den Weg zum Kräuterstand~

Heute war ein wunderbarer Tag. Heute war das Fest. Nicht irgendeins, sondern DAS Fest. Da wo wir uns den Umständen entsprechend auf der Straße frei bewegen konnten. Doch Vorsicht war trotzdem geboten. Ich, Silber Rose, hatte extra mein Erspartes genommen und mir einen Umhang gekauft. Ich hatte ihn in der Farbe Weiß geholt, da alle anderen Farben ausverkauft waren. Nun versuchte ich mich einen Weg durch die vielen Verkaufstände zu bannen. Mein Geld, welches ich früher erbeutet hatte, fest in der Hand. Dieses Mal würde es mir nicht gestohlen werden! Nein! Dieses Jahr hatte ich es mir ganz feste versprochen.
Mein Ziel war einen Kräuterstand zu finden, damit ich die Pflanzen zu Tränke verarbeiten könnte. Wenn es mir überhaupt gelingen würde. Mir hatte es noch niemand beigebracht und so müsste ich ein spezielles Buch besorgen um es selbstständig zu erlernen. Bisher war ich nicht wirklich erfahren. Das dumme ist, dass Lyra schon so weit mit ihrer Schwertkunst ist...Naja. Sie hatte auch früher angefangen, dies musste ich mir natürlich auch gestehen.
Als ich noch so in meinen Gedanken versunken daher lief, bemerkte ich auf einmal einen Stand, welcher tatsächlich Kräuter verkaufte! Meine Freude war groß und so machte ich mich schnell auf den Weg welche zu Kaufen. Doch kurz bevor ich den Stand erreichte, blieb ich stehen. Da fiel mir auf, dass ich überhaupt keine Kenntnisse über Kräuter hatte. Ich wusste ja nicht Mal, wie sie hießen oder für was sie gut waren. Wie ich da stand. Wie ein Depp, der den Stand nur seltsam anstarrte. Doch trotz dieser Erkenntnis ,war ich motiviert und marschierte mit großen Schritten zum Markt.

Lyra
~Auf einem Dach eines Hauses~

Lyra war auf einem Dach. Wie sie da hochgekommen sei? Tja. Das würde für immer ein Geheimnis bleiben. Durch eine Treppe, ein Gestrüpp? Wir werden es wohl nie erfahren. Aber nun wieder zum Geschehen. Lyra freute sich. Endlich würde sie ihre Schwester sehen, wenn sie Glück hätte. Sie wäre ein leichtes Ziel für sie. Denn die Frau wusste, dass Silber nicht einmal eine Waffe besaß, geschweige sie zu benutzen. Lyra hatte sich schon viele Male über sie lustig gemacht. Wie konnte nur jemand so unnützlich sein? Aber von ihr würde die Schwester keine Hilfe bekommen. Das war sicher. Silbers Zwilling war sauer auf sie. Sie konnte einfach nicht verstehen, wie man nicht auf der Seite des Königs sein könnte? Dem Höchsten dieses Landes! Den kann man sich doch nicht wiedersetzten. Lyra wusste ganz genau, heute würde sie das Leben ihrer Schwester dem König ausliefern. Bestimmt hätte sie viele Informationen, die dem König wichtig seinen. Doch als sie länger darüber nachdachte, musste sie feststellen, dass sie dies schlecht machen könnte. Silber war das einzige was in ihr Wesen ausmachte oder ihr Leben an sich. Würde sie sie ausliefern, so würde sie bestimmt getötet werden. Und ohne Silber würde für immer ein Loch in ihrer Brust sein.
Lyra seufzte. Wieso musste das alles so kompliziert sein? Schweigend betrachtete sie die Menge unter ihr. Wie sie lachten. Lyra konnte diese Freude überhaupt nicht ausstehen. Diese Positive Gefühle! Widerlich! Ekelhaft! Diese Ausstrahlung, fruchtbar! Lyra konnte sich nicht genug darüber aufregen. Doch sie musste es ertragen. Irgendwann würde sie ihre Schwester finden. Die Frau stand auf und blickte sich umher. Irgendwo müsste es doch einen Stand geben, den sich Silber ganz genau anschauen würde...

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:07
#11 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

●Thráin●

Auserhalb der Sichtweite anderer saß ich auf einem Dach und beobachtete die Situation. Corboz machte sich gerade mehr als lächerlich! Wie er versuchte unerkannt durch die Menge zu schleichen ähnelte einem jungen Raubtier bei seinen ersten Jagtversuchen. Er sollte sich eine Glocke um den Hals hängen um noch auffälliger zu werden!
Mein Blick folgte seinem, ach, war das nicht seine Liebste, welche da auf der Anhöhe in einen Tanz vertieft zu schein schien? Wie lange war Corboz nun schon hinter ihr her? Die Erinnerung daran war mir entfallen, aber prinzipiell war es auch nicht relevant.
Im Augenwinkel erspähte ich eine Frau, unweit von mir auf einem der Dächer. Wage erinnerte ich mich daran sie bei Hofe schon gesehen zu haben, jedoch hatte ich sie nicht beachtet. Heute jedoch würde ich sie im Auge behalten. Es wäre schlecht wenn das Püppchen mir meine Beute streitig machen würde.
Schnell und leise verließ ich mein Versteck und kletterte an einen höher gelegenen Punkt um die Situation besser überblicken zu können.
Corboz pfiff einen seiner Köter zu sich. Wie wollte er bitte so erfolgreich werden? Wollte dieses Gauklervolk zu Tode erschrecken indem er seinen grimmigsten Bären auf sie hetzte? Ein Belustigtes Grinsen stahl sich auf meine Lippen. Sold hin oder her, das musste ich mir anschauen! Ich könnte natürlich auch hinab springen und ihn unterstützen, jedoch wäre das Gefühl der Genugtuung nicht im Ansatz groß genug. Nein, es würde viel spaßiger sein das Mädchen erst zu fangen wenn sie Corbos bereits entwischt war.

Der heutige Tag war voller eindrücke, meine Augen erspähten schon den nächsten Azallen, einen jungen Mann der ebenfalls oft auf den Straßen unterwegs war, nicht nur ein Straßenkünstler sondern auch Langfinger. Ihn hier würde ich vorläufig im Auge behalten!



●Rami●

Heute würde zwar ein gefährlicher, aber auch guter Tag werden. Wie meine Freunde Kilian und Aneela war auch ich bereits auf den Straßen und bisher war ich doch recht erfolgreich gewesen. Das ein oder andere Säckchen mit Kupfertalern hatte ich bereits ergattern können, nun jedoch wollte ich etwas Spaß haben. Also schlängelte ich mich durch die bunte Menge in die Nähe der hölzernen Anhöhe. Unterwegs machte ich an dem ein oder anderen Stand halt, es waren Händler aus aller Herren Länder angereist, sie verkauften farbefrohe Gewänder, Getrocknete Früchte, Gewürze, Kräuter und Waffen. Ein paar der Früchte würde ich mich gönnen! "Grüße!" sprach ich den Verkäufer gut gelaunt an und auch er grüßte mich freundlich gesinnt zurück. "Was verkauft ihr nur alles für Köstlichkeiten? Da fällt eine Entscheidung nicht einfach." Mit einem Tiefen Lachen zählte er auf welche Waren er zum Verkauf anbot. Nach einigen Minuten entschied ich mich für getrocknete Pflaumen und Datteln. Zweiteres kannte ich nicht, jedoch dufteten sie süß und sahen ein wenig aus wie getrockneter Honig.
Zufrieden mit meiner Beute ging ich nun wirklich zur Anhöhe, es war sicherer wenn wir zu zweit waren und erhöhte deutlich die Chancen zur Flucht.
Ich pfiff einmal laut um der Tänzerin meine Anwesenheit zu Signalisieren während ich mich zu ihr bewegte. Stumm formte ich ein "guten Morgen" mit meinen Lippen, warf ihr dann einen Fragenden Blick zu. Zum einen um mich nach ihren Wohlbefinden zu erkundigen, zum zweiten um ihre Erlaubnis ein zu holen mich zu ihr zu gesellen. Auch ich war ein ganz passabler Tänzer, lange nicht so gut wie sie, aber man hatte uns doch schon das ein oder andere Mal ein Kompliment gemacht. Nun gut, alle Azallen konnten Tanzen. Immerhin waren wir ein sehr fröhliches Volk das viele Feste feierte. Sollte das Mädchen mein Angebot ablehnen wäre es natürlich auch nicht weiter tragisch, neben ihr wirkte ich auch manchmal wie ein Sack. Ihre Bewegungen waren fließend wie das Wasser und es kam wirklich immer darauf an was sie tanzte ob ich nun einigermaßen mithalten konnte oder nicht.
Unweit von hier, in der eines Brunnens wäre für mich sonst ebenfalls ein hübsches Fleckchen an welchem ich meine Tricks zur Schau stellen konnte

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:11
#12 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Aneela

Es war ein herrliches Gefühl sich so gehen zu lassen, alles um sich herum auszublenden, doch hielt es bedauerlicherweise nicht lange an. Zuerst war es nur ein unangenehmes Gefühl...ein leichtes Sträuben meiner Nackenhaare, die mich aus meiner Trance rissen.
Und während ich mich weiter zur Musik bewegte, erkundete ich unauffällig meine Umgebung und es dauerte nicht lange, bis sich meine Vermutungen bestätigten.
Corboz! Wie sehr ich diesen miesen Halunken verachtete konnte ich nicht in Worte fassen.
Kurz kam die gefürchtete Erinnerung hoch, als er mir das Brandmal verpasst hatte und es war als würde meine Schulter erneut unter Flammen aufgehen. Doch ich besann mich rasch wieder. Offenbar leitete er bereits Schritte ein um mich erneut gefangen zu nehmen.
Doch diesen Gefallen würde ich ihm kein zweites Mal gestatten.
Plötzlich kam mir jedes unbekannte Gesicht feindseelig vor und ich war umso erleichterter, plötzlich ein mir nur allzu Vertrautes vor mir auftauchen zu sehen.
Rami war zwar kein gebürtiger Azalle, doch änderte das nichts an der Tatsache, dass er einer von uns war. Nach außen hin erkannte niemand, in welchem Dilemma ich mich gerade befand und das war auch beabsichtigt. So ergriff ich freudestrahlend Ramis Hände und zog ihn zu mir hinauf. Der Menge schien unser Zusammenspiel zu gefallen und als ich mich um ihn herum schwang und den Außenstehenden ein "Verführungsspiel" darbot, nutze ich die Gelegenheit ihn zu warnen.
"Wir müssen hier verschwinden", hauchte ich ihm zu, behielt jedoch mein vorgetäuschtes Lächeln auf den Lippen. "Er gönnt mir nicht mal diesen Tag", fuhr ich fort und nickte in Corboz Richtung. Rami war vielleicht nicht der besonnenste, aber er war nicht dumm und so wusste ich, dass ich genug gesprochen hatte.
Sobald sie bemerken würde, dass wir uns bedroht fühlten würden sie zuschlagen.

-----------------------------------------------------------------------------------

Corboz warf Nael einen finstern Blick zu. Dieser Narr verstand nicht im Entferntesten wie wichtig es war sie zu fassen!
"Sobald alle Wege versperrt sind, wird sie nicht entwischen können. Sie wird uns in die Arme laufen müssen und dann haben wir sie!", erwiderte er ungeduldig und mit zusammen gebissenen Zähnen.
"Unterschätzt sie lieber nicht. Sorgt ihr dafür, dass sie gezwungen ist zu flüchten. Und glaubt mir, das wird sie tun, noch ehe ihr nahe genug an ihr dran seid um überhaupt etwas zu unternehmen! Den Rest erledigen ich und meine Männer!"

Kilian


Mit gefülltem Magen schlenderte ich jetzt zufrieden weiter über den Marktplatz, der
bald aus allen Nähten zu platzen drohte. Dauernd wurde man angerempelt oder stieß versehntlich selber mit jemandem zusammen.
Ich rief hier und dort ein paar Entschuldigungen aus und versuchte mein Glück jetzt außerhalb der Masse. Vielleicht gäbe es dort ein leichteres Vorrankommen.
Irrte ich mich, oder bezogen die Soldaten am östlichen Ausgang Stellung?
Während ich das Geschehene beobachtete, schritten meine Füße den Weg fort und plötzlich stieß ich mit etwas Lebendigem zusammen.
"Verzeiht...", rief ich augenblicklich aus und verhinderte gerade noch rechtzeitig,
dass die Dame zu Boden fiel. Etwas abgelenkt stellte ich sie wieder auf ihre Füße und warf einen Blick zurück. Dann jedoch wandte ich mich ihr wieder zu.
"Geht es euch gut?", fragte ich und grinste sie entschuldigend an, auch wenn mir
ihr Gesicht zum größten Teil verborgen blieb, hatte sie es doch unter einer Kapuze versteckt.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:13
#13 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Gabriel
Es wurden immer mehr Leute und schön langsam verlor ich den Überblick. Es gab ein paar komische Gestalten und auch vor den Dächern der Häuser machte so manch eine Maid wohl nicht Halt. Die Lage spitzte sich immer mehr zu, die Wachmänner schienen sich bereit zum Angriff zu machen. Eigentlich hatte ich vermutet, dass die Wachen sich noch ein wenig länger in Zurückhaltung üben würden, aber natürlich waren sie viel zu übermütig um sich nicht gleich in den Kampf stürzten zu wollen. Ich selbst hätte mir erst einmal einen genauen Überblick der Lage gemacht, bevor ich eingeschritten wäre, aber nicht jeder bewahrt in solchen Situationen einen ruhigen Kopf. Ich hoffte nur, dass die Azallen rechtzeitig reagieren würden und fliehen konnten. Ich empfand eine gewisse Sympathie gegenüber dem Volk, wahrscheinlich, weil sie den König genauso sehr verabscheuten wie ich.
Als sich eine Wache plötzlich genau neben mich positionierte, verdrehte ich genervt meine Augen. Wieso hatte ich immer solch ein Glück? Ich beschloss mich unter die Leute zu mischen, da ich sonst bestimmt erkannt werden würde. Ich war ja immerhin schon eine kleine Legende unter den Kriegern des Königs und falls sie mich entdeckten, wären sie mir gegenüber bestimmt nicht wohl gesonnen.
Da ich nicht wusste, was ich machen sollte, ging ich zu dem Kräuterstand. Ich konnte ja meiner Cousine etwas mitbringen, sie würde sich bestimmt darüber freuen. Eine junge Dame stand gerade davor und ich drängte mich ungalant vor.
„Ein paar Kräuter, so wie Enngelin sie immer möchte“, sagte ich kurz und knapp und der Händler nickte leicht, eher er in seinen Kisten herumwühlte und mir dann einen kleinen Beutel gab.
„Eure Cousine war gerade hier, werter Herr, aber ich weiß nicht, wo sie sich nun herumtreibt“, erwiderte der Händler und ich riss überrascht meine Augen auf. Sie? Hier? Im Dorf? Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.
„Ach, Ihr solltet vielleicht der jungen Dame hinter mir behilflich sein. Sie sieht nicht so aus, als wäre sie in diesem Gebiet sehr bewandert“, meinte ich ein wenig abwertend und drehte mich geschickt zu der Gestalt hinter mir um. Ich verbeugte mich gespielt höflich und grinste sie dann provokant an.

Enngelin
Es war nett, mit Peternel zu plaudern und sich über die Neuigkeiten im Dorf auszutauschen. Da ich nur selten hier war, wusste ich nicht viel und war dementsprechend überrascht, was mir die weise Frau alles zu berichten hatte. Der Schmied war nun mit der Tochter des Wirts zusammen und es wurde gemunkelt, dass die beiden schon Heiratspläne hatten. Der Barde, der immer in der Schenke spielte, war schon länger nicht mehr gesichtet worden und man vermutete, er wäre in ein anderes Land gereist. Schade eigentlich, er war ein spaßiger Mann, immer gut gelaunt und dankbar für jeden Zuhörer. Außerdem waren seine Gedichte sehr schön und ich hatte gerne seinen Melodien gelauscht.
„Kind, könntet ihr mir ein paar Kräuter holen? Ihr wisst, wie schwer ist für mich ist, weite Strecken zu laufen und die Menschenmengen sind nicht sehr hilfreich?“, fragte mich Peternel hilfesuchend und riss mich damit aus meinen Gedanken.
„Nehmt meine, ich hole mir einfach neue“, entgegnete ich und streckte ihr mein Bündel entgegen, was sie dankbar annahm. Sie wollte mir ein paar Münzen geben, doch ich schüttelte den Kopf. Niemals würde ich so etwas von ihr annehmen.
„Behaltet es. Nehmt die Kräuter einfach als Geschenk von mir“, bekräftigte ich meine Geste und wir beide lächelten.
„Danke Euch“, sagte Peternel, was auch gleich als Abschied diente. Sie war schon den ganzen Tag lang auf den Beine und brauchte ihre Ruhe.
Ich winkte ihr noch einmal zu, ehe sie schon im Schatten der Häuser verschwand. Gerade, als ich mich umdrehen wollte, um erneut zum Kräuterstand zu gelangen, wurde ich leicht angerempelt. Ich verlor mein Gleichgewicht und schloss verschreckt meine Augen. Anstelle eines Aufpralls jedoch, fühlte ich nur zwei starke Hände, die mich umschlossen. Zögernd machte ich meine Augen auf und sah in das Gesicht eines jungen Mannes, der mich wohl noch rechtzeitig aufgefangen hatte. Er fragte mich, ob es mir gut ginge und ich brauchte einen Moment bis ich realisierte, dass er mit mir sprach.
„Ähm, ja…mir geht es gut. Danke…“, stammelte ich unsicher. Er schien kein Soldat zu sein, sondern wirkte fröhlicher, aber gleichzeitig auch sehr sorgsam. War er ein normaler Bürger? Oder gar ein Azalle? Er sah sich auf jeden Fall unsicher um, also schien er sich hier auch nicht sonderlich wohl zu fühlen.
„Und Euch? Verzeiht, falls ich Euch zu nahe trete, aber Ihr wirkt ziemlich angespannt“, meinte ich sorgsam. Gleich nachdem ich dies ausgesprochen hatte, bereute ich meine Worte. Wieso musste ich bloß so neugierig sein? Ich sollte mich doch zurückhalten, wieso mischte ich mich also in fremde Angelegenheiten ein? Ein wenig beschämt wandte ich meinen Kopf ab und ich war froh, dass mein Gesicht noch immer unter der Kapuze versteckt war, sodass man meine Röte nicht erkennen konnte.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:17
#14 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Silber

~am Kräuterstand~

Ein Mann drengelte sich vor mich und bat um ein Paar Kräuter für Enngelin.Moment! Enngelin?! Ist das nicht meine Lehrerin? Und sie war hier! Nun ja. Irgendwo in diesem Dorf. Ich stand da ganz still und etwas schüchtern. Wieso konnte ich Leute nur so schlecht ansprechen?
Als er sich aber verbeugte war ich Baff. Vor mir hatte sich noch nie jemand verbeugt. ich starrte ihn nur kurz an. So dumm ich war, zeigte ich mit dem Zeigefinger auf ihn und wedelte wild mit dem Arm. "Du kennst Enngelin? Hast du sie gesehen?! ich muss sie sehen.", sagte ich schnell. Dann blickte ich wild mich um. Typisch ich, dachte ich mir. Nur eigensinnig und niemals bei den Manieren. Plötzlich drehte sich mein Kopf zu ihn und starrte ihn mit funkelten Augen an. Erstmal waren die Kräuter egal.Ich wollte wissen, wo sie seinen könnte. Innerlich schrieb ich in meinem Kopf eine To-Do-Liste, was ich unbedingt noch erlernen müsste. Darunter viel eindeutig Manieren und damenliches Verhalten. Manchmal verhielt ich mich wirklich wie ein kleines Kind. Aber wenn man so bedachte. Entführt, keine Familie...einige Schmerzhafte Momente. Da wird man schon etwas verstört...

Nael

Nael Ctarhyzan


"Ich bin es eher gewohnt, strikte Anweisungen zu erhalten, wisst Ihr. Kreativität ist weniger meine Stärke."
Er entfernte die Gürtel, an denen seine Waffen befestigt waren, und drückte sie dem nächsten Soldat in die Hände. Dann schob er sich mit überlegenem Grinsen zwischen den Zuschauerreihen hindurch, hin zur Bühne, um sich am Rand nach oben zu ziehen. Mit neu gewonnener Eleganz verbeugte er sich vor dem tanzenden Paar, streckte die Hand leicht nach vorne aus und richtete das Wort an die Frau.
"Würdet Ihr einem furchtbaren Tänzer den Gefallen tun, ihn in Euren Künsten zu unterweisen, ehe er sich vor der versammelten Meute blamiert?"

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Neyl Online

Admin


Beiträge: 36.226

12.11.2016 12:22
#15 RE: Cerandil alte Steckbriefe Zitat · antworten

Aneela
Nachrichten: 588
http://fs5.directupload.net/images/151007/yqjrdtll.png

Fieberhaft überlegte Aneela, ob sie direkt flüchten oder weiter ausharren sollte.
Sie wollte nicht riskieren, dass jemand unnötigerweise in Gefahr geriet und erwartete deshalb den Mann, der kurze Zeit später vor ihr auftauchte. Für wie naiv hielten diese Idioten sie überhaupt? Wäre sie all die Jahre entkommen, wenn ihr solche Sachen verborgen geblieben wären? Die offensichtlichen Auswege waren von den Soldaten schon besetzt, doch das beunruhigte sie nicht. Immerhin gab es andere Möglichkeiten, die sie nicht mal in Betracht zogen.
Sie schenkte ihrem Gegenüber ihr schönstes Lächeln, es würde sich noch zeigen, wer hier wen an der Nase herumführen würde. Er definitiv nicht!
"Wie könnte ich solch eine Bitte ausschlagen?", erwiderte Aneela und gab Rami mit einem Nicken das Zeichen von der Bühne zu verschwinden. Sie hoffte er würde die Warnung verstehen und schnellstmöglich das Weite suchen.
Aneela konzentrierte sich wieder auf den Fremden. Er wirkte nicht wie einer der dämlichen Soldaten, die man einfach so übers Ohr hauen konnte, also musste sie auf Risiko setzen.
Sie trat einen Schritt auf ihn zu und legte ihre Hand sanft an seine Schulter. "Tanzen ist nicht einfach etwas, das man lernt", fing sie an leise zu ihm zu sprechen und sah ihm dabei tief in die Augen. Langsam begann sie ihn zu umrunden und ihre Finger fuhren dabei über seine Brust. "Man muss es fühlen...es spüren", hauchte sie ihm zärtlich ins Ohr und zog dann ein grünes Tuch hervor, dass sie vor seinen Augen hin und her schwingen ließ. "Vertraut mir einfach..." Vorsichtig und mit pochendem Herzen, legte sie ihm das Band vorsichtig über die Augen und verknotete es dann feste.
Sobald sie ihre Handbewegung beendet hatte, war sie auch schon lautlos von der Bühne gesprungen und tauchte in der Menge unter.
Jetzt musste es einfach schnell gehen. Geschickt huschte sie durch die Menschen, ohne kaum jemanden zu berühren. Als wäre sie Wasser, dass durch die Masse seinen Weg fand, kam sie an Sherins Zelt an und verschwand darin.
Sie hatte vorgesorgt, schnell zog sie sich einen dunklen Umhang über und griff nach dem Köcher und ihrem Bogen. Von hier aus war es nicht mehr weit zu der Stelle die ihr als Fluchtmöglichkeit dienen würde, doch konnte sie auch nicht einfach so verschwinden, ohne nicht alles zu tun um auch sicher zu gehen, dass den Anderen nichts geschah.

Liebe ist nur eine weitere Methode anderen Leid zuzufügen <3

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 12
 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor